Aktuelles


 

 

24.10.20

Hand made in Germany

Bei aller Freude, dass es endlich veröffentlicht wurde, die ewig lange Vorbereitung ein Ende hat, man sich soweit nur möglich sich sicher ist, dass Alles läuft, sollte man einen kleinen, aber wichtigen Neben- oder Zusatz nicht außer Acht lassen: „Hand made in Germany“!

 

Vor über 10 Jahren ist für mich eine Art „Kindheitstraum“ in Erfüllung gegangen, als ich zu Sportex als Consultant, Berater kam. Für eine deutsche Firma!

Ok, man muss schon soweit ehrlich sein, Alles wird nicht in Deutschland produziert! Zumindest aber auch nicht aus den sogenannten „Billig-Lohn-Ländern“! Dafür aber das ganze Know-how, die operative Zentrale, in der alle Fäden zusammenlaufen.

Dafür ist dann aber Climax ein rein deutsches Unternehmen, einschließlich der Produktion der Schnüre, egal ob für die Angelei oder auch das Kite Surfen! In vielen Nischen-Produkten ist Climax Marktführer! Das muss man auch erstmal schaffen.

Zurück zu „meiner“ kleinen Produktreihe, den Bungee-Rigs:

Es ist nicht einfach, eine oder DIE Firma zu finden, bei der man sich wohl fühlt. Von daher passt es super mit der Ockert GmbH, dem Hauptunternehmen, zu der Sportex und Climax gehören. Für mich war und ist es immer noch wichtig, dass so viel wie nur möglich aus der Heimat stammt. Angefangen bei der, bei meiner Idee, und den Materialien für den Bau der Bungee-Rigs, bis hin zur kompletten Verarbeitung der einzelnen Komponenten. Auch das „Eintüten“, das Verpacken der einzelnen Rigs findet hier, besser gesagt in unserem Wohnzimmer statt. Ist ab und an nicht immer ganz so einfach…, aber das könnt Ihr Euch sicher vorstellen, oder ? 😊

Schnell liegt die Fernbedienung für den Fernseher mal zwischen scharfen VMC Haken, halb begraben unter schon aufgewickelten Rigs … und so weiter. Aber egal, da muss man (und Frau) in dieser Phase durch!

 

Also, „hand made in Germany“ bezieht sich nicht nur auf das eigentliche Machen, Bauen, sondern um Vieles da drum herum! Und es macht mein Team und uns schon stolz, dass das Endprodukt nun (endlich) auf den Markt kommt!

 

 

 

 

21.10.20

Noch noch ein kleiner Nachtrag zu der Wobbler-Angelei,

aber nix für bekennende Warmduscher°! 😊

 

Was die wenigsten Spinnfischer wissen: die kältere und kalte Jahreszeit gehört mit zur besten Wobbel-Phase! Jepp, Ihr habt es richtig gelesen. Ok, man muss schon ein gewissen Hau abhaben, um bei Temperaturen Richtung 0°C am oder im Wasser zu stehen, und unermüdlich seinen Favoriten-Wobbler zu werfen. Keine Zweifel! Und doch werden diese „Harten“ oft richtig belohnt mit zum Teil kapitalen Zandern.

Und um noch einen drauf zu setzen: die meisten Zander werden im…FLACHWASSER gefangen! Das geht hin bis zum Knie-tiefen. Also auch nur mit Flachläufern. Heißt aber auch für denjenigen unter Euch, der es mal wagen möchte, eise zu sein! Kein Gespiele am Handy, oder sonstige Stör-Gerausche. Klar fahren auf den Flüssen mitunter große Schiffe und machen Radau. Aber diesen Lärm kennen Die Stacheligen. Das ist nix ungewöhnliches mehr für die Zettis!

Was die Wobbler anbelangt, all die bis ca 1,5m Tiefe und noch flacher unterwegs sind, bis hin zur Wasseroberfläche! Bei der Länge der Köder, eher mehr als klein, also von 11 bis ca. 15cm. Ihr solltet sowohl laute, also mit Rasseln, als auch leise Köder dabeihaben. Mal sind es die Radaubrüder, mal die stillen Schleicher. Wie bei der Farbgebung, ob Firetiger oder Natur-Design, ein Sortiment an Allem wäre gut. Sehr wichtig auch, dass die Wobbler bei einem Spinn-Stopp nicht auftauchen wie eine Ente mit lauten „Plopp“, sondern eher stehen bleiben, schweben (Suspender), oder ganz langsam absinken! Dass die Haken top sind, das ist Euch eh klar! Wir tauschen die Drillinge bevorzugt gegen die speziellen Einzelhaken für Kunstköder aus! Ruhig ein oder zwei Nummern größer wählen, das sind dann die richtigen Greifer, von denen der Fisch nicht so leicht „abhängen“ könnte! Aber keine riesige Box! Wenn von jedem Vertreter einer bis zwei als Ersatz dabei wären, reicht völlig! Leichtes Gepäck ist immer gut!

Bei der Rutenauswahl, puh, die einen nehmen gerne kurze, die anderen eher an die 270cm lange Ruten. Zu hart sollten die Stöcke aber nicht sein, denn wenn so ein Ochs Euch im Flachwasser einsteigen sollte, dann muss die Rute puffern! Was ich quer durch die Republik mitbekommen ist, dass der absolute Favorit die „Curve Spin“ in 240 oder 270 mit 40 Gramm Wurfgewicht! Die Aktion im Spitzenbereich würde eher als „sanft“ bezeichnen. Ihr merkt dennoch jeden Kontakt, oder Anschubser. Von der sonst eher überlegenen Inliner kann ich Euch in der kalten Jahreszeit nur abraten. Wenn sich an der Spitze Eis bilden sollte, habt Ihr verratzt! Daher eher Ringe, gerne auch mit normalen bis größeren Durchmessern.

Rolle, reicht eine gute! 2000er bis 2500er. Ihr macht ja keine Gewaltwürfe auf xx m Distanz! Man kann ja auch mal den Wobbler entlang der Steinkante oder über Flachwasser mit der Strömung abtreiben lassen, um dann ihn langsam gegen die Strömung wieder einzuholen!

Schnur, nur Qualität, und keine Seite! Maximal eine 0,16 mm, eher eine 0,14mm reichen, dazu ein Vorfach aus 0,35mm Fluorocarbon, gut ist. Farbe Hauptschnur? Gerne weiß! Sieht man immer noch am besten in der Dunkelheit!

So, das sollte für den Spätjahres bis hin zum Winter-Wobbeln an kleinen Tipps reichen! Wünsche Euch warme Finger, nen heißen Tee dabei, und schöne Fische!

 

 

So, und nun noch paar Infos zu Christopher´s Elbe-Krokodil:

 

Eigentlich wollte er mit einem flachlaufenden (hochwertigen) Wobbler den Rapfen an der Strömungskante zwischen zwei Buhnen nachstellen. Doch statt des Rapfens knallte eben dieser Traumfisch auf den Wobbler, also eher Zufall!

Christopher fischte seine Wobbel-Rute Nr. 1, die Curve Spin mit 270 mit 40 gr. Wurfgewicht, einer 12 Climax Hauptschnur und einem Fluorocarbon-Vorfach der Stärke 0,25mm. Puh, Glück gehört eben auch mal dazu...! 

 

 

17.10.20

 

Eigentlich fällt es mir bisher nicht schwer, hier regelmäßig einen Text, Artikel, Infos und/ oder Bilder reinzustellen. Manchmal ergibt sich ein Thema nach einem Gespräch mit einem Team-Kollegen. Letzten Mittwoch war es das Thema "Wobbler", und ein Nachtrag dazu ist geschrieben. Passend zu dem Thema "Wobbler" kamen gestern 2 Meldungen bei mir an, zum einen vom langjährigen Stammkunden Simon, der aktuell ein begeisterter "Hybrid - Spinnfischer" ist. Zum anderen schrieb mir noch Christopher, Sportex-Team Kollege: Er schickte mir mal wieder ein paar richtig tolle Impressionen der letzten Tage und Wochen von der Elbe. Und zudem noch eine Fangmeldung die wahrlich es in sich hat...! Auch Christopher angelt gerne qualitativ hochwertige Wobbler.

 

Zuerst aber der schöne 90er Freitag-Nachmittags-Hecht von Simon:

Und nun Christopher mit Dem Hecht vom letzten Mittwoch: 

Was für eine Maschine!!! Christopher nennt ihn, oder besser sie, einen "Lebensfisch"!

Ein wahres Elbe-Krokodil mit den Traummaßen 121 cm und 15,2 kg Gewicht!

 

Auch von hier nochmals ein dickes Petri mein Guter!!!

 

Weitere Infos zu diesem Fang, das wie, wobei, womit usw. demnächst hier!

 

 

10.10.20

 

"Neue" Waller Rigs, Climax Cult Catfish Programm 2021

 

Heute möchte ich Euch noch 2 weitere Rigs vorstellen. Beide werden ebenso wie alle Bungee Rigs von Hand gefertigt, "hand made by JK"

 

Die Haar – Montage gehört mit zu den erfolgreichsten Rigs in der Wallerangelei!

Gute Rigs kann man nur optimieren, nicht neu erfinden!

Daher haben wir 2 Haar-Rigs ins Cult Catfish Programm mit aufgenommen, „hand made in Germany“:

 

- Original Köderfisch-Rig-Haar-Montage „small“

- Original Köderfisch-Rig Haar-Montage „large“

 

Das Vorfach wird aus 2 unterschiedlichen Vorfachmaterialien hergestellt:

- Kevlar mit 1 mm Durchmesser im Hakenbereich soll den oder die Köder „lebendiger“ arbeiten lassen. Und       damit wird ein ungehindertes Einsaugen ermöglicht.

- Soft-Mono mit 1 mm Durchmesser mit einer Länge von ca. 180cm verhindert ungewollte Überschläge des     Vorfaches.

 

Verbunden werden diese 2 Komponenten durch einen „Schlagschnurknoten“, der sich durch sehr hohe Knotenfestigkeit auszeichnet.

 

Die Haar - Montagen haben vor allen dann ihre Stärken, wenn Waller vorsichtig sind und zickig beißen. Größere Waller können recht argwöhnisch sein, „spielen“ oft mit dem angebotenen Köder. Haar-Rigs lassen die Köder „lebhafter“ wirken, somit kann dann doch der ein oder andere Fisch sein Mißtrauen verlieren und den Köder einsaugen!

 

Es werden nur hochwertige Komponenten verwendet. Die angebundenen Haken von VMC haben sich seit vielen Jahren an zahlreichen unterschiedlichen Gewässern im In- und Ausland bewährt.

 

„Wenn die Waller fressen, dann ist die Art der Montage zweitrangig, aber nie die Qualität des verwendeten Materials!“ (O-Ton Jens Köller 😊 )

 

Die U-Posen wurden bewusst nicht über-dimensioniert gewählt, damit je nach Ködergröße und Gewicht eine dementsprechende U-Pose zusätzlich auf das Mono-Vorfach gebracht werden kann. In Gewässern mit hohen Befischungsdruck kann eine zu große vorgeschaltete U-Pose die Waller eher abschrecken.

 

- Original Köderfisch-Rig-Haar-Montage „small“

 

Dieses „Small“ ist für kleinere Köderfische, oder für große Tauwurmbündel geeignet. Auch hier soll der kleine Haken am Haar das Ein- und Auffädeln der oder des Köders erleichtern. Der größere VMC Einzelhaken bleibt leer, damit er besser im Maulbereich des Wallers greifen kann. Eine etwas kleinere U-Pose direkt vor dem Greifhaken soll die Scheuchwirkung verringern. Je nach Ködergewicht kann zusätzlich eine U-Pose auf das Soft Mono angebracht werden. Bei diesem Rig ist ein kräftiger Anhieb wichtig!

 

Komponenten: Kevlar 1mm

                         Soft Mono 1 mm

                         VMC 7356 Gr. 7/0 als „Greifer“

                         VMC 7356 Gr. 2/0 als „Köder-Haken“

                         U-Pose 10 Gramm

 

 

- Original Köderfisch-Rig-Haar-Montage „large“

 

Das „large“ eignet sich für größere Köderfische, oder je nach Fressverhalten der Welse auch für ein Bündel kleinere, oder zum für 2 handlange Köderfische. Dementsprechend wurde ein etwas größerer Haken am Ende des Haares angebunden Der größere Greifhaken sollte auch bei diesem Rig frei bleiben. Die 20 Gramm U-Pose kann durch eine zusätzliche U-Pose bei der Gesamttragkraft unterstützt werden. Auch bei diesem Rig muss ein kräftiger Anhieb gesetzt werden!

 

Komponenten: Kevlar 1mm

                         Soft Mono 1 mm

                         VMC 7356 Gr. 7/0 als „Greifer“

                         VMC 7356 Gr. 5/0 als „Köder-Haken“

                         U-Pose 20 Gramm

 

 

07.10.20

 

Immer wieder Mittwochs..., und immer noch "Complete" (oder mein Meisterstück)

 

Zwei kleine Details, die mir aber sehr erwähnenswert sind:

1. Sowohl beim Original Bungee Complete "Soft" und "Standard" sind die beiden Haken "steif" miteinander verbunden. Der obere Haken, auch "Greifer"" (grip hook) genannt, ist durch das Tube des unteren Haken, Köder-Haken (neudeutsch: bait hook), durchgeführt. Man könnte diese Haken-Kombis auch als ein Steifes Haar bezeichnen. Wie schon geschrieben war diese Hakenanordnung der Bringer beim Angeln mit handlangen Köfis. Optimalerweise bleibt der "Greifer" frei! Noch was zum Thema Haken: dieser neu Jigging Assist (VMC 7264) ist sowas von spitz und scharf! Nach nur einem Tag Basteln sahen meine Finger aus, als ob ich nen Igel streicheln wollte...!

 

2. Der kleine Ring am Haken Gr. 9/0 des Original Bungee Complete "Heavy": Hier könnt Ihr einen Stinger, einen zusätzlichen Haken, wie zum Beispiel einen Drilling mit Kevlar oder Mono anbinden, je nach persönlicher Vorliebe oder Ködergröße bzw. Länge. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die den gewissen Unterschied ausmachen... :-)!

 

So, Ihr entschuldigt mich jetzt bitte, ich muss weiter Rigs für Euch bauen!

 

Bis dämnäxt!

 

 

04.010.20

 

Aus aktuellen Anlass:

 

Da auf der Webseite von Climax Fishing Line noch etwas irreführende Bilder beim "Complete" sind (es ist die Ausführung ...Complete "Heavy" abgebildet), hier schon einmal vorab ein "richtiges" Bild!

Unten nachfolgend zu sehen das Original Bungee Complete "Soft", mit 2 Haken Gr 5/0 (VMC Jigging Assist Nr. 7264).

Und für die ganz wenigen "Mucke-Schiss-Sucher/ Finder":

ich habe geschrieben "mein Meisterstück", NICHT "das Meisterstück".

So abgehoben bin ich nun wirklich nicht...! Alles klar? Wie sagte mal ein weiser Mann: "Wer lesen kann ist klar im Vorteil...".

So, schönen Rest-Sonntag wünsche ich Euch! Ich muss nun weiter-basteln, -bauen, -montieren...

 

 

03.010.20

 

Sportex Katalog 2020/ 21 ist online!

Im Moment gibt es keine Verschnaufpause für Euch :-)

Eine Neuigkeit oder Neuheit jagt die Nächste !

Vielleicht hab Ihr es ja schon gesehen, der neue Katalog von Sportex ist online, mit den Neuheiten für die kommende Saison: www.sportex.de

Auch die Nachfolger-Serie der TW..., tolle Stöcke!

Euch allen ein schönes Wochenende! Ich muss nun weiter basteln, Ihr wisst schon was...!

 

 

01. Oktober 2020

 

Original Bungee Rig is coming home!

 

Seit genau 10 Jahren ist Jens Köller nun als Berater, neudeutsch „Consultant“,  für die Marken Sportex und Climax tätig, Schwerpunkt Waller.

 

Und von daher war es nur eine Frage der Zeit, wann einige seiner Bungee-Rigs unter anderem mit ins Waller - Sortiment von Climax, aufgenommen werden!

 

Und nein, keine Angst! Jetzt werden Euch nicht die Sätze runtergebetet, die schon oft und überall verwendet wurden. Zudem gehen wir mal davon aus, dass die meisten von Euch mit der Bezeichnung „Bungee-Rigs“ etwas anfangen können. Daher für diejenigen, die sich mit dem Thema „Bungee-s“ noch nicht befasst haben sollten, nur das Ganze in Kurzform:

Seit 2008 sind wir am rum-experimentieren, wie man durch Veränderungen am Vorfach die Fehlbissquote senken, und/ oder vorsichtige misstrauische Fische doch an den Haken bekommen kann. Nach sehr intensivem Basteln und Testen sind wir zu der nun bestehenden Ur-Form des Original Bugnee Rig angelangt. Das Geheimnis dabei ist das Zusammenspiel eines robusten und qualitativ hochwertigen Gummizuges, eingespleisst in einem Kevlar mit entsprechender Länge. Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Durchmesser des Gummis, die uns damit diese Bandbreite an Bungee-Rigs für die jeweilige Art des Angelns und Köderauswahl bzw. Eigengewicht des jeweiligen Köders ermöglichen.

 

Wir haben uns für die Entwicklung dieser neuen Serie sehr viel Zeit genommen, und das      Team JK zig Stunden für Tests an den unterschiedlichsten Gewässern verbracht.

Auch die bisherigen Waller Bungee Rigs wurden überarbeitet!

Wir meinen, nein, wir sind davon überzeugt, dass einige der neuen Rigs wirkliche Meisterstücke geworden sind! Und ja, ich bin stolz darauf!

 

Vor der Auflistung die Rigs, noch ein wichtiger Hinweis: alle Bungee-s und Rigs werden von Hand gebaut, alle Einzel-Komponenten auch von Hand abgelängt, miteinander verbunden. Daher kann es minimalen Unterschiede in Bezug auf Gesamtlänge, Dehnung oder Hakenabstände geben.

Nix Maschine, handmade in Germany… 😊, Original Bungee  handmade by JK und geschützt beim DPMA

 

Vertrieb exklusiv durch Climax Fishing Line und demnächst zu finden im gut sortierten Fachhandel!

 

 

Im Cult Catfish Programm :

 

Original Waller Bungee Standard

Für die kleineren Häppchen, wie Tauwürmer oder kleinere Köderfische, Gesamt-Ködergewicht bis ca. 400 Gr. einsetzbar.

 

Original Waller Bungee Heavy

Für größere, schwerere Köder bis ca. 1000 Gr.

           

Original Waller Bungee Pellets

Speziell für die Angelei mit Pellets oder großen Boilies.

