Aktuelles


26.09.20

 

Ich kann Euch ja verstehen, Ihr seid mehr als nur „neugierig“ auf das Meisterstück!

Es hat sich auch für mich, für uns alle in den letzten Wochen gezogen wie Kaugummi...

Aber, in ein paar Tagen ist es endlich soweit und ich/ wir können dann mal paar Sätze dazu schreiben!

Wir sind wirklich in der absolut letzten und heißen Endphase!

Soviel schon mal vorab, es wird nicht nur das „Meisterstück“ sein…

 

Also, bis die Tage, in Sachen Meisterstück & Co.! 

 

PS.: Nur mal so am Rande, so nebenbei bemerkt: Ihr habt es schon 2 x hier im Laufe der letzten Wochen, Monate sehen können 😊!

 

26.09.20

 

So möchte man doch gerne immer wieder seinen Tag auf`s Neue beginnen, oder?

Und ja klar, bei diesem besch… Wetter heute früh sehnt man sich nach solch warmen Sonnenaufgänge, oder?

PS.: die Bilder von Kalle sind noch keine 10 Tage her...!

 

 

 

24.09.20

 

 

So als "kleines Häppchen" zwischendurch ein paar schöne Drillsequenzen von der Catfire Boje 275. Unser Stefan in action!

 

23.09.20

 

Die Sportex Neuheiten-Kataloge 2021 sind da!

 

Die nächsten Tage werden die zwei Hefte/ Kataloge mit allen Neuheiten für die kommende Saison bei Euren Händlern des Vertrauens ausliegen!

 

Unser Produktmanager und seine Kollegen haben sich bei der Entwicklung der Ruten-Neuheiten wieder einmal selbst übertroffen!

Da kommen echt Hammer "Waffen" ...!!!

 

Somit schwebt der Köder mehr als dass er stur mit der größeren U-Pose in der Strömung stehen würde. Es kommt mehr Bewegung in die Montage rein, somit könnte das Wurmbündel oder der tote Köfi attraktiver wirken und zum Anbiß verleiten.

Man könnte aber auch ins Gegenteil übergehen, nämlich versuchen, durch Tuning der Montage die Waller aggressiv zu machen. Manche schwören seit einiger Zeit auf die Propeller-U-Posen. Klar, es hat eine Zeitlang funktioniert, oder auch funktioniert stellenweise noch. Meiner Meinung nach sind diese speziellen U-Posen zu oft eingesetzt worden, es ist ein Gewöhnungseffekt eingetreten. Statt-dessen kann man es mal nur mit einem losen, an kleinen Wirbeln und Sprengringen hängenden Spinnerblatt versuchen, das unregelmäßig in der Strömung „flattert“, daher hatte dies Teil auch den Namen Flattermann von mir bekommen. Oder, eine extremere Reizsteigerung, man zieht ein Buzzer-Blatt auf das Vorfach, kurz vor der U-Pose. Dieses Blatt macht einen Höllen Lärm! Der Kollege Weirich hat solche Rigs im Programm. Wir haben diese Buzzer auch schon vor einigen Jahren eingesetzt, und immer mal wieder unsere Waller damit gefangen. Und diese Attacken waren allesamt extrem hart! Es gibt also einige Möglichkeiten die Montagen so zu verändern, dass man immer noch seinen Fisch bekommen kann!  

Und, als letztes Beispiel dafür, dass Beharrlichkeit, Wissen über das Fressverhalten der Welse und kleine Helfer letztendlich belohnt werden. Wir alle können uns ja noch gut an den extrem heißen Juli letzten Jahres erinnern! Viele Flüsse hatten Niedrigst-Wasser, die Schiffahrt musste zum Teil eingestellt werden, so auch an dem von meinem Sportex-Teamkollegen Christopher beangelten Elbeabschnitt.

Seine einzigste Chance in dieser Phase an die Waller zu kommen, war das Ablegen der Köder im noch sauerstoffreichsten Teil des Flusses, also mittendrin in der Fahrrinne. Er wusste, irgendwann mussten die Welse fressen, obwohl diese bei den hohen Wassertemperaturen eher „mundfaul“ waren und den noch vorhandenen Sauerstoff für deren Stoffwechsel dringend brauchten. Um die Montagen im Vollstrom halten zu können, musste die Schnur so weit wie irgendwie machbar dem Strömungsdruck entzogen werden. Das beste Hilfsmittel hierfür sind Umlenkhilfen, sei es gekaufte oder selbst gemachte Stangen. Und der Lohn für alles Mühen, die lange Vorbereitungszeit bis alle Montagen sauber lagen und die Beharrlichkeit waren letztendlich ein paar schöne Elb-Waller!    

Es ist sehr einfach, eine Fangflaute mit dem miesen Wetter oder sonst etwas zu begründen.

Oft aber sind es die berühmten kleinen Drehungen an der Stellschraube, die darüber entscheiden, doch noch unseren Fisch oder Fische fangen zu können. Nur weil es davor zehn Mal funktioniert hat, muss es die nächsten zehn bis zwanzig Nächte genauso klappen?

Es wäre auch zu einfach, wenn die Waller über Wochen oder Monate sich gleich verhalten würden. Genau das ist aber doch das gewisse Salz in der Suppe, dass nicht alles nach Schema F abläuft, oder?

 

Das Allerwichtigste ist und bleibt jedoch die Flexibilität! Die Waller möchten nicht immer das Gleiche fressen; sie haben zwar ihre gewissen Vorlieben, jedoch Abwechslung im Speiseplan lieben sie genauso wie unsereins. Oder wolltet Ihr immer nur Schnitzel mit Pommes essen? Und wir lassen uns ab und an nicht auch von etwas Leckerem verführen, obwohl wir eigentlich schon satt sind?

 

Mindestens ebenso wichtig ist die genaue Kenntnis über den zu beangelnden Bereich! Kleinste Veränderungen am Gewässerboden und/ oder Bodenstruktur können den Erfolg steigern, wie auch das Beobachten des Wasserstandes!

 

 

Dennoch, Schneidertage beziehungsweise Nächte ohne irgendeine Aktion gehören einfach dazu. Entscheidend ist es nur, wie man damit umgeht, welche Lehren man daraus zieht und was man letztendlich daraus macht! 

So, hoffe Euch hat der (eigentlich als Magazin -) Artikel gefallen! Und vielleicht gab es ja einen kleinen Denk-Anstoß bei dem oder den nächsten Touren!

 

Ab nächster Woche wird es dann so langsam spannend!

Meine/ Unsere "Ziellinie" rückt näher. Um genauer zu sein: der Veröffentlichungs-Termin naht!

Auch von Sportex gibts dannvorher schon...

 

Mehr dämnäxt!

16.09.20

Und weiter gehts...:

 

Wenn Plan A und Plan B nicht klappen… Teil 2

 

Ein weiteres Beispiel dafür, dass man auch nur durch Verlagerung der Ruten in oder in diesem Fall auf einen anderen Bereich, seine Erfolgschancen deutlich erhöhen kann, ohne dabei den kompletten Angelplatz wechseln zu müssen: Anfang November 2017, es war die Woche mit dem zusätzlichen Feiertag. Einer meiner Team-Mitglieder befischte den hinteren Mündungsbereich eines Altarms am Rhein. Tagsüber versuchte er sein Glück Vertikal vom Boot aus über tiefem Wasser, sah auch den ein oder anderen steigenden Wels und Wolken von Futterfischen. Tagsüber, bei klarem Himmel und strahlenden Sonnenschein, gingen die Temperaturen hoch bis auf 13 bis 15 Grad. Nachts wurde es aber schon empfindlich kühl, runter bis auf 4 Grad. Mein Kollege befischte nachts dann ebenfalls die tieferen Bereiche. Nach fast 48 Stunden ohne Erfolg, lediglich in der ersten Nacht in der Dämmerungsphase hatte er einen zaghaften Biss, fuhr er im Dunkeln gegen 20 Uhr über die Stellen, an denen seine Montagen/ Köder lagen. Auf dem Bildscharm war nichts zu sehen, keine Futterfischschwärme wie tagsüber, nichts! Er machte daraufhin einen Abstecher über flacheres Gebiet. Und siehe, da waren zumindest einzelne Futterfische und kleine Fischschwärme auf dem Display zu erkennen. Unser sogenanntes Esszimmer hatte sich also in den Abendstunden in die tagsüber erwärmten, flacheren Bereiche verlagert! Umgehend wurden die Ruten eingeholt und eben in diese Flachwasserzone gelegt. So konnte in der dritten Nacht doch noch ein hart erkämpfter Waller gefangen werden!

Es muss aber nicht unbedingt an der Stelle, dem ausgewählten Platz liegen. Beispiel Hochsommer: wir befischen dann bevorzugt die buhnenfreien, sauerstoffreichen Bereiche direkt am Ende der Steinpackung. Waren die Wochen zuvor Tauwurmbündel oder Portionsforellen am System die Köder Nummer 1 und 2, so wurden sie von heute auf morgen plötzlich verschmäht. Bei einer Tour hatten wir 6 Ruten eben mit den bisher fängigen Ködern optimal am Rande der Steinpackung abgelegt. Aber es passierte in der ersten Nacht nichts. Zwei Zupfer konnten wir verzeichnen, sonst nix. Alle anderen Faktoren passten aber, stabiler Luftdruck, und es war unmittelbar vor Vollmond! Um in der zweiten Nacht nicht alle Forellen zu verheizen, wurden an zwei Ruten eine Kombination aus Tauwürmern und Grundeln angeboten, der obere Haken mit 5 bis 8 Tauwürmern, der Untere mit 2 Grundeln bestückt. Genau auf diesen Cocktail hatten die Waller Bock! Forellen, Tauwürmer pur, Tauwürmer mit flatternden Calamari-Streifen wurden verschmäht, anscheinend nicht einmal mit dem Ar..h angeschaut. Hatten wir aber den Grundel-Tauwurm-Mix an einer der Ruten, so bissen die Waller, als ob es für ihn nichts anderes auf dem Speiseplan stehen würde. Der Köder-Spuk endete übrigens genauso abrupt wie er 6 Wochen zuvor begonnen hatte! Nach dieser speziellen Phase wollten die Waller wieder die Portionsforellen, und ab und an ein gewaltiges Bündel an wedelnden Tauwürmern.

 

Zu den Ködern noch eine Episode: Nach der Laichzeit wurde oft mit ordentlichen Happen, sprich Ködern gefischt. Doch sehr häufig blieben die Bisse aus. Ein Kollege versuchte es in dieser Phase mit gerade mal 5 bis maximal 7 Tauwürmern, angeködert an zwei kleineren Haken. Der untere Haken bekam lediglich einen Wurm, sollte also eher als Greifer fungieren. Und es klappte! Bezeichnend war da eine Phase von gut vier Wochen, in der die meisten Wallerangler blankten. Nur die zuvor beschriebene Magerkost brachte konstant Fisch. Und nicht nur die Halbstarken, auch gute Rheinwaller über 180 cm waren darunter!

Ein anderes Beispiel, wie flexibel man sein sollte, was die Köderauswahl anbelangt: Pfingsten 2018, Wassertemperatur war eine Woche zuvor auf knapp über 20 Grad angestiegen, und durch einen heftigen Temperatursturz begleitet mit Starkregen und Gewitter innerhalb weniger Tage auf knapp 16 Grad zu fallen. Die ersten Waller wurden auf tote Portionsforellen gefangen. Man könnte nun doch meinen, dass zumindest die nächsten Tage dieser Köder weiter Fisch bringen könnte. Aber Pustekuchen! Als die Bisse und sogar Anfasser in den darauffolgenden zwei Nächten ausblieben, wurden zwei der vier Ruten mit einmal Tauwurm pur und die andere Rute mit Grundeln bestückt. In der nächsten Nacht kamen ein Waller und ein Fehlbiss auf Grundeln. Die drei anderen Ruten mit jeweils Forelle und Tauwurm wurden missachtet. Also wurden alle vier Ruten mit Schwarzmeergrundeln, bis zu 5 Stück am Doppelhakensystem, bestückt. Der erste Biss und Fisch kam gegen 18 Uhr, der zweite Waller gegen 22.30 Uhr und der Dritte am frühen Morgen! Hätte man weiterhin auf Forelle gesetzt, oder Tauwurm, so wäre man wohl zumindest eine weitere Nacht leer ausgegangen!

Denke, wir sind uns da einig, dass dennoch Tauwürmer zu den top Ködern zählen. Aber selbst diese können uns mal im Stich lassen! Habe die Geschichte schon oft erzählt und darüber geschrieben, daher nur das Ganze in Kürze: Ein Sommer extrem heißen Tagen mit bis zu 37 Grad. Da es in unserer Dachgeschoßwohnung kaum noch auszuhalten war, beschlossen wir, die nächsten Nächte am Wasser, sprich Rhein, zu verbringen. Kevin, einer meiner Männer aus dem Team, wollte mit. Beim Kauf des Grillfleisches entdeckte ich in der Tiefkühltruhe des Einkaufmarktes auch eine Packung Seafood, Krebs- und Muschelfleisch. „könnte man mal testen…“ sagte ich mehr zu mir als zu meiner Partnerin. Am Wasser angekommen, wurde eine Rute mit Tauwurm und reichlich Seafood bestückt. Wir waren noch beim Aufbau des Sonnenschutzes und Nachtlager, Kevin kam gerade erst an und schlenderte den Dammweg zu uns heran, da kam auch schon der erste Biss an der Seafood-Rute. Ein Halbstarker hatte wohl Lust auf diese Kombi. Es war mit der schnellste Biss, den ich in all den Jahren je hatte: keine fünf Minuten nach Ablegen der Montage! Das Seafood war schnell verheizt, aber bis dahin konnte ich noch zwei Bisse und einen weiteren Waller auf der Haben-Seite verbuchen. Die beiden Ruten von Kevin und meine Zweite wurden wie bisher mit Tauwurm pur, Tauwurm-Grundeln Mix beködert. An diesen Montage aber null Aktionen! Außer in den ersten Stunden unseres Trips hatten wir die weiteren 48 Stunden nichts mehr. Beim Baden im seichteren Buhnenbereich fanden wir aber jede Menge tote Muscheln. Und Kevin entdeckte im knietiefen Wasser gegen 15 Uhr einen Waller von 130 bis 140 cm Länge. Was machte der Bursche denn nur zu dieser Uhrzeit bei den heissen Temperaturen dort? Die Frage wurde gegen Abend schnell beantwortet: im toten Strömungsbereich des Kehrwassers in dieser Buhne sammelten sich die Inhalte der abgestorbenen und geöffneten Muscheln. Und genau diese schlürften sich die Waller mit Genuss ein! Schnell wurden zwei Ruten mit Schwimmermontage umgebaut, ein paar Muschelreste in ein eigens dafür zurecht geschnittenes Stückchen der Verbands-Gaze eingewickelt und auf die Haken gesteckt… . Was für eine spaßige Angelei! Kaum trieb die Montage Richtung ruhigeren Wasser, schon tauchte die Knicklichtpose mit einem Ruck ab! An diesem Abend oder Nacht wurden so noch drei Waller gefangen!

 

Fortsetzung folgt!

 

 

 

12.09.20

 

Habe Euch hier einen bisher noch unveröffentlichten Artikel, fertig gestellt Herbst 2019. Klar, man hätte diesen auch in irgendeinem Magazin bringen können…, aber warum auch nicht hier? Das bissel Etwas an Honorar ist mittlerweile nimmer den doch großen Aufwand wert! Und einige Herrschaften schreiben irgendeinen abgedroschenen Senf, nur damit sie sich mal irgendwo abgebildet sehen, und bieten sich so zum Selbstkostenpreis den Redakteuren an! Ne ne ne! Is mir zu doof!

 

Deswegen, viel Spaß beim Lesen hier auf meiner Seite! 😊

 

Wenn Plan A und Plan B nicht klappen…

 

… dann muss man eben flexibel sein! Das ist die häufigste Antwort, die man bekommt, wenn Nichts wirklich geht, keine Fische beißen wollen. Klar sollte man flexibel sein. Für viele Angelkollegen bedeuten Plan A und B verschiedene Angelplätze zu probieren, das Verlassen der Stelle A und zur Stelle B zu wandern. Aber oftmals liegt es nicht am Platzwechsel. Der Geistesblitz, woran es noch liegen könnte, der kommt dann oft im Nachhinein, zu spät oder eher selten. Die Zeichentrickfigur Wickie würde sich mit dem Finger an der Nase reiben und hätte den entscheidenden Plan… .

Zu der Flexibilität zu gelangen, da bedarf es aber mehr, viel mehr. Viel Erfahrung, sehr viele Fehler, die man selbst gemacht hat. Aber weißt heißt „Fehler“. Es waren besondere Umstände, die einen zwangen, etwas anderes zu machen, auszuprobieren. Keiner sitzt gern tage-, wochen- oder gar monatelang am Wasser, ohne einen Waller ans Band zu bekommen! Zumindest das „tagelang“ werden die meisten von uns kennen. Und nach ein paar Tagen ohne Erfolg muss was passieren. Wir müssen wir etwas an unserer Strategie ändern. Klar, Platzwechsel ist da die einfachste Problemlösung, oder neudeutsch auch „moven“ genannt. Plan A wäre also Stelle A, Plan B dann entsprechend die Stelle B.  Warum sind wir an diesen ersten Platz gegangen? Was machte uns so sicher, genau an dieser Stelle die Angeln auszulegen? War es eine, an der wir im Frühjahr unsere Fische fangen konnten, und die im Sommer eben auch befischen wollten? Oder DIE Sommerstelle, die es auch im Herbst reißen soll? Davon bin ich absolut kein Freund, einen Platz das ganze Jahr zu beackern! Ich bin da eher ein Anhänger der Theorie, dass wir je nach Jahreszeit und Nahrungsangebot unsere Angelstelle aussuchen sollten! Die meisten Kollegen gehen da wohl genauso vor.

Wenn wir die Stelle vom hören-sagen kennen, dann sollte man vor einem Platzwechsel uns diese Stelle mal genauer anschauen. Ich geh jetzt mal davon aus, dass der Tipp nicht aus den sozialen Netzwerken kam, sondern von einem Angelkollegen, der es mit einem ernst meint. Man könnte sich diese vermeintlich heiße Stelle vorab mit Hilfe von dementsprechenden Kartenmaterial anschauen. Hat die das gewisse Etwas, dass die anderen Stellen nicht haben? Liegt die Fahrrinne nahe? Gibt eine Tiefenkarte (navionics webapp) Aufschluss? Vorbereitung ist alles. Dennoch sagen uns diese Karten nicht alles! Ausloten der Stelle, wenn möglich den Bereich mit dem Boot und Echolot abfahren ist der primäre Check der Stelle, die befischt werden soll.  Vielleicht hat diese Stelle ja eine Besonderheit, warum sie so gut sein soll: vielleicht eine Rinne, eine kleine Kante, einen Wechsel der Bodenbeschaffenheit. Wir können ewig eine vermeintlich gute Stelle beangeln und nix fangen, wenn wir nicht genau an dem einen markanten Punkt unsere Köder abgelegt haben. Da können Meter darüber entscheiden, ob wir erfolgreich sind oder eben nicht! Ich erinnere mich da sehr gut an eine Buhne am Oberrhein. Genau eine einzige Buhne von über 20 Buhnen an dem Flussabschnitt. Und genau diese eine Buhne hatte mein Kollege Stefan gefunden. Er erzählte mir davon und riet mir, bei meiner nächsten Tour mich doch mal da hinzusetzen. Er erzählte mir von einer Abbruchkante kurz vor der nächsten, stromab gelegenen Buhne und von einer kleinen, kaum zwei Meter breiten Rinne, die sich von der Fahrrinne aus in die Buhne reinzog und ca. 20m stromab der oberhalb gelegenen Buhne endete. Stefan fing dort in einer Nacht im März mit zwei Ruten vier Fische von gut 1,50 bis knapp über 2 Meter. Aber eben nur an diesen zwei markanten Bereichen! Vom Ufer aus hatte man keine Chance, diese zwei heißen Bereiche zu entdecken. Und auf gut Glück seine Köder zwischen diesen zwei Buhnen abzulegen entspricht mehr einem Lottospiel! Genau das versuchten zwei super schlauen Wallerangler nämlich, die irgendwie von Stefan´s toller Fangnacht Wind bekommen hatten und ihn wohl auch bei Tageslicht dort haben sitzen sehen. Anscheinend versuchten die zwei Helden es ein paar Nächte, ohne Erfolg! Nachdem diese Stelle wieder in Ruhe gelassen wurde, saß Stefan während der Woche, diesmal aber erst in der Dämmerung beginnend, an dem Platz und konnte wieder seine Fische fangen. Warum? Klar, er wusste genau, wo er seine Köder abzulegen hatte!

Aber nicht nur die speziellen Gegebenheiten, bezogen auf die Bodenstruktur, können entscheidend sein, ob man erfolgreich ist. Auch Veränderung des Wasserstandes, die innerhalb der Tage, aber auch in paar wenigen Stunden, auftreten, können den Ausschlag geben. Wir hatten folgende Situation während einer Guidingtour: Sommeranfang, Wassertemperatur nach der Laichzeit lag bei 23 Grad. Ich entschied mich dazu, noch die ersten kurzen Buhnen am Beginn des Buhnenfeldes zu beangeln. Wasserstand sollte im Laufe der Nacht steigen, laut Prognose der Hochwasservorhersagezentrale um ca. 40 cm. Die Köder wurden unmittelbar hinter den Buhnenköpfen und über Buhnen hinaus Richtung Fahrrinne abgelegt. Rahmenbedingungen waren eigentlich sehr gut: stabile Wetterlage, Süd-West Wind. Wie erwartet kamen die ersten Anfasser und der erste Biss gegen 22 Uhr. Der Waller stieg leider aus, da Anhieb nicht hart genug gesetzt wurde, das nur am Rande der Vollständigkeit halber. Soll heißen, es sah nach einer erfolgreichen Nacht aus! Doch nach diesen ersten Aktionen wurde es ruhig, sehr ruhig. Meine Kunden waren noch optimistisch nach dem verheißungsvollen Auftakt, der Kunde mit dem vergeigten Waller haderte noch mit sich selbst, aber ich wurde zunehmend nervöser. Es wurde Mitternacht, die eigentlich beste Zeit zu dieser Phase, und es tat sich… nichts, null, nada. Ich ging mit Kopflampe bewaffnet das Ufer entlang, eher aus Kontroll-Routine und um nachzusehen, ob bei den an den Ruten sitzenden oder schon liegenden Anglern alles ok war. Immer wieder leuchtete ich Richtung Vorfuss. Dieser war, im Gegensatz zum Beginn der Tour ca. 7 Stunden zuvor, deutlich unter Wasser. Gut und gerne ein halber Meter Wasser war schon auf dem ersten Plateau der Steinpackung, auf der ich bei Tageslicht noch trockenen Fußes stand. Ich sah immer wieder Rapfen und Barben auf der Nahrungssuche dort hin und her ziehen. Ich vermutete, dass wir die Waller, die auf Nahrungssuche waren, mit unseren draußen liegenden Ködern überangelten! „Versuch macht klug“ sagte ich mir, und ließ jede zweite Rute an die Steinpackung heranziehen oder eben neu auslegen. Da es jetzt ja keine große Entfernung mehr zu überwinden gab, ließen sich die Steine gut von Hand werfen. Zu schwer mussten diese auch nicht mehr sein, da die Strömung sie eh an die Steinpackung heran drücken würde. Gesagt getan, keine zwanzig Minuten nach Verlegen der Ruten stieg der erste richtig gute Waller ein! Ihm folgte noch ein weiterer in den frühen Morgenstunden. Ob wir auf den weiterhin draußen liegenden Ruten mehr gefangen hätten? Nein! Es lagen immer noch drei Montagen auf ihren Stellen Richtung Fahrrinne beziehungsweise bei den Buhnenköpfen. Ergebnis null Punkte!

