Aktuelles 2021

(ab 12.12.2020)


Neuester Artikel, Serie, Fangmeldung (-en),...

                          Ab sofort wird die neueste, aktuellste Meldung und der neueste Artikel hier ganz oben stehen!

                Sobald eine neue Meldung ansteht, rutscht die Vorherige nach unten, chronologisch aufgelistet!


22.10.21 

Was zeichnet eigentlich einen guten Angler aus?

Eine gute Frage, oder? Und wer maßt es sich an zu beurteilen, wer ein richtig gut Angler ist?

In einer Zeit, in der es von selbsternannten Spezialisten und Profis nur so wimmelt, eine kaum zu beantwortende Frage!

Meiner Meinung nach ist derjenige richtig gut, der alle Arten der Angelei kann. Wobei das "kann" auch mal mehr, mal etwas weniger bedeuten darf.

Also demnach jemand, der Raubfischangeln in all seinen Facetten "kann", genauso wie das Karpfen-, Waller- und Friedfischangeln. Klar hat man dann eher in einem Bereich seine Stärke, da man diese Angelart intensiver betreibt. 

Ein großer Fisch allein bedeutet für mich nicht, dass der glückliche Fänger auch gleichzeitig ein guter Angler ist. Glück gehört immer hinzu!

Unser Kalle ist für mich so ein typisches Beispiel für einen guten Angler! Wer ihn kennt, oder beim Guiding mal erlebt hat, der weiß was oder warum ich das so sehe. Und als ob er das noch unterstreichen wollte, schickte er mir letzte Woche diese Bilder:

Ein Traum dieser Fisch, oder? Wer kann, der kann eben! Oder besser: Das Glück ist oft mit dem Tüchtigen!

 

 

15.10.21

Die aktuellen Filme des Team JK nun auch hier zu sehen!

Viel Spaß beim Anschauen, und Euch allen ein schönes Wochenende!

Passt auf Euch auf und bleibt einfach nur gesund!

 

 

 

08.10.21

Kalle`s neuen Liebling…

… hat er in der Styx 2-V mit 185cm Länge und einem Wurfgewicht von 21 bis 48 Gr. gefunden. Er ist , wie ich auch, schon seit vielen Jahren ein Fan von dieser Rutenserie. Und genauso wie Kalle hüte ich meine alten Weißen wie einen Schatz! Brett-hart, pfeil-schnell, genau das sind die Eigenschaften, die eine gute Zanderrute haben sollte: auch nur der kleinste Hauch eines Bisses kommt 1 : 1 in der Hand an. Ich hatte früher zu meinen Guiding-Kunden gesagt, dass man schon ein vorsichtiges Riechen des Zanders oder Barsches am Köder mit der Styx spüren könne… 😊 Und Kalle hat seine Neue gleich schön zünftig eingeweiht: den Zander ü 80cm konnte er nur wenige Stunden nach Erhalt des Paketes verhaften!

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12.12.20

 

Ansitzangeln auf Waller

Die Qual der Wahl…oder: Wie findet man im Rutenwald die passende Rute?

Alle Jahre wieder, mit dem Erscheinen der neuen Kataloge, stellen sich viele Angler die Frage aller Fragen: Tun es noch meine Ruten? Oder soll ich mir doch nicht ein paar neue Stöcke zulegen? Neulich am Wasser habe ich die XY gesehen mit ner Länge von x cm vom Hersteller YZ….die wären doch für mich optimal… So oder so ähnlich haben wir das doch schon gehabt, oder?

Ich möchte Euch den Rutenwald etwas „auslichten“, vielleicht ist es ja auch eine kleine Entscheidungshilfe, ob und was, oder doch nicht.

Um es (mal wieder) gleich zu Beginn klar zu stellen: den Fischen ist es sowas von egal, ob die Rute 100€ oder 300€ kostet, oder ob die Stöcke von der „grünen“, „schwarz-gelben“, „rot-braunen“ oder unserem „gelben“ Hersteller stammen. Ist immer wieder verwunderlich, dass es da immer noch diese Angler gibt, die meinen, dass sie dann auch so große und/ oder so viele Fische fangen würden, wenn sie genau diese eine Rute von YZ einsetzen würden…oh oh!

 

Die Fragen, die wir uns stellen sollten, um die Auswahl eingrenzen zu können:

 

Wo wollen wir hauptsächlich ansitzen?                                                          

Stehendes oder langsam fließendes Gewässer oder großer Fluss mit mittlerer bis starke Strömung? Für ruhiges, stehendes oder langsam fließendes Gewässer wären „harte Stöcke“ nicht unbedingt notwendig, außer es wären viele Hindernisse im Wasser, von denen die Fische ferngehalten werden müssten. Oder die Köder müssten in einer Entfernung ü 50m abgelegt werden…

Wo angeln wir, vom Ufer oder doch mehr vom Boot aus?

Oder Ufer und Boot?

Wie werden die Montagen ausgebracht? Werfen oder mit Hilfe vom kleinen Schlauchboot oder anderen Auslege-Hilfen?

Welche Entfernung müssen wir überbrücken? Soll unser Köder eher ufer-nah bis 50m entfernt, oder müssen wir an und über die 100m weit weg ablegen? Je weiter draußen desto länger und härter sollte die Rute sein, um möglichst viel Schnur aus dem Wasser heben zu können.

Drill vom Ufer aus oder vom Beiboot?

Viele Hindernisse im Wasser, von denen wir den/ die Fische im Drill fernhalten müssen? Dies würde eher für eine kräftigere Rute mit mehr Spitzenaktion sprechen. Mit einer parabolischen Aktion der Rute habt Ihr keine Reserve mehr für ein „dagegen-halten“

Welche Rolle an der Rute? Stationär oder Multi-Rolle? Bei der Multi ist die Beringung sehr wichtig: i. d. Regel ein Ring mehr, engere Beringung

 

Bevor wir mal das Ganze aufdröseln, noch ein paar grundsätzliche Begriffe, die oft bei der Beschreibung von Ruten verwendet werden, häufig aber nicht richtig „rübergebracht“ werden:

Speziell beim Waller-Angeln brauchen wir mal die eine oder die andere Eigenschaft der Rute(-n), die durch Verwendung unterschiedlicher Blanks oder durch Verbinden verschiedener Komponenten erreicht werden.