 

Hinzu kommen noch zwei „normale“ Rigs, fertige Vorfächer für die Waller-Angelei:

 

Original Köderfisch-Rig Haarmontage Small

 

Original Köderfisch-Rig Haarmontage Big

 

 

Außerdem wird ein Bungee Rig speziell für das Schleppangeln oder

Trolling in das Climax Programm aufgenommen:

 

 

Original Trolling Bungee

Speziell für die Schleppangelei entwickelt, in Zusammenarbeit mit Frank Selke, Guide und Trolling Spezialist (www.keschern.de)  

 

 

 

 

So, nun zu „meinem Meisterstück“, das offiziell „Complete“ heißen wird:

 

Original Waller Bungee Complete handmade by JK

geschützt beim DPMA

 

Das Original Waller Bungee Complete ist die Weiterentwicklung und wohl auch die Krönung des sehr erfolgreichen Waller Bungee Rig. Alle wichtigen Komponenten des Wallervorfaches in einem wahren Meisterstück vereint: U-Pose, Haken und Bungee Rig zusammen.

Man muss nur noch, je nach Gegebenheiten und persönlichen Geschmackes, ein entsprechend langes Stück Kevlar oder Mono vorschalten, fertig.

Die auf dem Bungee Rig sitzende U-Pose kann unter Dehnung des Bungee Rigs verschoben werden. Doch selbst bei leichter Dehnung durch einen schwereren Köder bleibt die U-Pose an ihrem Platz sitzen.

Bei der Ausführung „Heavy““ sitzt am Haken ein kleiner Ring. Hier kann man bei Bedarf zusätzlich einen Drilling mit Vorfachmaterial anbinden. Bei den Ausführungen „Soft“ und „Standard“ sind jeweils 2 Haken der Größe 5/0, beziehungsweise 7/0 in 180 Grad zueinander versetzt angebunden. Der Abstand zwischen den jeweiligen Haken ist kleiner als 5cm, somit gelten diese Montagen laut den meisten Bestimmungen der Länder als 1 Haken!

 

Verwendet werden nur hochwertige Komponenten, Kevlar 2 mm, VMC „Jigging Hook“, die sich seit Jahren in der Praxis bewährt haben, spezielle Climax U-Pose in 10 Gramm, Kugellagerwirbel mit 92 kg Tragkraft und natürlich das Original Bungee Rig.

 

Ab sofort werden 3 verschiedene Varianten angeboten:

„Soft“, „Standardl“ und „Heavy“.

 

Original Waller Bungee Complete Soft

JK´s Meisterstück: das Komplett-Rig für kleinere Köder wie Tauwürmer, Blutegel oder kleinen Köderfisch.

 

Original Waller Bungee Complete Standard

JK´s Meisterstück: das Komplett-Rig für Köderfische bis ca.400 Gr.

Bei Bedarf kann eine weitere U-Pose oberhalb des Rigs vorgeschaltet werden.

Dehnung von 36 - 73 cm

 

 

Original Waller Bungee Complete Heavy 

JK´s Meisterstück: das Komplett-Rig für Köderfische bis ca.1000 Gr.

Bei Bedarf kann eine weitere U-Pose oberhalb des Rigs vorgeschaltet werden.

 

 

Genaue Beschreibungen und weitere Informationen werden nach und nach folgen, unter  Climax Original Bungee

 

Hier schon mal vorab das

Original Waller Bungee Complete Heavy (Test-Muster!)

... und nach erfolgreichen Test!!

Und hier noch ein Test-Muster, oder besser gesagt:

DAS Erfolgs-Test-Muster von Michel und Volker bei den letzten beiden Touren an Ebro und Rhone! Nach diesen beiden Trips war uns klar, das Complete Standard wird so aussehen!

 

 

 

30.09.20

 

Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, gibt es schon kleine Veränderungen auf der Startseite...! "Es" hat schon langsam begonnen, und morgen ist es endlich!!! soweit.

Ihr habt sicherlich Verständnis dafür, dass ich heute nix hier reinstellen werde.

 

Also, bis morgen, morsche, tomorrow, demain, domani!

26.09.20

 

Ich kann Euch ja verstehen, Ihr seid mehr als nur „neugierig“ auf das Meisterstück!

Es hat sich auch für mich, für uns alle in den letzten Wochen gezogen wie Kaugummi...

Aber, in ein paar Tagen ist es endlich soweit und ich/ wir können dann mal paar Sätze dazu schreiben!

Wir sind wirklich in der absolut letzten und heißen Endphase!

Soviel schon mal vorab, es wird nicht nur das „Meisterstück“ sein…

 

Also, bis die Tage, in Sachen Meisterstück & Co.! 

 

PS.: Nur mal so am Rande, so nebenbei bemerkt: Ihr habt es schon 2 x hier im Laufe der letzten Wochen, Monate sehen können 😊!

 

26.09.20

 

So möchte man doch gerne immer wieder seinen Tag auf`s Neue beginnen, oder?

Und ja klar, bei diesem besch… Wetter heute früh sehnt man sich nach solch warmen Sonnenaufgänge, oder?

PS.: die Bilder von Kalle sind noch keine 10 Tage her...!

 

 

 

24.09.20

 

 

So als "kleines Häppchen" zwischendurch ein paar schöne Drillsequenzen von der Catfire Boje 275. Unser Stefan in action!

 

23.09.20

 

Die Sportex Neuheiten-Kataloge 2021 sind da!

 

Die nächsten Tage werden die zwei Hefte/ Kataloge mit allen Neuheiten für die kommende Saison bei Euren Händlern des Vertrauens ausliegen!

 

Unser Produktmanager und seine Kollegen haben sich bei der Entwicklung der Ruten-Neuheiten wieder einmal selbst übertroffen!

Da kommen echt Hammer "Waffen" ...!!!

 

Somit schwebt der Köder mehr als dass er stur mit der größeren U-Pose in der Strömung stehen würde. Es kommt mehr Bewegung in die Montage rein, somit könnte das Wurmbündel oder der tote Köfi attraktiver wirken und zum Anbiß verleiten.

Man könnte aber auch ins Gegenteil übergehen, nämlich versuchen, durch Tuning der Montage die Waller aggressiv zu machen. Manche schwören seit einiger Zeit auf die Propeller-U-Posen. Klar, es hat eine Zeitlang funktioniert, oder auch funktioniert stellenweise noch. Meiner Meinung nach sind diese speziellen U-Posen zu oft eingesetzt worden, es ist ein Gewöhnungseffekt eingetreten. Statt-dessen kann man es mal nur mit einem losen, an kleinen Wirbeln und Sprengringen hängenden Spinnerblatt versuchen, das unregelmäßig in der Strömung „flattert“, daher hatte dies Teil auch den Namen Flattermann von mir bekommen. Oder, eine extremere Reizsteigerung, man zieht ein Buzzer-Blatt auf das Vorfach, kurz vor der U-Pose. Dieses Blatt macht einen Höllen Lärm! Der Kollege Weirich hat solche Rigs im Programm. Wir haben diese Buzzer auch schon vor einigen Jahren eingesetzt, und immer mal wieder unsere Waller damit gefangen. Und diese Attacken waren allesamt extrem hart! Es gibt also einige Möglichkeiten die Montagen so zu verändern, dass man immer noch seinen Fisch bekommen kann!  

Und, als letztes Beispiel dafür, dass Beharrlichkeit, Wissen über das Fressverhalten der Welse und kleine Helfer letztendlich belohnt werden. Wir alle können uns ja noch gut an den extrem heißen Juli letzten Jahres erinnern! Viele Flüsse hatten Niedrigst-Wasser, die Schiffahrt musste zum Teil eingestellt werden, so auch an dem von meinem Sportex-Teamkollegen Christopher beangelten Elbeabschnitt.

Seine einzigste Chance in dieser Phase an die Waller zu kommen, war das Ablegen der Köder im noch sauerstoffreichsten Teil des Flusses, also mittendrin in der Fahrrinne. Er wusste, irgendwann mussten die Welse fressen, obwohl diese bei den hohen Wassertemperaturen eher „mundfaul“ waren und den noch vorhandenen Sauerstoff für deren Stoffwechsel dringend brauchten. Um die Montagen im Vollstrom halten zu können, musste die Schnur so weit wie irgendwie machbar dem Strömungsdruck entzogen werden. Das beste Hilfsmittel hierfür sind Umlenkhilfen, sei es gekaufte oder selbst gemachte Stangen. Und der Lohn für alles Mühen, die lange Vorbereitungszeit bis alle Montagen sauber lagen und die Beharrlichkeit waren letztendlich ein paar schöne Elb-Waller!    

Es ist sehr einfach, eine Fangflaute mit dem miesen Wetter oder sonst etwas zu begründen.

Oft aber sind es die berühmten kleinen Drehungen an der Stellschraube, die darüber entscheiden, doch noch unseren Fisch oder Fische fangen zu können. Nur weil es davor zehn Mal funktioniert hat, muss es die nächsten zehn bis zwanzig Nächte genauso klappen?

Es wäre auch zu einfach, wenn die Waller über Wochen oder Monate sich gleich verhalten würden. Genau das ist aber doch das gewisse Salz in der Suppe, dass nicht alles nach Schema F abläuft, oder?

 

Das Allerwichtigste ist und bleibt jedoch die Flexibilität! Die Waller möchten nicht immer das Gleiche fressen; sie haben zwar ihre gewissen Vorlieben, jedoch Abwechslung im Speiseplan lieben sie genauso wie unsereins. Oder wolltet Ihr immer nur Schnitzel mit Pommes essen? Und wir lassen uns ab und an nicht auch von etwas Leckerem verführen, obwohl wir eigentlich schon satt sind?

 

Mindestens ebenso wichtig ist die genaue Kenntnis über den zu beangelnden Bereich! Kleinste Veränderungen am Gewässerboden und/ oder Bodenstruktur können den Erfolg steigern, wie auch das Beobachten des Wasserstandes!

 

 

Dennoch, Schneidertage beziehungsweise Nächte ohne irgendeine Aktion gehören einfach dazu. Entscheidend ist es nur, wie man damit umgeht, welche Lehren man daraus zieht und was man letztendlich daraus macht! 

So, hoffe Euch hat der (eigentlich als Magazin -) Artikel gefallen! Und vielleicht gab es ja einen kleinen Denk-Anstoß bei dem oder den nächsten Touren!

 

Ab nächster Woche wird es dann so langsam spannend!

Meine/ Unsere "Ziellinie" rückt näher. Um genauer zu sein: der Veröffentlichungs-Termin naht!

Auch von Sportex gibts dannvorher schon...

 

Mehr dämnäxt!

16.09.20

Und weiter gehts...:

 

Wenn Plan A und Plan B nicht klappen… Teil 2

 

Ein weiteres Beispiel dafür, dass man auch nur durch Verlagerung der Ruten in oder in diesem Fall auf einen anderen Bereich, seine Erfolgschancen deutlich erhöhen kann, ohne dabei den kompletten Angelplatz wechseln zu müssen: Anfang November 2017, es war die Woche mit dem zusätzlichen Feiertag. Einer meiner Team-Mitglieder befischte den hinteren Mündungsbereich eines Altarms am Rhein. Tagsüber versuchte er sein Glück Vertikal vom Boot aus über tiefem Wasser, sah auch den ein oder anderen steigenden Wels und Wolken von Futterfischen. Tagsüber, bei klarem Himmel und strahlenden Sonnenschein, gingen die Temperaturen hoch bis auf 13 bis 15 Grad. Nachts wurde es aber schon empfindlich kühl, runter bis auf 4 Grad. Mein Kollege befischte nachts dann ebenfalls die tieferen Bereiche. Nach fast 48 Stunden ohne Erfolg, lediglich in der ersten Nacht in der Dämmerungsphase hatte er einen zaghaften Biss, fuhr er im Dunkeln gegen 20 Uhr über die Stellen, an denen seine Montagen/ Köder lagen. Auf dem Bildscharm war nichts zu sehen, keine Futterfischschwärme wie tagsüber, nichts! Er machte daraufhin einen Abstecher über flacheres Gebiet. Und siehe, da waren zumindest einzelne Futterfische und kleine Fischschwärme auf dem Display zu erkennen. Unser sogenanntes Esszimmer hatte sich also in den Abendstunden in die tagsüber erwärmten, flacheren Bereiche verlagert! Umgehend wurden die Ruten eingeholt und eben in diese Flachwasserzone gelegt. So konnte in der dritten Nacht doch noch ein hart erkämpfter Waller gefangen werden!

Es muss aber nicht unbedingt an der Stelle, dem ausgewählten Platz liegen. Beispiel Hochsommer: wir befischen dann bevorzugt die buhnenfreien, sauerstoffreichen Bereiche direkt am Ende der Steinpackung. Waren die Wochen zuvor Tauwurmbündel oder Portionsforellen am System die Köder Nummer 1 und 2, so wurden sie von heute auf morgen plötzlich verschmäht. Bei einer Tour hatten wir 6 Ruten eben mit den bisher fängigen Ködern optimal am Rande der Steinpackung abgelegt. Aber es passierte in der ersten Nacht nichts. Zwei Zupfer konnten wir verzeichnen, sonst nix. Alle anderen Faktoren passten aber, stabiler Luftdruck, und es war unmittelbar vor Vollmond! Um in der zweiten Nacht nicht alle Forellen zu verheizen, wurden an zwei Ruten eine Kombination aus Tauwürmern und Grundeln angeboten, der obere Haken mit 5 bis 8 Tauwürmern, der Untere mit 2 Grundeln bestückt. Genau auf diesen Cocktail hatten die Waller Bock! Forellen, Tauwürmer pur, Tauwürmer mit flatternden Calamari-Streifen wurden verschmäht, anscheinend nicht einmal mit dem Ar..h angeschaut. Hatten wir aber den Grundel-Tauwurm-Mix an einer der Ruten, so bissen die Waller, als ob es für ihn nichts anderes auf dem Speiseplan stehen würde. Der Köder-Spuk endete übrigens genauso abrupt wie er 6 Wochen zuvor begonnen hatte! Nach dieser speziellen Phase wollten die Waller wieder die Portionsforellen, und ab und an ein gewaltiges Bündel an wedelnden Tauwürmern.

 

Zu den Ködern noch eine Episode: Nach der Laichzeit wurde oft mit ordentlichen Happen, sprich Ködern gefischt. Doch sehr häufig blieben die Bisse aus. Ein Kollege versuchte es in dieser Phase mit gerade mal 5 bis maximal 7 Tauwürmern, angeködert an zwei kleineren Haken. Der untere Haken bekam lediglich einen Wurm, sollte also eher als Greifer fungieren. Und es klappte! Bezeichnend war da eine Phase von gut vier Wochen, in der die meisten Wallerangler blankten. Nur die zuvor beschriebene Magerkost brachte konstant Fisch. Und nicht nur die Halbstarken, auch gute Rheinwaller über 180 cm waren darunter!

Ein anderes Beispiel, wie flexibel man sein sollte, was die Köderauswahl anbelangt: Pfingsten 2018, Wassertemperatur war eine Woche zuvor auf knapp über 20 Grad angestiegen, und durch einen heftigen Temperatursturz begleitet mit Starkregen und Gewitter innerhalb weniger Tage auf knapp 16 Grad zu fallen. Die ersten Waller wurden auf tote Portionsforellen gefangen. Man könnte nun doch meinen, dass zumindest die nächsten Tage dieser Köder weiter Fisch bringen könnte. Aber Pustekuchen! Als die Bisse und sogar Anfasser in den darauffolgenden zwei Nächten ausblieben, wurden zwei der vier Ruten mit einmal Tauwurm pur und die andere Rute mit Grundeln bestückt. In der nächsten Nacht kamen ein Waller und ein Fehlbiss auf Grundeln. Die drei anderen Ruten mit jeweils Forelle und Tauwurm wurden missachtet. Also wurden alle vier Ruten mit Schwarzmeergrundeln, bis zu 5 Stück am Doppelhakensystem, bestückt. Der erste Biss und Fisch kam gegen 18 Uhr, der zweite Waller gegen 22.30 Uhr und der Dritte am frühen Morgen! Hätte man weiterhin auf Forelle gesetzt, oder Tauwurm, so wäre man wohl zumindest eine weitere Nacht leer ausgegangen!

Denke, wir sind uns da einig, dass dennoch Tauwürmer zu den top Ködern zählen. Aber selbst diese können uns mal im Stich lassen! Habe die Geschichte schon oft erzählt und darüber geschrieben, daher nur das Ganze in Kürze: Ein Sommer extrem heißen Tagen mit bis zu 37 Grad. Da es in unserer Dachgeschoßwohnung kaum noch auszuhalten war, beschlossen wir, die nächsten Nächte am Wasser, sprich Rhein, zu verbringen. Kevin, einer meiner Männer aus dem Team, wollte mit. Beim Kauf des Grillfleisches entdeckte ich in der Tiefkühltruhe des Einkaufmarktes auch eine Packung Seafood, Krebs- und Muschelfleisch. „könnte man mal testen…“ sagte ich mehr zu mir als zu meiner Partnerin. Am Wasser angekommen, wurde eine Rute mit Tauwurm und reichlich Seafood bestückt. Wir waren noch beim Aufbau des Sonnenschutzes und Nachtlager, Kevin kam gerade erst an und schlenderte den Dammweg zu uns heran, da kam auch schon der erste Biss an der Seafood-Rute. Ein Halbstarker hatte wohl Lust auf diese Kombi. Es war mit der schnellste Biss, den ich in all den Jahren je hatte: keine fünf Minuten nach Ablegen der Montage! Das Seafood war schnell verheizt, aber bis dahin konnte ich noch zwei Bisse und einen weiteren Waller auf der Haben-Seite verbuchen. Die beiden Ruten von Kevin und meine Zweite wurden wie bisher mit Tauwurm pur, Tauwurm-Grundeln Mix beködert. An diesen Montage aber null Aktionen! Außer in den ersten Stunden unseres Trips hatten wir die weiteren 48 Stunden nichts mehr. Beim Baden im seichteren Buhnenbereich fanden wir aber jede Menge tote Muscheln. Und Kevin entdeckte im knietiefen Wasser gegen 15 Uhr einen Waller von 130 bis 140 cm Länge. Was machte der Bursche denn nur zu dieser Uhrzeit bei den heissen Temperaturen dort? Die Frage wurde gegen Abend schnell beantwortet: im toten Strömungsbereich des Kehrwassers in dieser Buhne sammelten sich die Inhalte der abgestorbenen und geöffneten Muscheln. Und genau diese schlürften sich die Waller mit Genuss ein! Schnell wurden zwei Ruten mit Schwimmermontage umgebaut, ein paar Muschelreste in ein eigens dafür zurecht geschnittenes Stückchen der Verbands-Gaze eingewickelt und auf die Haken gesteckt… . Was für eine spaßige Angelei! Kaum trieb die Montage Richtung ruhigeren Wasser, schon tauchte die Knicklichtpose mit einem Ruck ab! An diesem Abend oder Nacht wurden so noch drei Waller gefangen!