 „Flexibel sein, Stellenwechsel“, diese Schlagwörter stimmen demnach, sofern wir den Stellenwechsel auf das Versetzen der Montagen innerhalb unseres auserwählten Platzes beziehen! Ein stures Belassen der Köder an ihrer Ursprungsstelle hätte sonst keinen Fisch mehr gebracht, und ob ein „moven“ auf einen ganz anderen Platz etwas gebracht hätte, das bezweifele ich doch eher!

 

Demnächst mehr, Fortsetzung folgt!

 

 

09.09.20

 

Nachschlag gefällig? 😊

 

Noch ein paar Bildchen, Ursel und Stefan in Fronkreisch 2020.

 Und um es gleich vorweg zu sagen/ schreiben, die Beiden waren nach dem Lockdown und vor der vermeintlich 2. Welle dort! Nicht das wieder so ein „Naseweiß“ angeschlappt kommt und meint …, egal, weiter geht’s!

Hatte ja schon von dieser Tour berichtet (Catfire!), auch der Hammer-Fisch von Ursel war hier schon drin.

Denke, dass die nachfolgenden Bilder ebenso vorzeigbar sind!

 

Viel Spaß beim Anschauen!

 

08.09.20

 

Schon mal vorab, vor dem eigentlichen "Aktualisierungs-Termin" ein schöner Artikel meines lieben, guten Freundes Michael aus Österreich! Auch wenn er unter anderen "Flaggen" unterwegs ist, so sollte das doch kein Hindernis sein..., oder?

 

 

 

05.09.20

 

Nach den sehr schönen Bildern am Mittwoch geht es heute mit einem weniger schönen Thema weiter:

 

Zelt, oder nicht oder doch?

 

Seit einiger Zeit, genauer gesagt seit Frühjahr dieses Jahres wurden Waller-Angler mehrfach von den kontrollierenden Beamten aufgefordert, die „Zelte“ abzubauen.

Obwohl der Unterschied vom Schirmzelt zu den anderen Zelten sehr markant ist: man SPANNT an der zentralen Stelle das Schirmzelt auf und braucht keinerlei Stangen durchschieben. Und es hat keinen Boden! Bisher war das auch klar und gab keinerlei Bemängeln! Der zuständige Verband als Pächter des Gewässers hat auch keine Lösung zu der ganzen Problematik!

Dann will ich mal versuchen, etwas Licht, vielleicht ja sogar einen Lichtblick ins Dunkle zubringen. Laut dem Naturschutzgesetz in seiner aktuell gültigen Fassung ist ganz klar geregelt, dass „Campen“ im Naturschutzgebiet und auch außerhalb dieser besonderen Gebiete verboten ist! Und das unabhängig ob auf Pfälzer oder Badischer Seite entlang des Rheins! Unser „Zelt“ wurde die ganzen ich-weiß-nicht-wieviel Jahr(zehnt)-e geduldet, um es mal vorsichtig auszudrücken. Klar, unsere Biwy-s oder Schirmzelte hatten keinen Boden drin! Das wussten wir aber auch von Anfang an, die Behörden bis jetzt aber auch, dass genau dieser Boden, egal ob fest dran oder auch lose, DER Unterschied zwischen einem Zelt und sagen wir mal Wetterschutz war! Auch beschwerte sich absolut niemand über unsere Liegen…bis jetzt eben! Alles zusammen scheint nun ein „campen“ zu sein, natürlich noch in Verbindung mit Grill usw! Die Frage, warum es nun zu einem solchen „Interpretations-Wechsel“ kam, die ist meiner Meinung, nicht nur meiner, schnell beantwortet: es war, wurde oder zum Teil ist einfach too much, ist zu viel geworden! Natürlich auch bedingt durch die Pandemie und den damit festgesetzten Reisebeschränkungen oder gar Einreisestopps! Ein Großteil der Angler, die sonst zu dieser guten Zeit in Italien, Spanien oder Frankreich gewesen wären, gingen nun eben in der Heimat ihrer Passion nach! Und schon hatte sich die Zahl der Angler zum Beispiel am Rhein hier augenscheinlich vervielfacht! Zuviel ist eben irgendwann zu viel! Leider haben wir immer noch solche intelligenten Spezialisten hier rumlaufen, die tatsächlich der Meinung sind, dass sie und nur sie die absoluten Cracks sind, sie daher mit einem Troß von X Leuten am Wasser regelrechte Angelpartys veranstalten können…! Mitunter hatte es etwas von den alten Tupper Partys mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Verkäufer ne Ahnung von dem was und wie sie machten, hatten! Diese Spezialisten (nein, ich nehme mich mit weiteren Titeln zurück und schreibe nicht das Wort mit Voll… beginnend) bauten dann noch groß-kotzig ihre nicht zu übersehenden Partyzelte auf. Nachdem sie mit zig Autos im Schlepptau die eigentlichen für uns Normalos gesperrten Wege befahren hatten und noch zuparkten…! Wer nun meinte, es würde etwas ruhiger dann zugehen, der hatte sich getäuscht! Kontrolleure und selbst die Wasserschutz wurden bei Maßregelung, Kontrollen noch sau-blöd angemacht! Andere Angler, die sich beschwerten, übrigens auch! Wie sagte meine Oma früher: Dumm bleibt dumm, da helfen keine Pillen (Tabletten)!

Noch irgendwelche Fragen? Nö, oder? Also ist der Grund oder die Gründe klar! Ob sich das irgendwann wieder geben wird? Denke wir alle wünschen uns das! Was könnten wir aber nun tun, um nicht weiterhin mit dem Bußgeldkatalog konfrontiert zu werden?

Vielleicht erstmal die „Kaputt-Macher“, Störenfriede vertreiben? Als coole Maßnahme wäre zum Beispiel, dass man die Typen, die sich komplett danebenbenehmen, es ihnen auch so „mitteilt“! Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt! Ausgeschlossen sind aber natürlich zerstochene Reifen, beschädigte Gegenstände usw.! DAS ist nicht unsere Art, unser Niveau! Aber man könnte ja auch Beschwerden beim Verband einreichen, solange bis dort in der Geschäftsstelle der Schreibtisch zusammenbricht! Am besten noch mit zig Bilddateien, die belegen, wie und was da zum Teil abgeht! Das Gleiche auch Richtung Ordnungsamt, Naturschutzbehörde! Oder bei den Spezialisten, Boykott? Die meisten Insider werden es verstehen, wer mit diesen Typen gemeint ist!!

 

Und was uns selbst betrifft, Alternativen würde es ja für eine mehr oder weniger lange oder kurze Zeit geben! Welche?

 

1. Einen wirklichen „Wetterschutz“ aufstellen, gemeint ist der eigentliche Angelschirm! Gibt’s ja auch in XL Format, für das eventuell vorhergesagte schlechte Wetter? Oder die Freundin oder Freund oder Kinder, die noch nachkommen? Bei erhobenem Zeigefinger bei Kontrolle einfach wieder zu machen! Punkt! Gibt ja immer mal wieder sehr lokal begrenzte Schauer… so paar Tropfen aufm Schirm…😊

 

2. Kennt Ihr das „Windshield“? Ist bei den Brandungsanglern sehr beliebt, damit sie sich mal für nen Moment gegen die steife Brise oder auch die ganze Zeit über schützen können! Gibt’s speziell also für Angler, ist kein Zelt! Bietet im Sommer für eine Person etwas Schutz gegen Regen, etwas. Aber mit paar Handgriffen kann man da ja noch fürs Schlafen ne Plane drüberziehen?

 

3. Ganz elegante Lösung wäre ein Segel, dass man zwischen die Bäume spannt! Muss ja nicht so elegant weiß sein… . Ist Auch schnell mal an den wirklich zahlreich vorhandenen Bewuchs am Rand des Uferweges festgemacht!

 

4. Das wäre die edelste und auch teuerste Möglichkeit, die behördliche Zelt-Interpretation zu umschiffen: ein Hängezelt! Jawohl, gibt es tatsächlich! Konnte es auch erst nicht so richtig glauben, bis ich es mal bei einem Test gesehen hatte. Man braucht für das Spannen dieses Zeltes 3 Bäume/ Baumstämme. Die Stämme sollten mit einem „Stamm-Schoner“ vorm Befestigen geschützt werden. Sieht wie eine breite Manschette aus, kann man sicher sich selbst was bauen, denn so recht teuer (ich kenn die Teile noch von meiner früheren Baumkletterei). Man kann darin anscheinend gut schlafen, wie es aussehen mag ist doch egal! Finde es hat was! Denn „aufgedeckt“ sieht es eher wie eine Hängematte aus. Wären sicher 2 Fliegen mit einer Klatsche, ihr habt keinen Zeltboden oder Zelt im eigentlichen Sinne! Und braucht keine so störende Liege! Kostenpunkt: um die 350€ (über Frankreich bisher nur zu beziehen!). Es gibt aber auch das Cacoon-Zelt, welches nur an einem Punkt nach oben „abgehängt“ wird. Da sollte der Ast über Euch aber richtig fett sein…! Auch an die 400€ teuer!

 

5. Einfach ein Moskitonetz zum Hängen? Gerade in einer lauen Sommernacht auch eine gute Lösung und vor allem Schutz gegen unsere Rhein-Moskitos!

 

So, das war mein Beitrag zur Angelei über Nacht am Wasser!

Vielleicht ist zumindest bei „meinen“ Zelt-Alternativen etwas dabei, womit Ihr Euch anfreunden könntet?

Oder, es wird einfach wieder ruhiger am Wasser ...

 

 

02.09.20

 

Mein guter, von mir sehr hoch-geschätzter Kollege Christopher hat mir am letzten Mittwochmorgen ein paar richtig schöne Bilder, tolle Impressionen von seinem Heimatfluss, der Elbe, geschickt.

Diese sind so klasse, dass ich diese Euch nicht vorenthalten kann!

Christopher ist ja immer wieder auch für ein Titelbild gut, so wie zum Beispiel beim noch aktuellen Sportex-Katalog!

Das Wort „Talent“ reicht da eigentlich nimmer aus…!

Viel Spaß beim Anschauen und Genießen der nachfolgenden Bilder!

 

 

29.08.20

Ein buntes "Allerlei" zum Wochenende!

 

„Wüsten-Angeln“ auf Hai …WIE? Ääh, Hai in der Wüste?

Mal wieder eine Fangmeldung von meinem guten Freund und Guide-Kollegen Steve aus den USA!

Steve kann ja seine 2. Leidenschaft, das Bereisen vieler und den in allen Belangen unterschiedlichsten Ländern dieser Welt wegen der Pandemie nicht nachgehen. Somit ist seine 1. Passion auch etwas mit angezogener Handbremse behaftet, die Angelei!

Daher reist er in seiner Heimat an diverse Gewässer, um nicht nur vor seiner Haustür zum x-ten Mal angeln zu müssen. Nicht das in seiner Wohnort- Umgebung San Francisco die Wasser schlecht wären…, wenn man aber mal nachliest, wo er schon geangelt hat, kann man sein aktuelles Tun verstehen.

Diese Bilder sind unverkennbar an der gegenüberliegenden Küste entstanden, an der Ostküste.

Tolle Fische, und wie immer mit leichtestem Gerät. Es wäre so, als wenn Kalle am Ebro mit der Matchrute auf Waller gehen würde…😊!

Nochmals von dieser Stelle aus ein dickes Petri für diese Fänge!

 

Wenn wir schon mal bei den Fangmeldungen sind, möchte ich Euch noch das Bodensee-Krokodil von Alex, der zusammen mit meinem Team Senior Volker unterwegs war, präsentieren.

Dieser Hecht hätte es auch allein wegen seiner Färbung und Zeichnung verdient gehabt, hier gezeigt zu werden, oder?

Da rückt doch die Größe der Hecht-Mutti mit der hauch-dünn überschrittenen Metermarke eher in den Hintergrund!

 

Und auch dieses schöne Stimmungsbild von Simon, der den Rhein-Moskitos und unzähligen Wespen trotzte und einen sehr ruhigen Ansitz-Abend am Heimat-Rhein verbrachte!

Betonung liegt hier bei „ruhigen Ansitz“, denn es passierte…nix!

Tja, auch das ist Waller-Angel: Beim Ansitz zuvor (4 auf einen Streich) noch abgeräumt, diesmal Schneider geblieben. 

 

 

 

26.08.20

 

Welche Rolle? Stationär- oder Multi-Rolle beim Ansitzangeln auf Waller?

 

Teil 2

 

Auch wenn ich mich jetzt wiederhole, ich/ wir empfehlen beim Wels-Ansitzangeln eher eine Multi-Rolle. Einziges K.O.-Kriterium wäre nur, wenn Ihr werfen müsstet! Da wäre eine Stationär-Rolle die Richtige! Und natürlich auch dann, wenn Ihr noch nicht so weit seid, dass es Eure Angelei geben sollte, Ihr aber dennoch Euer eigenes Tackle haben wollt. Und natürlich auch, wenn der Geldbeutel über das Doppelte vom Kaufpreis einer Stationär-Rolle nicht verkraften sollte! Absolutes, vollstes Verständnis für eine Entscheidung aus solch einem Grund, und meinen Respekt für die Eigen-Disziplin, sich nicht in Unkosten zu stürzen! Ich weiß und kenne selbst solche Situation!

Im Bild oben, schon halb im Wasser, die Tica Team 558 LH.

Ein Teil meines Teams hat diese Rolle an ihren Ansitzruten. Volker hat gerne die klassische Rechtshand Variante, die Tica Team ST 558, die mittlere Schwarze, optisch weil farblich besser passend…😊

Aber auch an dieser Stelle sei erwähnt, dass unser Stefan seine „alten“ Shimano Tyrnos 30 an den Catfire Boje 270 dran hat, sie Bild nachfolgend! Aber auch diese Rolle liegt deutlich ü 150€…!

Warum Multi ansonsten: sie ist robuster, unverwüstlicher! Hat in der Regel eine höhere Schnurfassung, abhängig auch vom Modell natürlich. Ob Schiebe- oder Sternbremse, denke das ist eher eine Geschmacks-Frage! Wobei die führenden Marken allesamt Schiebebremse haben.

Und für alle, die weiterhin gerne mit „links“ kurbeln möchten, weil sie es so gewohnt sind: fast alle Hersteller haben Linkshandmodelle (Abkürzung-Standardbezeichnung, auch international: LH). 

Ob es gleich ein 2 Gang Modell sein muss (Bild unten), naja, eher was für Liebhaber. Oder bei den sehr robusten Modellen ein Teil, das noch an einen Enkel/ -in vererbt werden könnte! 

Ok, Spaß bei Seite! Was ich persönlich für „Humbug“ halte, das ist eine Schnurführung. Ich kenne bisher von keinem Hersteller ein Modell, welches solch zum Teil doch extrem-heftige Belastungen Stand gehalten hätte. Für mich ist das eine potentielle Schwachstelle! Da man beim Einkurbeln und auch beim Drillen die Hand bzw. Finger an und auf der Rolle hat, erledigt sich die Schnurverlegung von alleine! Wobei, auch ohne Belastung sollte die Multi dennoch einigermaßen sauber wickeln! Sonst schneidet doch mal die Schnur beim Drill ein, weil diese nicht sauber von der Rolle abziehen kann. Oder es gibt beim Öffnen der Schnurfreigabe eine hässliche Perücke! Kann keiner gebrauchen! Sowas sind Zeit-Vampire!!!

 

Zusammengefasst die Vorteile der Multi:

- Robust, i. d. R. langlebig

- hohe Schnurfassung!

- Schiebebremse Bedienungs-freundlicher

- beim Auslegen der Montagen einfacheres Handling, Schnurfreigabe!

 

Nachteile:

- teuer! Mehr als doppelter Preis als eine Stationärrolle

- nur ganz kurze „Würfe“ möglich!

- deutlich höheres Eigengewicht

 

Was auch noch gesagt, beziehungsweise geschrieben werden sollte: Rolle und Rute müssen passen!

Heißt im Umkehrschluss, dass nicht jede handelsübliche Rute mit einer Multi-Rolle gefischt werden kann! Da macht aber auch ein Versuch klug!

Bei montierter Multi und richtiger- verkehrt-rum-gehaltener Rute und beim Druckaufbau, also dem Nachstellen einer Hänger- oder Drill-Situation, darf die Schnur den Rutenblank nicht berühren!

Oder gar leicht seitlich versetzt zur Rute verlaufen!

Und ein gleichmäßiger Verlauf der Biegekurve ist noch wichtig!

Ansonsten, bitte keine weiteren Experimente durchführen! Auch kein: „… ich will doch eh nur mal nen Kleineren zum Anfang fangen, das reicht mir doch…“ Spruch! Meist hat die schwächere Komponente, meist die Rute oder einzelne Rutenringe, das Nachsehen!!!

Wallerruten, die sowohl für Stationär-, als auch Multi-Rolle geeignet sind, haben in der Regel einen Ring mehr! Oder die Ringe sind so verteilt, dass keine abgehackte Aktion bei der Biegekurve entsteht, und die Schnur nicht den Rutenblank berührt!

 

So, hoffe, ich habe dem einen oder anderen unter Euch etwas helfen können, sofern ein Ruten- und/ oder Rollenkauf anstehen sollte! Falls noch Fragen sein sollten, entweder den Händler eures Vertrauens fragen, oder einen erfahrenen Angelkumpel, oder falls da nix machbar oder möglich wäre, schreibt mich an!

 

 

22.08.20

 

Welche Rolle? Stationär- oder Multi-Rolle beim Ansitzangeln auf Waller?

Teil 1

Eine Frage, die immer mal wieder auftaucht. Auch wir wägen immer mal wieder ab, wann was Sinn macht und wann doch die eine der Favorit ist. Möchte Euch hier meine/ unsere Auswahlkriterien weitergeben, aber auch Einsteigern oder Quereinsteigern eine kleine Entscheidungshilfe aufzeigen.

Zu aller erst ist es mal eine Frage des Geldbeutels, was Euer Budget für die Rolle hergibt! Denn zwei komplett bestückte Ruten plus Rutenständer plus Bissanzeiger oder doch Glöckchen? Plus dem ganzen anderen Groß- und Kleinkram plus natürlich ein Original Bungee Rig XY plus eins XZ und noch ein Meisterstück hinzu 😊 das Alles geht ganz schön an die Kohle, das sind mal ganz schnell paar Hunderter wutsch fort! Und dann noch natürlich die wichtigste Frage: Will ich mal nur so reinschnuppern? Oder bin ich mir sicher das DAS mein Ding wird?

Also fangen wir auch mit dem wichtigsten Faktor vorab an, dem Preis: Multi-Rollen (Multis) sind prinzipiell teurer als eine Stationär-Rolle! Als kleines Beispiel nehmen wir mal „ unsere“ Tica-s heran, die Tica Cybernetic (Stationär) liegt um 100€. Eine Tica Multi, die Tica Team STL LH, liegt da schon deutlich ü 200€! Also mal schnell das Doppelte!

Nächste wichtige Kriterium: Wie möchte oder muss ich meine Montage ausbringen? Kann ich mit Rute werfen? Oder reicht ein Futterboot, das vielleicht noch vom Karpfenangeln rumliegt? 

Angelkollege und Guidingkunde Jonathan legt hin und wieder, sofern  der Wasserstand niedrig genug ist und die Buhnen auf unserer Strecke frei sind, seine Montagen mit dem Futterboot aus. Gerade wenn man nicht viel und schwereres Gepäck mitnehmen möchte, es vielleicht auch mal ein spontaner Ansitz ist. Und jepp, Jonathan war derjenigen mit dem Tipp des Einspleissens beim Bungee-Rig! Kann ich nicht oft genug betonen, Ehre wem Ehre gebührt! Grüße an Dich, Jonathan!

 

Oder bin ich am Fluss und muss von vornherein Gewichte über 500 Gramm rauslegen, damit meine Montage da bleibt wo sie auch liegen soll? Nehme ich ein selbstgebautes Auslege-Board (ich benutze das Wort mit vorne unserem Heimat-Fluss und hinten mit „-board“ aus Prinzip nimmer!). Oder brauche ich Steine ab 6 kg aufwärts und nehme mein noch Original-verpacktes Schlauchboot und den günstig gekauften Außenborder?

Viele meiner Kollegen und natürlich auch viele andere Waller-Angler legen prinzipiell mit dem Schlauchboot ihre Montagen aus. Meist noch mit einem portablen Echolot an Bord, um dien Köder und die an den Flüssen notwendigen schweren Steine der Abrissmontage so genau wie möglich, auf den Punkt genau!, ablegen zu können.

Auch wichtig: wie weit vom Ufer entfernt sollten oder gar müssten meine Montagen liegen? Eher im nahen Bereich, bis maximal 100m? Oder doch an die 150m und mehr, weiter? Ich bin zwar nicht unbedingt ein Freund des „long distance“ Angeln, aber wer es braucht…! Auch wenn es da so ziemlich nur ein Rollen-Modell bei den Stationären gibt, die deutlich mehr Schnurfassung hat, viele wissen schon was oder welche, ich würde ne Multi vorziehen. Aber nicht unbedingt aus dem Grund, dass es eine andere Marke ist, ich fand und finde die „Alte“ dieses einen Modells deutlich besser, weil nix Plastik…, egal! Jeder wie er es will, mag!

Ja, ist ja gut! Kann „die Kinder ja auch beim Namen nennen“. Und diejenigen unter Euch, die schon mal beim Kalle am Ebro waren, wissen es ja eh: Kalle fischt gerne die alten großen Penn´s und FIN´s. Und ich habe auch noch eine ansehnliche Sammlung von den alten Shim´s Baitrunner 6500 und sogar noch eine ganz alte „Big“! Würde die auch für kein Geld hergeben! Sind wahre Legenden unter den Wels-Anglern, die kleineren Modelle bei den Karpfen-Anglern. Das Wicklelbild ist und war aber eine einzige Katastrophe, das ist auch kein Geheimnis. 😊 Waren richtig treue Begleiter in unseren Anfangszeiten! Und auch unser Christopher, Team Kollege Sportex & Climax, fischt die gleichen Rollen-Modelle wie „mein“ Kalle! Betonung liegt da aber, wie zuvor schon kurz angerissen, bei den „Alten“!

 

Fortsetzung folgt dämnäxt ...!

 

 

 

19.08.20

Heute mal wieder was aus der Köller´schen Praxis-Theorie-Kiste

 

Warum fängt der oder fangen die, nur ich/ wir nicht?

 

Ihr könnt Euch nicht wirklich vorstellen, wie oft ich diese Frage auf Messen, per Mail oder sonst wo oder -wie gestellt bekommen habe, immer ich noch danach gefragt werde!

Aber vielleicht ging oder geht’s es ja Euch auch so, von der einen oder anderen Seite aus?

 

Die einfachste Antwort wäre: „Du warst zum falschen Zeitpunkt am falschen Platz!“.

Eher frech diese Antwort: „Oh, um das zu beantworten solltest du bei mir ein Guiding buchen! Hier mein Flyer, Preise auf Rückseite. Ich hätte aber da noch kurzfristig was frei, also rein zufällig…!“

Und unverschämt: „Na, ich habs halt drauf!“.