Spitzenaktion, oder „straffe“ Aktion:        

die Rute arbeitet zuerst im oberen Bereich, bevor sie sich bei stärkerer Belastung mehr biegt. Manch einer sagt auch „brett-hart“ zu solch einer Rute. Aber diese Aktion hat gerade beim Uferangeln und dem Abspannen auf größere Entfernung seine Vorteile! Natürlich geht die Biegekurve dann weiter, also im Drill. Nur bis mal solch eine Rute sich komplett verneigt, bis Richtung Handteil krumm wird, da muss schon ordentlich was passieren. Nachteil dieser „Stöcke“, die Drills gehen ordentlich in unsere Knochen, da nur wenig von der Ruten abgefangen, gepuffert wird!

Semiparabolische oder progressive Aktion:                                                                

Im Vergleich zur Spitzenaktion die weichere Aktion! Die Biegekurve baut sich mit ansteigender Belastung auf, hat aber noch oder sollte noch genügend Reserven Richtung Handteil haben, dass falls mal ein richtiger Ochs am anderen Ende toben sollte, man noch dagegen halten kann. Paradebeispiel ist aktuell die Catfire Boje mit 275er Länge, die unser Stefan und Volker bevorzugt beim Abspannen vom Boot aus einsetzen. Während die zwei längeren Catfire Boje Ruten eher eine Spitzenaktion haben! 

Beringung für Multi-Rolle: 

Bedeutet, dass meist ein Rutenring mehr vorhanden ist, die Abstände von Ring zu Ring kleiner sind. Dadurch läuft die Schnur sauber parallel zum Blank, auch im gebogenen Zustand! Beim Verwenden einer Multi wird die Rute ja „verkehrt herum“ gehalten. Bei einer normalen Anzahl von Ringen bzw Verteilung dieser entlang des Rutenblanks würde die Schnur nicht parallel laufen, die Aktion der Rute leidet drunter, kann bis hin zum Rutenbruch kommen, da die Kräfte unterschiedlich auf Schnur bzw Rute einwirken! Generell sollte die Biegekurve der Rute gleichmäßig (linear) verlaufen, kein „Abhacken“ (Unterbrechung der Kurve/ Biegung) besonders im Bereich der Steckverbindung zu sehen sein! Dies wäre bei starker Belastung eine Sollbruchstelle!                                                        

 

Nach und nach folgen noch weitere Erklärungen, Empfehlungen und Skizzen …, Fortzung folgt

19.12.20

 

Ansitzangeln auf Waller

Die Qual der Wahl…oder: Wie findet man im Rutenwald die passende Rute?  Teil 2

Weiter gehts im Ruten-Wald...!

Diesmal schauen wir uns die unterschiedlichen Rutenaktionen an.

Und welche Rutenaktion und welche Rutenlänge für das Ansitzangeln am Fluss geeignet ist:

 

 

31.12.20

 

Der ein oder andere unter Euch wird sich vielleicht schon gewundert haben, warum der "Köller" nix mehr geschrieben hat seit einigen Tagen. Warum die begonnene Serie nicht weitergeführt wurde, oder Fangmeldungen, oder,...

Nicht einmal Weihnachtsgrüße gab es dieses Jahr von mir! Ne, ne, ne!

Aber leider hatte das Ganze auch einen Grund, um es in meinem Stil zu beschreiben: Ich wollte mal Weihnachten im Krankenhaus verbringen.

Ja, habt recht, ist eigentlich nicht angebracht es so "seicht" zu nennen, gerade in der aktuelle Zeit!

Ich wurde am 23.12. mit allem drum und dran und Blaulicht und Sirene in die Klinik gebracht, und am Abend noch operiert. War brutal, war heftig, war eine Ausnahmesituation. Aber, ich bin seit heute wieder daheim, freue mich darüber sehr! Es wird zwar noch einige Zeit brauchen, bis ich wieder einigermaßen hergestellt bin, aber das ist ok!

In diesem Zusammenhang, auch wenn schon viel darüber berichtet wurde, es aber nicht oft genug gesagt werden kann: das Personal in den Kliniken laufen am absoluten Limit! Ich habe es live und in Farbe mitbekommen! Und ich bin zutiefst beeindruckt und unheimlich dankbar für all das, was mir da entgegnet wurde! Nicht nur die "Normal"-Leistungen wie Medis ans Bett bringen, oder die Pinkelflasche leeren, oder... Nein, es war weit mehr! Immer ein liebes freundliches, aufbauendes Wort. Ich bin sowas von, mir fällt gerade keine andere Beschreibung ein, sowas von lieb um- und versorgt worden, super betreut worden! Nochmals, auch von meiner Seite aus (ich weiß dass da auch Angler sind :-) ) ein richtig dickes Kompliment und ein noch dickeres DANKE an die Pflegerinnen und Pfleger und an das Ärzte-Team im Städtischen Klinikum Karlsruhe! Durch oder wegen Euch hab ich fast sowas wie einen zusätzlichen Geburtstag bekommen!

Jens

 

PS.: im nächsten Jahr geht es dann geballt weiter mit Infos, Serien, Fangmeldungen, Nostalgie, und und und

 

                               

 

                                  2021

02.01.21

 

Ansitzangeln auf Waller

Die Qual der Wahl…oder: Wie findet man im Rutenwald die passende Rute?  Teil 3

Nach der kuzen "Zwangspause" geht´s nun weiter im Ruten-Wald...!

04.01.21

 

Die Qual der Wahl…oder: Wie findet man im Rutenwald die passende Rute? Teil 4

 

Bootsangeln und BellyBoat, aktives Angeln auf Waller

 

Kommen wir zum  aktiven Bootsangeln auf Waller, dem Vertikalangeln und Klopfen. Auch hier wird die Auswahl an Ruten durch das zu beangelnde Gewässer bestimmt: Stehendes bis langsam fliessendes Gewässer, oder der Fluss mit mittlerer bis starke Strömung. 

Aber gehen wir die Auswahlkriterien Punkt für Punkt durch:

 

Wo wollen wir hauptsächlich aktiv angeln?

Stehendes oder langsam fließendes Gewässer oder großer Fluss mit mittlerer bis starke Strömung? Unabhängig von der Angelart brauchen wir mal mehr oder weniger Gewicht, um den Kontakt zum Köder halten zu können. In den grossen Strömen bedarf es schon mal gut 300Gramm und mehr, um noch erspüren zu können, was da unter uns passiert. Klar, je feiner und leichter desto besser. Nur in einigen Bereichen muss doch das schwere Gerät ran! Mit einer leichteren Rute riskiert man Verluste der Montage! Wenn sich die Rute nur allein durch den Strömungsdruck auf die Schnur durchbiegt, macht die Montagen was sie will, oder besser gesagt: sie wird zum Spielball der Strömung! Heißt null Kontakt mehr, Schnurbogen, Abrisse! Als Faustregel heisst es, dass die Schnur nahezu senkrecht nach unten gehen sollte, so schwer muss das Gewicht sein! Und je schwerer das Gewicht, desto kräftiger die Rute!