 

Fortsetzung folgt!

 

 

 

12.09.20

 

Habe Euch hier einen bisher noch unveröffentlichten Artikel, fertig gestellt Herbst 2019. Klar, man hätte diesen auch in irgendeinem Magazin bringen können…, aber warum auch nicht hier? Das bissel Etwas an Honorar ist mittlerweile nimmer den doch großen Aufwand wert! Und einige Herrschaften schreiben irgendeinen abgedroschenen Senf, nur damit sie sich mal irgendwo abgebildet sehen, und bieten sich so zum Selbstkostenpreis den Redakteuren an! Ne ne ne! Is mir zu doof!

 

Deswegen, viel Spaß beim Lesen hier auf meiner Seite! 😊

 

Wenn Plan A und Plan B nicht klappen…

 

… dann muss man eben flexibel sein! Das ist die häufigste Antwort, die man bekommt, wenn Nichts wirklich geht, keine Fische beißen wollen. Klar sollte man flexibel sein. Für viele Angelkollegen bedeuten Plan A und B verschiedene Angelplätze zu probieren, das Verlassen der Stelle A und zur Stelle B zu wandern. Aber oftmals liegt es nicht am Platzwechsel. Der Geistesblitz, woran es noch liegen könnte, der kommt dann oft im Nachhinein, zu spät oder eher selten. Die Zeichentrickfigur Wickie würde sich mit dem Finger an der Nase reiben und hätte den entscheidenden Plan… .

Zu der Flexibilität zu gelangen, da bedarf es aber mehr, viel mehr. Viel Erfahrung, sehr viele Fehler, die man selbst gemacht hat. Aber weißt heißt „Fehler“. Es waren besondere Umstände, die einen zwangen, etwas anderes zu machen, auszuprobieren. Keiner sitzt gern tage-, wochen- oder gar monatelang am Wasser, ohne einen Waller ans Band zu bekommen! Zumindest das „tagelang“ werden die meisten von uns kennen. Und nach ein paar Tagen ohne Erfolg muss was passieren. Wir müssen wir etwas an unserer Strategie ändern. Klar, Platzwechsel ist da die einfachste Problemlösung, oder neudeutsch auch „moven“ genannt. Plan A wäre also Stelle A, Plan B dann entsprechend die Stelle B.  Warum sind wir an diesen ersten Platz gegangen? Was machte uns so sicher, genau an dieser Stelle die Angeln auszulegen? War es eine, an der wir im Frühjahr unsere Fische fangen konnten, und die im Sommer eben auch befischen wollten? Oder DIE Sommerstelle, die es auch im Herbst reißen soll? Davon bin ich absolut kein Freund, einen Platz das ganze Jahr zu beackern! Ich bin da eher ein Anhänger der Theorie, dass wir je nach Jahreszeit und Nahrungsangebot unsere Angelstelle aussuchen sollten! Die meisten Kollegen gehen da wohl genauso vor.

Wenn wir die Stelle vom hören-sagen kennen, dann sollte man vor einem Platzwechsel uns diese Stelle mal genauer anschauen. Ich geh jetzt mal davon aus, dass der Tipp nicht aus den sozialen Netzwerken kam, sondern von einem Angelkollegen, der es mit einem ernst meint. Man könnte sich diese vermeintlich heiße Stelle vorab mit Hilfe von dementsprechenden Kartenmaterial anschauen. Hat die das gewisse Etwas, dass die anderen Stellen nicht haben? Liegt die Fahrrinne nahe? Gibt eine Tiefenkarte (navionics webapp) Aufschluss? Vorbereitung ist alles. Dennoch sagen uns diese Karten nicht alles! Ausloten der Stelle, wenn möglich den Bereich mit dem Boot und Echolot abfahren ist der primäre Check der Stelle, die befischt werden soll.  Vielleicht hat diese Stelle ja eine Besonderheit, warum sie so gut sein soll: vielleicht eine Rinne, eine kleine Kante, einen Wechsel der Bodenbeschaffenheit. Wir können ewig eine vermeintlich gute Stelle beangeln und nix fangen, wenn wir nicht genau an dem einen markanten Punkt unsere Köder abgelegt haben. Da können Meter darüber entscheiden, ob wir erfolgreich sind oder eben nicht! Ich erinnere mich da sehr gut an eine Buhne am Oberrhein. Genau eine einzige Buhne von über 20 Buhnen an dem Flussabschnitt. Und genau diese eine Buhne hatte mein Kollege Stefan gefunden. Er erzählte mir davon und riet mir, bei meiner nächsten Tour mich doch mal da hinzusetzen. Er erzählte mir von einer Abbruchkante kurz vor der nächsten, stromab gelegenen Buhne und von einer kleinen, kaum zwei Meter breiten Rinne, die sich von der Fahrrinne aus in die Buhne reinzog und ca. 20m stromab der oberhalb gelegenen Buhne endete. Stefan fing dort in einer Nacht im März mit zwei Ruten vier Fische von gut 1,50 bis knapp über 2 Meter. Aber eben nur an diesen zwei markanten Bereichen! Vom Ufer aus hatte man keine Chance, diese zwei heißen Bereiche zu entdecken. Und auf gut Glück seine Köder zwischen diesen zwei Buhnen abzulegen entspricht mehr einem Lottospiel! Genau das versuchten zwei super schlauen Wallerangler nämlich, die irgendwie von Stefan´s toller Fangnacht Wind bekommen hatten und ihn wohl auch bei Tageslicht dort haben sitzen sehen. Anscheinend versuchten die zwei Helden es ein paar Nächte, ohne Erfolg! Nachdem diese Stelle wieder in Ruhe gelassen wurde, saß Stefan während der Woche, diesmal aber erst in der Dämmerung beginnend, an dem Platz und konnte wieder seine Fische fangen. Warum? Klar, er wusste genau, wo er seine Köder abzulegen hatte!

Aber nicht nur die speziellen Gegebenheiten, bezogen auf die Bodenstruktur, können entscheidend sein, ob man erfolgreich ist. Auch Veränderung des Wasserstandes, die innerhalb der Tage, aber auch in paar wenigen Stunden, auftreten, können den Ausschlag geben. Wir hatten folgende Situation während einer Guidingtour: Sommeranfang, Wassertemperatur nach der Laichzeit lag bei 23 Grad. Ich entschied mich dazu, noch die ersten kurzen Buhnen am Beginn des Buhnenfeldes zu beangeln. Wasserstand sollte im Laufe der Nacht steigen, laut Prognose der Hochwasservorhersagezentrale um ca. 40 cm. Die Köder wurden unmittelbar hinter den Buhnenköpfen und über Buhnen hinaus Richtung Fahrrinne abgelegt. Rahmenbedingungen waren eigentlich sehr gut: stabile Wetterlage, Süd-West Wind. Wie erwartet kamen die ersten Anfasser und der erste Biss gegen 22 Uhr. Der Waller stieg leider aus, da Anhieb nicht hart genug gesetzt wurde, das nur am Rande der Vollständigkeit halber. Soll heißen, es sah nach einer erfolgreichen Nacht aus! Doch nach diesen ersten Aktionen wurde es ruhig, sehr ruhig. Meine Kunden waren noch optimistisch nach dem verheißungsvollen Auftakt, der Kunde mit dem vergeigten Waller haderte noch mit sich selbst, aber ich wurde zunehmend nervöser. Es wurde Mitternacht, die eigentlich beste Zeit zu dieser Phase, und es tat sich… nichts, null, nada. Ich ging mit Kopflampe bewaffnet das Ufer entlang, eher aus Kontroll-Routine und um nachzusehen, ob bei den an den Ruten sitzenden oder schon liegenden Anglern alles ok war. Immer wieder leuchtete ich Richtung Vorfuss. Dieser war, im Gegensatz zum Beginn der Tour ca. 7 Stunden zuvor, deutlich unter Wasser. Gut und gerne ein halber Meter Wasser war schon auf dem ersten Plateau der Steinpackung, auf der ich bei Tageslicht noch trockenen Fußes stand. Ich sah immer wieder Rapfen und Barben auf der Nahrungssuche dort hin und her ziehen. Ich vermutete, dass wir die Waller, die auf Nahrungssuche waren, mit unseren draußen liegenden Ködern überangelten! „Versuch macht klug“ sagte ich mir, und ließ jede zweite Rute an die Steinpackung heranziehen oder eben neu auslegen. Da es jetzt ja keine große Entfernung mehr zu überwinden gab, ließen sich die Steine gut von Hand werfen. Zu schwer mussten diese auch nicht mehr sein, da die Strömung sie eh an die Steinpackung heran drücken würde. Gesagt getan, keine zwanzig Minuten nach Verlegen der Ruten stieg der erste richtig gute Waller ein! Ihm folgte noch ein weiterer in den frühen Morgenstunden. Ob wir auf den weiterhin draußen liegenden Ruten mehr gefangen hätten? Nein! Es lagen immer noch drei Montagen auf ihren Stellen Richtung Fahrrinne beziehungsweise bei den Buhnenköpfen. Ergebnis null Punkte!

 „Flexibel sein, Stellenwechsel“, diese Schlagwörter stimmen demnach, sofern wir den Stellenwechsel auf das Versetzen der Montagen innerhalb unseres auserwählten Platzes beziehen! Ein stures Belassen der Köder an ihrer Ursprungsstelle hätte sonst keinen Fisch mehr gebracht, und ob ein „moven“ auf einen ganz anderen Platz etwas gebracht hätte, das bezweifele ich doch eher!

 

Demnächst mehr, Fortsetzung folgt!

 

 

09.09.20

 

Nachschlag gefällig? 😊

 

Noch ein paar Bildchen, Ursel und Stefan in Fronkreisch 2020.

 Und um es gleich vorweg zu sagen/ schreiben, die Beiden waren nach dem Lockdown und vor der vermeintlich 2. Welle dort! Nicht das wieder so ein „Naseweiß“ angeschlappt kommt und meint …, egal, weiter geht’s!

Hatte ja schon von dieser Tour berichtet (Catfire!), auch der Hammer-Fisch von Ursel war hier schon drin.

Denke, dass die nachfolgenden Bilder ebenso vorzeigbar sind!

 

Viel Spaß beim Anschauen!

 

08.09.20

 

Schon mal vorab, vor dem eigentlichen "Aktualisierungs-Termin" ein schöner Artikel meines lieben, guten Freundes Michael aus Österreich! Auch wenn er unter anderen "Flaggen" unterwegs ist, so sollte das doch kein Hindernis sein..., oder?

 

 

 

05.09.20

 

Nach den sehr schönen Bildern am Mittwoch geht es heute mit einem weniger schönen Thema weiter:

 

Zelt, oder nicht oder doch?

 

Seit einiger Zeit, genauer gesagt seit Frühjahr dieses Jahres wurden Waller-Angler mehrfach von den kontrollierenden Beamten aufgefordert, die „Zelte“ abzubauen.

Obwohl der Unterschied vom Schirmzelt zu den anderen Zelten sehr markant ist: man SPANNT an der zentralen Stelle das Schirmzelt auf und braucht keinerlei Stangen durchschieben. Und es hat keinen Boden! Bisher war das auch klar und gab keinerlei Bemängeln! Der zuständige Verband als Pächter des Gewässers hat auch keine Lösung zu der ganzen Problematik!

Dann will ich mal versuchen, etwas Licht, vielleicht ja sogar einen Lichtblick ins Dunkle zubringen. Laut dem Naturschutzgesetz in seiner aktuell gültigen Fassung ist ganz klar geregelt, dass „Campen“ im Naturschutzgebiet und auch außerhalb dieser besonderen Gebiete verboten ist! Und das unabhängig ob auf Pfälzer oder Badischer Seite entlang des Rheins! Unser „Zelt“ wurde die ganzen ich-weiß-nicht-wieviel Jahr(zehnt)-e geduldet, um es mal vorsichtig auszudrücken. Klar, unsere Biwy-s oder Schirmzelte hatten keinen Boden drin! Das wussten wir aber auch von Anfang an, die Behörden bis jetzt aber auch, dass genau dieser Boden, egal ob fest dran oder auch lose, DER Unterschied zwischen einem Zelt und sagen wir mal Wetterschutz war! Auch beschwerte sich absolut niemand über unsere Liegen…bis jetzt eben! Alles zusammen scheint nun ein „campen“ zu sein, natürlich noch in Verbindung mit Grill usw! Die Frage, warum es nun zu einem solchen „Interpretations-Wechsel“ kam, die ist meiner Meinung, nicht nur meiner, schnell beantwortet: es war, wurde oder zum Teil ist einfach too much, ist zu viel geworden! Natürlich auch bedingt durch die Pandemie und den damit festgesetzten Reisebeschränkungen oder gar Einreisestopps! Ein Großteil der Angler, die sonst zu dieser guten Zeit in Italien, Spanien oder Frankreich gewesen wären, gingen nun eben in der Heimat ihrer Passion nach! Und schon hatte sich die Zahl der Angler zum Beispiel am Rhein hier augenscheinlich vervielfacht! Zuviel ist eben irgendwann zu viel! Leider haben wir immer noch solche intelligenten Spezialisten hier rumlaufen, die tatsächlich der Meinung sind, dass sie und nur sie die absoluten Cracks sind, sie daher mit einem Troß von X Leuten am Wasser regelrechte Angelpartys veranstalten können…! Mitunter hatte es etwas von den alten Tupper Partys mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Verkäufer ne Ahnung von dem was und wie sie machten, hatten! Diese Spezialisten (nein, ich nehme mich mit weiteren Titeln zurück und schreibe nicht das Wort mit Voll… beginnend) bauten dann noch groß-kotzig ihre nicht zu übersehenden Partyzelte auf. Nachdem sie mit zig Autos im Schlepptau die eigentlichen für uns Normalos gesperrten Wege befahren hatten und noch zuparkten…! Wer nun meinte, es würde etwas ruhiger dann zugehen, der hatte sich getäuscht! Kontrolleure und selbst die Wasserschutz wurden bei Maßregelung, Kontrollen noch sau-blöd angemacht! Andere Angler, die sich beschwerten, übrigens auch! Wie sagte meine Oma früher: Dumm bleibt dumm, da helfen keine Pillen (Tabletten)!

Noch irgendwelche Fragen? Nö, oder? Also ist der Grund oder die Gründe klar! Ob sich das irgendwann wieder geben wird? Denke wir alle wünschen uns das! Was könnten wir aber nun tun, um nicht weiterhin mit dem Bußgeldkatalog konfrontiert zu werden?

Vielleicht erstmal die „Kaputt-Macher“, Störenfriede vertreiben? Als coole Maßnahme wäre zum Beispiel, dass man die Typen, die sich komplett danebenbenehmen, es ihnen auch so „mitteilt“! Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt! Ausgeschlossen sind aber natürlich zerstochene Reifen, beschädigte Gegenstände usw.! DAS ist nicht unsere Art, unser Niveau! Aber man könnte ja auch Beschwerden beim Verband einreichen, solange bis dort in der Geschäftsstelle der Schreibtisch zusammenbricht! Am besten noch mit zig Bilddateien, die belegen, wie und was da zum Teil abgeht! Das Gleiche auch Richtung Ordnungsamt, Naturschutzbehörde! Oder bei den Spezialisten, Boykott? Die meisten Insider werden es verstehen, wer mit diesen Typen gemeint ist!!

 

Und was uns selbst betrifft, Alternativen würde es ja für eine mehr oder weniger lange oder kurze Zeit geben! Welche?

 

1. Einen wirklichen „Wetterschutz“ aufstellen, gemeint ist der eigentliche Angelschirm! Gibt’s ja auch in XL Format, für das eventuell vorhergesagte schlechte Wetter? Oder die Freundin oder Freund oder Kinder, die noch nachkommen? Bei erhobenem Zeigefinger bei Kontrolle einfach wieder zu machen! Punkt! Gibt ja immer mal wieder sehr lokal begrenzte Schauer… so paar Tropfen aufm Schirm…😊

 

2. Kennt Ihr das „Windshield“? Ist bei den Brandungsanglern sehr beliebt, damit sie sich mal für nen Moment gegen die steife Brise oder auch die ganze Zeit über schützen können! Gibt’s speziell also für Angler, ist kein Zelt! Bietet im Sommer für eine Person etwas Schutz gegen Regen, etwas. Aber mit paar Handgriffen kann man da ja noch fürs Schlafen ne Plane drüberziehen?

 

3. Ganz elegante Lösung wäre ein Segel, dass man zwischen die Bäume spannt! Muss ja nicht so elegant weiß sein… . Ist Auch schnell mal an den wirklich zahlreich vorhandenen Bewuchs am Rand des Uferweges festgemacht!

 

4. Das wäre die edelste und auch teuerste Möglichkeit, die behördliche Zelt-Interpretation zu umschiffen: ein Hängezelt! Jawohl, gibt es tatsächlich! Konnte es auch erst nicht so richtig glauben, bis ich es mal bei einem Test gesehen hatte. Man braucht für das Spannen dieses Zeltes 3 Bäume/ Baumstämme. Die Stämme sollten mit einem „Stamm-Schoner“ vorm Befestigen geschützt werden. Sieht wie eine breite Manschette aus, kann man sicher sich selbst was bauen, denn so recht teuer (ich kenn die Teile noch von meiner früheren Baumkletterei). Man kann darin anscheinend gut schlafen, wie es aussehen mag ist doch egal! Finde es hat was! Denn „aufgedeckt“ sieht es eher wie eine Hängematte aus. Wären sicher 2 Fliegen mit einer Klatsche, ihr habt keinen Zeltboden oder Zelt im eigentlichen Sinne! Und braucht keine so störende Liege! Kostenpunkt: um die 350€ (über Frankreich bisher nur zu beziehen!). Es gibt aber auch das Cacoon-Zelt, welches nur an einem Punkt nach oben „abgehängt“ wird. Da sollte der Ast über Euch aber richtig fett sein…! Auch an die 400€ teuer!

 

5. Einfach ein Moskitonetz zum Hängen? Gerade in einer lauen Sommernacht auch eine gute Lösung und vor allem Schutz gegen unsere Rhein-Moskitos!

 

So, das war mein Beitrag zur Angelei über Nacht am Wasser!

Vielleicht ist zumindest bei „meinen“ Zelt-Alternativen etwas dabei, womit Ihr Euch anfreunden könntet?

Oder, es wird einfach wieder ruhiger am Wasser ...

 

 

02.09.20

 

Mein guter, von mir sehr hoch-geschätzter Kollege Christopher hat mir am letzten Mittwochmorgen ein paar richtig schöne Bilder, tolle Impressionen von seinem Heimatfluss, der Elbe, geschickt.

Diese sind so klasse, dass ich diese Euch nicht vorenthalten kann!

Christopher ist ja immer wieder auch für ein Titelbild gut, so wie zum Beispiel beim noch aktuellen Sportex-Katalog!