 

Ok, Spaß bei Seite! Auf diese Frage gibt es unzählige Antworten und Möglichkeiten, was schieflaufen könnte. Eins aber schon vorweg, am Tackle liegt es nicht unbedingt, denn Waller haben keine Vorliebe für irgendeine Marke, auch wenn das der ein oder andere „Kollege“ behaupten sollte!

 

Meist liegt es nur daran, dass die berühmte Stellschraube nur nen Ticken mehr nach links oder nach rechts gedreht werden müsste, und es würde laufen, wie beim alten Moped!

Aber schauen wir uns mal die möglichen Antworten, Ratschläge an:

 

1. „Falscher Zeitpunkt am falschen Platz“ ist eine Phrase, ist aber doch etwas richtig, um es mal so auszudrücken. Möchte da nicht irgendwelche „Fehler“ auflisten, denn es lässt sich recht banal verallgemeinern: im Frühjahr und Herbst im warmen, im Sommer im sauerstoffreichen und im Winter im tiefen Wasser! Alles klar? 😊 Ok, genauer heißt es, dass man im Frühjahr eher die flacheren Stellen ansteuern sollte, an denen sich durch die Frühjahrssonne das Wasser am schnellsten erwärmt, das „Leben im Fluss oder See beginnt“. Im Herbst sind das dann die Bereiche, die vor den ersten kalten Nächten noch Leben haben! Im Sommer befischen wir eher im Fluss den Vollstrom, weil dort der für den Stoffwechsel des Wallers notwendige Sauerstoffgehalt des Wassers am höchsten ist! Und im Winter zieht sich der Waller in die ruhigeren, tieferen Bereiche zurück.

 

2. Der ausgewählte Köder ist aktuell nicht oben auf Wallis Speisekarte! Ein Phänomen, was nahezu jedes Jahr besteht: mal sind es lieber nur Grundeln, dann eher die Portionsforelle, oder doch ein handlanger Barsch? Vielleicht Tauwürmer? Jedes Mal aufs Neue muss man den Köder Nr. 1 herausfinden. Daher lieber bei Unsicherheit eine Rute mit dem und die andere Rute mit einem anderen Köder bestücken. Versuch macht da klug! Es kann aber auch sein, dass irgendeine besondere Beute, ein Leckerbissen, ein Pralinchen, aktuell da ist! Das können die vom Hochwasser aus einem Seitengewässer angespülten Blutegel sein, oder die Flusskrebse häuten sich gerade? Oder wegen hoher Wassertemperatur sterben die Muscheln am Gewässergrund, öffnen sich und die begehrten Weichteile treiben an die Wasseroberfläche auf? Wenn irgendeine kurzfristig vorhandene Leckerei da ist, lassen die Waller alles andere dafür links liegen! Da heißt es : beobachten! Was geht gerade ab? Und dann improvisieren, Montagen ändern, umbauen, und Attacke!

 

3. Montage, Rig zu „grob“. Gemeint ist damit zum Beispiel die U-Pose. Ich, wir sind kein Freund von XL U-Posen. Fein fängt mehr, oder besser. Lieber eine 10 Gramm als eine mit 40 Gramm U-Pose aufs Vorfach aufziehen! Wenn dann doch ein schwerer Köder genommen werden sollte, einfach noch eine kleine U-Pose dazu nehmen.

 

4. Nicht gleich nach einer „stillen Nacht“ den vermeintlich guten Platz aufgeben und eine andere Stelle befischen! Sitzfleisch ist meist die bessere Alternative dazu! Kann ja sein, dass aus irgendeinem Grund die Wallis da sind, aber keinen Kohldampf schieben. Oder unsere Köder schlicht nicht genau an der Stelle lagen, wo sie eigentlich hinsollten. Daher ruhig bei Tageslicht sich den Bereich nochmals genauer anschauen. Wer kann, mit dem Schlauchboot den Bereich abfahren und die Kante, den Berg, das Loch suchen! Wenn nach der 2. Nacht Null, wirklich nix passiert ist, dann kann man über einen Wechsel nachdenken!

 

5. Nicht jeder „Geheimtipp“ ist manchmal oder meist nicht so geheim wie es einem gesagt oder geschrieben wird! Wer gibt denn schon gerne einem „Fremden“ seinen top Platz oder Plätze einfach so rüber? Auch die heißen Stellen, die in den einschlägigen Foren aufgelistet sind…, da lesen doch noch mehr mit, oder? Ruhig mal eigene Wege gehen, die ausgelatschten Plätze mit den deutlich sichtbaren „Löcher“ diverser Rutenständer meiden! Denn so doof sind die Waller nun wirklich nicht, dass sie nach häufigem Beangeln nicht checken was abgehet! Ich kann Euch nur raten, dass Ihr Euch neue, „eigene“ Plätze sucht! Klar, ein Haufen Arbeit, auch mit Sicherheit Phasen des Misserfolges, Ansitze ohne jegliche Aktivität. Aber genau DAS gehört genauso dazu, wie an den Fisch ran zu kommen. Und nur so kann man lernen, verstehen, warum da was geht und dort nix, null, nada. Und ja, zu Zweit ist sowas immer besser! Aber eins ist auch klar, wenn Ihr mal den oder die Plätze gefunden habt, dann werdet Ihr auch Eure Fische fangen!

 

6. Öfter mal was Neues probieren! Soll heißen, dass man auch mal seine Montage überdenken sollte, wenn Bisse über einen längeren Zeitraum, gemeint sind da schon wenigstens 5 Ansitze, ausbleiben. Fische sind nicht doof! Wenn der Befischungsdruck groß ist, alle seit Wochen, Monaten das Gleiche fischen, weil es so schön „in“ ist, dann ruhig mal ausbrechen! Beispiel Flügel U-Pose. Anfangs der Bringer! Doch nach 1 bis 2 Jahren Dauereinsatz auf dem gesamten Gewässer oder Teilbereich sagen die Waller auch: „Ja meinen die, wir checken das nicht?“ und schwimmen grinsend am Köder vorbei!

 

7. Zu dem vorherigen Punkt 6. könnte man auch das hier passen: das Reizen von beißfaulen Fischen! Wenn das lebhaft flatternde Tauwurmbündel die Waller nicht richtig anmacht, sie unschlüssig oder auch gelangweilt den Köder betrachten, „anblasen“, leicht ansaugen, anstupsen (meist ganz leichtes Piepsen des Bissanzeigers oder feinste Spitzenaktion der Rute). Dann muss etwas vorm Köder hin, was den gewissen Unterschied ausmacht. Da reicht schon ein Spinnblatt lose kurz vorm Köder, das mit Sprengring und einem kleinen Wirbel montiert wird. Dieses unregelmäßige Flattern hatte uns zumindest an mauen Tagen doch noch einen Fisch letztendlich gebracht! Oder mal paar Radaumacher, Rasselkugeln, davor montieren. Oder Beides kombinieren, oder, oder…, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt!

 

8. Es gibt aber auch gewisse Parameter, die einfach gegeben sein müssen, um die Fische in Beißlaune vorzufinden. Am Fluss, Beispiel Rhein, ist eins ganz sicher: steigendes Wasser, keine extreme Hochwasserflut, eher langsames Ansteigen des Pegels war schon immer gut. Natürlich auch Hochwasser, dass auch gerne mal auf dem Höchststand für kurze Zeit stabil stehen bleibt. Dagegen ist fallender, vor allem rasch sinkender Pegel absolutes Gift! Diese Faktoren kann man natürlich nicht beeinflussen!

 

Ihr seht, es gibt einige Gründe warum, wieso oder weshalb es so ist oder sein kann, oder auch mal nicht so ist! Denke auch, dass man diese Auflistung noch weiterführen könnte. Es soll aber auch nur eine kleine Hilfe für diejenigen sein, die bisschen an sich und allem was sie versuchen, zweifeln oder gar verzweifeln! Eins ist aber sicher, haben wir alle gemeinsam, dass wir irgendwann uns an irgendeinem Zeitpunkt oder Phase gefragt hatten, warum...? Oder?

 

 

15.08.20

Nach der etwas schweren Kost vom letzten Mittwoch gibt´s heute wieder was kurzes und fischiges ...

 

Allô, ici CATFIRE

 

Aktuelle Fangmeldung und Frankreich-Premiere der Catfire!

Ursel und Stefan haben endlich ein paar Tage Urlaub und verbringen diesen, wie kann´s auch anders sein, am Wasser!

Aber auch da war und ist die Waller-Angelei wie in der Heimat dieses Jahr nicht unbedingt ein Selbstläufer! An einer Rute wurde es zu einem Geduldspiel, und erst nach einer langen Wartezeit von ca. 40 Stunden hatte einer der neuen Catfire Boje 270 der Beiden auch in Frankreich ihre Feuertaufe.

Und was für eine:

Ursel drillte souverän einen kapitalen Waller mit 237 cm! Was für ein Brett!!!

Eigentlich müssen wir nix mehr zu der neuen und mehr als gelungenen Catfire Serie sagen.

Dafür haben diese Ruten schon richtig überzeugt, auch am Ebro und natürlich auch hier in der Heimat.

Für die noch Unentschlossenen möchte ich Euch dennoch Stefan´s Kommentar nach Ursel´s Drill nicht vorenthalten!

Zitat: „ … absolut Hammer – geiler, ultimativer Stock…“.

Ein paar Tage und einige Wallis später meinte er: „Die Ruten sind echt spitze, machen richtig Laune, auch bei mittleren Fischen. … Das sind die geilsten Stecken die ich bis jetzt gefischt habe.“

Warum ich das so hervorhebe? Stefan ist ein super Typ, lacht gerne, absolut kein Miese-Peter!

Nur, wenn es um Materialien geht, gerade für das Wels-Angeln, da ist er sehr sehr kritisch!

Also Niemand, der sofort in überschwängliche Euphorie verfällt, wenn er was, na sagen wir mal „Gutes“ in der Hand hat. Übrigens auch bei meinen Bungee-Rigs. Nur damit man sein Statement zu der Catfire besser einordnen kann!

Wenn Ihr mal die Gelegenheit haben solltet, schaut Euch die Ruten in natura an.

 

So, jetzt lass ich es auch gut sein! Sonst wird’s doch zu heftig …!

 

Fin!

 

 

 

12.08.20

 

Nach 2 x Heimat-Wallis nun ein "heißes" Thema:

 

Das Dilemma geht weiter…

 

So oder so ähnlich könnte man die Situation an der Ostsee, speziell an den Boddengewässern beschreiben! Oder wie eine Schlagzeile bei den Nachrichten formuliert:  

   “ Zustand von Nord- und Ostsee schlechter denn je“

«Unsere Meere werden geplündert, zerstört und verschmutzt, nur für den kurzfristigen Profit - mit drastischen Folgen für die Artenvielfalt und letztlich für uns alle», sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. Nach Angaben der Organisation schwinden die Bestände von Dorsch und Hering in der Ostsee. (dpa - dpa - Donnerstag, 9. Juli 2020)

Es war klar, dass irgendwann die Berufsfischerei auf Dorsch und Hering be- und eingeschränkt werden musste! Nur scheint dies für die kleinen Fischer zu gelten. Mittlerweile sind die meisten kleinen Berufsfischer zu Nebenerwerbsfischern geworden. Und das Fangverbot oder die Fangquote wird nun von einigen Freizeit-Berufsfischern mit der Netzstellerei in den flachen Bodden überbrückt. Zahllose Hechte, Barsche usw. landen in den Netzen, und der Großteil wird anschließend zu Schweinfutter oder zu Fischmehl verarbeitet!

Weiter geht’s mit den Fischverwertern: Unser allseits geliebter Kormoran, sogar vor paar Jahren unter großen Applaus der Naturschutz-Organisationen zum „Vogel des Jahres“ gekürt worden! Schwärme mit Tausenden von schwarzen Fressmaschinen tummeln sich mittlerweile ganzjährig in den Bodden! Geschützt versteht sich, unter strenger Beobachtung der Vogelkundler. Was und wieviel diese Viecher fressen, dass wissen wir alle! Und wie viele von Euch auch wissen werden, gibt es in den Boddengewässern Null-Komma-Null Deckung oder Verstecke oder Schutz für die Fische, egal ob groß oder klein!

Damit aber noch (lange) nicht genug! Ihr kennt doch sicherlich die knuffigen Kulleraugen der Robben-Babys? Find´s ja auch süß! Diese Kegelrobben waren nahezu ausgerottet und nur durch umfangreiche Schutzmaßnahmen konnten sich die Bestände erholen. Was natürlich prinzipiell so in Ordnung ist. Nur wenn Naturschutz soweit geht, dass die Kegelrobben über Jahre hinweg geschützt werden, sich so schon fast wie die Karnickel vermehren? Und es dann kaum noch Jemanden interessiert, wie groß die Bestände geworden sind? Außer uns Menschen haben die Robben keine natürlichen Feinde. Und was fressen die Süßen? Richtig, Fisch!

Warum ich mich jetzt so sehr darüber aufrege? Weil ich vorhin einen Artikel zu Nord- und Ostsee gelesen habe. Hier wird über den sehr schlechten Zustand geschrieben, begründet auf eine Studie von Greenpeace! Ja, von den einstigen Helden unserer Jugend! Ich war auch mal Fördermitglied, habe deren Einsatz oft bestaunt. Nachdem ich aber erfahren musste, wieviel meines monatlichen Förderbeitrages tatsächlich da ankommt wo mein Geld auch hinsollte, hatte ich sofort gekündigt. Von daher habe ich eine eher weniger gute Meinung zu dieser Organisation! Zumal von denen auch sehr eingleisig berichtet wird. Ich muss aber auch ganz klar sagen oder schreiben, dass Greenpeace hier am Rhein die Ersten waren, die gegen die Verschmutzung des Flusses aufmerksam gemacht haben. Erst mit oder durch ihre Aktionen der breiten Öffentlichkeit den Verschmutzungs-Wahnsinn aufgezeigt hatten. Ob ohne dies der Rhein so sauber geworden wäre? Ich meine: Nein!!!

Natürlich gibt es unter den Anglern oder „Pseudo“-Angelguides schwarze Schafe, die besonders gerne vor der Laichzeit kapitale Hecht-Muttis fangen und abschlachten, aus Geltungs-Geilheit, um sich nen toten Fischkopf in sein Angelzimmer aufzuhängen, oder ein irgendwann vergilbtes Foto in seine Brieftasche zu legen um es jeden der sehen mag oder auch nicht zu präsentieren! In der Summe des immensen Schadens ist das aber die Minderheit, wenn auch dieses Verhalten zu ächten ist!

Und natürlich spielt der Klimawandel auch eine große Rolle! Wenn Ende Juni die Bodden schon eine Wassertemperatur von 29 °C haben, dann sollte auch das alarmieren! Kaum ein Fisch mag diese Verhältnisse! Sauerstoffmangel, Algenbildung, usw.!

Ihr werdet Euch nun vielleicht fragen, was das mich oder Euch angeht?! Tja, ich zumindest hatte mich eigentlich als Naturschützer und Naturliebhaber gesehen, weil ich Vollblutangler bin. Nur bei dieser Form des „Naturschutzes“ fällt mir es doch sehr schwer mich weiterhin dafür zu halten!

Und warum ich soweit nach Nord-Osten schaue? Mich vielleicht in diese endlose und leider zum Teil auch unsinnige Debatte „einmische“? Zum einen lebt und arbeitet ein sehr guter Freund und Kollege dort, zum anderen habe ich nicht nur Rhein-, sondern auch die Ostsee- mit Bodden-Wasser getrunken.

Und klar, man kann der Meinung sein, dass es schon ruhiger wäre, wenn jeder nur in seinen Vorgarten schauen würde.

Nur geht uns dieses ganze Thema denn nicht irgendwie uns alle was an? 

 

Nachfolgend ein kurze, aber doch Aussage-kräftige Filmsequenz, aufgenommen vor paar Wochen von meinem Kollegen Frank Selke www.keschern.de

 

 

 

08.08.20

Weiter geht´s mit den Heimat-Wallis:

 

„Einfach ist anders“ auch an der Elbe!

Oder: Heimat-Waller auf die spontane Art…, Teil 2"

 

Letztes Mal hatte ich Euch von Alex und Simon berichtet, die während eines spontan durchgeführten Ansitzes mit einer Rute 4 Waller fangen konnten.

Der Text dazu war gerade so fertig, die Veröffentlichung geplant, da bekam ich am nächsten Morgen eine weitere Heimat-Waller Fangmeldung, diesmal von meinem guten Kollegen Christopher von der Elbe. Trotz viel Arbeit versucht er, immer wenn es irgendwie geht etwas Zeit am Wasser, besser gesagt an der Elbe zu verbringen.

Daher war dieser Ansitz auch nicht im Voraus geplant, wurde zu einer spontanen Nummer. Was da aber an seiner Rute einstieg, das toppte doch seine kühnsten Erwartungen: ein stattliche Elbe-Bulle ü 2 Meter! Es war an dem gleichen Wochenende wie bei Simon und Kollegen. Bemerkenswert auch die weitere Parallele zum Rhein, Tauwurm scheint sich zumindest bisher zum Köder des Jahres zu entwickeln! Einen Unterschied gab und/ oder gibt es doch, denn Alex und Simon fingen die meisten Waller bis Mitternacht, während an der Elbe erst kurz vor der Morgen-Dämmerung „der Punk abging“.

Aber auch Christopher berichtet von einem bisher sehr schwierigen Jahr an der Elbe, mit Licht, aber noch viel mehr Schatten! Mal abgesehen von den ein oder anderen eher Zufalls- oder Bei oder „Dusel“-Fängen, die durch irgendwelche Magazine und/ oder Foren geistern: es ist einiges an harter Vorarbeit und Kenntnis, was und wie man macht, erforderlich, um hin und wieder doch aktuell und in den Wochen zuvor erfolgreich zu sein!

Alle hier gezeigten Elbe-Waller bissen auf Tauwurm. Und es sind auch schöne Fische, die Christopher stolz in die Kamera hält, oder? Also es muss nicht immer nur die Portions-Forelle oder gar ein lebender Köfi sein!

 

Auch wenn die nachfolgenden Bilder einen anderen Eindruck von den Fängen auch an der Elbe erwecken könnten, einfach ist wirklich anders!

 

 

 

05.08.20

 

"Vier (4) auf einen Streich …“

 

Einen Waller zu fangen, dazu braucht man etwas Glück und ein gewisses Maß an Wissen, sofern man es gezielt auf Wels probiert.

Zwei Waller in einer Session zu fangen, da müssen schon einige der notwendigen Parameter zusammenkommen. Und klar, Erfahrung ist gefragt. Glück? Da muss man schon richtig Dusel haben, um einfach mal so 2 Wallis zu fangen.

Ach-so, wir reden hier nicht von Fischen um die 30 bis 60 cm, die beim Aalangeln immer mal wieder sich gierig auf die Tauwürmer stürzen, ok? Und ich meine, schreibe für Heimat - Flüsse!

Drei Waller in einer Session, jetzt wird es langsam eng, sowas erlebt man nicht wirklich regelmäßig! Auch wenn zwei erfahrene Angler/ Anglerinnen am Start sind. Nur mit Glück dies zu schaffen, daran glaube ich nun wirklich nimmer!

Ihr ahnt sicher schon, was jetzt kommen wird? Jepp, genauso siehts aus: Vier Waller während einer Session! „Nacht“ stimmt nicht ganz, denn dies geschah an Badischen Rheinseite, eben mit Nachtangelverbot.

Aber nun zu den Fakten: Alex und Simon, zwei langjährige Stammkunden, brachten dieses „Kunststück“ fertig. Warum Kunststück? Naja, denn die Fische waren nicht über die vier ausgebrachten Ruten verteilt, sondern wurden alle mit einer einzigen Rute an derselben Stelle hintereinander gefangen. Um genauer zu sein: 3 Wallis kamen noch vor Mitternacht, Nummer 4 im Morgengrauen. Das ist schon kein „Hammerschä“ mehr, sondern schon ein großer, ausgewachsener Hammer! Zudem war dieser Trip an den Rhein noch ein eher spontaner Einfall, so unter dem Motto: “He Alex, was machst gerade? Was meinste, Bock noch ne Runde zu angeln? Nö, nicht hier, lass uns doch die Waller ärgern…“ so oder so ähnlich lief das Ganze im Vorfeld ab.

Neben den „Bock drauf“ braucht man auch ein gutes Stück an Erfahrung, auch wenn es an eine Hausstrecke gehen sollte. Zu wissen, welche Köder man nimmt, wo man seine Montage ablegt, das ist schon fast eine Voraussetzung. Dass der erste Köder, übrigens Tauwürmer, in einer Wallerburg landen würde, das konnten die 2 nicht ahnen. Doch genau das ist wohl den Beiden passiert! Nur so lassen sich die Fänge an der einen Rute, an der einen bestimmten – vielleicht gerade mal 4 auf 4m „großen“ Areal – erklären. Gegen Mitternacht war der erste Ansturm durch! Wegen Nachtangelverbot wurden (wirklich) die Ruten reingeholt. Nummer 4 kam dann am frühen Morgen.

Nun noch kurz zu dem Begriff „Wallerburg“:  wir bezeichnen eine Stelle, an der die Waller gehäuft vorkommen, als Wallerburg. Mit „gehäuft“ ist gemeint, dass sich wenigstens 2 Waller zur gleichen Zeit bevorzugt da aufhalten. Entweder handelt es sich um einen bevorzugten Ruheplatz (Wohnzimmer) mit passender Tiefe, Untergrund, Wassertemperatur und/ oder Sauerstoffgehalt. Oder die zu einer bestimmten Phase bevorzugte Nahrung ist in großer Zahl, Menge vorhanden, und dass auf einer recht kleinen begrenzten Fläche (Esszimmer). Genau an solch einer Stelle hatten Alex und Simon ihre eine Rute abgelegt. Noch etwas zur Länge der Fische: 3 waren aus der Kategorie Halbstarke, 1 Waller hatte die 2 Meter Marke durchbrochen.

 

Diese Ausnahme-Nacht soll aber nicht über das seit Wochen eher schwierige Angeln hinwegtäuschen! Einfach ist wirklich anders!

 

Nochmals, oder daher erst recht, Euch Beiden ein dickes Petri! 

 

Zum Schluss noch eine kurze Filmsequenz:

Leider ist der größere Waller ist aus Versehen wieder zurück ins Wasser gerutscht, bevor man den Fisch in die Kamera halten konnte...!

Klar, wenn die Plane nass und die Hände "glitschig" sind ... :-)

 

 

 

02.08.20

 

Unser Team-Mitglied Kalle kann eine Hammer-Fangbilaz für den Monat Juli in seinem Camp am Ebro Zwischenstau abfeiern. Seine Gäste fingen in diesem einen Monat über 190 Wallis, und dass "nur" mit seiner Betreuung, ohne Voll-Guiding-Touren! Mehr kann fast nimmer gehen! Aber, man weiß ja nie...! 

 

Mehr Infos zu seinem Camp und einen Bericht plus Bilder zum Hammer-Fangmonat Juli  findet Ihr unter:

 

 

 

01.08.20

 

Das Waller-Vorfach oder Alles nur eine Frage des „Glaubens“?