 

 Was kommt zum Einsatz?

Boot oder Bellyboot? Beim Belly sollte die Rute noch etwas kürzer sein als beim „normalen“ Bootsangeln, also z. B. statt 210cm Länge dann eher 185cm! Vom Handling her tut man sich deutlich leichter beim Einsatz des Belly´s, wenn die Rute eben kürzer ist.

 

Welche Angelart, Klopfen oder Vertikal, oder beides?

Eigentlich vertrete ich die Meinung, dass man für jede Angelart auch eine eigene Rute braucht: beim Klopfen sollte die Spitze etwas nachgeben können, eher „sensibel“ sein. Sonst kann es eine regelrechte Fehlbiss-Orgie geben! Spürt der Wels nur einen Gegenzug beim inhalieren des Köders, so spuckt der diesen sofort wieder aus! Viele setzen den Anhieb nicht über die Rute, sondern es erfolgt eher ein kräftiges Anziehen der in der Hand liegenden Schnur. Beim Vertikalangeln erfolgt dagegen alles über die Rute: das Abklopfen des Gewässergrundes, das Heben und Senken der Montage/ des Köders, das Erspüren des Bisses und der Anhieb! Daher sollte die Rute eher eine Spitzenaktion haben, straff oder auch brett-hart sein! Man könnte auch sagen, dass je härter die Rute ist, man umso weniger Hänger und Verluste hat! Beispiel dazu sei die Catfire Inliner genannt: Selbst ein Fisch ü 2m bringt diese Rute nicht wirklich durchgebogen! Dafür hat man aber jederzeit „Voll-Kontakt“, spürt alles, von der Beschaffenheit des Untergrundes bis hin zum leichten Spielen an dem 400 Gramm Köder samt 250 Gramm Kopf!

 

Welches Ködergewicht wollen, müssen wir einsetzen? Klopfen – Vertikal?

Fast schon in den beiden Fragen oben beantwortet: So leicht wie möglich, so schwer wie nötig! Beim oder während des Klopfens werden nahezu alles Wasserschichten beangelt, man richtet sich nach dem/ den steigenden Fisch/ -en. Daher kann leichter geangelt werden als beim Vertikalangeln. Hier ist man immer am Grund, sucht den Gewässerboden nach Fischen ab. Deswegen wird hier deutlich schwerer geangelt, vor allem in fließenden Gewässern mit mittlerer bis starke Strömung. Logisch, je länger die Strecke von der über Wasser waagerecht gehaltenen Rute bis hin zum Köder, umso größer, länger ist die Angriffs- „Fläche“ für die Strömung. Schnell hat man durch den Druck des Wassers einen Schnurbogen, was die Kontrolle des Köders ungemein erschwert! Es kommt alles gedämpft bei uns an, aber genauso gedämpft wird ein vermeintlich kräftiger Anhieb! Wenn bei einer Angeltiefe von z. B. 9m an die 12m und mehr Schnur draußen ist, hat man eigentlich schon verratzt!

 

Sind viele Hindernisse im Wasser, von denen wir den/ die Fische im Drill fernhalten müssen?

Dann müssen doch eher die „brachialen Prügel“ mit ins Boot! Also Ruten mit starkem Rückgrat, straffer bis hin zur Spitzen-Aktion!

 

Welche Rolle? Stationär- oder Multirolle? In diesem Fall meiner Meinung nach keine Glaubens-Frage! Mit einer Multi kann man viel schnell und vor allem kontrollierter Schnur nachgeben, um den sich schnell ändernde Bedingungen anpassen zu können. Besonders beim Vertikalangeln ein absolute Muss! Wenn unsere Montage auf einmal 50cm über den Köpfen des oder der Waller baumelt, weil am Gewässergrund eine Senke oder Rinne sich befindet, ist das Öffnen des Schnurbügels an der Stationärrolle zu langsam und umständlich! Da ist die Schiebebremse oder die Daumen-Freigabetaste deutlichst schneller, um schnell die Schnur freizugeben, und das noch kontrolliert dazu! Daher werden oft Ruten mit dem speziellen Revolvergriff eingesetzt. Mittlerweile geht der Trend aber weg von dieser Griffform, die Ruten und werden sowohl für den einen als auch die anderen Rollentyp gebaut, auch mit der engeren Beringung!                  Als Alternative zu den beringten Ruten sind da noch die Inliner. Mehr als nur eine Alternative! Wer einmal solch eine Rute im Boot gehabt hat, der schätzt dieses „ringlos happy“. Kein Verheddern der Schnur im Boot, kein Ring, der an der Bootswand gekillt wird. 

 

Auch kommen noch unsere Ruten-Empfehlungen, in Abhängigkeit vom Gewässertyp

 

09.01.20

 

Jahresrückblick 2020,

            aber eher ein persönlicher Rückblick…!

 

Was war das doch für ein Jahr!

Was haben wir nur gefangen, was waren wir doch gut, was haben wir doch alles auf den Weg gebracht, und wie sind doch unsere Sachen durch die Decke gegangene…?!

So oder so ähnlich fangen oder werden viele Jahresrückblicke angefangen, aber nicht meiner !

 

Ja, es wurden schöne Fische von ehemaligen Guiding-Kunden und meinem Team gefangen.

Ich, wir selbst haben es leider kein einziges Mal ans Wasser geschafft. Die Gründe oder den Grund muss ich nicht groß breittreten, unser direktes Umfeld weiß es warum, das reicht so auch.

 

Gut?! Ja, gut waren wir alle auch! Sonst hätten wir dieses Jahr nicht so meistern können. Wir haben diese böse Infektion nicht bekommen!

                                        

Wir haben auch viel entwickelt, gebaut und getestet.                                                           

Ob unsere Produkte durch die Decke gehen, gehen werden? Dass entscheidet nun ganz alleine Ihr! Ich maße es mir nicht an da irgendwelche Prognosen abzugeben. Wir sind zumindest davon überzeugt, dass die neuen und die älteren aber überarbeiteten (Bungee-) Rigs gut geworden sind, ja sogar richtig gut! Alles weitere kommt wie es kommt!

 

Was war sonst noch gut?

Unser Team JK – Neuling, mein alter Bumbeltunker (sorry, Insider! 😊 ) ist in mein kleines, aber sehr gutes Team hinzugekommen. Mein Freund Kalle, wohl einer der besten Guides am spanischen Ebro, ist eine wahre Verstärkung. Zudem haben wir mit seinem Camp einen zusätzlichen festen Anlaufpunkt für weitere Aktionen, wie Filmen, Tests, usw. Damit haben wir nun fünf Mann an Bord, das hätte ich mir vor paar Jahren noch nicht vorstellen können.