Das Wort „Talent“ reicht da eigentlich nimmer aus…!

Viel Spaß beim Anschauen und Genießen der nachfolgenden Bilder!

 

 

29.08.20

Ein buntes "Allerlei" zum Wochenende!

 

„Wüsten-Angeln“ auf Hai …WIE? Ääh, Hai in der Wüste?

Mal wieder eine Fangmeldung von meinem guten Freund und Guide-Kollegen Steve aus den USA!

Steve kann ja seine 2. Leidenschaft, das Bereisen vieler und den in allen Belangen unterschiedlichsten Ländern dieser Welt wegen der Pandemie nicht nachgehen. Somit ist seine 1. Passion auch etwas mit angezogener Handbremse behaftet, die Angelei!

Daher reist er in seiner Heimat an diverse Gewässer, um nicht nur vor seiner Haustür zum x-ten Mal angeln zu müssen. Nicht das in seiner Wohnort- Umgebung San Francisco die Wasser schlecht wären…, wenn man aber mal nachliest, wo er schon geangelt hat, kann man sein aktuelles Tun verstehen.

Diese Bilder sind unverkennbar an der gegenüberliegenden Küste entstanden, an der Ostküste.

Tolle Fische, und wie immer mit leichtestem Gerät. Es wäre so, als wenn Kalle am Ebro mit der Matchrute auf Waller gehen würde…😊!

Nochmals von dieser Stelle aus ein dickes Petri für diese Fänge!

 

Wenn wir schon mal bei den Fangmeldungen sind, möchte ich Euch noch das Bodensee-Krokodil von Alex, der zusammen mit meinem Team Senior Volker unterwegs war, präsentieren.

Dieser Hecht hätte es auch allein wegen seiner Färbung und Zeichnung verdient gehabt, hier gezeigt zu werden, oder?

Da rückt doch die Größe der Hecht-Mutti mit der hauch-dünn überschrittenen Metermarke eher in den Hintergrund!

 

Und auch dieses schöne Stimmungsbild von Simon, der den Rhein-Moskitos und unzähligen Wespen trotzte und einen sehr ruhigen Ansitz-Abend am Heimat-Rhein verbrachte!

Betonung liegt hier bei „ruhigen Ansitz“, denn es passierte…nix!

Tja, auch das ist Waller-Angel: Beim Ansitz zuvor (4 auf einen Streich) noch abgeräumt, diesmal Schneider geblieben. 

 

 

 

26.08.20

 

Welche Rolle? Stationär- oder Multi-Rolle beim Ansitzangeln auf Waller?

 

Teil 2

 

Auch wenn ich mich jetzt wiederhole, ich/ wir empfehlen beim Wels-Ansitzangeln eher eine Multi-Rolle. Einziges K.O.-Kriterium wäre nur, wenn Ihr werfen müsstet! Da wäre eine Stationär-Rolle die Richtige! Und natürlich auch dann, wenn Ihr noch nicht so weit seid, dass es Eure Angelei geben sollte, Ihr aber dennoch Euer eigenes Tackle haben wollt. Und natürlich auch, wenn der Geldbeutel über das Doppelte vom Kaufpreis einer Stationär-Rolle nicht verkraften sollte! Absolutes, vollstes Verständnis für eine Entscheidung aus solch einem Grund, und meinen Respekt für die Eigen-Disziplin, sich nicht in Unkosten zu stürzen! Ich weiß und kenne selbst solche Situation!

Im Bild oben, schon halb im Wasser, die Tica Team 558 LH.

Ein Teil meines Teams hat diese Rolle an ihren Ansitzruten. Volker hat gerne die klassische Rechtshand Variante, die Tica Team ST 558, die mittlere Schwarze, optisch weil farblich besser passend…😊

Aber auch an dieser Stelle sei erwähnt, dass unser Stefan seine „alten“ Shimano Tyrnos 30 an den Catfire Boje 270 dran hat, sie Bild nachfolgend! Aber auch diese Rolle liegt deutlich ü 150€…!

Warum Multi ansonsten: sie ist robuster, unverwüstlicher! Hat in der Regel eine höhere Schnurfassung, abhängig auch vom Modell natürlich. Ob Schiebe- oder Sternbremse, denke das ist eher eine Geschmacks-Frage! Wobei die führenden Marken allesamt Schiebebremse haben.

Und für alle, die weiterhin gerne mit „links“ kurbeln möchten, weil sie es so gewohnt sind: fast alle Hersteller haben Linkshandmodelle (Abkürzung-Standardbezeichnung, auch international: LH). 

Ob es gleich ein 2 Gang Modell sein muss (Bild unten), naja, eher was für Liebhaber. Oder bei den sehr robusten Modellen ein Teil, das noch an einen Enkel/ -in vererbt werden könnte! 

Ok, Spaß bei Seite! Was ich persönlich für „Humbug“ halte, das ist eine Schnurführung. Ich kenne bisher von keinem Hersteller ein Modell, welches solch zum Teil doch extrem-heftige Belastungen Stand gehalten hätte. Für mich ist das eine potentielle Schwachstelle! Da man beim Einkurbeln und auch beim Drillen die Hand bzw. Finger an und auf der Rolle hat, erledigt sich die Schnurverlegung von alleine! Wobei, auch ohne Belastung sollte die Multi dennoch einigermaßen sauber wickeln! Sonst schneidet doch mal die Schnur beim Drill ein, weil diese nicht sauber von der Rolle abziehen kann. Oder es gibt beim Öffnen der Schnurfreigabe eine hässliche Perücke! Kann keiner gebrauchen! Sowas sind Zeit-Vampire!!!

 

Zusammengefasst die Vorteile der Multi:

- Robust, i. d. R. langlebig

- hohe Schnurfassung!

- Schiebebremse Bedienungs-freundlicher

- beim Auslegen der Montagen einfacheres Handling, Schnurfreigabe!

 

Nachteile:

- teuer! Mehr als doppelter Preis als eine Stationärrolle

- nur ganz kurze „Würfe“ möglich!

- deutlich höheres Eigengewicht

 

Was auch noch gesagt, beziehungsweise geschrieben werden sollte: Rolle und Rute müssen passen!

Heißt im Umkehrschluss, dass nicht jede handelsübliche Rute mit einer Multi-Rolle gefischt werden kann! Da macht aber auch ein Versuch klug!

Bei montierter Multi und richtiger- verkehrt-rum-gehaltener Rute und beim Druckaufbau, also dem Nachstellen einer Hänger- oder Drill-Situation, darf die Schnur den Rutenblank nicht berühren!

Oder gar leicht seitlich versetzt zur Rute verlaufen!

Und ein gleichmäßiger Verlauf der Biegekurve ist noch wichtig!

Ansonsten, bitte keine weiteren Experimente durchführen! Auch kein: „… ich will doch eh nur mal nen Kleineren zum Anfang fangen, das reicht mir doch…“ Spruch! Meist hat die schwächere Komponente, meist die Rute oder einzelne Rutenringe, das Nachsehen!!!

Wallerruten, die sowohl für Stationär-, als auch Multi-Rolle geeignet sind, haben in der Regel einen Ring mehr! Oder die Ringe sind so verteilt, dass keine abgehackte Aktion bei der Biegekurve entsteht, und die Schnur nicht den Rutenblank berührt!

 

So, hoffe, ich habe dem einen oder anderen unter Euch etwas helfen können, sofern ein Ruten- und/ oder Rollenkauf anstehen sollte! Falls noch Fragen sein sollten, entweder den Händler eures Vertrauens fragen, oder einen erfahrenen Angelkumpel, oder falls da nix machbar oder möglich wäre, schreibt mich an!

 

 

22.08.20

 

Welche Rolle? Stationär- oder Multi-Rolle beim Ansitzangeln auf Waller?

Teil 1

Eine Frage, die immer mal wieder auftaucht. Auch wir wägen immer mal wieder ab, wann was Sinn macht und wann doch die eine der Favorit ist. Möchte Euch hier meine/ unsere Auswahlkriterien weitergeben, aber auch Einsteigern oder Quereinsteigern eine kleine Entscheidungshilfe aufzeigen.

Zu aller erst ist es mal eine Frage des Geldbeutels, was Euer Budget für die Rolle hergibt! Denn zwei komplett bestückte Ruten plus Rutenständer plus Bissanzeiger oder doch Glöckchen? Plus dem ganzen anderen Groß- und Kleinkram plus natürlich ein Original Bungee Rig XY plus eins XZ und noch ein Meisterstück hinzu 😊 das Alles geht ganz schön an die Kohle, das sind mal ganz schnell paar Hunderter wutsch fort! Und dann noch natürlich die wichtigste Frage: Will ich mal nur so reinschnuppern? Oder bin ich mir sicher das DAS mein Ding wird?

Also fangen wir auch mit dem wichtigsten Faktor vorab an, dem Preis: Multi-Rollen (Multis) sind prinzipiell teurer als eine Stationär-Rolle! Als kleines Beispiel nehmen wir mal „ unsere“ Tica-s heran, die Tica Cybernetic (Stationär) liegt um 100€. Eine Tica Multi, die Tica Team STL LH, liegt da schon deutlich ü 200€! Also mal schnell das Doppelte!

Nächste wichtige Kriterium: Wie möchte oder muss ich meine Montage ausbringen? Kann ich mit Rute werfen? Oder reicht ein Futterboot, das vielleicht noch vom Karpfenangeln rumliegt? 

Angelkollege und Guidingkunde Jonathan legt hin und wieder, sofern  der Wasserstand niedrig genug ist und die Buhnen auf unserer Strecke frei sind, seine Montagen mit dem Futterboot aus. Gerade wenn man nicht viel und schwereres Gepäck mitnehmen möchte, es vielleicht auch mal ein spontaner Ansitz ist. Und jepp, Jonathan war derjenigen mit dem Tipp des Einspleissens beim Bungee-Rig! Kann ich nicht oft genug betonen, Ehre wem Ehre gebührt! Grüße an Dich, Jonathan!

 

Oder bin ich am Fluss und muss von vornherein Gewichte über 500 Gramm rauslegen, damit meine Montage da bleibt wo sie auch liegen soll? Nehme ich ein selbstgebautes Auslege-Board (ich benutze das Wort mit vorne unserem Heimat-Fluss und hinten mit „-board“ aus Prinzip nimmer!). Oder brauche ich Steine ab 6 kg aufwärts und nehme mein noch Original-verpacktes Schlauchboot und den günstig gekauften Außenborder?

Viele meiner Kollegen und natürlich auch viele andere Waller-Angler legen prinzipiell mit dem Schlauchboot ihre Montagen aus. Meist noch mit einem portablen Echolot an Bord, um dien Köder und die an den Flüssen notwendigen schweren Steine der Abrissmontage so genau wie möglich, auf den Punkt genau!, ablegen zu können.

Auch wichtig: wie weit vom Ufer entfernt sollten oder gar müssten meine Montagen liegen? Eher im nahen Bereich, bis maximal 100m? Oder doch an die 150m und mehr, weiter? Ich bin zwar nicht unbedingt ein Freund des „long distance“ Angeln, aber wer es braucht…! Auch wenn es da so ziemlich nur ein Rollen-Modell bei den Stationären gibt, die deutlich mehr Schnurfassung hat, viele wissen schon was oder welche, ich würde ne Multi vorziehen. Aber nicht unbedingt aus dem Grund, dass es eine andere Marke ist, ich fand und finde die „Alte“ dieses einen Modells deutlich besser, weil nix Plastik…, egal! Jeder wie er es will, mag!

Ja, ist ja gut! Kann „die Kinder ja auch beim Namen nennen“. Und diejenigen unter Euch, die schon mal beim Kalle am Ebro waren, wissen es ja eh: Kalle fischt gerne die alten großen Penn´s und FIN´s. Und ich habe auch noch eine ansehnliche Sammlung von den alten Shim´s Baitrunner 6500 und sogar noch eine ganz alte „Big“! Würde die auch für kein Geld hergeben! Sind wahre Legenden unter den Wels-Anglern, die kleineren Modelle bei den Karpfen-Anglern. Das Wicklelbild ist und war aber eine einzige Katastrophe, das ist auch kein Geheimnis. 😊 Waren richtig treue Begleiter in unseren Anfangszeiten! Und auch unser Christopher, Team Kollege Sportex & Climax, fischt die gleichen Rollen-Modelle wie „mein“ Kalle! Betonung liegt da aber, wie zuvor schon kurz angerissen, bei den „Alten“!

 

Fortsetzung folgt dämnäxt ...!

 

 

 

19.08.20

Heute mal wieder was aus der Köller´schen Praxis-Theorie-Kiste

 

Warum fängt der oder fangen die, nur ich/ wir nicht?

 

Ihr könnt Euch nicht wirklich vorstellen, wie oft ich diese Frage auf Messen, per Mail oder sonst wo oder -wie gestellt bekommen habe, immer ich noch danach gefragt werde!

Aber vielleicht ging oder geht’s es ja Euch auch so, von der einen oder anderen Seite aus?

 

Die einfachste Antwort wäre: „Du warst zum falschen Zeitpunkt am falschen Platz!“.

Eher frech diese Antwort: „Oh, um das zu beantworten solltest du bei mir ein Guiding buchen! Hier mein Flyer, Preise auf Rückseite. Ich hätte aber da noch kurzfristig was frei, also rein zufällig…!“

Und unverschämt: „Na, ich habs halt drauf!“.

 

Ok, Spaß bei Seite! Auf diese Frage gibt es unzählige Antworten und Möglichkeiten, was schieflaufen könnte. Eins aber schon vorweg, am Tackle liegt es nicht unbedingt, denn Waller haben keine Vorliebe für irgendeine Marke, auch wenn das der ein oder andere „Kollege“ behaupten sollte!

 

Meist liegt es nur daran, dass die berühmte Stellschraube nur nen Ticken mehr nach links oder nach rechts gedreht werden müsste, und es würde laufen, wie beim alten Moped!

Aber schauen wir uns mal die möglichen Antworten, Ratschläge an:

 

1. „Falscher Zeitpunkt am falschen Platz“ ist eine Phrase, ist aber doch etwas richtig, um es mal so auszudrücken. Möchte da nicht irgendwelche „Fehler“ auflisten, denn es lässt sich recht banal verallgemeinern: im Frühjahr und Herbst im warmen, im Sommer im sauerstoffreichen und im Winter im tiefen Wasser! Alles klar? 😊 Ok, genauer heißt es, dass man im Frühjahr eher die flacheren Stellen ansteuern sollte, an denen sich durch die Frühjahrssonne das Wasser am schnellsten erwärmt, das „Leben im Fluss oder See beginnt“. Im Herbst sind das dann die Bereiche, die vor den ersten kalten Nächten noch Leben haben! Im Sommer befischen wir eher im Fluss den Vollstrom, weil dort der für den Stoffwechsel des Wallers notwendige Sauerstoffgehalt des Wassers am höchsten ist! Und im Winter zieht sich der Waller in die ruhigeren, tieferen Bereiche zurück.

 

2. Der ausgewählte Köder ist aktuell nicht oben auf Wallis Speisekarte! Ein Phänomen, was nahezu jedes Jahr besteht: mal sind es lieber nur Grundeln, dann eher die Portionsforelle, oder doch ein handlanger Barsch? Vielleicht Tauwürmer? Jedes Mal aufs Neue muss man den Köder Nr. 1 herausfinden. Daher lieber bei Unsicherheit eine Rute mit dem und die andere Rute mit einem anderen Köder bestücken. Versuch macht da klug! Es kann aber auch sein, dass irgendeine besondere Beute, ein Leckerbissen, ein Pralinchen, aktuell da ist! Das können die vom Hochwasser aus einem Seitengewässer angespülten Blutegel sein, oder die Flusskrebse häuten sich gerade? Oder wegen hoher Wassertemperatur sterben die Muscheln am Gewässergrund, öffnen sich und die begehrten Weichteile treiben an die Wasseroberfläche auf? Wenn irgendeine kurzfristig vorhandene Leckerei da ist, lassen die Waller alles andere dafür links liegen! Da heißt es : beobachten! Was geht gerade ab? Und dann improvisieren, Montagen ändern, umbauen, und Attacke!

 

3. Montage, Rig zu „grob“. Gemeint ist damit zum Beispiel die U-Pose. Ich, wir sind kein Freund von XL U-Posen. Fein fängt mehr, oder besser. Lieber eine 10 Gramm als eine mit 40 Gramm U-Pose aufs Vorfach aufziehen! Wenn dann doch ein schwerer Köder genommen werden sollte, einfach noch eine kleine U-Pose dazu nehmen.

 

4. Nicht gleich nach einer „stillen Nacht“ den vermeintlich guten Platz aufgeben und eine andere Stelle befischen! Sitzfleisch ist meist die bessere Alternative dazu! Kann ja sein, dass aus irgendeinem Grund die Wallis da sind, aber keinen Kohldampf schieben. Oder unsere Köder schlicht nicht genau an der Stelle lagen, wo sie eigentlich hinsollten. Daher ruhig bei Tageslicht sich den Bereich nochmals genauer anschauen. Wer kann, mit dem Schlauchboot den Bereich abfahren und die Kante, den Berg, das Loch suchen! Wenn nach der 2. Nacht Null, wirklich nix passiert ist, dann kann man über einen Wechsel nachdenken!

 

5. Nicht jeder „Geheimtipp“ ist manchmal oder meist nicht so geheim wie es einem gesagt oder geschrieben wird! Wer gibt denn schon gerne einem „Fremden“ seinen top Platz oder Plätze einfach so rüber? Auch die heißen Stellen, die in den einschlägigen Foren aufgelistet sind…, da lesen doch noch mehr mit, oder? Ruhig mal eigene Wege gehen, die ausgelatschten Plätze mit den deutlich sichtbaren „Löcher“ diverser Rutenständer meiden! Denn so doof sind die Waller nun wirklich nicht, dass sie nach häufigem Beangeln nicht checken was abgehet! Ich kann Euch nur raten, dass Ihr Euch neue, „eigene“ Plätze sucht! Klar, ein Haufen Arbeit, auch mit Sicherheit Phasen des Misserfolges, Ansitze ohne jegliche Aktivität. Aber genau DAS gehört genauso dazu, wie an den Fisch ran zu kommen. Und nur so kann man lernen, verstehen, warum da was geht und dort nix, null, nada. Und ja, zu Zweit ist sowas immer besser! Aber eins ist auch klar, wenn Ihr mal den oder die Plätze gefunden habt, dann werdet Ihr auch Eure Fische fangen!

 

6. Öfter mal was Neues probieren! Soll heißen, dass man auch mal seine Montage überdenken sollte, wenn Bisse über einen längeren Zeitraum, gemeint sind da schon wenigstens 5 Ansitze, ausbleiben. Fische sind nicht doof! Wenn der Befischungsdruck groß ist, alle seit Wochen, Monaten das Gleiche fischen, weil es so schön „in“ ist, dann ruhig mal ausbrechen! Beispiel Flügel U-Pose. Anfangs der Bringer! Doch nach 1 bis 2 Jahren Dauereinsatz auf dem gesamten Gewässer oder Teilbereich sagen die Waller auch: „Ja meinen die, wir checken das nicht?“ und schwimmen grinsend am Köder vorbei!