 Teil 2

 

Weiter geht´s mit dem Thema „Waller-Vorfach":

Über die Jahre hinweg haben wir festgestellt, dass je „steifer“ das Vorfach am Ende ist, also bei dem oder den Haken, desto mehr Fehlbisse gab es. Vor allem bei einem 2-Haken-Rig, zum Beispiel bei Köfis mit Einzelhaken durch das Maul und der Zusatzdrilling lose unter dem Köfi baumelnd, oder in der Flanke fixiert! Über das „warum“ kann man nur spekulieren. Ich vermute mal, dass der Zusatzhaken oder Drilling nicht flexibel genug ist, durch das steife Material der Haken eben nur auf der Seite greifen kann, in der auch sitzt. Ein weiches Material „baumelt“ eher, steht nicht starr ab. Schwierig zu beschreiben, aber ich denke Ihr könnt nachvollziehen was ich meine?! Daher kamen wir als Alternative zu einer Kombination aus starrem Material, wie Soft- oder Hard-Mono, und einem flexiblen Stück, wie Kevlar oder Braided Line (Heavy Braid), mit dem zusätzlichen Haken. Der Endhaken konnte so unterm Köderfisch frei baumeln, oder konnte sich bei einer Fixierung am Bauch oder an einer der Seiten „drehen“ Das Ergebnis: deutlich weniger Fehlbisse! Ihr könnt die zwei Materialien mit einem Wirbel oder mit dem Schlagschnurknoten!

 

Zum Ende, oder das Beste kommt zum Schluss: es gibt noch ein Material, welches sich hervorragend zum Binden von Vorfächern eignet. Man könnte es als „Hybrid“ bezeichnen…, also das eine mit den Eigenschaften von 2en, oder mehr. Kevin und Volker nehmen fast nur noch, Achtung, jetzt kommts, die Planer Board Line von Climax! Eigentlich wird diese Schnur viel auf den Alpenseen für das Angeln, Schleppen mit dem Seehund, oder neudeutsch mit einem Planer Board genommen. Nachdem aber meine zwei Männer diese Schnur das erste Mal in der Hand hatten, war es passiert! Beide wollen die Planer Board Line als Vorfachmaterial in 1,6 mm und 175 kg Tragkraft, oder auch als Schlagschnur nimmer missen. Schön weich und flexibel, und extrem abriebfest! So eine Spule ist nicht gerade günstig, aber dafür sind 200 m drauf! Rechnet man die andere Vorfachmaterialien auf die Lauflänge der orange-farbenen Planer Board hoch, ist diese wiederum sehr preiswert! Als Geheimtipp würde ich die nimmer bezeichnen, dafür haben schon einige Guidingkunden während einer Tour die Planer Board kennen und schätzen gelern!

Apropo Schlagschnur: habe dazu hier in der Rubrik „Aktuelles“ schon ausführlich geschrieben. Die hier aufgeführten Materialien können auch als Schlagschnur eingesetzt werden. Das Kevlar und Hard-Mono wird auf Grund der Abriebfestigkeit gerne genommen. Manche Kollegen nehmen eine dicke Geflochtene, ab 0,80mm Durchmesser aufwärts als Schlagschnur. Also eine Braided Line (Heavy Braid), oder eben die Planer Board Line.

 

Hier nun zum Schluss eine Zusammenstellung der verschiedenen Vorfach-Materialien und meiner eigenen, persönlichen Beurteilung iher Eigenschaften:

 

Material

weich

steif

abriebfest

Noten:

Note 1 – sehr gut geeignet

Note 2 - geht

Note 3 - weniger gut

Kevlar

1

3

1+

Braided Line (Heavy Braid)

2

2

2

Soft Mono

2

2-3

2-3

Hard Mono (Extreme Mono)

3

1

1-2

Planer Board Line (von Climax)

 

1

3

1

 

 

Abschließend noch ein kurzer Film zu diesem Thema: Kalle`s Materialtest 😊

 

 

 

 

29.07.20

 

Das Waller-Vorfach oder Alles nur eine Frage des „Glaubens“?

 

Kevlar, Braided Line oder Heavy Braid, Mono, Soft-Mono, Hard- oder Extreme-Mono, es gibt schon reichlich Materialien für das Wels-Vorfach. Nur wann ist was zu nehmen? Oder welches hat wann und wie für Vorteile? Oder ist es wirklich nur eine Frage des „Glaubens“? Oder ist es einfach nur wie links oder rechts, schwarz oder weiß, VFB oder KSC (Yesss), Bayern oder Dortmund? Oder nur eine weitere Werbe-Maschinerie der Angelindustrie, um noch etwas mehr Geld aus den Taschen der Angler zu ziehen? Ach, wenn alles immer nur so einfach wäre! Dabei ist es eigentlich recht einfach, man kann schon grob einteilen, wann welches Material sich mehr eignet. Klar gibt es auch Waller-Angler, die beharren stur auf das eine Material und alles andere ist in deren Augen Quatsch. Die machen es sich dann doch ein wenig zu einfach!

Habe hier mal meine gemachten Erfahrungen zusammengestellt:

1. Kleine Köder, keine oder wenig Strömung: weiches, flexibles Vorfach

2. Größere Köder, mittlere bis starke Strömung: steifes, robustes Vorfach

3. Viel Hindernisse, raue Steinpackung, Muschelansammlungen: abriebfestes Vorfach

Ihr seht, für jede Situation hat mal das eine oder mal das andere Material seine Berechtigung, machen demnach Sinn.

Nur was ist weich? Robust? Und welches ist steif?

Gehen wir mal die 3 Punkte oben nacheinander durch:

 

Weiches Vorfach: Dicke Geflochtene (Heavy Braid, Braided Line), Kevlar, Soft-Mono. „Weich“ soll bedeuten, dass es sich leicht bewegen lässt, dem angebotenen Köder mehr „Spiel“ verleiht. Gerade bei Tauwurm, Blutegel kann genau dieses Spiel den Wels davon überzeugen, unseren Köder zu nehmen. Es wirkt einen Tick „natürlicher“, so könnte man es vielleicht auch nennen. Das Kevlar ist von allen genannten Materialien das abriebfesteste! Gerade bei rauem Gestein und/ oder vielen fiesen scharfen Muscheln unverzichtbar! Wir nehmen Kevlar in 1mm Stärke auch gerne als Schlagschnur, um die eigentliche Hauptschnur vorm Abrieb zu schützen. Besonders bei der Flussangelei im Hochsommer direkt vor der Steinpackung am Ufer ist es für uns ein „muss“! Nachteil ist die Weichheit oder Flexibilität, gerade bei stärkerer Strömung kommt es oft zu „Huddel“, Verwicklungen, Überschläge. Nicht seilen kriegt man bei der Kontrolle der Rute ein Knäul von U-Pose, Köder, Vorfachmaterial.  Die dicke Geflochtene (Braided Line), bei Climax auch „Heavy Braid“ genannt, wird auch gerne genommen, hat aber nicht die Abriebfestigkeit wie Kevlar! Ich würde es eher bei Gewässerboden mit weniger Hindernissen wie groben, scharfkantigen Stein. / Geröllansammlungen und nicht in starker Strömung nehmen, zumindest nach meinen gemachten Erfahrungen. Also wenn weniger scharfe Muscheln und unsere Montage nicht dauernd entlang scharfkantiger Steine „schrubbert“. Zudem ist es wohl das günstigste von allen Materialien. Haben wir Strömung, nicht Vollstrom, wollen innerhalb der Buhnen fischen mit wechselnden Strömungsrichtungen? Dann ist das Soft-Mono meine erste Wahl. Das Spiel des Köders wird zwar etwas eingeschränkt sein, gerade beim Tauwurmbündel, aber dafür gibt es deutlich weniger Überschläge des gesamten Vorfaches! Auch beim Einsatz von größeren Ködern, wie zum Beispiel der oft verwendete Portionsforelle, nehmen wir bevorzugt das Soft-Mono. Besonders auch dann, wenn wir den Köder nicht so oft kontrollieren wollen wegen Verdacht auf Verwicklungen, Vorfach-Wirrwarr! 

Steifes, robustes Vorfach: Gemeint ist damit das Hard-Mono (Extreme Mono). Viele Raubfischangler nehmen die etwas dünneren Schnüre zum Hechtangeln, da diese vermeintlich sicher vorm Abbiss sind, oder sein sollen. Wobei die meisten Angler da schon andere Erfahrungen als das in der Werbung versprochene erlebt haben, oder? Nur kurz dazu: außer Stahl, Titan ist kein Material sicher! Entscheidend ist, ob die Schnur im gefährlichen Bereich der Zähne ist! Ein Hecht knipst ohne großes Wenn und Aber ein 0,50er Hard Mono durch, wenn er dies zwischen seine Zähnchen bekommt! Im Gegensatz dazu hatte ich unzählige Hechte, auch kapitale Omas, mit einem 0,35er Fluorocarbon fangen können. In diesen Fällen saßen der Köder bzw. der Haken entweder seitlich am Maul oder ganz vorn! Haben wir unmittelbar mit einer Attacke einen Abbiss, dann sind es meistens kleine Hechte, die ungestüm unseren Köder attackieren und ihn verfehlen und daher ein Stück unseres monofilen Vorfaches zwischen die Zähne bekommen. Zack ist die Schnur durch. Unser Anschlag geht sowas von ins Leere und verdutzt schauend, flattert uns der Rest des Vorfaches ohne Köder entgegen!  Weiter nun mit unserem Zielfisch und das passende Vorfach dazu.

Hard Mono, dass wir beim Welsangeln einsetzen, ist deutlich dicker, ab 0,90mm aufwärts! Es hält auf jeden Fall länger den scharfe Muschelkanten den Steinkanten und den Steinpackungen stand als das „Heavy Braid“ oder „Soft-Mono, kommt bei der Abriebfestigkeit gleich nach dem Kevlar!                                                          

Eine weitere Eigenschaft ermöglicht uns den Einsatz in starker Strömung bis hin im Vollstrom: die Steifheit des Hard-Mono-s (Extreme Mono)! Es gibt damit keine Überschläge des Vorfaches, gerade bei leichteren Ködern wichtig. Selbst bei immer wieder wechselnden Strömungsrichtungen, verursacht durch den Schub eines Schiffes, oder Angeln im Kehrwasser, gibt es kein „Huddel“ wie wir zu sagen pflegen. Und beim Soft- als auch Hard-Mono rutscht Kraut oder sonstiger „Dreck“ ab, wegen der glatten Oberfläche. Bei der Einstufung aller beim Welsangeln möglichen Vorfach-Varianten steht das Hard-Mono auf Platz 2, gleich nach dem nahezu unverwüstlichen Kevlar! 

Abriebfestes Vorfach: Da bleiben ja nimmer Viele übrig, erklärt sich von selbst nach den Beschreibungen der ersten beiden Typen, oder? Kevlar und Hard-/ - Extreme-Mono wären demnach meine Auserwählten, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, gefolgt vom „Heavy Braid“ und dem „Soft-Mono“.  Auch hier gilt der Leitspruch: Lieber eine Nummer stärker als zu schwach! Habt Ihr nur etwas Bedenken was den Gewässergrund anbelangt, dann wählt eins von Beiden aus! Damit seid Ihr definitiv auf der sicheren Seite! Aus „Geiz ist geil“ oder „Ach, das wird schon nicht schief gehen“ Beweggründen, oder aus Bequemlichkeit meint, dass das Ganze zu übertrieben, überbewertet wäre, der riskiert den Verlust des Fisches im Drill, egal wie klein oder groß der Waller auch sein mag! Was dann mit dem Fisch passieren wird, das ist leicht zu beantworten…! Da komme ich immer wieder auf die Aussagen einiger Angler zurück, die der Meinung waren und wahrscheinlich noch sind: „Ich will doch eh nur kleinere Welse fangen. Vielleicht bis 1m oder 1,20. Da müsste doch meine leichtere Ausrüstung dicke reichen. Da brauch ich doch nicht gleich eine neue und teure Angelausrüstung extra kaufen“. Ich konnte darauf mit geballter Faust in der Tasche und geschwollener Halsschlagader nur entgegnen, dass diese Spezialisten mit einem wasserfesten Stift auf die U-Pose doch schreiben sollten: Bitte nur Fische bis 120cm beißen! Aber das selbst wäre keine Garantie dafür, dass nur kleine Waller beißen würden, denn: die Fische können leider nicht lesen…!

 

Beim nächsten Mal besprechen wir noch eine Kombi-Variante für das Wallervorfach.

 

Und Kalle (www.extreme-ebrofishing.com)  zeigt Euch seinen Materialtest…

 

 

 

25.07.20

 

Bungee Rig ole`

 

Kalle lässt seine Gäste immer mal wieder das Original Waller Bungee Rig beim Wallerangeln einsetzen, unter anderem auch die ein oder andere Neuheit.

Und genau dann, wenn die Welse etwas zickiger sind, auch das gibt es am Ebro, dann schlägt die Stunde des Bungee-Rig.

So konnte auch Kalle´s Gast und Freund Erik in genau so einer schwierigeren Phase unter anderem diesen schönen Ebro-Bullen fangen!

Es war und ist ja auch der eigentliche Sinn des Bungee-Rigs:

Wenn die Fische im Fressrausch sind, eh alles weghauen, dann ist dieses Rig nicht unbedingt notwendig! Mein Großvater pflegte an solchen verrückten Angeltagen, an denen die Fische wie blöde gebissen hatten, zu sagen: da hätten wir auch Leberwurst an den Haken machen können, und hätten trotzdem genügend Fische fangen können...

Aber wenn die Fische heikler sind, genau dann sieht man die Stärke des Bungee-Rigs!

 

Kaum war dieser Text richtig fertig, da kommt schon die nächste Meldung von Kalle und Erik rein.

Und dieser Fisch ist echt ein Hammer! Ich will Euch nicht mit Maßen zutexten, Bilder sagen da mehr als Worte!

Und nein, Erik konnte den Fisch nicht in die Kamera vorhalten…😊, der Fisch ist war wirklich so gewaltig! 

Und wieder war das Bungee-Rig nicht unbedingt nur der Schlüssel zum Erfolg, aber eine wichtige Zutat oder ein wichtiges Detail!

Diesmal war es ein Endmuster der neuen Version! Nein. Ich verrate nicht welches.

Ja ja, ich spanne Euch wieder auf die Folter! Was da kommen wird und wie mein bisher bestes Produkt anbelangt, so sehen das nicht nur mein Team und ich, da müsst Ihr nun wirklich nimmer lang darauf warten, versprochen!

Sobald der Löwenanteil an Materialen für den Bau des Meisterstückes & Co bei mir eingetroffen ist, die ersten Stückzahlen gebaut sind, werden wir die Katze aus dem Sack lassen!

Aber, wie auch in vielen anderen oder fast allen Bereichen hat uns da die Pandemie ausgebremst.

Sonst, sonst wäre, müsste, sollte …, egal! Es kommt, wie es kommt! Und es kommt…bald!!!

 

In diesem Sinn: Attackeeee

 

 

22.07.20

 

Das Anleinen von Wallern

 

Ein heißes Thema, keine Frage!

Und ich werde mir sicherlich auch keine Freunde mit meiner klaren Meinung dazu machen, dessen bin ich mir bewusst. Aber es gibt eben auch Themen, die müssen einfach angesprochen werden.

Es wird von vielen Kollegen stillschweigend akzeptiert und/ oder auch praktiziert Wir selber hatten vor einigen Jahren ein Seil für das Cat Spirit Programm zusammen entwickelt. Das wurde vor allem in Frankreich sehr gut verkauft, und wurde von einigen Herstellen kopiert. Es war ein 10mm Seil mit zwischen geschalteten Gummizug (das Bungee xx-extreme sozusagen 😊), um Schläge oder Gegenzug des Wallers abzufedern (Shock Absorber), den Fisch nicht knallhart gegen einen festen Widerstand ziehen zu lassen. Und es hatte eine dicke Schlauch-Ummantelung für das Einschlaufen im Maulbereich, damit sich der Wels nicht noch den Maulbereich aufreißen oder anderweitig verletzen würde. Von daher, ich weiß worüber ich hier schreibe!

Ich bin absolut für das Anleinen eines Fisches, wenn dieser nach hartem Drill platt ist, ein Stabilisieren des Fisches nicht den gewünschten (davon-schwimm-) Erfolg bringt! Gerade bei hohen Wassertemperaturen und/ oder ein Drill in der sommerlichen Mittagshitze stressen den Fisch heftig. Man könnte lange mit ihm im Wasser stehen und ihn halten, bis der Fisch aus eigener Kraft loszieht. Nur selbst dann besteht die Gefahr, dass nach paar Metern der Wels wieder hochkommt, und zum Beispiel im Fluss wehrlos von der Strömung hin und her gewirbelt, gegen die Steine gedrückt wird. In fast allen Fällen bedeutet das den sicheren Tod! Um diesen Qualen entgegen zu wirken, sollte man den Fisch anleinen. Im Fluss gibt es kaum eine geeignete Stelle, außer im Schatten einer Buhne. Bevor man ihn aber dorthin bringt, muss der Fisch weitest gehen stabil, zumindest halbwegs bei Kräften sein. Also ab ins Wasser und halten, bis man die Muskelspannung am Fisch spürt. Dann begleiten wir den Fisch an der langen Leine in etwas tieferes Wasser, 80 cm und mehr. Da soll sich der Fisch ablegen und zur Ruhe und zu Kräften kommen! Die lange Leine wird sicher am Ufer fest gemacht. Bitte nicht alle 30 Minuten an der Leine ziehen und schauen, was der Waller macht!

Haben wir ein ruhigeres Nebengewässer direkt hinter uns, dann nichts wie hinein mit dem Wels. Alles, was Deckung, sauerstoffreiches Wasser mit wenigstens 1m Tiefe hat, ist besser als harte Strömung!

Beim Angeln im See ist es da natürlich meist einfach, einen geeigneten Platz zu finden. Unterwasserpflanzen, Seerosenfeld, und das Ganze noch leicht beschattet, ist gut! Aber auch hier sollte eine Mindesttiefe vorliegen, eher tiefer als im Fluss: stehende Gewässer sind meist wärmer als der Strom, also gern ab 120 cm Tiefe abwärts.

Auch wenn der Gesetzgebende eine andere Verwendung für die Waller vorsehen, einige Angler auch gern mal einen Wels essen würden, sind wir uns doch einig, dass der Anblick eines majestätisch davon gleitenden Welses so ab ungefähr 180 und länger nur klasse ist, oder? Und diejenigen unter Euch, die mal ein Wels Filet essen wollen: Fische bis 120cm Länge sind ok vom Fleisch. Selbst Fische aus dem Fluss setzen ab dieser Länge Fett an…, nicht gut schmeckend ☹.

Nun noch zum eher heikleren Thema: Anleinen des oder der Waller wegen des Fotografierens…! Man sieht immer mal wieder Bilder von Anglern, die mit 2 oder mehr Fischen auf der Plane liegend posen. Da muss ich auch ehrlich gestehen, dass wir den ein oder anderen Fisch, der mitten in der Nacht gefangen wurde, wegen des Fotografierens ganz früh morgens angeleint hatten, und hin und wieder auch haben. Wenn man gutes Bildmaterial von einem besonders schönen Waller haben möchte, es in der Dunkelheit nicht so hinbekommt, dann sollte das aber die Ausnahme sein! Warum man sich alleine mit mehreren Fischen auf einem Bild bei besseren Lichtverhältnissen machen muss, dass verstehe ich nicht! Warum? Was will man damit zeigen, ausdrücken, beweisen? Dass man ein richtig toller „Hecht“ ist (sein möchte)? Oder „schaut her, was ich für ein Hammer Waller Angler bin“? Man kann eine Ausnahme-Nacht auch der Reihenfolge nach seinen Fängen dokumentieren, oder? In der Einstellung – Eigenschaften bei der Bilddatei sieht man doch, wann der Fisch geknipst wurde. Vor allem sind solche Bilder Wasser auf die Mühlen mancher uns nicht so gut gesonnenen Organisationen. Muss man denen noch Kanonenfutter geben?  Eine weitere nicht akzeptable Vorgehensweise ist das Anleinen eines großen Fisches über mehrere Tage hinweg, um möglichst viele Bilder von dem einen Fisch zu machen. Aber nicht, weil man nicht genug Bilder von diesem schönen Fisch machen kann. Nein! Der Waller wird zu den unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten in den unterschiedlichsten Haltungen und Aktivitäten und mit den unterschiedlichsten Outfits und Stylings fotografiert. Und so wird aus dem einen tatsächlich gefangen Fisch wenigstens 2 oder 3 und mehr Fische, die man als Super-Angler in kurzer Zeit gefangen hat. Armes Deutschland, oder Europa!!! Eine Verarsche (sorry) der potentiellen Kunden, Käufer, Follower, Like-er, usw.! Zudem eine endlose Quälerei für den Fisch, der meist nach solchen Aktionen stirbt und anschließend versenkt wird! Leider wird über diese Unart nicht gesprochen, nur der oder die engsten Vertrauten wissen davon, und die sind zum Schweigen verdammt worden. Leider ist das nicht nur bei dem Waller der Fall, auch bei anderen, Publicity-fähigen Fischarten wurde und wird wahrscheinlich noch sowas praktiziert! Möchte auch nicht weiter dieses widerwärtige Thema beschreiben, sonst dreht sich mir der Magen um! Für so etwas ist das Anleinen definitiv nicht gedacht!!!

Wenn Ihr also in Zukunft einen Fisch anleinen müsst, oder vielleicht wollt, bitte wägt genau im Vorfeld ab, ob es wirklich notwendig ist. Und wenn, dann bitte mit aller Vorsicht und Rücksicht auf die Kreatur, was das wo, wie und womit anbelangt! 

 

Nachfolgend ein paar Bilder eines Seils Marke "Eigenbau", mitsamt der kleinen aber doch sehr wichtigen Details. Das "schwarze Teil" ist das Gummi.

 

 

 

18.07.20

 

Anlanden, Hilfsmittel und No-Gos, immer wieder ein Thema!

 

"Da kommt er zum ersten Male hoch! Ein schöner Waller, dürfte um die 190 haben. Jetzt bloß aufpassen, dass ich auf den feuchten und daher rutschigen Steinen am Vorfuß nicht weg- oder ausrutsche. Ok, da kommt langsam das Vorfach aus dem Wasser. Ne, ne, ne, der ist noch nicht müde. Achtung, gleich geht er nochmals ab! Die Bremse surrt, aber die Flucht ist nimmer so arg. Jetzt kriegt er noch nen Klaps aufs Köpfchen, und nochmals geht die Post ab. So, das muss es gewesen sein. Ans Vorfach greifen, und langsam ranholen. Handschuhe? Öh, nö, liegen schön ordentlich oben am Rutenständer. Egal, auf den ein oder anderen Kratzer an der Hand kommt es jetzt auch nimmer drauf an! Ok, hier ist er, und rein in die Schublade. Und, und, ääh, da fehlt doch noch was? Oh Schei…! Die Matte liegt natürlich auch noch oben. Und nu?"

So oder so ähnlich dürfte es jedem von uns schon ergangen sein: alles top vorbereitet für die hoffentlich Action—reiche Nachtstunden, und dann fehlen genau in diesem Moment diese kleinen, aber doch wichtigsten Hilfsmittel: Landematte und Handschuhe.

Ok, Handschuhe? Nicht unbedingt so sehr wichtig! Gibt ein paar Schrammen mehr auf unserer Hand, aber dem Fisch dürfte es reichlich egal sein, ob wir ihm mit Handschuh oder ohne ins Maul greifen.

Doch bei der Matte hört dann der Spaß auf! Gerade hier am Rhein mit seiner groben Steinschüttung entlang des Ufers ist Vorsicht geboten! Sand- oder Kies- oder Schotteruntergrund sind auch keine Wellness-Unterlage für die Fische!

Zieht man den Wels einmal über spitze, scharfe Steinkanten, dann hat sich die Frage des releasen-s erledigt. Kleine, oberflächige Schrammen würden dem Fisch wahrscheinlich weniger ausmachen. Nur mit gequetschtem Bauch, oder gar von den scharfen Steinkanten aufgeschlitzten Körper?