 

Was war noch?

Für mich persönlich war es noch ein Jahr voller Jubiläen! Achtung, los geht’s: 50 Jahre KSC Fan (jepp, da müßt Ihr durch), 40 Jahre Maiden Fan, ebenso 40 Jahre Priest Fan, seit gut 15 Jahren schreibe ich Artikel, seit 10 Jahren bin ich nun Consultant/ Berater bei Climax und Sportex, und last but not least, 5 Jahre alt ist die Erstausgabe meines Buches geworden. Reicht, oder? 😊

 

Was kommt im neuen Jahr, was wünschen wir uns?

An allererster Stelle unangefochten, dass wir alle gesund durch diese Zeit kommen! Alles andere wird sich dahinter einreihen. Es kommt eben wie es kommt!

 

In diesem Sinne, wir wünschen Euch einen guten Start ins Neue Jahr, schöne Stunden am Wasser!

Das Wichtigste aber: bleibt bitte einfach nur gesund! Das ist unser/ mein/ größter, wichtigster Wunsch!

 

Euer Jens und Team

13.01.21

 

Toller Ebro-Hecht

 

Unser Team-Mitglied Kalle war heute nach langer Abstinenz mal wieder bissel angeln am heimischen Ebro! Nach zig Wochen der Genesung und zuletzt auch für Spanien unwirklichen Wetter mit reichlich Schnee, nutzt er den Moment von ansteigenden Temperaturen, um den Zandern nachzustellen. Doch die wollten irgendwie nicht wirklich..., und auf Gummi hatte auch kein Fisch Bock drauf. "Wenn Gummi nix bringt, dann sollte "Natur pur" mal probiert werden..." dachte sich Kalle. Gesagt getan, und RUMMS!

Es kam aber kein Zander Richtung Wasseroberfläche, sondern ein stattlicher, wenn auch leicht beeinträchtigter Hecht in XXL Format! Wenn dieser Esox nicht irgendwann mal nen richtigen Wirbelsäulen-Schaden bekommen hätte, dann wäre er wohl noch länger, größer gewesen! Aber egal wie, ein toller Fisch! Und wieder ein kapitaler Hecht auf der Fangliste, aus dem Ebro!

Ein dickes Petri nochmals mein Freund! Und schön Dich wieder etwas lächeln zu sehen...! 

15.01.21

 

Nachlag - Ebro-Hecht

 

Diesen Hecht von Rene, ein guter Kumpel von Kalle und ein richtig guter Boots-Motoren-Schrauber, möchte ich Euch noch nachreichen! Gefangen wurde dieser Kapitale, der deutlich über der Metermarke lag, Ende Dezember 2020.

So langsam wird der Ebro unheimlich in Bezug auf die Hecht-Fänge. Kaum ein Fisch war in den letzten Monaten dabei, der unter 80cm war!

Rene, auch von hier nochmals ein dickes, wenn auch verspätetes PETRI!!!

19.01.21

 

Die Mär vom heimischen Wels - / Waller – Giganten?!

 

Ich möchte hier mal meine Meinung zu einem immer wieder aufkommenden Gerücht oder Sensations-Meldung loswerden: Berichte von irgendwelchen über-dimensionalen, riesigen Waller, Fische jenseits der 250cm Marke.

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Ja! Es gibt bei uns in Deutschland sicherlich große, kapitale Welse jenseits der 250 die mitunter in gewissen Phasen des Jahres keinen Halt vor Wasservögeln oder gar Waden von Badegästen attackieren! Habe Fangmeldungen von Bekannten erhalten, die absolut glaubwürdig sind und ich nicht in Frage stellen könnte. Habe auch selber einen solchen Riesen hier in der Heimat gefangen. Kapitale Fische werden immer mal wiederauftauchen, wobei man da auch bei den unterschiedlichen Gewässerarten differenzieren sollte. Im Fluss ist es verdammt schwierig, einen solchen Waller überhaupt „landen“ zu können, besonders beim Angeln vom Ufer aus! Wer schon mal einen 2m plus Fisch in einem Strom wie Rhein oder Oder, usw. gefangen hatte, der wird wissen was ich meine. Daher werden die Meldungen von den ganz Großen im Fluss eher weniger sein als im See. Auch wachsen die Fische im Fließgewässer deutlich langsamer ab als in einem stehenden Gewässer. Und durch die in der Regel niedrigere Wassertemperaturen wird auch der Stoffwechsel nicht so auf Touren kommen als in einem flachen See oder „toten“ Altarm. Zudem kommen die Wallis im stehenden Gewässer leichter an die Nahrung, verbrauchen weniger Energie als im (stark) fließenden Wasser! Daher dürften in alten Seen oder Altarmen eher riesige Fische sein. Als Beispiel aus dem Ausland sei hier der Ebro-Stausee bei Riba Roja genannt. Hier kommen in der Regel größere Fische raus als im Ebro Fluss.

Wir haben aber auch richtig alte und tiefe, mitunter weniger zugängliche Ströme, in denen mit Sicherheit ein paar richtig Große leben. Gerade in Donau, Elbe, Weser und Rhein gibt es diese „geheimnisvollen“ Abschnitte. Im Rhein zum Beispiel, einige Kilometer stromab von Worms, gibt es eine Kurve, in der zweifellos kapitale Welse wohnen. Direkt in Ufernähe verläuft eine sehr tiefe Fahrrinne. Aber allein schon die steile, steinige Uferböschung ist eine wahre Herausforderung! Das nächste Hindernis ist die extreme Strömung, die sich immer tiefer in den Untergrund gräbt. Zudem ist der Gewässeruntergrund mit Hängern übersät. Es gibt kein zu händelndes Gewicht, welches liegen bleiben würde, geschweige denn noch irgendwie ausgelegt werden könnte. Somit sind die dort hausenden Fische „un-fangbar“ und wachsen langsam aber sicher zu wahren Riesen mit großen Fragezeichen an. Mythen zu diesen Fischen gibt es genug!