 

7. Zu dem vorherigen Punkt 6. könnte man auch das hier passen: das Reizen von beißfaulen Fischen! Wenn das lebhaft flatternde Tauwurmbündel die Waller nicht richtig anmacht, sie unschlüssig oder auch gelangweilt den Köder betrachten, „anblasen“, leicht ansaugen, anstupsen (meist ganz leichtes Piepsen des Bissanzeigers oder feinste Spitzenaktion der Rute). Dann muss etwas vorm Köder hin, was den gewissen Unterschied ausmacht. Da reicht schon ein Spinnblatt lose kurz vorm Köder, das mit Sprengring und einem kleinen Wirbel montiert wird. Dieses unregelmäßige Flattern hatte uns zumindest an mauen Tagen doch noch einen Fisch letztendlich gebracht! Oder mal paar Radaumacher, Rasselkugeln, davor montieren. Oder Beides kombinieren, oder, oder…, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt!

 

8. Es gibt aber auch gewisse Parameter, die einfach gegeben sein müssen, um die Fische in Beißlaune vorzufinden. Am Fluss, Beispiel Rhein, ist eins ganz sicher: steigendes Wasser, keine extreme Hochwasserflut, eher langsames Ansteigen des Pegels war schon immer gut. Natürlich auch Hochwasser, dass auch gerne mal auf dem Höchststand für kurze Zeit stabil stehen bleibt. Dagegen ist fallender, vor allem rasch sinkender Pegel absolutes Gift! Diese Faktoren kann man natürlich nicht beeinflussen!

 

Ihr seht, es gibt einige Gründe warum, wieso oder weshalb es so ist oder sein kann, oder auch mal nicht so ist! Denke auch, dass man diese Auflistung noch weiterführen könnte. Es soll aber auch nur eine kleine Hilfe für diejenigen sein, die bisschen an sich und allem was sie versuchen, zweifeln oder gar verzweifeln! Eins ist aber sicher, haben wir alle gemeinsam, dass wir irgendwann uns an irgendeinem Zeitpunkt oder Phase gefragt hatten, warum...? Oder?

 

 

15.08.20

Nach der etwas schweren Kost vom letzten Mittwoch gibt´s heute wieder was kurzes und fischiges ...

 

Allô, ici CATFIRE

 

Aktuelle Fangmeldung und Frankreich-Premiere der Catfire!

Ursel und Stefan haben endlich ein paar Tage Urlaub und verbringen diesen, wie kann´s auch anders sein, am Wasser!

Aber auch da war und ist die Waller-Angelei wie in der Heimat dieses Jahr nicht unbedingt ein Selbstläufer! An einer Rute wurde es zu einem Geduldspiel, und erst nach einer langen Wartezeit von ca. 40 Stunden hatte einer der neuen Catfire Boje 270 der Beiden auch in Frankreich ihre Feuertaufe.

Und was für eine:

Ursel drillte souverän einen kapitalen Waller mit 237 cm! Was für ein Brett!!!

Eigentlich müssen wir nix mehr zu der neuen und mehr als gelungenen Catfire Serie sagen.

Dafür haben diese Ruten schon richtig überzeugt, auch am Ebro und natürlich auch hier in der Heimat.

Für die noch Unentschlossenen möchte ich Euch dennoch Stefan´s Kommentar nach Ursel´s Drill nicht vorenthalten!

Zitat: „ … absolut Hammer – geiler, ultimativer Stock…“.

Ein paar Tage und einige Wallis später meinte er: „Die Ruten sind echt spitze, machen richtig Laune, auch bei mittleren Fischen. … Das sind die geilsten Stecken die ich bis jetzt gefischt habe.“

Warum ich das so hervorhebe? Stefan ist ein super Typ, lacht gerne, absolut kein Miese-Peter!

Nur, wenn es um Materialien geht, gerade für das Wels-Angeln, da ist er sehr sehr kritisch!

Also Niemand, der sofort in überschwängliche Euphorie verfällt, wenn er was, na sagen wir mal „Gutes“ in der Hand hat. Übrigens auch bei meinen Bungee-Rigs. Nur damit man sein Statement zu der Catfire besser einordnen kann!

Wenn Ihr mal die Gelegenheit haben solltet, schaut Euch die Ruten in natura an.

 

So, jetzt lass ich es auch gut sein! Sonst wird’s doch zu heftig …!

 

Fin!

 

 

 

12.08.20

 

Nach 2 x Heimat-Wallis nun ein "heißes" Thema:

 

Das Dilemma geht weiter…

 

So oder so ähnlich könnte man die Situation an der Ostsee, speziell an den Boddengewässern beschreiben! Oder wie eine Schlagzeile bei den Nachrichten formuliert:  

   “ Zustand von Nord- und Ostsee schlechter denn je“

«Unsere Meere werden geplündert, zerstört und verschmutzt, nur für den kurzfristigen Profit - mit drastischen Folgen für die Artenvielfalt und letztlich für uns alle», sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. Nach Angaben der Organisation schwinden die Bestände von Dorsch und Hering in der Ostsee. (dpa - dpa - Donnerstag, 9. Juli 2020)

Es war klar, dass irgendwann die Berufsfischerei auf Dorsch und Hering be- und eingeschränkt werden musste! Nur scheint dies für die kleinen Fischer zu gelten. Mittlerweile sind die meisten kleinen Berufsfischer zu Nebenerwerbsfischern geworden. Und das Fangverbot oder die Fangquote wird nun von einigen Freizeit-Berufsfischern mit der Netzstellerei in den flachen Bodden überbrückt. Zahllose Hechte, Barsche usw. landen in den Netzen, und der Großteil wird anschließend zu Schweinfutter oder zu Fischmehl verarbeitet!

Weiter geht’s mit den Fischverwertern: Unser allseits geliebter Kormoran, sogar vor paar Jahren unter großen Applaus der Naturschutz-Organisationen zum „Vogel des Jahres“ gekürt worden! Schwärme mit Tausenden von schwarzen Fressmaschinen tummeln sich mittlerweile ganzjährig in den Bodden! Geschützt versteht sich, unter strenger Beobachtung der Vogelkundler. Was und wieviel diese Viecher fressen, dass wissen wir alle! Und wie viele von Euch auch wissen werden, gibt es in den Boddengewässern Null-Komma-Null Deckung oder Verstecke oder Schutz für die Fische, egal ob groß oder klein!

Damit aber noch (lange) nicht genug! Ihr kennt doch sicherlich die knuffigen Kulleraugen der Robben-Babys? Find´s ja auch süß! Diese Kegelrobben waren nahezu ausgerottet und nur durch umfangreiche Schutzmaßnahmen konnten sich die Bestände erholen. Was natürlich prinzipiell so in Ordnung ist. Nur wenn Naturschutz soweit geht, dass die Kegelrobben über Jahre hinweg geschützt werden, sich so schon fast wie die Karnickel vermehren? Und es dann kaum noch Jemanden interessiert, wie groß die Bestände geworden sind? Außer uns Menschen haben die Robben keine natürlichen Feinde. Und was fressen die Süßen? Richtig, Fisch!

Warum ich mich jetzt so sehr darüber aufrege? Weil ich vorhin einen Artikel zu Nord- und Ostsee gelesen habe. Hier wird über den sehr schlechten Zustand geschrieben, begründet auf eine Studie von Greenpeace! Ja, von den einstigen Helden unserer Jugend! Ich war auch mal Fördermitglied, habe deren Einsatz oft bestaunt. Nachdem ich aber erfahren musste, wieviel meines monatlichen Förderbeitrages tatsächlich da ankommt wo mein Geld auch hinsollte, hatte ich sofort gekündigt. Von daher habe ich eine eher weniger gute Meinung zu dieser Organisation! Zumal von denen auch sehr eingleisig berichtet wird. Ich muss aber auch ganz klar sagen oder schreiben, dass Greenpeace hier am Rhein die Ersten waren, die gegen die Verschmutzung des Flusses aufmerksam gemacht haben. Erst mit oder durch ihre Aktionen der breiten Öffentlichkeit den Verschmutzungs-Wahnsinn aufgezeigt hatten. Ob ohne dies der Rhein so sauber geworden wäre? Ich meine: Nein!!!

Natürlich gibt es unter den Anglern oder „Pseudo“-Angelguides schwarze Schafe, die besonders gerne vor der Laichzeit kapitale Hecht-Muttis fangen und abschlachten, aus Geltungs-Geilheit, um sich nen toten Fischkopf in sein Angelzimmer aufzuhängen, oder ein irgendwann vergilbtes Foto in seine Brieftasche zu legen um es jeden der sehen mag oder auch nicht zu präsentieren! In der Summe des immensen Schadens ist das aber die Minderheit, wenn auch dieses Verhalten zu ächten ist!

Und natürlich spielt der Klimawandel auch eine große Rolle! Wenn Ende Juni die Bodden schon eine Wassertemperatur von 29 °C haben, dann sollte auch das alarmieren! Kaum ein Fisch mag diese Verhältnisse! Sauerstoffmangel, Algenbildung, usw.!

Ihr werdet Euch nun vielleicht fragen, was das mich oder Euch angeht?! Tja, ich zumindest hatte mich eigentlich als Naturschützer und Naturliebhaber gesehen, weil ich Vollblutangler bin. Nur bei dieser Form des „Naturschutzes“ fällt mir es doch sehr schwer mich weiterhin dafür zu halten!

Und warum ich soweit nach Nord-Osten schaue? Mich vielleicht in diese endlose und leider zum Teil auch unsinnige Debatte „einmische“? Zum einen lebt und arbeitet ein sehr guter Freund und Kollege dort, zum anderen habe ich nicht nur Rhein-, sondern auch die Ostsee- mit Bodden-Wasser getrunken.

Und klar, man kann der Meinung sein, dass es schon ruhiger wäre, wenn jeder nur in seinen Vorgarten schauen würde.

Nur geht uns dieses ganze Thema denn nicht irgendwie uns alle was an? 

 

Nachfolgend ein kurze, aber doch Aussage-kräftige Filmsequenz, aufgenommen vor paar Wochen von meinem Kollegen Frank Selke www.keschern.de

 

 

 

08.08.20

Weiter geht´s mit den Heimat-Wallis:

 

„Einfach ist anders“ auch an der Elbe!

Oder: Heimat-Waller auf die spontane Art…, Teil 2"

 

Letztes Mal hatte ich Euch von Alex und Simon berichtet, die während eines spontan durchgeführten Ansitzes mit einer Rute 4 Waller fangen konnten.

Der Text dazu war gerade so fertig, die Veröffentlichung geplant, da bekam ich am nächsten Morgen eine weitere Heimat-Waller Fangmeldung, diesmal von meinem guten Kollegen Christopher von der Elbe. Trotz viel Arbeit versucht er, immer wenn es irgendwie geht etwas Zeit am Wasser, besser gesagt an der Elbe zu verbringen.

Daher war dieser Ansitz auch nicht im Voraus geplant, wurde zu einer spontanen Nummer. Was da aber an seiner Rute einstieg, das toppte doch seine kühnsten Erwartungen: ein stattliche Elbe-Bulle ü 2 Meter! Es war an dem gleichen Wochenende wie bei Simon und Kollegen. Bemerkenswert auch die weitere Parallele zum Rhein, Tauwurm scheint sich zumindest bisher zum Köder des Jahres zu entwickeln! Einen Unterschied gab und/ oder gibt es doch, denn Alex und Simon fingen die meisten Waller bis Mitternacht, während an der Elbe erst kurz vor der Morgen-Dämmerung „der Punk abging“.

Aber auch Christopher berichtet von einem bisher sehr schwierigen Jahr an der Elbe, mit Licht, aber noch viel mehr Schatten! Mal abgesehen von den ein oder anderen eher Zufalls- oder Bei oder „Dusel“-Fängen, die durch irgendwelche Magazine und/ oder Foren geistern: es ist einiges an harter Vorarbeit und Kenntnis, was und wie man macht, erforderlich, um hin und wieder doch aktuell und in den Wochen zuvor erfolgreich zu sein!

Alle hier gezeigten Elbe-Waller bissen auf Tauwurm. Und es sind auch schöne Fische, die Christopher stolz in die Kamera hält, oder? Also es muss nicht immer nur die Portions-Forelle oder gar ein lebender Köfi sein!

 

Auch wenn die nachfolgenden Bilder einen anderen Eindruck von den Fängen auch an der Elbe erwecken könnten, einfach ist wirklich anders!

 

 

 

05.08.20

 

"Vier (4) auf einen Streich …“

 

Einen Waller zu fangen, dazu braucht man etwas Glück und ein gewisses Maß an Wissen, sofern man es gezielt auf Wels probiert.

Zwei Waller in einer Session zu fangen, da müssen schon einige der notwendigen Parameter zusammenkommen. Und klar, Erfahrung ist gefragt. Glück? Da muss man schon richtig Dusel haben, um einfach mal so 2 Wallis zu fangen.

Ach-so, wir reden hier nicht von Fischen um die 30 bis 60 cm, die beim Aalangeln immer mal wieder sich gierig auf die Tauwürmer stürzen, ok? Und ich meine, schreibe für Heimat - Flüsse!

Drei Waller in einer Session, jetzt wird es langsam eng, sowas erlebt man nicht wirklich regelmäßig! Auch wenn zwei erfahrene Angler/ Anglerinnen am Start sind. Nur mit Glück dies zu schaffen, daran glaube ich nun wirklich nimmer!

Ihr ahnt sicher schon, was jetzt kommen wird? Jepp, genauso siehts aus: Vier Waller während einer Session! „Nacht“ stimmt nicht ganz, denn dies geschah an Badischen Rheinseite, eben mit Nachtangelverbot.

Aber nun zu den Fakten: Alex und Simon, zwei langjährige Stammkunden, brachten dieses „Kunststück“ fertig. Warum Kunststück? Naja, denn die Fische waren nicht über die vier ausgebrachten Ruten verteilt, sondern wurden alle mit einer einzigen Rute an derselben Stelle hintereinander gefangen. Um genauer zu sein: 3 Wallis kamen noch vor Mitternacht, Nummer 4 im Morgengrauen. Das ist schon kein „Hammerschä“ mehr, sondern schon ein großer, ausgewachsener Hammer! Zudem war dieser Trip an den Rhein noch ein eher spontaner Einfall, so unter dem Motto: “He Alex, was machst gerade? Was meinste, Bock noch ne Runde zu angeln? Nö, nicht hier, lass uns doch die Waller ärgern…“ so oder so ähnlich lief das Ganze im Vorfeld ab.

Neben den „Bock drauf“ braucht man auch ein gutes Stück an Erfahrung, auch wenn es an eine Hausstrecke gehen sollte. Zu wissen, welche Köder man nimmt, wo man seine Montage ablegt, das ist schon fast eine Voraussetzung. Dass der erste Köder, übrigens Tauwürmer, in einer Wallerburg landen würde, das konnten die 2 nicht ahnen. Doch genau das ist wohl den Beiden passiert! Nur so lassen sich die Fänge an der einen Rute, an der einen bestimmten – vielleicht gerade mal 4 auf 4m „großen“ Areal – erklären. Gegen Mitternacht war der erste Ansturm durch! Wegen Nachtangelverbot wurden (wirklich) die Ruten reingeholt. Nummer 4 kam dann am frühen Morgen.

Nun noch kurz zu dem Begriff „Wallerburg“:  wir bezeichnen eine Stelle, an der die Waller gehäuft vorkommen, als Wallerburg. Mit „gehäuft“ ist gemeint, dass sich wenigstens 2 Waller zur gleichen Zeit bevorzugt da aufhalten. Entweder handelt es sich um einen bevorzugten Ruheplatz (Wohnzimmer) mit passender Tiefe, Untergrund, Wassertemperatur und/ oder Sauerstoffgehalt. Oder die zu einer bestimmten Phase bevorzugte Nahrung ist in großer Zahl, Menge vorhanden, und dass auf einer recht kleinen begrenzten Fläche (Esszimmer). Genau an solch einer Stelle hatten Alex und Simon ihre eine Rute abgelegt. Noch etwas zur Länge der Fische: 3 waren aus der Kategorie Halbstarke, 1 Waller hatte die 2 Meter Marke durchbrochen.

 

Diese Ausnahme-Nacht soll aber nicht über das seit Wochen eher schwierige Angeln hinwegtäuschen! Einfach ist wirklich anders!

 

Nochmals, oder daher erst recht, Euch Beiden ein dickes Petri! 

 

Zum Schluss noch eine kurze Filmsequenz:

Leider ist der größere Waller ist aus Versehen wieder zurück ins Wasser gerutscht, bevor man den Fisch in die Kamera halten konnte...!

Klar, wenn die Plane nass und die Hände "glitschig" sind ... :-)

 

 

 

02.08.20

 

Unser Team-Mitglied Kalle kann eine Hammer-Fangbilaz für den Monat Juli in seinem Camp am Ebro Zwischenstau abfeiern. Seine Gäste fingen in diesem einen Monat über 190 Wallis, und dass "nur" mit seiner Betreuung, ohne Voll-Guiding-Touren! Mehr kann fast nimmer gehen! Aber, man weiß ja nie...! 

 

Mehr Infos zu seinem Camp und einen Bericht plus Bilder zum Hammer-Fangmonat Juli  findet Ihr unter:

 

 

 

01.08.20

 

Das Waller-Vorfach oder Alles nur eine Frage des „Glaubens“?

 Teil 2

 

Weiter geht´s mit dem Thema „Waller-Vorfach":

Über die Jahre hinweg haben wir festgestellt, dass je „steifer“ das Vorfach am Ende ist, also bei dem oder den Haken, desto mehr Fehlbisse gab es. Vor allem bei einem 2-Haken-Rig, zum Beispiel bei Köfis mit Einzelhaken durch das Maul und der Zusatzdrilling lose unter dem Köfi baumelnd, oder in der Flanke fixiert! Über das „warum“ kann man nur spekulieren. Ich vermute mal, dass der Zusatzhaken oder Drilling nicht flexibel genug ist, durch das steife Material der Haken eben nur auf der Seite greifen kann, in der auch sitzt. Ein weiches Material „baumelt“ eher, steht nicht starr ab. Schwierig zu beschreiben, aber ich denke Ihr könnt nachvollziehen was ich meine?! Daher kamen wir als Alternative zu einer Kombination aus starrem Material, wie Soft- oder Hard-Mono, und einem flexiblen Stück, wie Kevlar oder Braided Line (Heavy Braid), mit dem zusätzlichen Haken. Der Endhaken konnte so unterm Köderfisch frei baumeln, oder konnte sich bei einer Fixierung am Bauch oder an einer der Seiten „drehen“ Das Ergebnis: deutlich weniger Fehlbisse! Ihr könnt die zwei Materialien mit einem Wirbel oder mit dem Schlagschnurknoten!