Allein schon aus Respekt vor der Kreatur sollte man dem Wels den Gang aus dem Wasser, wenn überhaupt notwendig, so schonend wie möglich gestalten.

Kommen wir mal zu den möglichen Hilfsmitteln: Eigentlich habe es uns da die Karpfenangler vorgemacht, mit ihren Abhakmatten. Nur solche Matten in XXL-Format gibt es nicht auf dem Markt. Würde auch schon aus Transportgründen eng werden. Aber man kann ja schon etwas Ähnliches einsetzen: dickere Matten gibt es von ein paar wenigen Herstellern. Als Beispiel sei hier CatSpirit und Taffi Tackle genannt. Vor gut 13 oder 14 Jahren hatte ich diese Abhakmatte mit Tragegriffen für die französische Marke CatSpirit entwickelt. Kaum im Handel zu bekommen, gab es auch schon die ersten Kopien. Wir hatten einige davon ausprobiert und als „durchgefallen“ nach dem ersten Versuch gleich wieder in die hinterste Ecke gestellt, sofern sie noch in Ordnung und nicht gerissen oder das Gestänge komplett verbogen war…dann ab in die Tonne!

Ihr habt es sicherlich schon bemerkt, ich vermeide das Wort „Plane“. Wenn es sich nicht gerade um eine LKW - Plane handeln sollte, ist alles andere weniger geeignet, um den Waller unbeschadet über die Steine zu ziehen oder zu legen.

Doch viele kaufen sich im Baumarkt die Bauplanen. Sind meist schön grün, aber sofern sie nicht doppelt oder dreifach gelegt sind, schützen sie den Fisch eher weniger vor Verletzungen. Um später nach geglückter Landung den hoffentlich unbeschadeten Waller dann zu fotografieren, mit ihm zusammen auf der feucht bis nass gehaltenen Planen zu posieren, dafür sind diese Planen absolut ok! Selbst von namhaften Herstellern gibt es solche einfachen Planen, noch schön verziert mit dem jeweiligen Logo. Wenn ich dann lese „…schützt gelandete Welse vor Steinen…“ klappt mir der Unterkiefer runter. Und zu allem noch kosten diese Planen richtig Kohle! Da fällt auch mir nix mehr dazu ein! Wie schnell lässt sich doch Geldverdienen mit billigstem Material!

Aber es wird noch skurriler (scheint mein Wort des Jahres zu werden 😊), denn ein paar dieser Planen sind mit einer Messskala verziert. Ok, wer es nur ungefähr wissen möchte, wie groß beziehungsweise lang sein Fisch ist, mit einer Toleranz von, Achtung, bis zu 10 cm eher plus als minus, dem wird das reichen! Man kann nur hoffen, dass die meisten Wallerangler diese Planen zum Abdecken der Gerätschaften beim Regenguss, oder als Sonnensegel nutzen. Dafür wären mir diese Planen aber zu teuer, denn im Baumarkt kriegt man ab 2 x 3m für 6 bis 12€, und diese Gewebeplanen haben auch noch Ösen…

Wenn Ihr schon ü 40 Euronen ausgeben wollt, dann legt noch nen Zwanziger drauf und holt Euch für um die 60€ die Original Landehilfe von Taffi Tackle. Vereinzelt findet Ihr die noch bei eBay. Besser und sorgfältiger könnt Ihr den Fisch bei der Landung nicht behandeln! Stabiles Material, stabile Rohre für den Transport, am Kopf- und Fuß- äh Schwanzende verschließbar mit Klett und Tragegriffe. Vielleicht findet Ihr ja noch (mein) das Original von CatSpirit? Wenn ja, nicht überlegen, zugreifen! Kevin, Stefan und Volker aus meinem Team haben diese seit über 10 Jahren immer noch im Einsatz! Noch Fragen?

Wenn es aber nix mehr in der Richtung geben sollte, dann habe ich aber noch ein kleines Ass im Ärmel, besser gesagt eine sehr gute Alternative parat: Macht Eure Freundin, Lebensgefährtin, oder Frau vielleicht Yoga? Schaut Euch doch mal diese Gymnastik- oder Fitnessmatte an. Nein, es muss ja nicht rosa, pink oder rot sein. Die gibt’s in allen denkbaren Farben, in brauchbaren Abmessungen bis 2m Länge und 1m Breite, und mit einer Materialdicke von 1 bis 2cm! Und kosten von 15bis 40€, je nach Abmessungen! Gut? Wird noch besser: kauft Klettband, freie Länge, so gesamt 4 bis 6m. Und Ihr braucht noch die Gewebeplane von eben. Mit dieser Gewebeplane „umwickeln“ wir nun die dickere Gymnastikmatte. Um diesen Umschlag zu sichern, brauchen wir das Klettband. Dieses machen wir ans Kopf- und „Fuß“/ Schwanzende. Und fertig ist eine super Landehilfe oder Abhakmatte Marke Eigenbau! Schonender könnt Ihr den Fisch nicht anlanden, wenn er schon aufs Trockene muss.

Das Ganze nützt Euch natürlich herzlich wenig, wenn genau diese wichtigen Utensilien im entscheidenden Moment nicht bei Euch sind, bzw. neben Euch liegen. Klar, wenn man zu zweit unterwegs ist, ist alles einfacher. Während der eine drillt, kann der Kollege einem die Sachen richten.

Noch besser wäre es, den Waller erst gar nicht aus dem Wasser zu nehmen, ihn direkt in seinem Element zu versorgen, abzuhaken, ihm solange zu helfen bis er wieder davonziehen kann. Verstehe es schon, wenn man gerne seinen Fang bebildert haben möchte! Man könnte die Bilder auch gleich nach dem Drill und der Versorgung des Fisches direkt im Wasser machen, oder? Und wenn der Fisch doch auf die „Matte“ liegen soll, dann bitte vorher diese gut nass machen, und den Fisch anschließend natürlich auch, bis Ihr den dann wieder in sein Element gleiten lasst!

 

Nachfolgend noch paar schon etwas ältere Bilder von einer richtig guten Landehilfe-Matte. 

 

 

 

15.07.20

 

„Hydra – Bekloppte“ Teil 2

 

Wie schon am Samstag geschrieben drillte Kalle am Ebro in der Strömung einen schönen Walli, einen Tag vor Kevin`s Aktion ...!

Die „Waffe“ war aus der gleichen Serie: eine Hydra Speed mit 40 Gr. Wurfgewicht und einer Länge von 210. Im Vergleich zu Kevins Nummer war der Wels kleiner, was aber wohl der leichteren und kürzeren Rute geschuldet war … 😊

Und Zielfisch waren bei Kalle nicht Hecht, sondern Barsch und Zander! Beide, nicht die Fische, sondern Kalle und Kevin sind sich einig, dass die Hydra zum Kunstköderangeln absolut top ist! Unschlagbares Preis – Leistungsverhältnis! Und bestückt mit einer kleinen Stationärrolle und guter dünner Schnur eine "Waffe" oder wie ich gerne sage, ein Zauberstöckchen! K & K haben übrigens die iBraid auf ihren Rollen. 

Aber nochmals, bevor irgendjemand auf den Gedanken kommen sollte, diese Rute gezielt zum Wels-Spinnfischen einzusetzen: die Hydra ist KEINE Waller Rute!!!

 

Ja ja, ist ja schon gut! 99% wird das schon klar sein! Aber beim restlichen Prozent…?

Ihr könnt Euch nicht wirklich vorstellen, auf was für Ideen manche Angler kommen, um auch mal so einen Fisch an die Angel zu kriegen!

Da wird dann solange das Filmchen oder die Bilder angeschaut und heran gezoomt, um auch das aller-kleinste Detail 1 : 1 zu kopieren, damit es endlich mal klappt…, kein Sch…!

 

Aber nun: Film aaaaab!

 

 

 

 

11.07.20

 

Wie am Mittwoch angekündigt, hier die Kevin-Meldung:

 

"Nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen ..."

 

Es klingt wie ein Horror-Angelmoment, und doch es hat auch was von einer wahren Sternstunde, wenn man das glückliche Ende betrachtet:

Aber der Reihe nach:

Aktuell ist das Angeln entlang des Rheins eine, na sagen wir mal eine nicht ganz einfache Nummer.

Viel Schatten, wenig Licht! Aber das ist bei der Sommerangelei nichts Neues. So lange wie ich mich zurückerinnern kann, war es schon immer eine sehr zähe Nummer: Man musste genau den einen kurzen Moment des Tages erwischen, meist gegen Abend bzw. Dämmerung.

Wenn, ja wenn noch ein weiterer Faktor hinzukommt, wie in diesem Fall der steigende Rheinpegel, dann, ja dann kann man Glück haben. Oder wie beim Kevin noch richtig viel Dusel, einen ordentlichen Sack voll Glück dazu haben.

Kevin schleppte, wie schon öfter in der letzten Zeit an einem Nebengewässer des Rheins. Die aktuell magische Zeit hatte begonnen, es war kurz vor 19.30 Uhr. Als erste Aktion kam ein schöner 70er Hecht zum kurzen Fototermin ans Boot.

Kurz darauf erfolgte der nächste (Hammer-) Biss. Seine Hydra Speed machte einen ordentlich netten Bogen. Ich schildere Euch jetzt nicht jede Phase des Drills, dafür dauerte das Ganze schon eine Weile und es würde hier wohl etwas den Rahmen sprengen! Also raus mit den Fakten:

Hydra Speed 270er mit 60 Gramm Wurfgewicht, auf der kleinen 2500er Rolle war oder ist noch eine 0,10 mm iBraid, 60 cm langes Stahlvorfach, 14 cm Rapala Shad Rap.

45 Minuten harter Drill, vom Boot aus, Waller 218 cm, beide Hände blutig von dem nicht so wirklich braven Walli. Mehrmals schnappte der Fisch nach Kevin´s Hand, wollte seine Hand nicht mehr loslassen. Warnhinweis: Bitte liebe Kinder, nicht nachmachen!!! Zumindest nicht ohne Handschuh (-e)!

Denke, wir sind uns da einig: so eine Aktion ist heftigst waffenscheinpflichtig …! Sowas ist kein Spiel, und irgendwann spätestens nach den ersten 30 Drill-Minuten auch wirklich kein Spaß mehr, für beide Beteiligten!

Im Moment scheint es die Zeit der „Hydra-Bekloppten K & K“ zu sein! 😊 (Anmerkung: meine 2 Teamer wissen schon wen und wie ich das meine!).            

 Am Tag davor bekam ich von unserem Team JK – Neuling Kalle ein Filmchen vom Ebro zugeschickt, in dem er mit seiner Hydra 210 cm, 40 Gr. Wurfgewicht einen schönen Ebro-Walli drillte.

Bin gespannt, was meine Hydra – Freaks als Nächstes anstellen…! Bei Kevin wartet man in den Sommermonaten eigentlich schon auf so eine „special action“, denkt man an die richtig kapitale Hechtdame aus dem letzten Jahr! Der Sommer wird ja noch etwas länger dauern, also genug Zeit für Kevin, noch was Verrücktes zu bringen?!

Und ja klar, man hätte das Ganze (noch) etwas aufreisserischer darstellen können, wie es sicherlich ein paar Mitbewerber machen würden: „Nur mit unserer XY Rute fangt Ihr die großen Fische…“ oder so ähnlich. Aber das ist wirklich nicht unsere Art, und auch sicherlich nicht die von Sportex! Hier heißt es dann eher: „Unsere Ruten halten auch mal den Drill eines großen Fisches stand!“

Und auch da sind wir uns sicher einig, dass eine Rute mit 40 oder auch 60 Gr. Wurfgewicht nicht zur Kategorie Waller-Ruten gehört, oder?

 

 

 

08.07.20

 

Mein „ON – OFF Verhältnis zu Print-Medien, Online-Magazinen, Post-s für Andere

 

Ich werde in letzter Zeit immer mal wieder gefragt oder angeschrieben, warum es keine Artikel in Angel-Magazinen, egal ob gedruckt oder online, oder auch neuerdings keine Beiträge in Sozialen Netzwerken meiner Kooperationspartner von mir gibt.

War schon erstaunt, dass gerade in den letzten ca. 3 bis 4 Wochen diese Frage recht häufig kam, Danke! Vielen Dank! Im Umkehrschluss heißt das ja, dass Ihr mein Geschreibe gern gelesen habt. Freut mich ehrlich sehr! Solch Feedback ist mir viel lieber als „clicks“ oder „likes“. Zumal ich selber keinen Account in irgendeinem sozialen Netzwerk habe bzw. betreibe. Eben nur meine eigene Webseite, mehr nicht.

Ich definiere mich generell nicht über die Anzahl „virtueller Freunde“. Ist mir sowas von fremd!

Entweder man hat ein paar ganz wenige richtige Freunde, oder Bekannte. Punkt!

Sorry, zurück zum Thema, zu Eurer Anfrage:

Für einen Artikel, keinen Kurztext, brauche ich mittlerweile bis zu 6 Monate, einschließlich der Auswahl von den entsprechenden Bildern. Ist leider meinem Gesundheitszustand geschuldet, der sich konstant verschlechtert. Bis vor 4 oder 5 Jahren brauchte ich gerade mal 3 bis 5 Tage!

Das Niveau meiner Schreiberei sollte recht hoch, oder wenigstens „gut“ sein, das ist mein eigener Anspruch. Wenn nun Artikel angefragt werden, dann gehe ich davon aus, dass dieser oder diese zeitnah erscheinen, veröffentlicht werden! Das war leider zuletzt nimmer der Fall, trotz genauer Absprachen und Vereinbarungen! Da ist mir der ganze Aufwand zu schade! Meine Kraft und Arbeit zu viel Wert, dass meine Sachen in der Ablage „Verschiedenes“ oder „vielleicht irgendwann mal“ verschwinden.

Zudem scheinen einige „Kollegen“ ihre Schreiberei zur Unterstützung ihrer Profil-Neurose zu brauchen. Ich möchte auch nicht mit diesen Herrschaften über einen Kamm gezogen werden!

Nein, ich bin nicht eingebildet! Nur beobachte ich die Szene schon paar Jährchen, da kriegt man Vieles mit!

Da schaue ich doch lieber, dass meine Webseite regelmäßig bedient wird, ich immer wieder etwas „Gutes“ reinstellen kann, mein Niveau da drin beibehalten werden kann! Und Ihr belohnt ja meine Arbeit auch, sichtbar für mich durch die täglichen Besuche auf meiner Seite. DAS freut mich sehr, riesig!

Obwohl diese Statistiken nicht viel aussagen, da bei meinem Betreiber der Webseite die Cookie-Zeile ganz oben sich befindet. Somit wird niemand genötigt, da sein „ok“ zu geben, damit er gezählt wird, man kann es ja auch ablehnen.

Und natürlich freut mich Euer Feedback sehr, egal ob positive oder auch mal negative Reaktionen!

Denke, dass Ihr nun nachvollziehen könnt, warum es so ist wie es ist! Danke für Euer Verständnis!

 

Ach so, fast vergessen: ich investiere meine wenige gute Stunden auch in andere Projekte, das ist für mich schon fast eine Therapiemaßnahme, lenkt mich auch von den Schmerzen ab!

Wie (zugegeben schon mehrmals) versprochen, werde ich bald über diese Projekte mehr schreiben!

 

Nach diesem zugegeben etwas trockenen Beitrag wird der Nächste umso fischiger, soviel kann ich Euch schon versprechen: Kevin´s (schon fast traditionelle) Sommer-action …!

 

ATTACKEEEEEEE 😊 

 

 

04.07.20

 

Um es gleich von Anfang an klar zu stellen:

Nein! Auch wenn aus Spanien mehr Fänge, Fische nun kommen dürften, werde ich weiterhin versuchen, ausreichend Heimat-Fänge, oder auch Tipps, Anregungen speziell für Heimat-Wallis, hier zu beschreiben, zu präsentieren! Wobei der ein oder andere Tipp sicherlich "sowohl als auch" zu verwenden sein könnte...

 

 

Damals und heute …

 

…scheinen die gleichen Ködertypen auf Zander zu funktionieren wie bereits vor über 15 Jahren!

 

Es ist schon irgendwie erstaunlich, vor allem wenn man bedenkt, dass es immer wieder sogenannte „Köderpausen“ an einem Gewässer gibt. Das was vor paar Jahren eine „Fanggarantie“ auf die Räuber war, das geht irgendwann, nach Dauer-Beschuss von Barsch, Hecht & Co nimmer. Die Räuber scheinen den Köder in und auswendig zu kennen. Fehlt nur noch, dass uns die Fische im Moment der Landung den Hersteller, Katalogseite, UVP des Köders daher beten…!

Am Ebro ist das aber wohl eher weniger der Fall, wenn man die Fänge der letzten Tage von Kalle und seinem Gast Patrick anschaut.

Immer noch ein Dauerläufer ist der legendäre Kauli!

Oft kopiert, von jedem Anbieter mit irgendeinem unverwechselbaren und einem „nur dies hier bringt Euch den Fisch“ – Detail versehen, fängt und fängt und fängt… Fast schon wie der über Jahre hinweg abgedroschene Werbe-Slogan des VW Käfer, der auch läuft und läuft und… richtig: läuft!

Es hat sich ebenso an einer gewissen Farb- oder "Dekor" - Vorliebe der Zander und nun auch der Ebro-Barsche recht wenig geändert.

Falls Ihr mal Bock auf nicht nur Waller haben solltet, dann besucht doch mal unseren Kalle am Ebro.

Touren, Guidings auf Barsch und Zander hat er ebenso in seinem Programm.

 

In diesem Sinne: Attackeeeeee 😊

 

Unten: Zander´s Leibgericht vor vielen vielen Jahren ...

... und aktuell (gestern um genau zu sein) fangen die Kauli-s immer noch die Zander-s und auch schöne Barsche!

01.07.20

 

Newsticker….....Breaking News….....no fake news….....

 

Bodenständig, zuverlässig, offen und ehrlich, dass sind Adjektive, die mir wichtiger sind als Alles andere, irgendwelche Pseudos!

Es gibt sie aber noch, wenn auch nur ganz Wenige, diese Vollblutangler mit Herz und Verstand!

Daher freue Ich mich sehr, „wie ein Schnitzel“, dass mein alter Kumpel, guter Freund, Angelspezi Kalle

Karlheinz Decker www.extreme-ebrofishing.com ) ab sofort mich/ uns unterstützen wird!

 

Kalle ist vielen von Euch vom Ebro her bekannt. Seine Vollmond-Touren haben längst Kult Status erlangt, sind lange im Voraus ausgebucht! 

Aber nicht nur Waller zucken beim Namen „Kalle“ zusammen, auch Karpfen, Zander und Barsche am Ebro-Stausee gehören zu seinem Repertoire! Viele Jahre, 10 um genauer zu sein, war Kalle im Team von Taffi. Mehr muss man eigentlich nicht dazu sagen! Die Wörter „Loyalität“ und/ oder „lange Zugehörigkeit“ können viele nicht einmal mehr buchstabieren…! Kalle wäre wohl immer noch im Taffi Team dabei, nur seit Übernahme dieser Marke von einem Großhändler war ihm seine Zukunft zu unsicher!

Um es klar und deutlich zu sagen: Nein, ich habe ihn nicht abgeworben!

Man könnte es eher mit etwas Pathos sagen: „Es kommt zusammen, was zusammen gehört…“!

 

Natürlich wird Kalle`s alt bewährte Ebro - Tackle jetzt deswegen nicht in die Tonne kloppen!

Nach und nach werden Sportex-Ruten und Climax-Schnüre in Kalle´s Ausrüstung mit reingenommen, sowohl für die Waller- als auch Zander-Angelei. Und natürlich die Original Bungee Rigs .... 😊

 

 

Also Kalle, mein alter „Bumbeltunker“, meine Männers und ich sagen:

Herzlich Willkommen im Team JK!

 

 

27.06.20

 

Der Zander am Oberrhein,

stromab der Staustufe Iffezheim, hat sich in den letzten paar Jahren eher zum Fisch der Spezialisten entwickelt. Oder um den Meerforellen-Spruch anzuwenden, der Zander ist zum Fisch der 1000 Würfe geworden!? Derart rar hat sich der Stachelritter in dem zugegeben für ihn nicht gerade optimal gewordenen, sehr klaren Fluss gemacht!

Umso verwunderlicher ist es dann aber, dass sich immer wieder mal ein Zander, meist auch in stolzer Größe, an den eher groben Montagen und größeren Ködern vergreift. Und da heißt es doch, man braucht Fluorocarbon als Vorfach… 😊

Ebenso "selten", eigentlich im Rhein die absolute Ausnahme, und etwas skurril zugleich ist diese Sichtung einer Karpfenspezie am freien Strom, den Kevin kürzlich fotografieren konnte!

Überraschungen beim Angeln gibt’s doch immer mal wieder…!

Aber ist das gerade nicht das berühmte Salz in der Suppe?

 

 

26.06.20

 

Hier schon mal ne kleine Meldung vorab...

 

Vegane Maccaroni?

Nein, nein, ich bin nicht zum Veganer geworden!

Was hier unten so skurril aussehen mag, dass sind in Wirklichkeit round about 2100 Stück Tubes, (fast) auf den Millimeter genau und schön exakt gerade geschnitten!

Alle diejenigen unter Euch, die mein Schaffen und Tun in den letzten Wochen, Monaten, Jahre verfolgt haben, werden wahrscheinlich wissen, was es damit auf sich hat: das neue Projekt und die Produktion meines „Meisterstückes“ hat begonnen!

Attackeeeee! 😊

Dämnäxt mäährrr!

 

 

24.06.20

 

Bevor ich Euch den eigentlichen Bericht reinstelle, noch etwas hier zur Rubrik "Aktuelles":

Anscheinend habe ich dieses Jahr schon so viel geschrieben, dass mein freier Platz in dieser Rubrik am Limit steht. Daher ist Vieles aus diesem Jahr in der neuen Rubrik "Archiv Aktuelles (01.2020 - ...) rüber gezogen worden!

Also nix ist verloren gegangen! 

 

 Nun zum

Nachtrag, Fangmeldungen

 

Ich bin Euch noch die Fangmeldungen, besser gesagt eine kleine Auswahl von Heimat - Fängen gleich zu Beginn des Jahres und aus diesem Frühjahr „schuldig“.

Denke, Ihr habt und hattet dafür Verständnis, dass ich erst jetzt damit rausrücke.

Zum einen aus Solidarität zu den Anglern, die zu Beginn, im Laufe der Pandemie nicht ans Wasser konnten. Und weil eh viel zu viel am Wasser los war, ich zumindest nicht noch mehr Leute „motivieren“ wollte, hier die Strecke regelrecht zu belagern! Über das „warum“ habe ich mich schon mehr als genug geäußert und geärgert.

Zurück zu den Fängen:

Es waren schöne Fische! Auch waren kapitale Burschen dabei, aber ebenso die „Otto-Normal“-Größe, die wir nicht verschweigen wollen! So ehrlich sollte man schon sein und nicht den Eindruck erwecken, dass nur Große, rein nur kapitale Waller gefangen wurden und werden. Man fängt halt auch nicht bei jedem Ansitz! Für diese Busch-Trommelei sind andere verantwortlich. Wer es glauben will …

Kevin und sein Angelkumpel Benni hatten vorm ersten richtigen Biss über 48 Stunden „Leerlauf“, null Aktion! Erst am dritten Morgen rummste es zweimal kurz hintereinander. Danach war wieder Ruhe, null, nada, nix. Es dauerte über 24 Stunden, bis es wieder hieß „action!“. Hätten die 2 nach den ersten beiden Nächten aufgehört, weil Familie und/ oder Arbeit gerufen hätten, wäre es eine Null-Runde geworden, zero Bisse und zero Fisch!. Wenn die 2 dagegen an den Tagen 3 und 4 „nur“ draußen gewesen wären, dann, ja dann: alles super!!!