Apropos Mythen: Man hört und liest immer wieder von Ungeheuern, die Badegäste attackieren, Enten und Jungschwäne regelmäßig verspeisen, oder wie U-Boote an der Wasseroberfläche auftauchen und sich sonnen. Klar holt sich ein Wels mal Geflügel, das hatte ich selbst schon gesehen. Wobei es einmal eine junge Ente, beim anderen Mal ein ebenfalls jüngeres Blässhuhn waren. Auch das mal ein Badegast von einem Wels attackiert wird ist für mich glaubhaft! Gerade dann, wenn der Waller sein Gelege bewacht und beschützt, und ein Badegast dem Nest zu nah kommen sollte. Eindringlinge oder Störenfriede werden dann eben attackiert und verscheucht. Sehr merkwürdig sind nur die alljährlichen, immer wiederkehrenden Horror-Meldungen im sogenannten Nachrichten-Sommerloch. Egal, ob der Dackel „Waldi“, oder fast täglich Jungschwäne verschwinden. Es handelt sich dabei doch um Luftlöcher und entpuppen sich am Ende gar als große Peinlichkeit mit Fremdschäm-Charakter. Beispiel: Da wird der kleine See von besorgten Vogelschützern beobachtet, selbst ernannte Spezialisten von der Presse befragt und geben irgendwelche Halbwahrheiten zum Besten. Und unter Beobachtung zahlreicher Zuschauern wird der See zur Hälfte abgelassen und vom Berufsfischer mit Hilfe vom Zugnetz abgefischt… Das Ergebnis? Oh oh! Von rostigen Fahrrädern bis hin zu versunkenem Geäst kommen alles andere als der erwartete „Schwan-Fresser“ ans Tageslicht. Um dennoch etwas an Rest-Glaubwürdigkeit aufrecht erhalten zu können, mutmaßen dann die Spezialisten, dass der riesige Fisch ja übervorsichtig sei und sich am Gewässergrund in den Schlamm vergraben hätte. Somit wurde das Monster un-fangbar. Dennoch wollten die betreffenden Herrschaften den wieder angestauten See weiterhin beobachten! Nach und nach geriet diese Story immer mehr in Vergessenheit. So tatsächlich in einer kleineren Stadt in Nähe meines Wohnortes passiert, kein Anglerlatein! Komisch nur, dass solche Meldungen fast ausschließlich im Sommer auftauchen, und meines Wissens nach lediglich aus der Heimat kommen…!

Ab und an berichten Angler von Kämpfen mit Waller, die eher an die Geschichte von Ernest Hemingway, „Der alte Mann und das Meer“, erinnern. Diese Drills sollen stundenlang gedauert haben, bei denen am Ende der Fisch Sieger blieb. Es kann ja mal sein, vor allem dann, wenn ein großer Wels auf leichtes Gerät einsteigt. Oder ein mittlerer Fisch seitlich, am Rücken, oder noch heftiger am Schwanz eingehängt wird. Da wird ein 150cm langer Fisch schnell zu einem kaum bezwingbaren Gegner. Auch an einer Waller-Rute kann solch ein „unsauber“ gehakter Fisch im Fluss zum Kraftakt für Mensch und Material werden.

Ich möchte und kann aber nicht daran zweifeln, dass es bei uns die ganz großen, kapitalen Waller gibt. Wenn auch nicht in der Anzahl, Häufigkeit als in den einschlägig bekannten Süd- und West – europäischen Hochburgen. Vom Po kommen immer wieder mal Fische um die 260cm. Aus Frankreich dagegen eher weniger Meldungen, was aber eher an der für meinen Geschmack sehr angenehmen Verschwiegenheit der französischen Kollegen liegen mag. Und natürlich noch der spanische Ebro, an dem mein guter Freund und Team-Member Kalle einen 268er fangen konnte, und unser Freund des Hauses Taffi gar einen Fisch mit glatten 270cm! Das sind wahre, unglaublich riesige Hammer-Fische!

Nur, im Vergleich zur Heimat sind unsere Gewässer weder so warm im Jahresdurchschnitt, noch kommen solche riesigen Futterfischmengen bei uns vor, an denen sich die Welse ohne großen Aufwand dick und rund und richtig groß beziehungsweise lang fressen können.

Somit steht für mich und einigen guten Kollegen fest, dass wir hier nicht diese Vielzahl an Giganten haben und/ oder haben werden. Wobei ich aber auch der Meinung bin, dass wir die Größe eines Wallers in Verhältnis zum Gewässer setzen sollten. Ein 160cm langer Wels ist für ein Gewässer von sagen wir mal 2 bis 4 Hektar schon ein Großer! Es wird sicherlich hin und wieder mal ein Fisch an oder um die 260er Marke gefangen, vorausgesetzt dass diese dann aber auch nachvollziehbar und korrekt gemessen wurden und werden. Und nicht das Maßband bei 15 oder mehr Zentimeter statt bei Null angehalten wird! Sorry, ohne alte Geschichten wieder aufwärmen zu wollen, aber genau dieses Messen gab es tatsächlich, wurde sogar auf Video festgehalten… Wir haben diese alten, urigen Ströme und Gewässer, mit kaum zugänglichen Bereichen, in denen heimlich und unbemerkt die ganz großen Waller leben, davon bin ich absolut überzeugt. Aber Fische über dieser neueren magischen 260cm, da wird es eng, verdammt eng! Wenn überhaupt sind dies Einzelfische, die irgendwo still und heimlich in einer tiefen Rinne oder Buhnenloch „friedlich“ und ungestört liegen, dort weder von Schreiberlingen, die auf der Suche von Sensations- oder Horror-Meldungen sind, oder von Spaziergängern, besorgten Vogelschützern und Beobachtern, oder Badegästen gestört werden.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute und wachsen zu wahren Fluss- oder See-„Monstern“ heran …!


 

23.01.21

 

„Die Schande von Rügen“

Ich hatte die Tage erst zwei schöne Ebro-Hechte präsentieren können, waren ja auch zweifellos schöne Fische! Zum Thema Hecht oder besser gesagt Hechte, bekam ich am 17. Januar einen Kurzfilm per WhatsApp von einem guten Freund zugeschickt. Dieser Film schockierte mich heftigst, und im Bruchteil einer Sekunde trieb es mir die Zornesröte ins Gesicht!!! Gefilmt wurde an einem Anleger in einem Hafen von Schaprode auf Rügen. Unendlich viele farbige Fischkisten bis zum Teil an den Rand gefüllt mit Fisch standen am Anleger. Eine Stimme berichtet, dass das eine Sternstunde für den Fische A… ist! Noch nie so viele Hechte konnte dieser mit seinen Netzen fangen.

Solch einen Wahnsinns-Fang hätte er noch nie erlebt, es sei Weihnachten und Geburtstag zusammen. Nun müsse A. noch den Fang sortieren, die Hechte über 5kg und kleiner, weniger als 5kg. Man sieht, wie der Fischer mal aus der Kiste einen wirklich schönen Hecht rausnimmt und in eine andere Kiste wirft! Dann einen etwas kleineren Fisch (60 bis 80cm) in der Hand hält und den eher verachtend in eine andere Kiste wirft. Währenddessen schwärmt der Kameramann weiter in Superlative für den Fang. Dabei erzählt er noch, dass sein Kumpel A gerade vor kurzem schon einen ähnlich guten Fischzug hatte...