 

Zum Ende, oder das Beste kommt zum Schluss: es gibt noch ein Material, welches sich hervorragend zum Binden von Vorfächern eignet. Man könnte es als „Hybrid“ bezeichnen…, also das eine mit den Eigenschaften von 2en, oder mehr. Kevin und Volker nehmen fast nur noch, Achtung, jetzt kommts, die Planer Board Line von Climax! Eigentlich wird diese Schnur viel auf den Alpenseen für das Angeln, Schleppen mit dem Seehund, oder neudeutsch mit einem Planer Board genommen. Nachdem aber meine zwei Männer diese Schnur das erste Mal in der Hand hatten, war es passiert! Beide wollen die Planer Board Line als Vorfachmaterial in 1,6 mm und 175 kg Tragkraft, oder auch als Schlagschnur nimmer missen. Schön weich und flexibel, und extrem abriebfest! So eine Spule ist nicht gerade günstig, aber dafür sind 200 m drauf! Rechnet man die andere Vorfachmaterialien auf die Lauflänge der orange-farbenen Planer Board hoch, ist diese wiederum sehr preiswert! Als Geheimtipp würde ich die nimmer bezeichnen, dafür haben schon einige Guidingkunden während einer Tour die Planer Board kennen und schätzen gelern!

Apropo Schlagschnur: habe dazu hier in der Rubrik „Aktuelles“ schon ausführlich geschrieben. Die hier aufgeführten Materialien können auch als Schlagschnur eingesetzt werden. Das Kevlar und Hard-Mono wird auf Grund der Abriebfestigkeit gerne genommen. Manche Kollegen nehmen eine dicke Geflochtene, ab 0,80mm Durchmesser aufwärts als Schlagschnur. Also eine Braided Line (Heavy Braid), oder eben die Planer Board Line.

 

Hier nun zum Schluss eine Zusammenstellung der verschiedenen Vorfach-Materialien und meiner eigenen, persönlichen Beurteilung iher Eigenschaften:

 

Material

weich

steif

abriebfest

Noten:

Note 1 – sehr gut geeignet

Note 2 - geht

Note 3 - weniger gut

Kevlar

1

3

1+

Braided Line (Heavy Braid)

2

2

2

Soft Mono

2

2-3

2-3

Hard Mono (Extreme Mono)

3

1

1-2

Planer Board Line (von Climax)

 

1

3

1

 

 

Abschließend noch ein kurzer Film zu diesem Thema: Kalle`s Materialtest 😊

 

 

 

 

29.07.20

 

Das Waller-Vorfach oder Alles nur eine Frage des „Glaubens“?

 

Kevlar, Braided Line oder Heavy Braid, Mono, Soft-Mono, Hard- oder Extreme-Mono, es gibt schon reichlich Materialien für das Wels-Vorfach. Nur wann ist was zu nehmen? Oder welches hat wann und wie für Vorteile? Oder ist es wirklich nur eine Frage des „Glaubens“? Oder ist es einfach nur wie links oder rechts, schwarz oder weiß, VFB oder KSC (Yesss), Bayern oder Dortmund? Oder nur eine weitere Werbe-Maschinerie der Angelindustrie, um noch etwas mehr Geld aus den Taschen der Angler zu ziehen? Ach, wenn alles immer nur so einfach wäre! Dabei ist es eigentlich recht einfach, man kann schon grob einteilen, wann welches Material sich mehr eignet. Klar gibt es auch Waller-Angler, die beharren stur auf das eine Material und alles andere ist in deren Augen Quatsch. Die machen es sich dann doch ein wenig zu einfach!

Habe hier mal meine gemachten Erfahrungen zusammengestellt:

1. Kleine Köder, keine oder wenig Strömung: weiches, flexibles Vorfach

2. Größere Köder, mittlere bis starke Strömung: steifes, robustes Vorfach

3. Viel Hindernisse, raue Steinpackung, Muschelansammlungen: abriebfestes Vorfach

Ihr seht, für jede Situation hat mal das eine oder mal das andere Material seine Berechtigung, machen demnach Sinn.

Nur was ist weich? Robust? Und welches ist steif?

Gehen wir mal die 3 Punkte oben nacheinander durch:

 

Weiches Vorfach: Dicke Geflochtene (Heavy Braid, Braided Line), Kevlar, Soft-Mono. „Weich“ soll bedeuten, dass es sich leicht bewegen lässt, dem angebotenen Köder mehr „Spiel“ verleiht. Gerade bei Tauwurm, Blutegel kann genau dieses Spiel den Wels davon überzeugen, unseren Köder zu nehmen. Es wirkt einen Tick „natürlicher“, so könnte man es vielleicht auch nennen. Das Kevlar ist von allen genannten Materialien das abriebfesteste! Gerade bei rauem Gestein und/ oder vielen fiesen scharfen Muscheln unverzichtbar! Wir nehmen Kevlar in 1mm Stärke auch gerne als Schlagschnur, um die eigentliche Hauptschnur vorm Abrieb zu schützen. Besonders bei der Flussangelei im Hochsommer direkt vor der Steinpackung am Ufer ist es für uns ein „muss“! Nachteil ist die Weichheit oder Flexibilität, gerade bei stärkerer Strömung kommt es oft zu „Huddel“, Verwicklungen, Überschläge. Nicht seilen kriegt man bei der Kontrolle der Rute ein Knäul von U-Pose, Köder, Vorfachmaterial.  Die dicke Geflochtene (Braided Line), bei Climax auch „Heavy Braid“ genannt, wird auch gerne genommen, hat aber nicht die Abriebfestigkeit wie Kevlar! Ich würde es eher bei Gewässerboden mit weniger Hindernissen wie groben, scharfkantigen Stein. / Geröllansammlungen und nicht in starker Strömung nehmen, zumindest nach meinen gemachten Erfahrungen. Also wenn weniger scharfe Muscheln und unsere Montage nicht dauernd entlang scharfkantiger Steine „schrubbert“. Zudem ist es wohl das günstigste von allen Materialien. Haben wir Strömung, nicht Vollstrom, wollen innerhalb der Buhnen fischen mit wechselnden Strömungsrichtungen? Dann ist das Soft-Mono meine erste Wahl. Das Spiel des Köders wird zwar etwas eingeschränkt sein, gerade beim Tauwurmbündel, aber dafür gibt es deutlich weniger Überschläge des gesamten Vorfaches! Auch beim Einsatz von größeren Ködern, wie zum Beispiel der oft verwendete Portionsforelle, nehmen wir bevorzugt das Soft-Mono. Besonders auch dann, wenn wir den Köder nicht so oft kontrollieren wollen wegen Verdacht auf Verwicklungen, Vorfach-Wirrwarr! 

Steifes, robustes Vorfach: Gemeint ist damit das Hard-Mono (Extreme Mono). Viele Raubfischangler nehmen die etwas dünneren Schnüre zum Hechtangeln, da diese vermeintlich sicher vorm Abbiss sind, oder sein sollen. Wobei die meisten Angler da schon andere Erfahrungen als das in der Werbung versprochene erlebt haben, oder? Nur kurz dazu: außer Stahl, Titan ist kein Material sicher! Entscheidend ist, ob die Schnur im gefährlichen Bereich der Zähne ist! Ein Hecht knipst ohne großes Wenn und Aber ein 0,50er Hard Mono durch, wenn er dies zwischen seine Zähnchen bekommt! Im Gegensatz dazu hatte ich unzählige Hechte, auch kapitale Omas, mit einem 0,35er Fluorocarbon fangen können. In diesen Fällen saßen der Köder bzw. der Haken entweder seitlich am Maul oder ganz vorn! Haben wir unmittelbar mit einer Attacke einen Abbiss, dann sind es meistens kleine Hechte, die ungestüm unseren Köder attackieren und ihn verfehlen und daher ein Stück unseres monofilen Vorfaches zwischen die Zähne bekommen. Zack ist die Schnur durch. Unser Anschlag geht sowas von ins Leere und verdutzt schauend, flattert uns der Rest des Vorfaches ohne Köder entgegen!  Weiter nun mit unserem Zielfisch und das passende Vorfach dazu.

Hard Mono, dass wir beim Welsangeln einsetzen, ist deutlich dicker, ab 0,90mm aufwärts! Es hält auf jeden Fall länger den scharfe Muschelkanten den Steinkanten und den Steinpackungen stand als das „Heavy Braid“ oder „Soft-Mono, kommt bei der Abriebfestigkeit gleich nach dem Kevlar!                                                          

Eine weitere Eigenschaft ermöglicht uns den Einsatz in starker Strömung bis hin im Vollstrom: die Steifheit des Hard-Mono-s (Extreme Mono)! Es gibt damit keine Überschläge des Vorfaches, gerade bei leichteren Ködern wichtig. Selbst bei immer wieder wechselnden Strömungsrichtungen, verursacht durch den Schub eines Schiffes, oder Angeln im Kehrwasser, gibt es kein „Huddel“ wie wir zu sagen pflegen. Und beim Soft- als auch Hard-Mono rutscht Kraut oder sonstiger „Dreck“ ab, wegen der glatten Oberfläche. Bei der Einstufung aller beim Welsangeln möglichen Vorfach-Varianten steht das Hard-Mono auf Platz 2, gleich nach dem nahezu unverwüstlichen Kevlar! 

Abriebfestes Vorfach: Da bleiben ja nimmer Viele übrig, erklärt sich von selbst nach den Beschreibungen der ersten beiden Typen, oder? Kevlar und Hard-/ - Extreme-Mono wären demnach meine Auserwählten, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, gefolgt vom „Heavy Braid“ und dem „Soft-Mono“.  Auch hier gilt der Leitspruch: Lieber eine Nummer stärker als zu schwach! Habt Ihr nur etwas Bedenken was den Gewässergrund anbelangt, dann wählt eins von Beiden aus! Damit seid Ihr definitiv auf der sicheren Seite! Aus „Geiz ist geil“ oder „Ach, das wird schon nicht schief gehen“ Beweggründen, oder aus Bequemlichkeit meint, dass das Ganze zu übertrieben, überbewertet wäre, der riskiert den Verlust des Fisches im Drill, egal wie klein oder groß der Waller auch sein mag! Was dann mit dem Fisch passieren wird, das ist leicht zu beantworten…! Da komme ich immer wieder auf die Aussagen einiger Angler zurück, die der Meinung waren und wahrscheinlich noch sind: „Ich will doch eh nur kleinere Welse fangen. Vielleicht bis 1m oder 1,20. Da müsste doch meine leichtere Ausrüstung dicke reichen. Da brauch ich doch nicht gleich eine neue und teure Angelausrüstung extra kaufen“. Ich konnte darauf mit geballter Faust in der Tasche und geschwollener Halsschlagader nur entgegnen, dass diese Spezialisten mit einem wasserfesten Stift auf die U-Pose doch schreiben sollten: Bitte nur Fische bis 120cm beißen! Aber das selbst wäre keine Garantie dafür, dass nur kleine Waller beißen würden, denn: die Fische können leider nicht lesen…!

 

Beim nächsten Mal besprechen wir noch eine Kombi-Variante für das Wallervorfach.

 

Und Kalle (www.extreme-ebrofishing.com)  zeigt Euch seinen Materialtest…

 

 

 

25.07.20

 

Bungee Rig ole`

 

Kalle lässt seine Gäste immer mal wieder das Original Waller Bungee Rig beim Wallerangeln einsetzen, unter anderem auch die ein oder andere Neuheit.

Und genau dann, wenn die Welse etwas zickiger sind, auch das gibt es am Ebro, dann schlägt die Stunde des Bungee-Rig.

So konnte auch Kalle´s Gast und Freund Erik in genau so einer schwierigeren Phase unter anderem diesen schönen Ebro-Bullen fangen!

Es war und ist ja auch der eigentliche Sinn des Bungee-Rigs:

Wenn die Fische im Fressrausch sind, eh alles weghauen, dann ist dieses Rig nicht unbedingt notwendig! Mein Großvater pflegte an solchen verrückten Angeltagen, an denen die Fische wie blöde gebissen hatten, zu sagen: da hätten wir auch Leberwurst an den Haken machen können, und hätten trotzdem genügend Fische fangen können...

Aber wenn die Fische heikler sind, genau dann sieht man die Stärke des Bungee-Rigs!

 

Kaum war dieser Text richtig fertig, da kommt schon die nächste Meldung von Kalle und Erik rein.

Und dieser Fisch ist echt ein Hammer! Ich will Euch nicht mit Maßen zutexten, Bilder sagen da mehr als Worte!

Und nein, Erik konnte den Fisch nicht in die Kamera vorhalten…😊, der Fisch ist war wirklich so gewaltig! 

Und wieder war das Bungee-Rig nicht unbedingt nur der Schlüssel zum Erfolg, aber eine wichtige Zutat oder ein wichtiges Detail!

Diesmal war es ein Endmuster der neuen Version! Nein. Ich verrate nicht welches.

Ja ja, ich spanne Euch wieder auf die Folter! Was da kommen wird und wie mein bisher bestes Produkt anbelangt, so sehen das nicht nur mein Team und ich, da müsst Ihr nun wirklich nimmer lang darauf warten, versprochen!

Sobald der Löwenanteil an Materialen für den Bau des Meisterstückes & Co bei mir eingetroffen ist, die ersten Stückzahlen gebaut sind, werden wir die Katze aus dem Sack lassen!

Aber, wie auch in vielen anderen oder fast allen Bereichen hat uns da die Pandemie ausgebremst.

Sonst, sonst wäre, müsste, sollte …, egal! Es kommt, wie es kommt! Und es kommt…bald!!!

 

In diesem Sinn: Attackeeee

 

 

22.07.20

 

Das Anleinen von Wallern

 

Ein heißes Thema, keine Frage!

Und ich werde mir sicherlich auch keine Freunde mit meiner klaren Meinung dazu machen, dessen bin ich mir bewusst. Aber es gibt eben auch Themen, die müssen einfach angesprochen werden.

Es wird von vielen Kollegen stillschweigend akzeptiert und/ oder auch praktiziert Wir selber hatten vor einigen Jahren ein Seil für das Cat Spirit Programm zusammen entwickelt. Das wurde vor allem in Frankreich sehr gut verkauft, und wurde von einigen Herstellen kopiert. Es war ein 10mm Seil mit zwischen geschalteten Gummizug (das Bungee xx-extreme sozusagen 😊), um Schläge oder Gegenzug des Wallers abzufedern (Shock Absorber), den Fisch nicht knallhart gegen einen festen Widerstand ziehen zu lassen. Und es hatte eine dicke Schlauch-Ummantelung für das Einschlaufen im Maulbereich, damit sich der Wels nicht noch den Maulbereich aufreißen oder anderweitig verletzen würde. Von daher, ich weiß worüber ich hier schreibe!

Ich bin absolut für das Anleinen eines Fisches, wenn dieser nach hartem Drill platt ist, ein Stabilisieren des Fisches nicht den gewünschten (davon-schwimm-) Erfolg bringt! Gerade bei hohen Wassertemperaturen und/ oder ein Drill in der sommerlichen Mittagshitze stressen den Fisch heftig. Man könnte lange mit ihm im Wasser stehen und ihn halten, bis der Fisch aus eigener Kraft loszieht. Nur selbst dann besteht die Gefahr, dass nach paar Metern der Wels wieder hochkommt, und zum Beispiel im Fluss wehrlos von der Strömung hin und her gewirbelt, gegen die Steine gedrückt wird. In fast allen Fällen bedeutet das den sicheren Tod! Um diesen Qualen entgegen zu wirken, sollte man den Fisch anleinen. Im Fluss gibt es kaum eine geeignete Stelle, außer im Schatten einer Buhne. Bevor man ihn aber dorthin bringt, muss der Fisch weitest gehen stabil, zumindest halbwegs bei Kräften sein. Also ab ins Wasser und halten, bis man die Muskelspannung am Fisch spürt. Dann begleiten wir den Fisch an der langen Leine in etwas tieferes Wasser, 80 cm und mehr. Da soll sich der Fisch ablegen und zur Ruhe und zu Kräften kommen! Die lange Leine wird sicher am Ufer fest gemacht. Bitte nicht alle 30 Minuten an der Leine ziehen und schauen, was der Waller macht!

Haben wir ein ruhigeres Nebengewässer direkt hinter uns, dann nichts wie hinein mit dem Wels. Alles, was Deckung, sauerstoffreiches Wasser mit wenigstens 1m Tiefe hat, ist besser als harte Strömung!

Beim Angeln im See ist es da natürlich meist einfach, einen geeigneten Platz zu finden. Unterwasserpflanzen, Seerosenfeld, und das Ganze noch leicht beschattet, ist gut! Aber auch hier sollte eine Mindesttiefe vorliegen, eher tiefer als im Fluss: stehende Gewässer sind meist wärmer als der Strom, also gern ab 120 cm Tiefe abwärts.

Auch wenn der Gesetzgebende eine andere Verwendung für die Waller vorsehen, einige Angler auch gern mal einen Wels essen würden, sind wir uns doch einig, dass der Anblick eines majestätisch davon gleitenden Welses so ab ungefähr 180 und länger nur klasse ist, oder? Und diejenigen unter Euch, die mal ein Wels Filet essen wollen: Fische bis 120cm Länge sind ok vom Fleisch. Selbst Fische aus dem Fluss setzen ab dieser Länge Fett an…, nicht gut schmeckend ☹.