Aber, so ist Angeln, auch das Angeln, Ansitzangeln auf Waller! Es ist (zum Glück!) kein Wunschkonzert! Zumal das Thermometer immer wieder in der Nacht oder früh morgens in den empfindlich-kalten unangenehmen Minusgrad-Bereich gefallen war! Deswegen mag der ein oder andere nicht so amused beim „nach einer richtig kühlen bis kalten Nacht im kalten Wasser stehen und dann noch ein Loch in der Wathose haben...“ anzusehen sein! Zudem hatten die Frisöre ausgerechnet an diesen Tagen frei …! 😊

Ursel und Stefan hatten auch im deren zur Verfügung stehenden sehr kleinen Zeitfenster Erfolg gehabt.

Ja, Glück gehört immer mit dazu! Aber auch richtig viel, langjährige Erfahrung!

Ich kann mich an fast jedem dieser hier ausgewählten Fische nochmals erfreuen. Bin bei jedem einzelnen Fisch sofort, ja fast schon in Echtzeit, informiert worden, live und in Farbe!

Also viel Spaß beim Anschauen!

 

 

20.06.20

 

Die größten Irrtümer oder „fake news“ über den Waller und/oder das Welsangeln

 

1. „Wallerfressen immer und alles!

“Totaler Blödsinn! Wenn dem so wäre, dann könnten wir doch immer und regelmäßig einen oder mehrere fangen?! Und wählerisch sind die Kameraden ja auch, was ihre Nahrung anbelangt. Mal Wurm, dann lieber Grundeln oder Krebse, und gerne andere Fische. Zudem ist der Wels ein Stoffwechsel-Fisch, je kälter das Wasser, umso länger muss erverdauen, kommt einige Tage ohne Nachschub aus.

 

2. „Welse fressen ganze Gewässer leer“

Typische Aussage für, sorry!, ältere Vereins- oder Vorstandsmitglieder, die an ihrem Gewässer nix mehr fangen und deswegen die Waller als Übeltäter sehen, wenn überhaupt welche im Gewässer drin sind! Kann da nur auf 1. Verweisen.Man sollte manchen dieser Kollegen mal vielleicht nen Tipp geben, dass sie eventuell ihre Art zu angeln überdenken, und vielleicht doch anpassen sollten. Es muss ja nicht gleich die neueste, ausgefallenste und wahrscheinlich aus Amerika oder Japan stammende Trend-Angel-Finesse-Art sein. Klar lebt ein Waller in einem kleinen Forellensee wie die bekannte Made im Speck! Dennoch ist ein restloses Leerfressen eher unwahrscheinlich!

 

3. „Waller sind Augen-Räuber, können gut sehen“

Falsch! Er nimmt seine Beute über das Gehör, Geruch und Seitenlinien auf. Von daher ist es auch egal, ob man einen gelben, grünen, weißen und sonstigen farbfrohen Kunstköder nimmt. Auch das Einsetzen von farbigen U-Posen macht keinen Sinn!

 

4. „Waller haben keine natürlichen Feinde, außer uns“

Stimmt nur bedingt! Ab einer Länge von ca. 1m mag das zutreffen. Kleine Welse werden auch von anderen Räubern und Wasservögeln attackiert und auch gefressen. Einzig der kleine Verwandte, der Zwergwels, wird wegen seiner Stacheln verschmäht. In Gewässern mit einem sehr großen Wels-Bestand werden auch mal kleinere Welse von ihren Artgenossen gefressen.

 

5. „Waller fängt man nur in den warmen und heißen Monaten“

Oft genug schon darüber geschrieben: den Waller kann man das ganze Jahr über fangen, selbst im tiefsten Winter! Dazu braucht es auch keinen Warmwasser-Einleiter! Vielleicht liegt dieser Irrtum auch daran, dass im Sommer deutlich mehr Angler es auf Wels abgesehen haben, und man hin und wieder auch mehr Waller beim Rauben sehen kann?

 

6. „Man kann auf Ansage ein oder mehrere kapitale Waller fangen oder durch die Auswahl der Ködergröße die Wunsch-Größe des Fanges beeinflussen“

Absoluter Blödsinn (oder gibt’s da noch eine Wort-Steigerung für „Blödsinn“?). Irgendjemand hat mal irgendwo den Anglern dies erzählt… (naja, weiß auch wer das ursprünglich in die Welt gesetzt hatte…, egal)! Erstmal zu dieser „Ansage“, oder Vorhersage: das wäre so, als ob der Heilige Kral gefunden worden wäre! Von daher, schnell, ganz schnell abhaken oder vergessen. Oder lebt Nostradamus noch? Auch stimmt das mit der Ködergröße-Auswahl ebenso wenig. Das werden die meisten von Euch schon sicherlich selbst erfahren haben, oder? Auf 3 Tauwürmer biss der 220er Waller (hatte Kevin aktuell dies Frühjahr), und die 35er Forelle nahm ein Wels mit knapp ü 1m usw. Also auch dieser Wunschgedanke ganz schnell ab in die Tonne!

 

7. „Klopfen geht immer!“

Wenn´s denn mal immer nur so einfach wäre… Es gibt dafür mehr als genug Gegen-Beispiele, sehr viele Gewässer, die regelrecht kaputt „geklopft“ wurden. Prominentes Beispiel ist dafür der Ebro-Stausee bei Riba Roja. Hier ging viele Jahre null beim Klopfen! Viele Jahre davor wurde der Stausee regelrecht mit den Wallerhölzern durchgerührt, bis die Waller kaum und letztendlich überhaupt nimmer auf den „Sound“ reagierten, egal was und welche Hölzer genommen wurden! Ich kenne selbst einige Seen, Häfen und auch Abschnitte am Rhein, an denen man es wohl erst in paar Jahren wieder mal probieren kann. Problem ist eben nun mal bei dieser Angelei, dass es jeder im Umkreis von Kilometern hören kann, und damit regelrecht aufmerksam gemacht wird. Mal ganz abgesehen von irgendwelchen Fangmeldungen in den einschlägigen Foren und/ oder sozialen Netzwerken. Damit auch diese Aussage hinzu in die Tonne!

 

8. „Mit Tauwurm fangt man nur kleine Waller“

Auch schon unter 6. Kurz angesprochen, Tauwurm oder Tauwurmbündel sind immer noch der/ die Wallerköder Nummer Weil erstens relativ leicht zu beschaffen, und weil zweitens sie egal zu welcher Jahreszeit einfach Fisch bringen! Und es müssen nicht immer 15 oder 20 Würmer auf dem oder den Haken sein, manchmal ist weniger einfach auch (oft) mehr! Soll heißen, dass ein ganz leichtes Rig mit 3 bis 6 Würmern schon ausreichen. Und viele, auch richtig gute, große Waller haben nicht nur wir mit den Krabblern fangen können! Fragt mal bei irgendeiner sich Euch bietenden Gelegenheit bei Kevin nach, er hat da eine ganz eindeutige Meinung pro Tauwurm! Er hat die meisten seiner kapitalen ü 2 Meter Welse mit Tauwurm fangen können. Klar steigt auch dabei mal ein Kleiner ein, aber das gibt’s doch auch bei anderen Waller-Ködern, oder? Meine jetzt aber damit nicht Köfis über 5 kg Gewicht. Wobei ich das auch live und in Farbe miterlebt hatte, wie am Ebro ein 1,20er Wels einen 6 kg Karpfen nahm!

 

9. „Man braucht kein teures oder high-end Tackle für das Welsangeln“

Ja, oder Jein! Möchte Euch das am Beispiel meines Teams beschreiben: Die Mehrheit meiner Männers fischen bevorzugt die neue Catfire Ruten! Stefan hatte bis eben er diese neuen Ruten bekam, viele Jahre die ganz alte Turbo Cat Rute gefischt, bis er sich zwei Ringe und ein Handteil teilweise geschrottet hatte. Volker fischte lieber die Team Waller Z mit 270 vom Boot aus beim Ansitzangeln. Bis er dieses Frühjahr für sich nun auch die Catfire Boje in 270 entdeckt und zum neuen Liebling erklärt hat! Kevin und Mike nutzen von Anfang an die Turbo Cat, bzw aktuell die Catfire. Ist ja auch ein ordentlicher Preisunterschied von der TW zu den TCs oder Catfire-s! Mein Spruch lautet zudem Thema immer: die Waller interessieren sich nicht für den Preis des Tackles, wenn sie den ausgelegten Köder nehmen wollen! Und wenn etwas günstigeres Tackle bzw. Ruten einen guten Job machen, nicht schon beim 180er Fisch in der Strömung die Rute an ihr Limit kommt, null Reserve hintenraus hat, dann ist das absolut ok, tauglich! Bei den Rollen sind zumindest wir im Team uns einig: wenn, dann aber bitte schon richtiges Material! Da muss es kein Carbon aus Gewichtsgründen irgendwo an oder bei der Rolle sein! Lieber Heavy Metal! Und da wir alle Multirollen-Fans, zumindest beim Ansitzangeln sind, hat sich die Fragestellung nach einer billigen, günstigen Rolle eigentlich schon erledigt! Eine Multi unter 100€ wird schwierig zu finden sein, oder? Denke, dass man eher mal die Ruten wechselt oder austauscht, aber die Rollen? Nö! Die sollten schon paar viele Jahre halten, wenigstens 7 bis 10 Jahre?!

 

Das waren mal einige Irrtümer oder „wrong facts“. Habe lange noch überlegen müssen, ob ich nicht noch einen 10. Punkt zusammenkriege, aber nun sind´s eben doch „nur“ 9 geworden! Falls Ihr noch einen Irrläufer haben solltet, immer her damit. Vielleicht kann man ja die Liste auf dem Laufenden halten?!

 

 

13.06.20

Meeres-Bungee-Rig  Ahoi!

Eine ganz aktuelle Fangmeldung meines Sportex Team-Kollegen und guten Freundes Frank Selke.

Frank ist Guide auf den Bodden, Rügen. Er hatte es die Tage bei ruhigerem Wetter und ausnahmsweise mal etwas sanftmütiger See auf die Ostsee-Dorsche abgesehen. Und immer dann, wenn Gummifische oder Twister zum Einsatz kommen, schaltet Frank ein Meeres-Bungee Rig in R vor den ab 50 Gr. plus schweren Bleikopf.

Wie Ihr sehen könnt, es hat funktioniert… wie immer 😊 kann man da schon beim Frank sagen.

Petri Frank zu dem schönen Ostsee-Leoparden! 

Falls Ihr mal Lust haben solltet, den Räubern rund um Rügen, oder den Lachsen oder Dorschen in der Ostsee auf die Schuppen zu rücken, hier Frank´s Webseite mit allen wichtigen Informationen: www.keschern.de

Wo Ihr das Meeres-Bungee-Rig bekommen könnt? Alle Infos dazu, auch welche Ausführungen es aktuell gibt, findet Ihr in der entsprechenden Rubrik auf dieser Webseite.

  

13.06.20

Ich möchte Euch aber nicht mit einem zumindest für mich traurigen Beitrag ins Wochenende schicken! Daher noch eine schöne Fangmeldung:

von meinem guten Freund Kalle,  Karlheinz Decker www.extreme-ebrofishing.com

Kalle ist als Meister seines Faches „Wallerangeln am Ebro“ bekannt, und bei den Fischen eher berüchtigt 😊!

Aber er kann auch Zandern, wie er gerade aktuell am Dienstag-Abend in kurzer Zeit mit seiner Styx (auch Kalle weiß was gut ist 😊) am mittlerweile heimischen Ebro eindrucksvoll bewiesen hat. Wobei, beweisen braucht er eigentlich überhaupt nix oder Jemanden! Er hat ursprünglich mit Geburt Rhein-Wasser getrunken oder wurde damit getauft. Durch zahlreiche gemeinsame Stunden hier am Rhein oder auch am Ebro weiß ich schon, was Kalle auf dem Kasten hat! Übrigens, dass Gufi-Angeln am Ebro (und Rhein) hatte Kalle durch mich, na sagen wir mal besser kennengelernt! Gelernt ist halt gelernt! Nochmals ein dickes Petri auch von dieser Seite!

Falls Ihr mal Lust auf Abenteuer am Ebro haben solltet, und egal ob Barsch, Karpfen, Wels oder Zander fangen möchtet, fragt einfach mal bei ihm an, ob und wann Termine noch frei sind.

Und Dir, mein guter alter Bumbeltunker, wünsch ich endlich wieder mögliche Guiding-Touren und schöne Stunden mit deinen Gästen! Und natürlich viel Erfolg!

 

 

 

12.06.20

 

Ein ganz Großer ist gegangen …!

 

 

Habe etwas Zeit gebraucht, um es zu begreifen, dazu was schreiben zu können.

Denn ich war und bin sehr traurig! Traurig über das, was ich von einem sehr guten Freund erfahren hatte:

Willi Frosch ist tot!

 

Ja, unser Willi, unser lieber, toller Kollege Willi ist von uns gegangen!

 

Egal, ob Anfänger, Fortgeschrittener, Profi, Kunde, Kind, er war zu allen und jeden überaus freundlich, hilfsbereit, gab sehr gerne sein Wissen weiter. Beriet Kunden, egal ob auf kleinen Hausmessen bei Angelhändlern oder größte Angelmessen. Er war fast überall zu finden.

 

Allein schon sein kleiner, grammatikalisch umgestellter Satzbeginn: „Sag ich …“ drückt unheimlich viel über ihn aus: er hielt sich nicht für DEN wichtigsten, berühmten Angel-Profi.

Er konnte aber auch den- oder diejenigen, die er nicht so mochte, das waren wirklich nur ganz Wenige, seine Meinung geigen und/ oder außer ein paar Höflichkeitsfloskeln wie „Guten Morgen“, oder „Hallo“, links liegen lassen. Ein Faden-gerader Mensch eben! Allein schon seine Loyalität über Jahrzehnte hinweg zu „seinem“ Hersteller Balzer sagt sehr sehr viel aus. Gerade in unserer heutigen schnell-lebigen und von Profil-Neurotikern oder „Möchte-gerne“ nicht geprägten, aber leider doch sehr gegenwärtigen Zeit.

 

Mich nahm er schon zu Beginn meiner „Karriere als „Angel-Profi“ ernst, egal ob ich für einen anderen Mitbewerber tätig war. „Junge, schön Dich wieder zu sehen! Wie geht’s Dir?“ waren bei jedem nur möglichen Zusammentreffen über die vielen Jahre hinweg seine Begrüßung, gepaart mit einem herzlichen Händedruck und Schulterklopfen.

Wir nahmen uns immer ein paar Minuten Zeit zum Plaudern, egal worüber. Nie hatte man das Gefühl, dass es einfach nur so daher geschwätzt wurde, um die Form zu wahren oder über belanglose Dinge zu reden!

 

Ich mochte ihn sehr! Und ja, er wird mir, nicht nur mir, sehr fehlen!

 

 

Mein tiefstes Mitgefühl an all seine Lieben!

 

 

„Willi, sag ich, mach´s gut!"

Wir werden Dich in unserer Erinnerung behalten und Dich herzensguten und tollen Kollegen niemals vergessen können!

 

 

  

 

 

 

10.06.20

Ein Resümee der letzten 3 Monate

Nein, eine Zusammenfassung der Fänge meiner Mannen aus diesem Jahr gibt es erst demnächst.

Und zwar genau dann, wenn auch der letzte „Hirsch“ kapiert haben sollte, dass bebilderte Waller-Fangerfolge keine Fanggarantie jederzeit und für jedermann einfach so sind!

Vor den Fängen kommt aber: genau, die Vorarbeit! Oder wie in diesem Falle die Nacharbeit.

Es geht nochmals um das Thema der optimalen (Fang-) Bedingungen. Und da gibt es mittlerweile eine Regel, nämlich dass es kaum noch eine Regel gibt!

Habt Ihr zufällig mal die letzten Wochen auf die Wetterdaten, wie zum Beispiel den Wind geachtet?

Ist Euch was aufgefallen? Hatte das Thema schon mal kurz bei „Fangstatistik“ angeritzt. Eigentlich leben wir in einer (Süd -) West-Wind-Zone. Das haben wir alle mal vor zig Jahren, irgendwann im letzten Jahrhundert, in der Schule gelernt, richtig? Richtig! Nur was wir seit fast oder schon seit über 2 Jahren erleben und haben, dass sind Winde aus nördlicher Richtung.

Jetzt kommt wieder mal Opa´s alte Angelweisheit: „Weht der Wind aus Nord, bleib vom Wasser fort“.

Was Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte lang zutraf, das hat sich in den letzten Jahren komplett ver- und gedreht! Ich habe mir daher die Monate März bis einschließlich Mai näher angesehen, Datenbeziehen sich auf Weingarten (Baden), 144m ü NHN.

März: 17 Tage Wind aus NW oder NO

           Temperaturen: Tiefst: -1°C, Höchst: 19°C

           Luftdruck: Tiefst: 988 mbar, Höchst: 1034 mbar

April: 19 Tage Wind aus NW oder NO

          Temperaturen: Tiefst: -1°C, Höchst: 25°C

          Luftdruck: Tiefst: 1003 mbar, Höchst: 1033 mbar

Mai:   25 Tage Wind aus NW oder NO

           Temperaturen: Tiefst: 4°C, Höchst: 26°C

           Luftdruck: Tiefst: 1002 mbar, Höchst: 1034 mbar

Wir haben also deutlich mehr Tage, auch hintereinander, an denen der Wind aus nördlicher Richtung weht. Selbst die Starkwinde oder leichten bis mittlere Böen kamen ausschließlich aus dem Norden. Das sollte eigentlich bedeuten, dass wenig oder kaum was gefangen werden konnte. Wenn, dann nur an den wenigen einzelnen Tagen oder Stunden mit westlichen und süd-westlichen Winden. Zudem schiebt bei uns der Wind aus Nord, Nord-Ost, Nord-West gegen die Strömung, Fließrichtung des Rheins.

Aber, es wurde gefangen! Nicht an den wenigen „guten“ Tagen, sondern immer wieder richtig gut!

Und es wird noch skurriler: wenn Ihr Euch in meiner Monats-Zusammenfassung die Luftdruckwerte anschaut, sind schon krasse Gegensätze, oder? Und diese extremen Luftdruckwechsel gab es mitunter innerhalb von 2 oder 3 Tagen! Dennoch kam in diesen Phasen mit den früher schlechten Bedingungen Fisch. Würde also bedeuten, dass wir unser ganzes Wissen und auch Erfahrungen bezüglich Witterungseinflüsse komplett um 180° abändern sollten? Und/ oder es würde ebenso bedeuten, dass sich die Fische, zumindest die Waller, sich nur noch wenig um unsere guten oder schlechten Bedingungen kümmern, sondern dann fressen, wenn sie halt Kohldampf schieben?! „Ach Walter, ich weiß auch dass da über uns ein kühler Nordwind weht, aber ich will was zwischen den Kauleistenhaben…“ 😊

Oder haben sich die Welse den neuen Bedingungen einfach „nur“ angepasst? Ich weiß, es gibt einige Kollegen, die sich nicht ums Barometer scheren, die der Meinung sind, dass Luftdruck und die Wechsel noch nie Einfluss auf das Beißverhalten der Fische hatten und haben. Auch beim Zander und Waller. Nur da belegen die über Jahre hinweg aufgeschriebenen Daten eindeutig das Gegenteil zu deren Meinung.

Mal sehen, ob wir noch weitere neue Erkenntnisse zu diesem Thema im Laufe dieses Jahres bekommen. Wir werden es auf jeden Fall im Auge behalten! Denke, dass ich gegen Ende des Jahres nochmals was dazu hier schreiben werde, wenn wir mehr Daten gesammelt haben.

PS.: Natürlich sind Waller, die beim Spinnfischen, Klopfen oder Vertikalen gefangen wurden, hierbei ausgeschlossen! Für diese Fangerfolge sind diese Wetter-Parameter nicht zwingend erforderlich!

 

 

Hier meine persönliche Auswahl von Wetter-Seiten im Netz:

 

Wetter-Vorhersage, DAS hier ist meine Nummer 1!

www.proplanta.de

Klar, über mehr als 3 oder 4 Tage im Voraus ist immer eine gewisse Unsicherheit da. Außer, wir haben

wirklich mal ein extrem großes, dickes Hoch- oder Tiefdruckgebiet über uns liegen…

 

Für den Wetter-Rückblick nutze ich gerne diese Seiten:

www.timeanddate.de

Gerade dann, wenn ich genau wissen möchte, wie sich das Wetter in den letzten Wochen verändert

hat, um eventuell Rückschlüsse auf und für das Beißverhalten ziehen zu können.

 

Möchte ich die letzten Stunden genau wissen, ob im Stunden- oder 6-Stunden-Takt, dann nutze ich diesen Wetterdienst:

www.wetteronline.de

Hier kann ich mir eine der gerade am nächsten gelegenen Wetterstationen abrufen! Niederschlag, Luftdruck, Wind, also genau die mir wichtigen Parameter sind aufgelistet!

 

 

03.06.20

Hochwasser, 3. Teil

Fällt der Wasserstand konstant ab, dann bekommen wir mit etwas Glück nochmal ein kurzes Zeitfenster, in dem sich das gezielte Befischen der Hochwasser-Welse lohnen kann.

Natürlich braucht man dann auch die Zeit dafür, um genau dann an diesem oder jenen speziellen Platz angeln gehen zu können!

Gemeint sind hierbei die Zu- beziehungsweise Abläufe der Seitenarme oder Nebengewässer. Wir wissen, dass die Welse je nach Wassertemperatur ihre Nahrung schnell verdauen und deswegen Nachschub brauchen. Und wir wissen zudem, dass die Waller diese Überflutungsbereiche verlassen, sobald der Pegel zu fallen beginnt Nun geht das ganze Spiel in umgekehrter Form weiter, denn die Uriane ziehen in den Fluss zurück und halten sich vor den Abläufen, egal ob Graben oder Dohle, auf.

Alles, was nun auf diesem Weg zurück ins Hauptgewässer schwimmt, muss auch an den Wallern vorbei! Die Welse halten sich im Grenzbereich des schon klareren Hauptstromes und der Wasserfahne des einlaufenden Seitengewässers auf. Und die Beutefische sind noch sehr unvorsichtig, da sie in der vermeintlichen Deckung der noch leicht trüben Wasserfahne des Seitengewässers schwimmen! Daher kann sich ein Versuch links und rechts dieser Abläufe lohnen. Auf dem Blid unten seht Ihr solch einen Einlauf eines Seitengewässer des Rhein bei normalem Wasserstand.

In diesem Fall würde ich die Spinnrute wieder vorziehen.

Denn falls die Kameraden da (noch) nicht Hunger haben sollten, trotzdem noch an den Hochwasser-Abläufen liegen, könnte man die Waller ja etwas ärgern!

Meine Favoriten:

Rapala Rattlin mit 7 bis 10 cm, und der Farbe „Redfire Crawdad“, weil der so richtig böse aussieht!