Ich schildere Euch das Alles aus der Erinnerung raus. Mein Innerstes, mein ganzer Körper weigert sich, diesen Film nochmals anzusehen. Nur beim Gedanken an die Szenen könnte ich, sorry vorab, nur kotzen! Wird mir schlecht, packt mich Zorn, steigt eine riesige Wut in mir hoch. Wenn ich nur könnte wie ich wollte...!

Nein, ich bin sicherlich nicht neidisch auf den glücklichen Fischer A.!

Aber, was das gezeigt wird, dass ist eine pure Verhöhnung. Da jammern die Nebenerwerbs-Fischer rum wegen Fangquote. Die Berufs-Guides jammern, dass es noch nie so ein schlechtes Jahr (2020) gab, kaum Hechte, wenig Kapitale! Da wird gegen die Kormorane gewettert, alle Grünen und Naturschützer, vor allem die Vogelschützer verteufelt! Die Kegelrobben, welche sich stark vermehrt haben (diese Meldung kam sogar Anfang Januar im NDR-Fernsehen, dass seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie so viele Jung-Robben gezählt wurden), stehen bei den Anglern als Sündenbock da. Die Pseudo-Guides aus den diversen Großstädten, die ihre Kumpels im Schlepptau mitbringen und jedes Jahr in 3 Wochen alles abschlagen was ihnen an den Haken geht, werden verteufelt. Neuerdings sollen aus dem benachbarten Polen sogar Angel-Trupps um Rügen herum rumwildern. Auch in den Schutzzonen soll illegal von diesen Gruppen geangelt werden. Alles wird als Gründe für schlechte Fangzahlen der organisierten, legalen Angler hergeholt. Und dann? Dann steht da einer von denen, einer von Euch Insulanern in seinem Ölzeug und weiß nimmer vor lauter vollen Fischkisten, wie er sich noch bewegen soll oder kann...!

So was darf nicht unter den Tisch fallen! So was muss mit großem Geläute, wenn sein muss auch mit Kirchenglocken, untermalt werden! Ein Tritt in die Klötze für jeden waidgerecht handelnden Angler! Ich könnt wirklich austicken!

„Raubbau an den Laichhechten durch Berufsfischer auf Rügen“, so lautet der Titel auf You Tube. Einige haben diesen Film bisher gesehen, viele Kommentare stehen darunter. Aber reicht das aus? Wenn Ihr den Film gefunden haben solltet, schickt ihn weiter an Eure Angelkumpels, verbreitet ihn. Diese Vollpfosten sollen vor Scham im Boden versinken, und da dann auch drinnen bleiben. Was da an Fisch kaputt gemacht wurde, wie viele zig Hecht-Mamas gekillt worden sind..., und es scheint auch kein Einzelfall zu sein!

Wehe es jammert noch einmal einer in der Boddenregion über schlechte Fangzahlen, und macht dann alle nur möglichen und unmöglichen Tiere, Personengruppen dafür verantwortlich! Wehe ich lese noch einmal in irgendeiner Angelzeitung oder in einem einschlägigen Forum irgendwas zum Thema „Schlechtes Hechtjahr in den Boddengewässern wegen XY“ und es wird so eine Untat dabei nicht aufgeführt... wehe Euch!

Und nach den berühmten ehemaligen Hecht-Mekka Irland wird still und leise das Nächste verschwinden: die Boddengewässer!

Eine Sache noch: diese Unmenge an Hechten ist zu 90% nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt! Ihr wundert Euch? Achtung: Schweinefutter! Es wird zu Schweinefutter verarbeitet! Damit versuchen die Berufs- und Nebenerwerbsfischer die niedrige Fangquote an Dorschen auszugleichen...

Und noch eins: In vielen Bundesländern ist schon Hecht-Schonzeit. Warum? Weil sie mit dem Laichgeschäft zeitnah beginnen werden, oder schon begonnen haben..., auch in den Boddengewässern, auch um Rügen herum!!!

 

 

 

 

27.01.21

 

Ein "alter" Artikel...

... aber immer noch aktuell! Dieser war in der Rute & Rolle im September 2010!

 

Da ich aus technischen Gründen gerade keine PDF Datei einstellen kann, habe ich den Artikel etwas "vereinfacht". Sobald das PDF-Tool wieder funktioniert, werde ich das Original hier reinstellen.

Artikel erschienen in der Rute & Rolle im September 2009, Seite 54 bis 57

 

Flusswaller zieht es im Sommer gern mal in die harte Strömung. Doch sind sie dort für Uferangler überhaupt fangbar? Sportex-Team-Angler Jens Köller hat es an seinem Hausgewässer Rhein geschafft – mit Hilfe von Granitsteinen. Wie, verrät er hier :

Steinzeit am Strom

Klar, wer auf Waller angelt, will einen Großen fangen. Flüsse sind dafür gute Anlaufstellen. Es muss auch nicht immer Po oder Ebro sein. Der deutsche Rhein bietet Top-Chancen auf Riesen. Doch leider ist nicht alles erlaubt. Auf meiner Hausstrecke bei Karlsruhe ist zum Beispiel das Bootsangeln stark eingeschränkt. Und es besitzt natürlich auch nicht jeder ein Boot. Also vom Ufer aus! Aber da ist ja noch die Strömung, die das Rheinwasser im Affenzahn vorbeirauschen lässt. Geht das wirklich, einen dicken Wels vom Ufer aus der Hauptströmung heraus zu drillen? Heute kann ich eindeutig sagen: ja! Mit Top-Fischen von 1,97 und 2,17 Metern konnten wir 2009 diese Nuss endlich knacken. Dafür mussten wir aber unsere Taktik und unsere Gerätezusammenstellung (siehe „Gerät für den Strom“) ändern. Bei vielen Boots-Touren gewannen wir immer wieder den gleichen Eindruck: In Buhnenfeldern oder anderen, ruhigen Bereichen leben viele Waller, aber eher kleine bis mittelgroße Fische. Bei der gezielten Suche nach großen Exemplaren half uns dann Kommissar Zufall…