Nun noch zum eher heikleren Thema: Anleinen des oder der Waller wegen des Fotografierens…! Man sieht immer mal wieder Bilder von Anglern, die mit 2 oder mehr Fischen auf der Plane liegend posen. Da muss ich auch ehrlich gestehen, dass wir den ein oder anderen Fisch, der mitten in der Nacht gefangen wurde, wegen des Fotografierens ganz früh morgens angeleint hatten, und hin und wieder auch haben. Wenn man gutes Bildmaterial von einem besonders schönen Waller haben möchte, es in der Dunkelheit nicht so hinbekommt, dann sollte das aber die Ausnahme sein! Warum man sich alleine mit mehreren Fischen auf einem Bild bei besseren Lichtverhältnissen machen muss, dass verstehe ich nicht! Warum? Was will man damit zeigen, ausdrücken, beweisen? Dass man ein richtig toller „Hecht“ ist (sein möchte)? Oder „schaut her, was ich für ein Hammer Waller Angler bin“? Man kann eine Ausnahme-Nacht auch der Reihenfolge nach seinen Fängen dokumentieren, oder? In der Einstellung – Eigenschaften bei der Bilddatei sieht man doch, wann der Fisch geknipst wurde. Vor allem sind solche Bilder Wasser auf die Mühlen mancher uns nicht so gut gesonnenen Organisationen. Muss man denen noch Kanonenfutter geben?  Eine weitere nicht akzeptable Vorgehensweise ist das Anleinen eines großen Fisches über mehrere Tage hinweg, um möglichst viele Bilder von dem einen Fisch zu machen. Aber nicht, weil man nicht genug Bilder von diesem schönen Fisch machen kann. Nein! Der Waller wird zu den unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten in den unterschiedlichsten Haltungen und Aktivitäten und mit den unterschiedlichsten Outfits und Stylings fotografiert. Und so wird aus dem einen tatsächlich gefangen Fisch wenigstens 2 oder 3 und mehr Fische, die man als Super-Angler in kurzer Zeit gefangen hat. Armes Deutschland, oder Europa!!! Eine Verarsche (sorry) der potentiellen Kunden, Käufer, Follower, Like-er, usw.! Zudem eine endlose Quälerei für den Fisch, der meist nach solchen Aktionen stirbt und anschließend versenkt wird! Leider wird über diese Unart nicht gesprochen, nur der oder die engsten Vertrauten wissen davon, und die sind zum Schweigen verdammt worden. Leider ist das nicht nur bei dem Waller der Fall, auch bei anderen, Publicity-fähigen Fischarten wurde und wird wahrscheinlich noch sowas praktiziert! Möchte auch nicht weiter dieses widerwärtige Thema beschreiben, sonst dreht sich mir der Magen um! Für so etwas ist das Anleinen definitiv nicht gedacht!!!

Wenn Ihr also in Zukunft einen Fisch anleinen müsst, oder vielleicht wollt, bitte wägt genau im Vorfeld ab, ob es wirklich notwendig ist. Und wenn, dann bitte mit aller Vorsicht und Rücksicht auf die Kreatur, was das wo, wie und womit anbelangt! 

 

Nachfolgend ein paar Bilder eines Seils Marke "Eigenbau", mitsamt der kleinen aber doch sehr wichtigen Details. Das "schwarze Teil" ist das Gummi.

 

 

 

18.07.20

 

Anlanden, Hilfsmittel und No-Gos, immer wieder ein Thema!

 

"Da kommt er zum ersten Male hoch! Ein schöner Waller, dürfte um die 190 haben. Jetzt bloß aufpassen, dass ich auf den feuchten und daher rutschigen Steinen am Vorfuß nicht weg- oder ausrutsche. Ok, da kommt langsam das Vorfach aus dem Wasser. Ne, ne, ne, der ist noch nicht müde. Achtung, gleich geht er nochmals ab! Die Bremse surrt, aber die Flucht ist nimmer so arg. Jetzt kriegt er noch nen Klaps aufs Köpfchen, und nochmals geht die Post ab. So, das muss es gewesen sein. Ans Vorfach greifen, und langsam ranholen. Handschuhe? Öh, nö, liegen schön ordentlich oben am Rutenständer. Egal, auf den ein oder anderen Kratzer an der Hand kommt es jetzt auch nimmer drauf an! Ok, hier ist er, und rein in die Schublade. Und, und, ääh, da fehlt doch noch was? Oh Schei…! Die Matte liegt natürlich auch noch oben. Und nu?"

So oder so ähnlich dürfte es jedem von uns schon ergangen sein: alles top vorbereitet für die hoffentlich Action—reiche Nachtstunden, und dann fehlen genau in diesem Moment diese kleinen, aber doch wichtigsten Hilfsmittel: Landematte und Handschuhe.

Ok, Handschuhe? Nicht unbedingt so sehr wichtig! Gibt ein paar Schrammen mehr auf unserer Hand, aber dem Fisch dürfte es reichlich egal sein, ob wir ihm mit Handschuh oder ohne ins Maul greifen.

Doch bei der Matte hört dann der Spaß auf! Gerade hier am Rhein mit seiner groben Steinschüttung entlang des Ufers ist Vorsicht geboten! Sand- oder Kies- oder Schotteruntergrund sind auch keine Wellness-Unterlage für die Fische!

Zieht man den Wels einmal über spitze, scharfe Steinkanten, dann hat sich die Frage des releasen-s erledigt. Kleine, oberflächige Schrammen würden dem Fisch wahrscheinlich weniger ausmachen. Nur mit gequetschtem Bauch, oder gar von den scharfen Steinkanten aufgeschlitzten Körper?

Allein schon aus Respekt vor der Kreatur sollte man dem Wels den Gang aus dem Wasser, wenn überhaupt notwendig, so schonend wie möglich gestalten.

Kommen wir mal zu den möglichen Hilfsmitteln: Eigentlich habe es uns da die Karpfenangler vorgemacht, mit ihren Abhakmatten. Nur solche Matten in XXL-Format gibt es nicht auf dem Markt. Würde auch schon aus Transportgründen eng werden. Aber man kann ja schon etwas Ähnliches einsetzen: dickere Matten gibt es von ein paar wenigen Herstellern. Als Beispiel sei hier CatSpirit und Taffi Tackle genannt. Vor gut 13 oder 14 Jahren hatte ich diese Abhakmatte mit Tragegriffen für die französische Marke CatSpirit entwickelt. Kaum im Handel zu bekommen, gab es auch schon die ersten Kopien. Wir hatten einige davon ausprobiert und als „durchgefallen“ nach dem ersten Versuch gleich wieder in die hinterste Ecke gestellt, sofern sie noch in Ordnung und nicht gerissen oder das Gestänge komplett verbogen war…dann ab in die Tonne!

Ihr habt es sicherlich schon bemerkt, ich vermeide das Wort „Plane“. Wenn es sich nicht gerade um eine LKW - Plane handeln sollte, ist alles andere weniger geeignet, um den Waller unbeschadet über die Steine zu ziehen oder zu legen.

Doch viele kaufen sich im Baumarkt die Bauplanen. Sind meist schön grün, aber sofern sie nicht doppelt oder dreifach gelegt sind, schützen sie den Fisch eher weniger vor Verletzungen. Um später nach geglückter Landung den hoffentlich unbeschadeten Waller dann zu fotografieren, mit ihm zusammen auf der feucht bis nass gehaltenen Planen zu posieren, dafür sind diese Planen absolut ok! Selbst von namhaften Herstellern gibt es solche einfachen Planen, noch schön verziert mit dem jeweiligen Logo. Wenn ich dann lese „…schützt gelandete Welse vor Steinen…“ klappt mir der Unterkiefer runter. Und zu allem noch kosten diese Planen richtig Kohle! Da fällt auch mir nix mehr dazu ein! Wie schnell lässt sich doch Geldverdienen mit billigstem Material!

Aber es wird noch skurriler (scheint mein Wort des Jahres zu werden 😊), denn ein paar dieser Planen sind mit einer Messskala verziert. Ok, wer es nur ungefähr wissen möchte, wie groß beziehungsweise lang sein Fisch ist, mit einer Toleranz von, Achtung, bis zu 10 cm eher plus als minus, dem wird das reichen! Man kann nur hoffen, dass die meisten Wallerangler diese Planen zum Abdecken der Gerätschaften beim Regenguss, oder als Sonnensegel nutzen. Dafür wären mir diese Planen aber zu teuer, denn im Baumarkt kriegt man ab 2 x 3m für 6 bis 12€, und diese Gewebeplanen haben auch noch Ösen…

Wenn Ihr schon ü 40 Euronen ausgeben wollt, dann legt noch nen Zwanziger drauf und holt Euch für um die 60€ die Original Landehilfe von Taffi Tackle. Vereinzelt findet Ihr die noch bei eBay. Besser und sorgfältiger könnt Ihr den Fisch bei der Landung nicht behandeln! Stabiles Material, stabile Rohre für den Transport, am Kopf- und Fuß- äh Schwanzende verschließbar mit Klett und Tragegriffe. Vielleicht findet Ihr ja noch (mein) das Original von CatSpirit? Wenn ja, nicht überlegen, zugreifen! Kevin, Stefan und Volker aus meinem Team haben diese seit über 10 Jahren immer noch im Einsatz! Noch Fragen?

Wenn es aber nix mehr in der Richtung geben sollte, dann habe ich aber noch ein kleines Ass im Ärmel, besser gesagt eine sehr gute Alternative parat: Macht Eure Freundin, Lebensgefährtin, oder Frau vielleicht Yoga? Schaut Euch doch mal diese Gymnastik- oder Fitnessmatte an. Nein, es muss ja nicht rosa, pink oder rot sein. Die gibt’s in allen denkbaren Farben, in brauchbaren Abmessungen bis 2m Länge und 1m Breite, und mit einer Materialdicke von 1 bis 2cm! Und kosten von 15bis 40€, je nach Abmessungen! Gut? Wird noch besser: kauft Klettband, freie Länge, so gesamt 4 bis 6m. Und Ihr braucht noch die Gewebeplane von eben. Mit dieser Gewebeplane „umwickeln“ wir nun die dickere Gymnastikmatte. Um diesen Umschlag zu sichern, brauchen wir das Klettband. Dieses machen wir ans Kopf- und „Fuß“/ Schwanzende. Und fertig ist eine super Landehilfe oder Abhakmatte Marke Eigenbau! Schonender könnt Ihr den Fisch nicht anlanden, wenn er schon aufs Trockene muss.

Das Ganze nützt Euch natürlich herzlich wenig, wenn genau diese wichtigen Utensilien im entscheidenden Moment nicht bei Euch sind, bzw. neben Euch liegen. Klar, wenn man zu zweit unterwegs ist, ist alles einfacher. Während der eine drillt, kann der Kollege einem die Sachen richten.

Noch besser wäre es, den Waller erst gar nicht aus dem Wasser zu nehmen, ihn direkt in seinem Element zu versorgen, abzuhaken, ihm solange zu helfen bis er wieder davonziehen kann. Verstehe es schon, wenn man gerne seinen Fang bebildert haben möchte! Man könnte die Bilder auch gleich nach dem Drill und der Versorgung des Fisches direkt im Wasser machen, oder? Und wenn der Fisch doch auf die „Matte“ liegen soll, dann bitte vorher diese gut nass machen, und den Fisch anschließend natürlich auch, bis Ihr den dann wieder in sein Element gleiten lasst!

 

Nachfolgend noch paar schon etwas ältere Bilder von einer richtig guten Landehilfe-Matte. 

 

 

 

15.07.20

 

„Hydra – Bekloppte“ Teil 2

 

Wie schon am Samstag geschrieben drillte Kalle am Ebro in der Strömung einen schönen Walli, einen Tag vor Kevin`s Aktion ...!

Die „Waffe“ war aus der gleichen Serie: eine Hydra Speed mit 40 Gr. Wurfgewicht und einer Länge von 210. Im Vergleich zu Kevins Nummer war der Wels kleiner, was aber wohl der leichteren und kürzeren Rute geschuldet war … 😊

Und Zielfisch waren bei Kalle nicht Hecht, sondern Barsch und Zander! Beide, nicht die Fische, sondern Kalle und Kevin sind sich einig, dass die Hydra zum Kunstköderangeln absolut top ist! Unschlagbares Preis – Leistungsverhältnis! Und bestückt mit einer kleinen Stationärrolle und guter dünner Schnur eine "Waffe" oder wie ich gerne sage, ein Zauberstöckchen! K & K haben übrigens die iBraid auf ihren Rollen. 

Aber nochmals, bevor irgendjemand auf den Gedanken kommen sollte, diese Rute gezielt zum Wels-Spinnfischen einzusetzen: die Hydra ist KEINE Waller Rute!!!

 

Ja ja, ist ja schon gut! 99% wird das schon klar sein! Aber beim restlichen Prozent…?

Ihr könnt Euch nicht wirklich vorstellen, auf was für Ideen manche Angler kommen, um auch mal so einen Fisch an die Angel zu kriegen!

Da wird dann solange das Filmchen oder die Bilder angeschaut und heran gezoomt, um auch das aller-kleinste Detail 1 : 1 zu kopieren, damit es endlich mal klappt…, kein Sch…!

 

Aber nun: Film aaaaab!

 

 

 

 

11.07.20

 

Wie am Mittwoch angekündigt, hier die Kevin-Meldung:

 

"Nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen ..."

 

Es klingt wie ein Horror-Angelmoment, und doch es hat auch was von einer wahren Sternstunde, wenn man das glückliche Ende betrachtet:

Aber der Reihe nach:

Aktuell ist das Angeln entlang des Rheins eine, na sagen wir mal eine nicht ganz einfache Nummer.

Viel Schatten, wenig Licht! Aber das ist bei der Sommerangelei nichts Neues. So lange wie ich mich zurückerinnern kann, war es schon immer eine sehr zähe Nummer: Man musste genau den einen kurzen Moment des Tages erwischen, meist gegen Abend bzw. Dämmerung.

Wenn, ja wenn noch ein weiterer Faktor hinzukommt, wie in diesem Fall der steigende Rheinpegel, dann, ja dann kann man Glück haben. Oder wie beim Kevin noch richtig viel Dusel, einen ordentlichen Sack voll Glück dazu haben.

Kevin schleppte, wie schon öfter in der letzten Zeit an einem Nebengewässer des Rheins. Die aktuell magische Zeit hatte begonnen, es war kurz vor 19.30 Uhr. Als erste Aktion kam ein schöner 70er Hecht zum kurzen Fototermin ans Boot.

Kurz darauf erfolgte der nächste (Hammer-) Biss. Seine Hydra Speed machte einen ordentlich netten Bogen. Ich schildere Euch jetzt nicht jede Phase des Drills, dafür dauerte das Ganze schon eine Weile und es würde hier wohl etwas den Rahmen sprengen! Also raus mit den Fakten:

Hydra Speed 270er mit 60 Gramm Wurfgewicht, auf der kleinen 2500er Rolle war oder ist noch eine 0,10 mm iBraid, 60 cm langes Stahlvorfach, 14 cm Rapala Shad Rap.

45 Minuten harter Drill, vom Boot aus, Waller 218 cm, beide Hände blutig von dem nicht so wirklich braven Walli. Mehrmals schnappte der Fisch nach Kevin´s Hand, wollte seine Hand nicht mehr loslassen. Warnhinweis: Bitte liebe Kinder, nicht nachmachen!!! Zumindest nicht ohne Handschuh (-e)!

Denke, wir sind uns da einig: so eine Aktion ist heftigst waffenscheinpflichtig …! Sowas ist kein Spiel, und irgendwann spätestens nach den ersten 30 Drill-Minuten auch wirklich kein Spaß mehr, für beide Beteiligten!

Im Moment scheint es die Zeit der „Hydra-Bekloppten K & K“ zu sein! 😊 (Anmerkung: meine 2 Teamer wissen schon wen und wie ich das meine!).            

 Am Tag davor bekam ich von unserem Team JK – Neuling Kalle ein Filmchen vom Ebro zugeschickt, in dem er mit seiner Hydra 210 cm, 40 Gr. Wurfgewicht einen schönen Ebro-Walli drillte.

Bin gespannt, was meine Hydra – Freaks als Nächstes anstellen…! Bei Kevin wartet man in den Sommermonaten eigentlich schon auf so eine „special action“, denkt man an die richtig kapitale Hechtdame aus dem letzten Jahr! Der Sommer wird ja noch etwas länger dauern, also genug Zeit für Kevin, noch was Verrücktes zu bringen?!

Und ja klar, man hätte das Ganze (noch) etwas aufreisserischer darstellen können, wie es sicherlich ein paar Mitbewerber machen würden: „Nur mit unserer XY Rute fangt Ihr die großen Fische…“ oder so ähnlich. Aber das ist wirklich nicht unsere Art, und auch sicherlich nicht die von Sportex! Hier heißt es dann eher: „Unsere Ruten halten auch mal den Drill eines großen Fisches stand!“

Und auch da sind wir uns sicher einig, dass eine Rute mit 40 oder auch 60 Gr. Wurfgewicht nicht zur Kategorie Waller-Ruten gehört, oder?

 

 

 

08.07.20

 

Mein „ON – OFF Verhältnis zu Print-Medien, Online-Magazinen, Post-s für Andere

 

Ich werde in letzter Zeit immer mal wieder gefragt oder angeschrieben, warum es keine Artikel in Angel-Magazinen, egal ob gedruckt oder online, oder auch neuerdings keine Beiträge in Sozialen Netzwerken meiner Kooperationspartner von mir gibt.

War schon erstaunt, dass gerade in den letzten ca. 3 bis 4 Wochen diese Frage recht häufig kam, Danke! Vielen Dank! Im Umkehrschluss heißt das ja, dass Ihr mein Geschreibe gern gelesen habt. Freut mich ehrlich sehr! Solch Feedback ist mir viel lieber als „clicks“ oder „likes“. Zumal ich selber keinen Account in irgendeinem sozialen Netzwerk habe bzw. betreibe. Eben nur meine eigene Webseite, mehr nicht.

Ich definiere mich generell nicht über die Anzahl „virtueller Freunde“. Ist mir sowas von fremd!

Entweder man hat ein paar ganz wenige richtige Freunde, oder Bekannte. Punkt!

Sorry, zurück zum Thema, zu Eurer Anfrage:

Für einen Artikel, keinen Kurztext, brauche ich mittlerweile bis zu 6 Monate, einschließlich der Auswahl von den entsprechenden Bildern. Ist leider meinem Gesundheitszustand geschuldet, der sich konstant verschlechtert. Bis vor 4 oder 5 Jahren brauchte ich gerade mal 3 bis 5 Tage!

Das Niveau meiner Schreiberei sollte recht hoch, oder wenigstens „gut“ sein, das ist mein eigener Anspruch. Wenn nun Artikel angefragt werden, dann gehe ich davon aus, dass dieser oder diese zeitnah erscheinen, veröffentlicht werden! Das war leider zuletzt nimmer der Fall, trotz genauer Absprachen und Vereinbarungen! Da ist mir der ganze Aufwand zu schade! Meine Kraft und Arbeit zu viel Wert, dass meine Sachen in der Ablage „Verschiedenes“ oder „vielleicht irgendwann mal“ verschwinden.

Zudem scheinen einige „Kollegen“ ihre Schreiberei zur Unterstützung ihrer Profil-Neurose zu brauchen. Ich möchte auch nicht mit diesen Herrschaften über einen Kamm gezogen werden!

Nein, ich bin nicht eingebildet! Nur beobachte ich die Szene schon paar Jährchen, da kriegt man Vieles mit!

Da schaue ich doch lieber, dass meine Webseite regelmäßig bedient wird, ich immer wieder etwas „Gutes“ reinstellen kann, mein Niveau da drin beibehalten werden kann! Und Ihr belohnt ja meine Arbeit auch, sichtbar für mich durch die täglichen Besuche auf meiner Seite. DAS freut mich sehr, riesig!

Obwohl diese Statistiken nicht viel aussagen, da bei meinem Betreiber der Webseite die Cookie-Zeile ganz oben sich befindet. Somit wird niemand genötigt, da sein „ok“ zu geben, damit er gezählt wird, man kann es ja auch ablehnen.