„Bill Lewis Original Rat-L-Trap“ mit knapp 7,5cm. DER Klassiker! Und lauter geht kaum, ähnlich wie bei den frühen Motörhead-Konzerten… 😊

Wenn auch nur irgendwo in der näheren Umgebung ein Waller satt und faul rumliegen sollte, damit könnt Ihr den mal sowas von wecken und auf den Sa..k, ähem, Geist gehen!

Immer wieder zwischendurch einen Versuch wert, da sehr aggressiver Lauf: Hybrida K 3 Crankbait

Sorry! Der Schluß wurde gestern leider nicht gesichert ...!

Euch ist sicherlich aufgefallen, dass hier kein einziger Gufi aufgelistet ist, weder beim Anstieg noch beim Sinken des Pegels. Grund ist einfach: kaum ein Gummifisch, egal wie groß und schön, macht annähernd so viel Alarm als die Wobbler beziehungsweise Jerkbaits, oder imitieren den Radau der Weißfische so gut wie ein großer,leichter Blinker!

Die sich lohnende Phase des (Hoch-) Wasser Rückganges ist aber deutlich kürzer als die des Anstieges.      Im Klartext: das Zeitfenster begrenzt sich auf die ersten Stunden! Je mehr es Richtung Normalwasserstand geht, umso effektiver kann das Ansitzangeln mit Naturködern wieder sein! Generell sind fallenden Wasserstands immer schlechter, abgesehen eben von dieser einen kurzen Phase!

Damit wäre ich am Ende meiner kleinen Spinnfischen- und Hochwasser – Episode!

Mit den kleinen Tipps könntet Ihr beim nächsten, sicherlich irgendwann mal wiederkommenden Hochwasser loslegen, oder?

Und wie gehabt, auch wenn ich gerade in den nächsten Wochen ordentlich zu tun haben werde („Meisterstück“ und Co ), werde ich gerne Eure Fragen beantworten! Schreibt mir einfach ne Mail!

 

03.06.20

Hochwasser, 2. Teil

Ist ein Altwasser, Seitenarm oder kleiner Kanal im Überflutungsbereich, und sind diese kleinen Gewässer verschlammt, führen aber dennoch über das Jahr Wasser, kommt ein weiterer, heiß begehrter Leckerbissen auf denTisch (im wahrsten Sinne des Wortes): Blutegel!

Diese liegen dann nach der ersten starken Hochwasserwelle zum Teil sogar auf Wegen oder der Zufahrtstraße. In diesem unmittelbaren Bereich warten die Waller im bis zu Knie-tiefen Wasserauf die Leckereien. Neben dem Spinnfischen ist auch das Angeln mit den Blutegeln möglich: da reicht eine leichtere Montage wie sonst üblich: ein Laufblei, zum Beispiel eine Bleikugel von 10 bis 20 Gr, ein kleiner Auftriebskörper am Mini-Vorfach mit gerade mal 30 bis 50cm Länge. Die Blutegel werden an einem Madenclip angeködert. Diesen Clip (Maggot Clip in XL) könnt Ihr durch das Tube am Haken durchspießen, fertig! Besser noch als eine Bleikugel wäre natürlich ein kleiner, einfach zu präparierender Kieselstein!

Noch kurz zum Thema Blutegel, kaufen oder suchen?

Meine/unsere Meinung ist da eindeutig: selber suchen! Warum? Klar ist bestellen, kaufen einfacher, bedarf keinen zusätzlichen Aufwand, nur Geld via paypal o. ä. durchschieben, fertig! Und vielleicht hat auch nicht jeder die Möglichkeit, in der Nähe eines kleinen Grabens, Tümpels zu wohnen. Dennoch, die Arbeit sollte sich lohnen! In gut 3 Jahren wurden immer wieder mal Vergleichs-Tests mit den Egeln gemacht.

Ergebnis: wenn der Zucht-Egel im unmittelbaren Bereich eines hungrigen Welses war, wurde dieser auch genommen. Ansonsten hieß der klare Sieger: heimische, selbst gesuchte Blutegel!

Wir vermuten, dass es an dem gewissen Eigengeruch lag oder liegt!

 

Zurück zum Hochwasser: Die Angelei geht noch einen Ticken krasser:

Habt Ihr schon mal im Wald  Waller beangelt und / oder gefangen? Nein?

Sollte vielleicht vorausschicken, dass da paar richtig gute Dinge zusammenkommen müssen: hoher Wasserstand, eher noch leicht steigender Pegel um wenige Zentimeter und am besten über mehrere Tage. Zudem noch die anstehende Laichzeit der Weißfische als „Zugabe“. Die Brassen, Rotaugen, Güster ziehen in die flacheren, aber mindestens 40cm „tiefe“ Überflutungsgebiete, so auch in den Auwald (bis zum zweiten Hochwasserdamm).Bleibt die Witterung konstant mit Tagestemperaturen um 20°C, beginnen Rotaugen und Brassen mit dem Liebesspiel. Die Waller schwimmen dem Futter hinterher, und: was gibt es an leichtere Beute als Fische, die nur an Liebe denken oder schon am überspülten Gebüsch oder Gras ihren Laich abstreifen wollen? Genau, das große Fressen beginnt. Ich durfte das genau einmal erleben, ist gut 16 Jahre her. Schon cool, dort auf Waller zu angeln, wo man normalerweise trockenen Fußes durchstreifen könnte! „Hey, hast Du gerade den Wels gesehen? Da links von Dir, neben der großen Pappel? Schmeiß da mal hin!“ Und: Rumms! „Hab ihn…“ 😊

Der Spuk dauerte genau 4 Tage, dann zogen die Waller vollgefressen aus diesem Gebiet wieder zurück Richtung Hauptstrom. Und dass, obwohl der Wasserstand nur weniger als 10cm fiel! Wie schon am Anfang

geschrieben, die Waller haben dafür ein ganz feines Gespür, oder ein feines „Näschen“. Falls Ihr mal die Chance für so ein „Wald-Angeln auf Waller“ bekommen solltet, als Köder funktionieren sehr gut:

große Blinker, nicht schwerer als maximal 40Gr oder dicke Jerkbaits, die ordentlich Krach beim Aufschlagen auf der Wasseroberfläche verursachen. Optimal waren und sind von Salmo der

“Slider“ und der „Fatso“ von Hybrida die Jerkbaits J1 und K1.

Das Klatschen soll ein liebestoller Weißfisch an imitieren. Große Einzelhaken statt Drillinge ist ratsam, wegen der Hängergefahr im flachen Wasser im Wald, und um natürlich keine Fische zu reißen! Kurze Unterarmwürfe, leicht nach oben gerichtet, und im Hochpunkt der Flugbahn den Wurf abrupt stoppen, damit der Köder schön „Platsch“ macht!

Hier geht’s auch nicht um einen verführerischen Lauf bis vor seine eigenen Füße, sondern vielmehr um die ersten 50cm nach dem Auftreten auf der Oberfläche. Somit kriegen wir auch eine hohe Wurffrequenz, können viele Bereiche gezielt befischen! Und das Zeitfenster der möglichen Angelzeit ist groß, solange die Friedfische aktiv sind, vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

 

Ich habe Euch nun die Phase des Pegelanstieges und der meisten kurzen Phase des konstanten Wasserstandes beschrieben,

Im letzten Teil (3)  geht´s dann noch um den fallenden Pegel. Selbst dann hat man noch Chancen ...

 

30.05.20

Sondersituation: Hochwasser

Diese Situation an unseren Flüssen kann sich mit jeder Hochwasser-Welle zu einer wirklich spannenden, anstrengenden, aber auch erfolgreichen Nummer entwickeln! Oder habt Ihr schon mal Waller auf dem Uferweg gefangen? Oder im Auwald? Oder auf einer Wiese? Das alles ist möglich!

Dennoch, bei jeglichen Aktivitäten dieser Art, achtet immer auf den aktuellen Wasserstand, und wie er sich entwickeln soll! Ich hatte einmal zusammen mit einem Angelkumpel eine im Nachhinein sehr waghalsige und leichtsinnige Aktion vor fast 20 Jahren hier am Rhein abgezogen. Beim Gedanken daran fröstelt es mich heute noch….

Wir wollten zu einem Hochwasser-Pool zwischen dem 1. und 2. Damm, der durch ein großes Überlaufrohr ab einem hohen Flusspegel Verbindung mit dem Rhein hatte. Wir wussten, dass dann in dieser normal trockenen Senke Zander und Welse standen. Um dahin zu kommen, mussten wir „nur“ an einem schmalen Furth einen Mini-Kanal überqueren, der bei niedrigem Pegel kein Wasser führte. Nur bei dem damaligen Wasserstand war die Furth etwas über knietief. Also zogen wir unsere Wathosen an, hatten unsere Köfis und Kleinzeug jeweils in einem Eimer mit Deckel in der einen Hand, die Rute in der anderen. Und los gings, bis kurz vor die Mitte dieses „Weges“. Die Strömung war derart stark, dass wir automatisch immer mehr seitlich weggedrückt wurden. Langsam tasteten wir uns weiter, bis eben diese Stelle in der Mitte kam. Was wir nicht wussten, durch den ersten starken Wasseranstieg wurden ein paar Kopfpflastersteine rausgespült, somit war es da noch gut 20cm tiefer. Und diese paar verdammten Zentimeter reichten aus, um uns regelrecht die Füße wegzuziehen, einfach so. Ich konnte mit viel Glück mich nach 10 Metern an einem ins Wasser ragenden dicken Ast einer Weide festhalten. Mein Kumpel aber trieb immer weiter abwärts. Ich schrie wie am Spieß, warum eigentlich? Niemand war weit und breit, und der Kollege war schon gut 100m weit weg. Mit aller Kraft zog ich mich Richtung Land. Sofort „rannte“ ich auf den Dammweg hoch um sehen zu können, wo meinKumpel war. Schon leicht panisch lief ich den Dammweg entlang. Nach ca. 150m saß er am Ufer, ebenso platt und unter Schock wie ich. Ich setzte mich in meiner noch mit Wasser gefüllten Wathose neben ihm hin, und redeten gut 20 Minuten kein Wort. So ganz langsam erwachten unsere Lebensgeister wieder und unsere Gesichtsfarbe wurde wieder normal. Nach dem Ausleeren der Wathosen gingen wir barfuß und in Badehose und nassen Restklamotten zurück zum Auto. Verstauten unsere nur noch wenigen Dinge, rauchten jeder gefühlte 10 Zigaretten, nickten uns stumm zu, und jeder fuhr für sich nach Hause. Unser Tackle? Weg! Ebenso andere in diesem Moment nimmer so wichtige Dinge wie Polbrille, Zippo, Riesen-Handy, usw.

Ich wollte Euch keine Horror-Geschichte auftischen, versteht es als eine Art Warnung! Es kann ganz schnell etwas passieren, die ganze Nummer richtig böse entwickeln. Und ja, wir hatten damals richtig Dusel! Viel mehr Glück kann man nicht immer haben. Vor lauter Vorfreude hatten wir ein gewisses Maß an Vorsicht im Kofferraum gelassen. So, mehr möchte ich auch nimmer dazu schreiben. Ihr sollt keine Angst bekommen oder haben, nur Respekt und Vor- und Weitsicht!

Zu dem spannenderen Thema: Spinnfischen und andere Angel-Möglichkeiten bei Hochwasser

Steigt der Flusspegel rasch an, ziehen alle Fische in geschütztere Gebiete, sei es Seitenarme, Altwasser, Häfen, und so weiter. Erst die Futterfische, danach die Waller. Warum? Zum einen wegen des extrem starken Strömungsdruckes, der viel Kraft raubt. Und zum anderen wegen der feinen Sedimente, die irgendwann den Fischen die Kiemen „dicht“ machen würden. Die meisten, nicht alle Fische, haben dafür ein feines Gespür, wann es Zeit ist, in ruhigere Wasser zu schwimmen. Bemerkenswert ist dabei eins: Ihr werdet nie einen Waller nach einem Hochwasser in irgendeinem Tümpel auffinden. Die Welse haben da wohl den feinsten Sinn, Gespür dafür, wann und wie sie wieder zurück in den eigentlichen Fluss ziehen sollten! Und da reichen dem Waller schon Veränderungen von wenigen Zentimeter.

Los gehen kann es schon im zeitigen Frühjahr mit einem warmen Witterungswechsel und Regen. Ganz wichtig: Hochwasser verursacht durch Schmelzwasser ist schlecht! Achtet auf die Wassertemperaturen, die aktuellen und vorherigen Daten. Ein Anstieg von 1 bis 2 Grad reicht da schon aus. Wir befischen die Waller in Zuläufen oder Hafeneinfahrten, egal wie klein diese auch sein mögen. Eine Einfahrt von 5m Breite reicht absolut aus! Diese Erfahrung konnten 3 Guiding Kunden bei einer Wels-Spinnangel-Tour inklusive Dauer- und Nieselregen, matschigen und teilweise überfluteten Wegen und Wiesen machen. Nur leichte Unterarmwürfe waren nötig um in ein kleines Kehrwasser auf der gegenüberliegenden Seite anzuwerfen. Es dauerte auch nur ein paar „Wachmacher“,aufklatschende Blinker, bis der erste Waller den bösen Blinker schnappte. Keine 1 Stunde später, bis sich das Wasser wieder beruhigte stieg der nächste Waller auf den Kunstköder ein. Leider begann der Pegel kurze Zeit später schnell zu fallen, der Spuk war damit vorbei!

Die Welse wissen auch ganz genau, ab wann, welchem Wasserstand, es wo genügend zu fressen gibt. Und genau diesen Zeitpunkt müssen wir erwischen! An den Flüssen ziehen sie auf überspülte Uferwege, besonders auf Stellen mit Kies oder Gras oder Wiese. Zig Würmer kommen aus Ihren Löchern, sobald diese mit Wasser voll sind.

Ertrunkene Mäuse werden ebenso gern eingeschlürft. Es mag zwar für Außenstehende kurios oder sehr merkwürdig aussehen, im Knie-tiefen Wasser mit Watstiefeln zu stehen und da zu angeln, wo man bei normalem Pegel trockenen Fußes spazieren gehen kann…

Aber genau zu diesem markanten Zeitpunkt lohnt sich das Beangeln dieser überfluteten Bereiche. Solange die Welse alles inhalieren, ist ein größerer flachlaufender Wobbler (2- teilig) oder ein Jerkbait, der ordentlich Radau macht, top!

Ist das erste große Fressen rum und die Fische werden wählerischer was das Dessert oder den Nachschlag anbelangt, dann versucht mal einen toten Köfi, 15 bis 25cm lang, bestückt mit einem Einzelhaken Größe 5/0 oder 7/0 und vorgeschalteten großen Bleischrot oder Bleikugel, den trägen Wallern an der Nase vorbei zu ziehen und zu zupfen! Falls kein Interesse bestehen sollte, dann zieht den Köfi aufs Vorfach auf, gebt dem eine leichte Krümmung und fixiert diese leicht gebogene Haltung mit einer großen Gummiperle und Silikonstopper vorm Maul. Derart aufgezogen eiert der Köfi rum, durch einen kleinen Ruck mit der Rute schlägt er dazu noch aus. Ja, sieht verrückt aus ,aber was macht man nicht alles um etwas Spaß zu haben?

Nächste Woche geht´s dann mit "Hochwasser Teil 2" weiter!

 

Für all diejenigen unter Euch, die ab Montag den 1. Juni wieder rum-räubern können: viel Spaß und viel Erfolg!

 

Irgendwo am Übergang zur Steinpackung liegt ein Waller und macht ein kleines Päuschen, bevor er sich einen Nachschlag nimmt. Jetzt kommen die Aggressions-Bisse!

Bis zum frühen Herbst kann es dann so weitergehen. Wir müssen ab der Laichzeit bis eben in den Herbst hinein nicht unbedingt das Wohnzimmer der Waller anwerfen, da die Fische mehr aktiv auf Fresstour sind.

Gehen die Wassertemperaturen deutlich runter, Spät-Herbst bis in die kalte Jahreszeit hinein, müssen wir die Waller wieder mehr in deren Wohnzimmer ärgern.

Wie Ihr sicherlich bemerkt habt, habe ich eine Phase ausgelassen: steigender Flusspegel, Hochwasser-Situation.

Dazu mehr am kommenden Samstag in einem "Hochwasser-spezial"!

Denn diese Phase ist meiner Meinung nach sehr „Fang-trächtig“ und wird dennoch wenig beachtet…!

„Beim Hochwasser beißt doch eh nix!“ Ist immer noch ein weit verbreiteter Irrtum!

 

29.04.20

„Sag mir, wo die Waller sind…“ oder: Eine kleine Hilfe für die Stellensuche Teil 2

 

Nach den groben Basics in Teil 1 nun zur detaillierten Auswahl unserer Angelstelle, in Abhängigkeit von der Jahreszeit.

Wir haben das erwähnte Kartenmaterial studiert. Nur allein auf die trockene Theorie sollten wir uns aber nicht verlassen.

Der nächste Schritt wäre eine Ortsbegehung, wenn möglich bei normalem Wasserstand. Nehmen wir mal an, es ist Ende März. Flachwasserbuhnen sind angesagt. Für mich ist es ein absoluter Pluspunkt für die Stelle, wenn ich Fischaktivitäten beobachten kann. Es muss ja nicht gleich ein raubender Wels sein, Futterfische reichen mir da völlig.

Nun setzen wir uns die Polarisationsbrille auf und schauen „durch“ die Wasseroberfläche. Wie sieht der Untergrund aus, ist es konstant flach? Kann man Abbruchkanten erkennen? Jetzt warten wir, bis ein größeres Flussschiff vorbeizieht. Achtet auf den Sog, der dabei entsteht. Fällt die Buhne trocken? Dann ist der Bereich interessant, in dem noch Wasser steht. Jetzt kommt der eigentlich wichtigste Part, wenn das Schiff schon weg ist und sich Wellen bilden. Schlagen sich Wellen vor der Buhne auf, also in der Linie von Buhnenkopf zu Buhnenkopf?

Oder bleibt das Wasser ruhig? Wenn sich das Wasser oder die Wellen auf der ganzen Buhnenbreite aufbauen, so ist das schlecht. Das bedeutet nämlich, dass vor der Buhne, von der Fahrrinne aus gesehen, sich ein Berg sei es eine Kies- oder Sandbank verläuft. Und das macht zumindest diese Stelle zum Looser-Platz!

So groß und gewaltig die Welse auch sein mögen, so sensibel sind sie was das Überschwimmen von Hindernissen, Barrieren betrifft. Heißt in diesem Fall, dass die Welse nicht über die Kiesbank oder Sanderhebung schwimmen, um zum Futter zu gelangen. War die Wasseraufwerfung aber eher in kleineren Abschnitten, am Anfang oder Ende der Buhne, dann würden die Waller an der Barriere entlang

schwimmen um ins Esszimmer zu ziehen.

Wichtig ist, dass unsere Köder am Übergang vom Wohnzimmer zum Esszimmer liegen.

Unser Angebot sollte das Erste sein, dass der Wels bei seinem Weg zum Fressen findet.

Und daher ist es auch besonders wichtig zu wissen, wo die Fahrrinne an der ausgewählten Stelle verläuft. Oftmals höre oder lese ich das von „... an der Strömungskante ablegen...“. Das ist absoluter Blödsinn!

Die Strömungskante verändert sich mit dem Pegelstand des Flusses. Sind die Buhnen bei erhöhtem Wasserstand leicht überspült, so wandert die Strömungskante Richtung Ufer. Bei Niedrigwasser würde sie sich folglich weiter draußen befinden. Wir brauchen aber den Übergang zur Fahrrinne. Wenn wir unsere Hausaufgaben im Vorfeld gemacht haben, dann wissen wir das auf den Meter genau. Beim Web-Map-Service kann man mit Hilfe des Tools „Lineal“ genau die Entfernung von der Uferlinie bis zum Beginn der Fahrrinne ausmessen. Selten befindet sich die Fahrrinne in unmittelbarer Nähe zum Buhnenkopf. Das kann man recht einfach an den nah vorbeifahrenden Schiffen ausmachen. Doch oft liegt die Fahrrinne weit draußen vom Buhnenkopf entfernt, mitunter bis zu 70 Metern! Daher ist es (fang-)entscheidend, dass unsere Köder möglichst nah am Übergang zur Rinne liegen. Um so ziemlich genau in diesen Bereich die Montagen ablegen zu können, nahmen wir anfangs Schnurzähler zu Hilfe, die an den Wallerruten angebracht waren. Mittlerweile, im Laufe der Jahre, entwickelt man ein Gefühl für die richtige Entfernung. Also, ganz wichtig: Strömungskante ist nicht gleichbedeutend mit einer markanten Kante unter Wasser oder deutet auch nicht auf den Verlauf der Fahrrinne hin! Eine Strömungskante entsteht dort, wo zwei unterschiedlich Fließbereiche aufeinandertreffen!

Wenn sich unser erfolgloser Walter mehr nach den wichtigenKriterien zur Platzwahl orientiert und nicht dem Hören-sagen anderer Kollegen Glauben geschenkt hätte, dann ….

Am Anfang bedeutet das zwar einiges an Arbeit,bis man die Plätz gefunden hat, doch es lohnt sich, wenigstens für sehr viele erfolgversprechende Ansitze!

Frühjahr wäre somit abgehakt. Wobei, eigentlich sind es die fast identischen Plätze, die wir auch im Herbst ansteuern können.

Nun zur Suche nach den Sommerplätzen. Gleiches Prinzip, also Einsatz von Kartenmaterial, nur unter anderen Voraussetzungen: wir beziehungsweise die Waller, suchen Bereiche mit höheren Sauerstoffgehalt und damit die harte Strömung. Hier fällt es schon deutlich leichter an die Top Plätze zu gelangen! Schlagworte wie Kurven, Fahrrinne dicht am Ufer, kurze Buhnen am Ende einer Außenkurve mit außenliegender Fahrrinne sind die magischen Punkte. Haben unsere Fließgewässer die Wassertemperatur von 24 Grad überschritten, was in unseren Sommermonaten recht oft und zum Teil auch lang anhaltend der Fall sein kann, dann läuft der Stoffwechsel der Welse auf Hochtouren. Und um diesen aufrecht erhalten zu können heißt es fressen und fressen und...!

Wir konnten in diesen Hitzeperioden, ganz extrem war es im Jahrhundertsommer 2003, bis zu 4 Fressphasen in 24 Stunden ausmachen. Aber, wer nicht auf den einen aber dafür umso wichtigsten Faktor geachtet hatte oder dann in Zukunft achten wird, der wird lange Durststrecken erleiden müssen. Zauberwort heißt: Sauerstoff. Bei geringen Sauerstoffgehalt wird der Stoffwechsel rapide runtergefahren, es wird kaum gefressen, keine Energie verschwendet. Daher sind die stark strömenden Bereiche allererste Wahl! Drückt der Wasserkörper gegen die Steinschüttung des Ufers, so entsteht durch diese Umwälzung Sauerstoff. Die großen Schiffsschrauben sorgen ebenfalls dafür. Oder ein Zufluss eines kleinen Baches oder Flusses aus höheren Lagen, der dann auch noch einige Grad kälter und somit sauerstoffreicher ist.

Heißt aber auch, wenn nach einer langen trägen, beißfaulen Phase die Wassertemperatur schlagartig sinkt, sei es durch Starkregen nach einer großen Gewitterfront, dann steigt dadurch der Sauerstoffgehalt und somit wieder der Hunger.

Ein großer Vorteil hat die Angelei an diesen Strömungsplätzen, man muss nicht weit raus!