Wels-Wanderstrecke Angelfreund Kalle hat einen Hund und der möchte morgens, bevor Herrchen arbeiten geht, Gassi geführt werden. Klar, die Runde führt bei einem Angler natürlich idealerweise am Fluss entlang. Regelmäßig konnte Kalle so frühmorgens in einer tiefen Außenkurve des Rheins beobachten, wie ein großer Wels auf Raubzug ging. An dieser Stelle liegt die Fahrrinne des Rheins dicht am Ufer und das Wasser fließt extrem schnell am Ufer entlang. Bei unseren Ansitzen zeigt sich später ein interessantes Phänomen: Der erste Biss kam meist gegen 22 Uhr und an der Rute, die wir am weitesten stromauf platziert hatten. Gab’s weitere Bisse im Dunkeln, „klingelte“ es immer weiter stromab. In den frühen Morgenstunden bekamen die Fische oft ein zweites Mal Hunger. Doch jetzt ging’s stromab los und setzte sich flussaufwärts fort. Unser Eindruck: Die Waller ziehen abends flussabwärts und morgens wieder gegen die Strömung zurück. Ihre Wanderstrecke läuft dabei dicht am Ufer entlang, unmittelbar an der Steinpackung des Rheins. An anderen Ecken zeigte sich zwar oft, dass die Großen als Einzelfische unterwegs waren, aber immer in den Flussabschnitten mit der härtesten Strömung. Vielleicht sind Waller unter 1,50 Meter Länge noch „zu schwach“ für den Hauptstrom, zumindest, um sich dort dauerhaft aufzuhalten.

Abriss vorprogrammiert Die Fische waren gefunden, doch die nächste Frage stellte sich schon im gleichen Moment: Wie sollen wir hier unsere Köder ablegen? Normale Bleie sind zu leicht und auch zu teuer, denn Hänger in der Steinpackung sind unvermeidbar. Einzige Antwort: eine Abriss-Montage, bei der sich das Gewicht beim Anschlag von der restlichen Montage löst. Gewicht ist das Stichwort. Wir wählten Granit-Pflastersteine, die es in jedem Baumarkt gibt. Die würfelförmigen Steine haben eine Kantenlänge von rund zehn Zentimetern und sind schön handlich, also auch prima zu werfen. Werfen mit der Hand übrigens, nicht mit der Rute, aber dazu später mehr! Auf der anderen Seite sind die Granitwürfel schwer genug, um an gewünschter Stelle liegen zu bleiben. Um jeden Stein knoten wir fürs Angeln eine Schnur, die aus langsam verrottendem Material sein muss. An diese Schnur binden wir etwas Monofile von rund 0,30 Millimetern Durchmesser – fertig ist unser „Grundblei“. Es kostet rund einen Euro und ist bei uns am Rhein völlig „natürlich“, da auch die Steinpackung aus Granitbrocken besteht. Wichtigstes Bauteil der Montage: Eine große Unterwasserpose mit Schnurinnenführung und einem Wirbel seitlich an der Pose. Genau hier, am Wirbel befestigen wir die Abrissleine. Die Hauptschnur läuft durch die rund 100 Gramm tragende Pose. Fürs Vorfach kommt Kevlar von 1,30 Meter Länge und einem Millimeter Dicke zum Einsatz. Zwei Haken sitzen am Ende: ein Drilling Größe 4/0 bis 6/0 und vier bis sechs Zentimeter darunter als Endhaken ein 6/0er bis 8/0er Einzelhaken. Rund 20 Zentimeter vor dem Haken sitzt eine normale Unterwasserpose von 20 bis 30 Gramm Tragkraft auf dem Vorfach.

Lebendköder, völlig legal Das Zwei-Hakensystem ist nicht für einen lebenden Köderfisch gedacht. Der Einzelhaken am Ende wird mit drei bis fünf Streifen Calamaris (Tintenfisch) bestückt, die ich auf fünf bis zehn Millimeter Breite und rund 15 Zentimeter Länge schneide. Herrlich, wie die in der Strömung flattern! Für den Drilling öffnen wir eine Großpackung Tauwürmer und verteilen ein Dutzend der quirligen Burschen auf den Hakenflunken.

Jetzt haben wir richtig Leben im Köder und das völlig legal. Dieser Cocktail hat sich inzwischen in den Sommermonaten bei uns klar durchgesetzt und viele Fische gebracht. Ach ja, eine gute Nachricht noch für empfindliche Nasen: Die Calamaris dürfen sogar recht frisch sein. Es geht auch ohne Stinkbomben, die in der Hitze vorgereift wurden. Wer möchte, kann seinen Ködercocktail auch durch Blutegel (aus der Apotheke) bereichern. Die kleinen Biester sind sehr haltbar und beweglich, aber auch ganz schön teuer.

Stein-Schmeißer Die Köderfrage ist geklärt, die Montage aufgebaut, bleibt noch die berechtigte Frage: Wie bekommen wir alles an den Fangplatz? Hierfür brauchen wir idealerweise einen zweiten Mann. Einer schnappt sich den Granitstein, der andere hält die Rute. Natürlich muss in dem Augenblick, wo einer der Angler zum Stein-Schmeißer wird, der Rollenbügel geöffnet sein. Klaaatsch, der Stein schlägt aufs Wasser, zieht die Montage Richtung Grund. Der Mann an der Rute passt jetzt auf, dass die Schnur kontrolliert abläuft, bis alles am Gewässerboden angekommen ist. Hat das geklappt, bringen wir die Hauptschnur auf Spannung und stellen die Rute in den steil stehenden Halter. Wichtig: Bitte sicher im Boden verankern! Freilauf oder Rollenbremse öffnen wir nur soweit, dass bei einem brachialen Biss gerade so Schnur abläuft, bevor die Rute bricht. Die Bissanzeige übernimmt unsere alte Freundin, die Aalglocke.

Bingeling, ein Biss! Bisse kommen an den beschriebenen Stellen ohne Vorwarnung und knallhart, deshalb müssen wir immer nah an den Ruten sitzen. „Bingel, bingel“, sofort sind wir auf den Beinen und nehmen die Rute aus dem Halter. Nächster Schritt: einen harten Anschlag setzen. So hart, dass wir nach hinten stolpern, wenn der Anschlag nicht sitzt. Im besseren Fall zieht uns jemand aber sofort nach dem Hakensetzen nach vorne. Ist der Waller am Band, heißt es: halten, halten, halten! Wenn irgendwie möglich bekommt der Fische keine Schnur. Denn kann er in der harten Strömung erstmal Fahrt aufnehmen, wird’s schier unmöglich, ihn wieder gegen den Strom zurückzuholen. Der Drill bedeutet einen echten Kraftakt auf Biegen und Brechen. Als ich meinen letzten Großen fing, saß ich während des Fights auf dem Boden und hatte die Füße gegen einen großen Stein gestemmt. Die starke Rute bog sich mehrmals bis zum Rollenhalter durch, aber der Wels bekam wirklich keinen einzigen Meter Schnur. Auch wenn es gefühlt unendlich lange dauert, nimmt so einen kompromissloser Drill selbst bei einem großen Fisch kaum mehr als 15 Minuten Zeit in Anspruch. Wichtig: Vor der Landung per Wallergriff dem Fisch unbedingt ein, zwei Mal einen Klaps auf den Schädel geben, um zu testen, ob er schon ruhig genug ist, den Griff anzusetzen. Die Kraft der Fische ist enorm, aber mit passendem Gerät, Stellenkenntnis und natürlich etwas Glück können wir die großen Flusswaller auch vom Ufer aus bezwingen. Eins ist dabei garantiert: Den Drill werden Sie so schnell nicht vergessen