Und natürlich freut mich Euer Feedback sehr, egal ob positive oder auch mal negative Reaktionen!

Denke, dass Ihr nun nachvollziehen könnt, warum es so ist wie es ist! Danke für Euer Verständnis!

 

Ach so, fast vergessen: ich investiere meine wenige gute Stunden auch in andere Projekte, das ist für mich schon fast eine Therapiemaßnahme, lenkt mich auch von den Schmerzen ab!

Wie (zugegeben schon mehrmals) versprochen, werde ich bald über diese Projekte mehr schreiben!

 

Nach diesem zugegeben etwas trockenen Beitrag wird der Nächste umso fischiger, soviel kann ich Euch schon versprechen: Kevin´s (schon fast traditionelle) Sommer-action …!

 

ATTACKEEEEEEE 😊 

 

 

04.07.20

 

Um es gleich von Anfang an klar zu stellen:

Nein! Auch wenn aus Spanien mehr Fänge, Fische nun kommen dürften, werde ich weiterhin versuchen, ausreichend Heimat-Fänge, oder auch Tipps, Anregungen speziell für Heimat-Wallis, hier zu beschreiben, zu präsentieren! Wobei der ein oder andere Tipp sicherlich "sowohl als auch" zu verwenden sein könnte...

 

 

Damals und heute …

 

…scheinen die gleichen Ködertypen auf Zander zu funktionieren wie bereits vor über 15 Jahren!

 

Es ist schon irgendwie erstaunlich, vor allem wenn man bedenkt, dass es immer wieder sogenannte „Köderpausen“ an einem Gewässer gibt. Das was vor paar Jahren eine „Fanggarantie“ auf die Räuber war, das geht irgendwann, nach Dauer-Beschuss von Barsch, Hecht & Co nimmer. Die Räuber scheinen den Köder in und auswendig zu kennen. Fehlt nur noch, dass uns die Fische im Moment der Landung den Hersteller, Katalogseite, UVP des Köders daher beten…!

Am Ebro ist das aber wohl eher weniger der Fall, wenn man die Fänge der letzten Tage von Kalle und seinem Gast Patrick anschaut.

Immer noch ein Dauerläufer ist der legendäre Kauli!

Oft kopiert, von jedem Anbieter mit irgendeinem unverwechselbaren und einem „nur dies hier bringt Euch den Fisch“ – Detail versehen, fängt und fängt und fängt… Fast schon wie der über Jahre hinweg abgedroschene Werbe-Slogan des VW Käfer, der auch läuft und läuft und… richtig: läuft!

Es hat sich ebenso an einer gewissen Farb- oder "Dekor" - Vorliebe der Zander und nun auch der Ebro-Barsche recht wenig geändert.

Falls Ihr mal Bock auf nicht nur Waller haben solltet, dann besucht doch mal unseren Kalle am Ebro.

Touren, Guidings auf Barsch und Zander hat er ebenso in seinem Programm.

 

In diesem Sinne: Attackeeeeee 😊

 

Unten: Zander´s Leibgericht vor vielen vielen Jahren ...

... und aktuell (gestern um genau zu sein) fangen die Kauli-s immer noch die Zander-s und auch schöne Barsche!

01.07.20

 

Newsticker….....Breaking News….....no fake news….....

 

Bodenständig, zuverlässig, offen und ehrlich, dass sind Adjektive, die mir wichtiger sind als Alles andere, irgendwelche Pseudos!

Es gibt sie aber noch, wenn auch nur ganz Wenige, diese Vollblutangler mit Herz und Verstand!

Daher freue Ich mich sehr, „wie ein Schnitzel“, dass mein alter Kumpel, guter Freund, Angelspezi Kalle

Karlheinz Decker www.extreme-ebrofishing.com ) ab sofort mich/ uns unterstützen wird!

 

Kalle ist vielen von Euch vom Ebro her bekannt. Seine Vollmond-Touren haben längst Kult Status erlangt, sind lange im Voraus ausgebucht! 

Aber nicht nur Waller zucken beim Namen „Kalle“ zusammen, auch Karpfen, Zander und Barsche am Ebro-Stausee gehören zu seinem Repertoire! Viele Jahre, 10 um genauer zu sein, war Kalle im Team von Taffi. Mehr muss man eigentlich nicht dazu sagen! Die Wörter „Loyalität“ und/ oder „lange Zugehörigkeit“ können viele nicht einmal mehr buchstabieren…! Kalle wäre wohl immer noch im Taffi Team dabei, nur seit Übernahme dieser Marke von einem Großhändler war ihm seine Zukunft zu unsicher!

Um es klar und deutlich zu sagen: Nein, ich habe ihn nicht abgeworben!

Man könnte es eher mit etwas Pathos sagen: „Es kommt zusammen, was zusammen gehört…“!

 

Natürlich wird Kalle`s alt bewährte Ebro - Tackle jetzt deswegen nicht in die Tonne kloppen!

Nach und nach werden Sportex-Ruten und Climax-Schnüre in Kalle´s Ausrüstung mit reingenommen, sowohl für die Waller- als auch Zander-Angelei. Und natürlich die Original Bungee Rigs .... 😊

 

 

Also Kalle, mein alter „Bumbeltunker“, meine Männers und ich sagen:

Herzlich Willkommen im Team JK!

 

 

27.06.20

 

Der Zander am Oberrhein,

stromab der Staustufe Iffezheim, hat sich in den letzten paar Jahren eher zum Fisch der Spezialisten entwickelt. Oder um den Meerforellen-Spruch anzuwenden, der Zander ist zum Fisch der 1000 Würfe geworden!? Derart rar hat sich der Stachelritter in dem zugegeben für ihn nicht gerade optimal gewordenen, sehr klaren Fluss gemacht!

Umso verwunderlicher ist es dann aber, dass sich immer wieder mal ein Zander, meist auch in stolzer Größe, an den eher groben Montagen und größeren Ködern vergreift. Und da heißt es doch, man braucht Fluorocarbon als Vorfach… 😊

Ebenso "selten", eigentlich im Rhein die absolute Ausnahme, und etwas skurril zugleich ist diese Sichtung einer Karpfenspezie am freien Strom, den Kevin kürzlich fotografieren konnte!

Überraschungen beim Angeln gibt’s doch immer mal wieder…!

Aber ist das gerade nicht das berühmte Salz in der Suppe?

 

 

26.06.20

 

Hier schon mal ne kleine Meldung vorab...

 

Vegane Maccaroni?

Nein, nein, ich bin nicht zum Veganer geworden!

Was hier unten so skurril aussehen mag, dass sind in Wirklichkeit round about 2100 Stück Tubes, (fast) auf den Millimeter genau und schön exakt gerade geschnitten!

Alle diejenigen unter Euch, die mein Schaffen und Tun in den letzten Wochen, Monaten, Jahre verfolgt haben, werden wahrscheinlich wissen, was es damit auf sich hat: das neue Projekt und die Produktion meines „Meisterstückes“ hat begonnen!

Attackeeeee! 😊

Dämnäxt mäährrr!

 

 

24.06.20

 

Bevor ich Euch den eigentlichen Bericht reinstelle, noch etwas hier zur Rubrik "Aktuelles":

Anscheinend habe ich dieses Jahr schon so viel geschrieben, dass mein freier Platz in dieser Rubrik am Limit steht. Daher ist Vieles aus diesem Jahr in der neuen Rubrik "Archiv Aktuelles (01.2020 - ...) rüber gezogen worden!

Also nix ist verloren gegangen! 

 

 Nun zum

Nachtrag, Fangmeldungen

 

Ich bin Euch noch die Fangmeldungen, besser gesagt eine kleine Auswahl von Heimat - Fängen gleich zu Beginn des Jahres und aus diesem Frühjahr „schuldig“.

Denke, Ihr habt und hattet dafür Verständnis, dass ich erst jetzt damit rausrücke.

Zum einen aus Solidarität zu den Anglern, die zu Beginn, im Laufe der Pandemie nicht ans Wasser konnten. Und weil eh viel zu viel am Wasser los war, ich zumindest nicht noch mehr Leute „motivieren“ wollte, hier die Strecke regelrecht zu belagern! Über das „warum“ habe ich mich schon mehr als genug geäußert und geärgert.

Zurück zu den Fängen:

Es waren schöne Fische! Auch waren kapitale Burschen dabei, aber ebenso die „Otto-Normal“-Größe, die wir nicht verschweigen wollen! So ehrlich sollte man schon sein und nicht den Eindruck erwecken, dass nur Große, rein nur kapitale Waller gefangen wurden und werden. Man fängt halt auch nicht bei jedem Ansitz! Für diese Busch-Trommelei sind andere verantwortlich. Wer es glauben will …

Kevin und sein Angelkumpel Benni hatten vorm ersten richtigen Biss über 48 Stunden „Leerlauf“, null Aktion! Erst am dritten Morgen rummste es zweimal kurz hintereinander. Danach war wieder Ruhe, null, nada, nix. Es dauerte über 24 Stunden, bis es wieder hieß „action!“. Hätten die 2 nach den ersten beiden Nächten aufgehört, weil Familie und/ oder Arbeit gerufen hätten, wäre es eine Null-Runde geworden, zero Bisse und zero Fisch!. Wenn die 2 dagegen an den Tagen 3 und 4 „nur“ draußen gewesen wären, dann, ja dann: alles super!!!

Aber, so ist Angeln, auch das Angeln, Ansitzangeln auf Waller! Es ist (zum Glück!) kein Wunschkonzert! Zumal das Thermometer immer wieder in der Nacht oder früh morgens in den empfindlich-kalten unangenehmen Minusgrad-Bereich gefallen war! Deswegen mag der ein oder andere nicht so amused beim „nach einer richtig kühlen bis kalten Nacht im kalten Wasser stehen und dann noch ein Loch in der Wathose haben...“ anzusehen sein! Zudem hatten die Frisöre ausgerechnet an diesen Tagen frei …! 😊

Ursel und Stefan hatten auch im deren zur Verfügung stehenden sehr kleinen Zeitfenster Erfolg gehabt.

Ja, Glück gehört immer mit dazu! Aber auch richtig viel, langjährige Erfahrung!

Ich kann mich an fast jedem dieser hier ausgewählten Fische nochmals erfreuen. Bin bei jedem einzelnen Fisch sofort, ja fast schon in Echtzeit, informiert worden, live und in Farbe!

Also viel Spaß beim Anschauen!

 

 

20.06.20

 

Die größten Irrtümer oder „fake news“ über den Waller und/oder das Welsangeln

 

1. „Wallerfressen immer und alles!

“Totaler Blödsinn! Wenn dem so wäre, dann könnten wir doch immer und regelmäßig einen oder mehrere fangen?! Und wählerisch sind die Kameraden ja auch, was ihre Nahrung anbelangt. Mal Wurm, dann lieber Grundeln oder Krebse, und gerne andere Fische. Zudem ist der Wels ein Stoffwechsel-Fisch, je kälter das Wasser, umso länger muss erverdauen, kommt einige Tage ohne Nachschub aus.

 

2. „Welse fressen ganze Gewässer leer“

Typische Aussage für, sorry!, ältere Vereins- oder Vorstandsmitglieder, die an ihrem Gewässer nix mehr fangen und deswegen die Waller als Übeltäter sehen, wenn überhaupt welche im Gewässer drin sind! Kann da nur auf 1. Verweisen.Man sollte manchen dieser Kollegen mal vielleicht nen Tipp geben, dass sie eventuell ihre Art zu angeln überdenken, und vielleicht doch anpassen sollten. Es muss ja nicht gleich die neueste, ausgefallenste und wahrscheinlich aus Amerika oder Japan stammende Trend-Angel-Finesse-Art sein. Klar lebt ein Waller in einem kleinen Forellensee wie die bekannte Made im Speck! Dennoch ist ein restloses Leerfressen eher unwahrscheinlich!

 

3. „Waller sind Augen-Räuber, können gut sehen“

Falsch! Er nimmt seine Beute über das Gehör, Geruch und Seitenlinien auf. Von daher ist es auch egal, ob man einen gelben, grünen, weißen und sonstigen farbfrohen Kunstköder nimmt. Auch das Einsetzen von farbigen U-Posen macht keinen Sinn!

 

4. „Waller haben keine natürlichen Feinde, außer uns“

Stimmt nur bedingt! Ab einer Länge von ca. 1m mag das zutreffen. Kleine Welse werden auch von anderen Räubern und Wasservögeln attackiert und auch gefressen. Einzig der kleine Verwandte, der Zwergwels, wird wegen seiner Stacheln verschmäht. In Gewässern mit einem sehr großen Wels-Bestand werden auch mal kleinere Welse von ihren Artgenossen gefressen.

 

5. „Waller fängt man nur in den warmen und heißen Monaten“

Oft genug schon darüber geschrieben: den Waller kann man das ganze Jahr über fangen, selbst im tiefsten Winter! Dazu braucht es auch keinen Warmwasser-Einleiter! Vielleicht liegt dieser Irrtum auch daran, dass im Sommer deutlich mehr Angler es auf Wels abgesehen haben, und man hin und wieder auch mehr Waller beim Rauben sehen kann?

 

6. „Man kann auf Ansage ein oder mehrere kapitale Waller fangen oder durch die Auswahl der Ködergröße die Wunsch-Größe des Fanges beeinflussen“

Absoluter Blödsinn (oder gibt’s da noch eine Wort-Steigerung für „Blödsinn“?). Irgendjemand hat mal irgendwo den Anglern dies erzählt… (naja, weiß auch wer das ursprünglich in die Welt gesetzt hatte…, egal)! Erstmal zu dieser „Ansage“, oder Vorhersage: das wäre so, als ob der Heilige Kral gefunden worden wäre! Von daher, schnell, ganz schnell abhaken oder vergessen. Oder lebt Nostradamus noch? Auch stimmt das mit der Ködergröße-Auswahl ebenso wenig. Das werden die meisten von Euch schon sicherlich selbst erfahren haben, oder? Auf 3 Tauwürmer biss der 220er Waller (hatte Kevin aktuell dies Frühjahr), und die 35er Forelle nahm ein Wels mit knapp ü 1m usw. Also auch dieser Wunschgedanke ganz schnell ab in die Tonne!

 

7. „Klopfen geht immer!“

Wenn´s denn mal immer nur so einfach wäre… Es gibt dafür mehr als genug Gegen-Beispiele, sehr viele Gewässer, die regelrecht kaputt „geklopft“ wurden. Prominentes Beispiel ist dafür der Ebro-Stausee bei Riba Roja. Hier ging viele Jahre null beim Klopfen! Viele Jahre davor wurde der Stausee regelrecht mit den Wallerhölzern durchgerührt, bis die Waller kaum und letztendlich überhaupt nimmer auf den „Sound“ reagierten, egal was und welche Hölzer genommen wurden! Ich kenne selbst einige Seen, Häfen und auch Abschnitte am Rhein, an denen man es wohl erst in paar Jahren wieder mal probieren kann. Problem ist eben nun mal bei dieser Angelei, dass es jeder im Umkreis von Kilometern hören kann, und damit regelrecht aufmerksam gemacht wird. Mal ganz abgesehen von irgendwelchen Fangmeldungen in den einschlägigen Foren und/ oder sozialen Netzwerken. Damit auch diese Aussage hinzu in die Tonne!

 

8. „Mit Tauwurm fangt man nur kleine Waller“

Auch schon unter 6. Kurz angesprochen, Tauwurm oder Tauwurmbündel sind immer noch der/ die Wallerköder Nummer Weil erstens relativ leicht zu beschaffen, und weil zweitens sie egal zu welcher Jahreszeit einfach Fisch bringen! Und es müssen nicht immer 15 oder 20 Würmer auf dem oder den Haken sein, manchmal ist weniger einfach auch (oft) mehr! Soll heißen, dass ein ganz leichtes Rig mit 3 bis 6 Würmern schon ausreichen. Und viele, auch richtig gute, große Waller haben nicht nur wir mit den Krabblern fangen können! Fragt mal bei irgendeiner sich Euch bietenden Gelegenheit bei Kevin nach, er hat da eine ganz eindeutige Meinung pro Tauwurm! Er hat die meisten seiner kapitalen ü 2 Meter Welse mit Tauwurm fangen können. Klar steigt auch dabei mal ein Kleiner ein, aber das gibt’s doch auch bei anderen Waller-Ködern, oder? Meine jetzt aber damit nicht Köfis über 5 kg Gewicht. Wobei ich das auch live und in Farbe miterlebt hatte, wie am Ebro ein 1,20er Wels einen 6 kg Karpfen nahm!

 

9. „Man braucht kein teures oder high-end Tackle für das Welsangeln“

Ja, oder Jein! Möchte Euch das am Beispiel meines Teams beschreiben: Die Mehrheit meiner Männers fischen bevorzugt die neue Catfire Ruten! Stefan hatte bis eben er diese neuen Ruten bekam, viele Jahre die ganz alte Turbo Cat Rute gefischt, bis er sich zwei Ringe und ein Handteil teilweise geschrottet hatte. Volker fischte lieber die Team Waller Z mit 270 vom Boot aus beim Ansitzangeln. Bis er dieses Frühjahr für sich nun auch die Catfire Boje in 270 entdeckt und zum neuen Liebling erklärt hat! Kevin und Mike nutzen von Anfang an die Turbo Cat, bzw aktuell die Catfire. Ist ja auch ein ordentlicher Preisunterschied von der TW zu den TCs oder Catfire-s! Mein Spruch lautet zudem Thema immer: die Waller interessieren sich nicht für den Preis des Tackles, wenn sie den ausgelegten Köder nehmen wollen! Und wenn etwas günstigeres Tackle bzw. Ruten einen guten Job machen, nicht schon beim 180er Fisch in der Strömung die Rute an ihr Limit kommt, null Reserve hintenraus hat, dann ist das absolut ok, tauglich! Bei den Rollen sind zumindest wir im Team uns einig: wenn, dann aber bitte schon richtiges Material! Da muss es kein Carbon aus Gewichtsgründen irgendwo an oder bei der Rolle sein! Lieber Heavy Metal! Und da wir alle Multirollen-Fans, zumindest beim Ansitzangeln sind, hat sich die Fragestellung nach einer billigen, günstigen Rolle eigentlich schon erledigt! Eine Multi unter 100€ wird schwierig zu finden sein, oder? Denke, dass man eher mal die Ruten wechselt oder austauscht, aber die Rollen? Nö! Die sollten schon paar viele Jahre halten, wenigstens 7 bis 10 Jahre?!

 

Das waren mal einige Irrtümer oder „wrong facts“. Habe lange noch überlegen müssen, ob ich nicht noch einen 10. Punkt zusammenkriege, aber nun sind´s eben doch „nur“ 9 geworden! Falls Ihr noch einen Irrläufer haben solltet, immer her damit. Vielleicht kann man ja die Liste auf dem Laufenden halten?!