Wenn die Schiffe direkt am Ufer vorbeiziehen, dann reicht ein eleganter Unterarmwurf mit dem Stein bis zum Ende der Steinpackung. Der Stein braucht dabei auch keine 6 und mehr Kilogramm zu haben, normale Pflastersteine mit einer Kantenlänge von 9 mal 9 oder 10 mal 10cm reichen da aus. Die verkeilen sich dann gut in der Steinpackung. Dafür ist es aber ratsam, eine leise und abriebfeste Schnur zu nehmen. Ich knote mir da gerne eine 1 mm dicke Soft Mono aus dem Climax-Programm an die normale Geflochtene. Diese Schlagschnur darf dabei gerne mindesten 15 Meter lang sein. (siehe auch Eintrag vom 09.04.20, Thema "Schlagschnur" und "Lifter"!) Die Welse patrouillieren entlang der Steinpackungen auf der Suche nach Muscheln, Krebse, Schwarzmeergrundeln, Barben die in der Strömung stehen. Am Rhein hatten wir bei der Hart-Wasser-Angelei die ersten Bisse an den stromabwärts liegenden Ködern. Die Welse schienen bei der ersten Fressrunde zuerst gegen die Strömung zu ziehen. Den Nachschlag oder das Dessert holten sie sich dann in umgekehrter Reihenfolge, also dann die ersten Bisse an der Stromauf liegenden Rute. Somit überschneiden sich die Grenzen vom Wohn- oder Schlafzimmer ins Esszimmer!

Sobald sich die Wassertemperatur wieder unterhalb der 20 Grad Marke bewegen, bilden sich diese Grenzen oder Räume wieder deutlich aus! Bis zu einer Wassertemperatur von 14 bis 12 Grad stehen die Frühjahrsplätze im Fokus, wie oben schon erwähnt.

Kommen die ersten kalten Nächte, so ziehen sich die Waller in die tieferen Regionen des Gewässers zurück. Je kälter es wird, umso lethargischer werden die Kameraden. Gefressen wird nur noch, wenn es unbedingt sein muss. Jetzt ist die Phase, in denen Wohn-, Schlaf- und Esszimmer ineinander übergehen. Haben wir diese Bereiche gefunden, sie sollten mindestens so tief wie die Fahrrinne sein, legen wir unsere Köder in diese tiefen Winterlöcher oder Rinnen. Da der Stoffwechsel und somit ihre Verdauung auf Sparflamme läuft, sind die Welse eher lethargisch. Ein Köder vor deren Nase platziert ist da eine willkommene Mahlzeit, wenn der kleine Hunger kommt. Auch der Reiz, wenn sich der Köder wegen Strömungsänderung durch vorbeiziehende Schiffe plötzlich bewegt, kann eine Attacke provozieren. Was würden Sie machen, wenn sie gechillt auf dem Sofa liegen und eine Fliege immer wieder um ihre Nase fliegt? Ja, und genau so ergeht es dem auf dem Boden liegenden Wels. Ein langes Vorfach und ein mit Spinnerblatt getunter Köder kann bei der Provokation hilfreich sein. Bemerkenswert war der Zeitpunkt der Beissphase, die wir über viele Jahre hinweg ausmachen konnten: egal ob 10 cm Neuschnee auf dem Zelt, derbe Minusgrade oder Dezember-Schmuddelwetter, fast alle Attacken kamen nach oder um Mitternacht. Und die Bisse waren fast alle sehr heftig. Kein Zuppeln oder Zupfen am Köder. Einfach nur Attacke und rein damit!

Problem für viele Uferangler ist das Finden solche Winterquartiere. Prinzipiell sind die ersten (kurzen) Buhnen, an denen die Fahrrinne direkt entlang verläuft, top. Durch den Sog der Schiffe werden unmittelbar hinter dem Buhnenkopf Löcher ausgespült. Also zuerst den Blick auf die Karte, dann vor Ort beobachten, wie nah die Schiffe an der Buhne fahren, und wie stark sich das Wasser in diesem Bereich dreht.

Zur Sicherheit mache ich noch paar Würfe mit der Zanderrute und einem schweren Jigkopf. Moderner geht es auch mit einem Wurfecholot mit Datenübertragung auf das Smartphone. Erfahrungsgemäß sammeln sich in diesen Löchern mehr Waller,je breiter das Loch ausgebildet ist.

Eins darf aber bei der Winterangelei nicht unerwähnt bleiben. Sollte die Kälteperiode durch eine mildere Wetterfront unterbrochen werden, so werden die Waller kurz aber heftig aktiv, und zwar genau zu Beginn dieser Phase. Hier lohnt sich ein Blick auf die Wettervorhersagen in jedem Fall.

Falls man es genau dann hinkriegen sollte, ans Wasser zu kommen, kann man die buchstäbliche Sternstunde erleben!

 

Ich hoffe, dass ich mit meinen Tipps denjenigen etwas helfen konnte, die bei der heimischen Waller Angelei so langsam am Verzweifeln sind und die fang-entscheidende Frage nach der richtigen Platzwahl etwas beantworten konnte!

Und Walter, vielleicht hat er es jetzt ja verstanden, wie er in Zukunft seine Stelle auszuwählen hat…!

 

Und alle, die aktuell nicht ans Wasser kommen (können oder dürfen), können sich mal die Karten genauer ansehen, und sich für die nächsten, hoffentlich bald wieder kommenden Ausflüge ans Wasser einen Plan machen, wo genau es Sinn machen könnte...!

 

25.04.20

Ein Thema, das immer wieder Fragen aufwirft.

Und auch aus aktuellen Anlass, man hilft ja gerne!

(Insider: Grüße an Dich Jonathan, und „Petri“ zum „Bann-Brecher“)

Daher habe ich Euch meinen Artikel aus 2017, im April 2018 in der Cat Connect veröffentlicht, hier wieder reingestellt. Zuvor aber noch etwas aktualisiert!

Im Buch wird dieser immens wichtige Part noch ausführlicher abgearbeitet.

Irgendwelche Ähnlichkeiten zu anderen aktuell im Netz veröffentlichten Texte/ Beiträge sind rein zufällig …

 

„Sag mir, wo die Waller sind…“ oder: Eine kleine Hilfe für die Stellensuche

Teil 1

Walter, so nennen ich mal den Angelkollegen, ist mal wieder draußen am großen Fluss an seiner Lieblingsstelle. Sein Tackle muss er nicht weit tragen, das Auto steht ganz in der Nähe, keine 50 Meter vom Angelplatz entfernt. Schon viele Nächte hat er an diesem vermeintlichen Hot Spot verbracht. Den Tipp für diese Stelle bekam er von einem Angelhändler und von einigen Angelkollegen, die hier schon angeblich oft einen guten Waller haben rauben sehen. Auch in den einschlägigen Foren wurde über diesen Flussabschnitt

berichtet. Doch Walter hatte hier noch keinen Biss, geschweige denn einen Wels. Unermüdlich und stoisch befischt er diesen Platz. Irgendwann muss es doch mal klappen…. Daheim schaut er sich immer wieder Waller-Videos auf You Tube an, überprüft dabei, ob er denn alles richtig macht? Ausrüstung, Vorfachlänge,

Köderauswahl, Beköderung. Okay, Ebro, Po, Rhone sind ja auch große Flüsse. Also müsste das doch auch hier, an seinem Fluss klappen. Nach weiteren, unzähligen aber erfolglosen Ansitzen beginnt Walter an dem was und wie er es macht zu zweifeln. Alle oder einige Waller Angler fangen ja anscheinend, warum denn nur er nicht?

Ein Teil von Euch, die bis hierher gelesen haben, wissen wahrscheinlich schon, was unser guter Walter falsch gemacht hat: er saß wohl am falschen Platz. Nur, er könnte an der richtigen Stelle sitzen und trotzdem

nichts fangen, weil der Köder an der falschen Stelle abgelegt wurde.

Aus der jahrelanger Guiding Praxis heraus weiß ich, dass der Großteil der Angler sich die wenigsten Gedanken zur Platzwahl machen, abgesehen von den vermeintlich positiven Eigenschaften wie Erreichbarkeit/ Befahrbarkeit zur Stelle hin oder weil einer gesagt hat, dass man da fangen kann.

Um es noch extremer zu sagen, die meisten können das Wasser nicht lesen, auch mit Hilfe von Technik wie eines Echolotes. Wie sagte eine bekannte Größe der Szene schon vor einiger Zeit: „Du kannst das beste Tackle, die besten Köder oder die schönste Outdoorausrüstung haben, es nützt dir aber überhaupt nichts, wenn du nicht genau weißt, wie, wo und vor allem warum du dein Köder wohin ablegen musst!“

Auch ich schaute ab und an mal in ein Forum rein, und/ oder legte eine DVD zum Thema Waller Angeln rein. Was mich aber immer wieder erschreckte, das ist zum Teil das Halbwissen, was mitunter da weitergegeben

wird. Nein, ich bin nicht der Allwissende, auch nicht DER Waller Jäger schlechthin. Aber ich habe unzählige Sessions am Wasser verbracht, mal mehr mal weniger erfolgreich, hauptsächlich an deutschen Gewässern, habe im zarten Alter von 4 Jahren meines erste Bambus-Handangel bekommen. Mein Lehrmeister, mein Onkel im Norden, erklärte mir von Anfang an warum wir an diesem oder jenem Platz an der Weser standen. Und das noch Jahre später nach meinem allerersten Angelausflug. Und ich habe einige Kollegen in meinem Umfeld, mit denen ich mich so oft wie möglich austausche. Ein Netzwerk von Gleichgesinnten, die zwar auch gerne ihren Wels fangen, aber denen das warum und wie fast wichtiger ist. Und seltsamerweise sind diese Männer nicht oder kaum im Netz unterwegs….

Hatte ich mir eine Theorie zur Platzauswahl über die Saison zurechtgelegt, so musste ich diese dann an einem anderen Fluss wieder komplett verwerfen. Will damit sagen, kein Gewässer gleicht dem anderen. Und auch wenn es ein und dieselbe Fischart hier ist, die wir fangen wollen, die Waller ticken nie gleich.

Nur als kleines Beispiel: Mein Kollege Kalle schwört auf die Vollmondnacht am spanischen Ebro. Wir am Rhein fangen besser in der Nacht oder in den 2 Nächten davor.

Zurück zur Stellenauswahl. Was ich hier beschreiben möchte, dass ist die Art und Weise, wie wir unsere Stellen auswählen. Und das nicht nur am Rhein, sondern auch an anderen Gewässern wie zum Beispiel Elbe oder Weser.

Im Laufe der vielen Jahre haben wir uns ein System geschaffen, wie wir unsere Fangplätze finden.

Suchen wir uns mal einen X-beliebigen Fluss aus. Der erste

Weg, um uns eine Übersicht zu machen, führt bei mir meist über Google Earth, vorausgesetzt wir kennen den Fluss gar nicht.

Bild links der Rhein, Bild rechts die Weser

 

Wenn man Kontakte zu Kollegen in einer oder der zu befischenden Region hat, so ist das natürlich ein großer Vorteil. Dennoch schaue ich mir den Fluss erstmal auf der Übersichtskarte an. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Kurven, Einfahrten, Mündungen, Brücken. Sind in dem Fluss Buhnen? Auch ein für mich wichtiger Aspekt. Was ist mit Schifffahrt? Falls der Fluss oder zumindest der von uns herausgesuchte Flussabschnitt für die Binnenschifffahrt freigegeben ist, dann können wir uns noch eine weitere Karte zu Hilfe nehmen. Beim „Web-Map-Service“, zu finden bei „Elwis“, können wir alle beschiffbaren Flüsse Deutschlands einsehen. Ebenso auf der frei zugänglichen Seiten von „Navionics

ChartViewer“, da auch zum Teil mit aktuellen Tiefenlinien! Für mich immer ein ganz wichtiger Punkt:

Wo ist die Fahrrinne! Wie verändert sie ihren Lauf, gibt es markante Wechsel von einer zu anderen Uferseite, ist sie Ufer nah oder im Bereich unmittelbar angrenzend an Flachwasserbereichen?

Bild links der gleiche Bereich am Rhein wie oben, rechts die Weser

 

Für die genauere Stellenauswahl ist auch die Jahreszeitwichtig. Frühjahr, Sommer oder Herbst. Je nach Jahreszeit und Wassertemperaturgrenzen wir dann unsere Stellen ein. Wir sollten wissen, wann wir welche

Bereiche z eangeln haben! Als Faustregel hat sich folgendes bewährt:

Frühjahr – Flachwasserbereiche

Sommer – Strömungsreiches Terrain

Herbst – Flachwasserbereiche bei hoher -, tiefere Abschnitte bei niedrigerer Wassertemperatur

Und wenn wir schon mal dabei sind, gleich noch eine Weisheit hinterher:

Befische nicht den Wels im Wohn- oder Schlafzimmer, sondern im Esszimmer!

(Insider: dieser Spruch stammt tatsächlich von mir! Auch wenn aktuell die "Zimmer" anders genannt werden sollten... :-))

Um die 3 oder 4 Leitlinien besser verstehen zu können, sollten wir Kenntnis darüber haben, wie die Waller ticken. Okay, hin und wieder sind auch diese etwas daneben und verhalten sich gegen jede aufgestellte

Theorie.

Betrachten wir also mal den Normalfall: Welse sind Stoffwechselfische. Heißt, dass ihr Organismus und somit auch ihre Verdauung sich mit der Wassertemperatur verändert. Ansteigende Wassertemperatur bedeutet somit, dass Nahrung schneller verdaut wird, also umso eher müssen sie wieder fressen. Bei einer

Wassertemperatur von 8 Grad braucht der Wels ungefähr drei bis fünf Tage. Dagegen bei oder ab 22 Grad keine 24 Stunden.

Mindestens genauso wichtig wie die Wassertemperatur ist der Sauerstoffgehalt. Ist dieser bei sehr hoher Wassertemperatur von 23 oder mehr Grad im Keller, dann fährt auch der ganze Stoffwechsel der Welse runter.

Oder anders ausgedrückt, bei solchen Verhältnissen suchen wir Flussabschnitte mit

starker Strömung. Da wären jetzt Bereiche interessant, in denen die Fahrrinne Ufer nah verläuft, am besten noch in einer Kurve liegend.

Man könnte noch den Luftdruck mit reinnehmen, aber da scheiden sich die Geister. Ich beziehungsweise wir hatten die meisten Fischaktivitäten und Fänge bei stabiler Wetterlage. Stürzte dagegen da Barometer ab, so wurde die Angelei eher ein Lotteriespiel. So war es zumindest, bis wir hier im SüdWesten kaum noch einen Wind aus SW hatten, statt dessen Winde aus NW und NO "normal" geworden sind. Seitdem gibt es die doch sehr interesante Entdeckung, dass fast alle Waller bei NW Wind und fallenden Luftdruck gebissen hatten! Dem FANGBUCH (siehe die vorherigen Einträge vom 18. + 22.04.20) sei Dank!!!

 

Das mit dem Esszimmer sollten wir auch noch klären.

Wo ist das im Fluss? Ganz banal geantwortet: Da, wo das Futter ist! Die Waller verlassen ihre Ruheplätze, also ihr Wohn- oder Schlafzimmer, und ziehen zum Fressen in die Bereiche, in denen sie ihre bevorzugte Nahrung finden.

 Im Frühjahr sind das die eher flacheren, ruhigeren Stellen.

Dort erwärmt sich das Wasser durch die Frühlingssonne am ehesten. Und genau deswegen findet der Wels da auch seine Nahrung.

Je wärmer das Wasser wird, umso mehr konzentriert sich das Nahrungsangebot auf die Steinpackungen. Krebse, Muscheln, Kleinfische, vor allem Schwarzmeergrundeln suchen zwischen den Steinen Schutz vor der Strömung und vor den Räubern. Je kälter dann das Wasser ab Herbst wird, desto mehr ziehen sich die

Futterfische in die tieferen und ruhigeren Flussabschnitte zurück.

Keine Regel ohne Ausnahme: bei Hochwasser, stark steigenden Pegel verändert sich das Ganze.

Die Futterfische meiden dann die immer stärker werdende Strömung und flüchten vor allem vor den mitgeführten feinen Sedimenten, die sonst deren Kiemen dichtmachen würden. Und die Waller folgen ihnen. Der heißeste Moment ist aber die ersten Stunden des steigenden Pegels.

Wie auf Startschuss beginnt eine regelrechte Fressorgie. Die Welse ziehen dem mit Gras bewachsenen Flussdamm entlang und stopfen sich mit den aus dem Boden kriechenden Würmern den Bauch

voll. Und einfacher kann man in dieser Phase nicht oder kaum angeln. Einfach im seichten Bereich ein Wurmbündel ablegen, direkt im überspülten Gebiet. Nach diesem ersten Fressrausch folgen die Waller den Futterfischen.

Sobald aber der Pegel paar Zentimeter fällt, ziehen sie sich wieder zurück Richtung Fluss. Gerade dieser Übergangsbereich vom Hochwassergebiet, den überfluteten Bereichen oder Nebengewässern zum

Hauptstrom sollte man dann konsequent befischen. Soviel vorerst mal zum Esszimmer.

 

Nun zum Wohn- oder Schlafzimmer.

In den Flüssen liegen die Kameraden bevorzugt in der Fahrrinne, oder in Rinnen, Löchern. Dort verbringen sie ihre Zeit bis der Hunger kommt. Sie fressen dort nicht. Klar, man kann sie ärgern. Daher werden Welse dort auch beim Klopfen oder beim Spinnfischen gefangen. Sonst ist aber Passivität Trumpf. Die großen Schiffe, die über ihre Köpfe ziehen, stört sie nicht. Nur in einer Phase macht es Sinn, in den Ruheplätzen seine Köder auszulegen, nämlich in der kalten Jahreszeit, bei Wassertemperaturen unter 6 Grad.

 

Im nächsten Teil, wahrscheinlich am 29.04., machen wir dann die Feinabstimmung, wo, wann und wie.

 

Noch was in eigener Sache:

Der ein oder andere von Euch hatte mich nach aktuellen Fangmeldungen, hier aus der Heimat, meiner "Männers" gefragt. Ich werde vorerst NULL dazu schreiben oder gar veröffentlichen! Wir sind hier gerade sowas von angepi..t wegen des Verhaltens am Wasser einiger sogenannten "Kollegen"! Wenn wir aus Sensations-Geilheit jetzt auch noch Bilder raushauen würden, egal ob bei Sportex Facebook oder hier, dann wäre noch mehr los, würde noch mehr kaputt gemacht werden! Denke, Ihr habt Verständnis dafür?! 

 

15.04.20

Eigentlich möchte ich hier auf meiner Seite über aktuelle Fänge, Tests, Tipps schreiben. Doch im Moment fällt mir das schwerer als jemals zuvor! Hintergrund sind die Ereignisse vor, an und unmittelbar nach Ostern hier am Rhein. Denke, es wird an anderen größeren und kleineren Gewässern ähnlich gewesen sein, besonders bei dem schönen Wetter!

Es wird immer wieder gesagt, dass man gerade jetzt in dieser Zeit erkennen kann, wer richtig gut funktioniert, sich zurücknehmen kann zum Wohl der Gemeinschaft.

Ja, man kann wirklich Menschen sehen, die das beherzigen.

 

ABER: Oster – Zusammenfassung oder einfach nur „Danke!“

 

Danke, dass Ihr so zahlreich am Wasser wart!

Danke, dass Ihr Euch in Gruppen mit deutlich mehr als 2 Personen am Wasser versammelt habt!

Danke, dass Ihr Eure Fische zeitnah ins Netz gestellt habt, und dadurch noch mehr Leute ans Wasser   gelockt habt!

Danke, dass Ihr Euch so gut benommen habt, dass nun noch mehr kontrolliert wird!

Danke, dass Ihr mit Euren Party-Zelten dafür gesorgt habt, dass Schirmzelte, Liegen, usw. nimmer am Wasser geduldet werden!

Danke, dass der ein oder andere von Euch sich mit mehreren Fischen auf der Matte liegend und am Rhein posend hat fotografieren lassen und es noch für alle sichtbar ins Netz gestellt habt! Nicht nur die Tierschutzorganisationen hat´s gefreut!

Danke, dass Ihr statt „Handtuch auf der Liege“ nun Rutenständer mit Stock oder sonst was zur Platzreservierung einsetzt!

Danke, dass Ihr „stay home“ „Gemeinsam für alle“, „wir bleiben zu Hause“ auf Euren Profil / Account gestellt habt. Es aber nicht umsetzt!

Danke, dass Ihr mit Eurem Verhalten dem Image aller Angler schadet!

Danke, danke, und nochmals danke!!!

 

Und ein ehrliches dickes DANKE an all diejenigen, die die Regeln soweit oder einigermaßen einhalten und eingehalten haben! Ihr seid die wirklichen Angler, mit Vernunft und Anstand!

 

12.04.20

Heute mal etwas in eigener Sache:

 

Der gemeinsame Weg von Zeck Fishing GmbH und „der-eisvogel, Jens Köller“ wird zu Ende gehen!

 

Carsten und ich haben dies in beiderseitigen Einvernehmen so beschlossen. Ich hatte ihn darum gebeten, um für Neues „frei“ zu sein, nicht zwischen den Stühlen sitzen zu müssen. Carsten und ich kennen uns schon recht lange, daher war dieses Ende mit dem größten Respekt und Wertschätzung vollzogen worden.

 

Ich möchte mich auch hier noch einmal für die tolle Zusammenarbeit beim ganzen Zeck-Team, Maike und Carsten bedanken! Es waren gut 2 ½ Jahre, in denen meine Walle Bungee Rigs in den Modellen R und H+ durch Zeck Fishing vertrieben worden sind. Auch ohne Bewerbung, wie es auch zu Beginn vereinbart worden ist, sind die 2 Rigs gut gelaufen! Daher auch mein Dank an Euch, die diese zwei Produkte gekauft haben. Diese 2 Varianten wird es dann so nimmer geben!

 

Es gibt den uralten Spruch: Jedes Ende bringt auch einen Anfang…“ Ich kann solche abgedroschenen Weisheiten eigentlich nicht ab, nur in diesem, meinen Fall stimmt sie!

 

Es wird etwas Neues, besser gesagt Neue geben, das kann ich Euch versichern.

 

Ich habe mir beim Bau und den Tests sehr viel Zeit genommen, und die „Neuen“ immer wieder an den unterschiedlichsten Gewässern quer durch die Republik und Europa testen lassen. Um sie dann doch wieder zu modifizieren, wieder neu testen zu lassen, und um sie dann wieder von vorne und neu zu bauen. Meine Männer´s sind schon der Verzweiflung nahe gewesen! Kaum wurden die ersten Bilder mit und ohne Fisch an mich geschickt, da gab es schon wieder ein neues Muster… 😊

 

Danke auch an Euch, mein Team, dass Ihr so geduldig mit mir wart!

 

Nun ist genau DAS oder sind DIE entstanden, wie ich/ wir sie uns vorgestellt haben. Ich habe mit den „Neuen“ mein Meisterstück geschaffen, zumindest sehen das mein Team und ich so.

 

Lasst Euch überraschen! Da kommt demnächst wirklich was richtig „Gei…es“ auf Euch zu.

Ich wünsche Euch schöne, ruhige Tage! Bleibt bitte oder werdet gesund!!!

 

 

Mit dem „Lifter“ wird Eure Hauptschnur von den Steinen oder Steinpackung regelrecht weg gehoben/ geliftet. Somit reibt sich die Schnur an den mitunter scharfen Steinkanten nicht auf.

Wegen der vielen Schläuche sind Überschläge odersonstige Verwicklungen selten!

05.04.20

Hier noch, wie versprochen, das Video!

Viel Spaß beim Anschauen!!!