 Gerät für den Strom Um einen großen Waller aus der Strömung zu drillen, muss das Gerät passen. Das erste Ausrüstungsteil ist die Rute: Meine ist rund drei Meter lang und heißt AHF Leitner Super Cat (Infos unter: www.ahf-leitner.de) oder Sportex Team Waller Boje. Auch bei den Rollen trennt diese Angelei die Spreu vom Weizen. Zwei Modelle kann ich uneingeschränkt empfehlen: Big Baitrunner von Shimano und Cybernetic von Tica (im Fachhandel über Ockert). Meine Hauptschnur ist ein Abschleppseil von 0,60 bis 0,70 Millimetern. Stabile Wirbel mit mindestens 100 Kilo Tragkraft ergänzen die Ausrüstung.

 

Bilderunterschrift: Autor Jens Köller mit 1,97-MeterBrocken – gefangen vom Ufer (Anmerkung: das war 2009)

 

Bilderunterschrift: Wahnsinn: 2,34 Meter Wels am Stück und das vom Ufer aus! (Anmerkung: Kalle war das, ebenso 2009)

 

 

31.01.21

 

Vorfreude ist doch die schönste Freude?!

 

Corona bedingt können und dürfen vielleicht einige von Euch nicht ans Wasser. Und diejenigen unter Euch, die eventuell die Möglichkeit hätten ans Wasser zu gehen, die werden aktuell vom Hochwasser ausgebremst! An unserer "Haus-Strecke" am Rhein, Stand heute früh, der Pegel mehr als 4m über dem Normal-Pegel!

Daher hier paar Bilder noch aus dem alten Jahr zur Einstimmung, Vorfreude auf die hoffentlich bald wieder möglichen "Normalität". Diese Wallis wurden zum Teil schon mit den endgültigen Rigs, zum Teil noch mit den End-Mustern, oder auch schon mit den neuesten Ideen aus der Bungee-Rig-Schmiede gefangen.

Bleibt oder werdet bitte gesund!

 

 

 

06.02.21

 

Noch ein alter Artikel...

 

... erschienen in der Rute & Rolle im August 2011.

Vielleicht ist dieser Artikel ja eine Anregung für den ein oder anderen unter Euch, in der kommenden Saison mal was Neues auszuprobieren?

Und SORRY für diese Form des Artikels, aber die PDF Funktion hier funzt leider immer noch nicht. 

14.02.21

 

Ein kleines Update

 

Gerne hätte ich Euch ein paar Fangmeldungen präsentiert, aber, aber... erst oder noch die Pandemie verhindert Reisen an Wels-Gewässer in Europa. Und dann kam das Hochwasser, und aktuell das zum teil sau-kalte Wetter!

 

Ein Teil meines Teams wäre in diesen Tagen gerne zu unserem Kalle an den Ebro gefahren...ging ja nicht!

 

Apropos Kalle: Mit ihm haben wir ein neues Bungee entwickelt, mit Circle-Hook und noch paar andere Feinheiten :-). Sobald wieder etwas "Normalität" da sein wird, wird Kalle Euch dies Rigs zeigen! Vorerst wird dieses spezielle Rig und diverse Varianten exklusiv von Kalle vertrieben. Bevorzugt natürlich an seine Gäste!

Auch haben wir weitere Spezial Bungee-Rigs für die heimische Welsanglei für die hoffentlich bald wieder kommende Testphase am Wasser gebaut. Dazu dann nach erfolgreichen "field tests" mehr.

 

Auch das Meeres Bungee habe ich überarbeitet. Da ist mein guter Freund und Kollege Frank auf Rügen derjenige, der es an der Ostsee beim Dorsch-Angeln testen wird, sobald... Ihr wisst schon!

 

Ihr seht, trotz aller widrigen Umstände sind wir "am Ball"!

Demnächst mehr Info-s!

 

Bleibt bitte einfach nur gesund, und senkrecht!

 

20.02.21

 

Einen alten Artikel hätte ich noch anzubieten, Juli-Ausgabe 2012 Rute & Rolle:

 

"Es ist angerichtet!"

 

Für diejenigen unter Euch, die an diesem Wochenende noch nicht ans Wasser dürfen, können, oder noch nicht wollen! Auch wenn dieser Artikel fast 9 Jahre alt ist, der ein oder anderen Montage-Tipp ist auch heute noch "aktuell"!

Leider klappt das mit dem PDF-Einbetten hier immer noch nicht ..., daher der Artikel in Bildern.

 

 

 

28.02.21

Da im Moment es viel zu tun für mich gibt, fällt die wöchentliche Aktualisierung etwas "abgespeckt" aus.

Was los ist? Ich baue Rigs, Rigs, und? Genau, Rigs!

Dennoch eine kleine Meldung, ein kleiner Hinweis aus dem Bereich "Neuheiten":

 

Sportex kann nicht nur Ruten ...

 

... sondern auch richtig gute Rutenschutzkappen, oder Umgangs-sprachlich auch "Ruten-Überzieherlii"!

Es gibt diese hochwertigen Teile jeweils einzeln und in 2 Größen, S und M, ab sofort im gut sortierten Fachhandel!

 

 

 

07.03.21

 

Zur Abwechslung mal eine Fangmeldung, und dazu noch eine recht Aktuelle dazu!

Nein, nicht aus der Heimat, oder vom Ebro, noch nicht...?!

Steve, mein guter Freund und Kollege aus Kalifornien, der sich normalerweise aus irgendeiner Ecke der Welt mal mit Fisch, mal einfach nur so meldet, war vor paar Tagen "auf Steelhead" unterwegs.

Und der nachfolgend schöne Fisch kam zum Fototermin aus seinem Element heraus.

Petri, awesome, great!

 

12.03.21

 

Und eine Waller-Fangmeldung vom spanischen Ebro:

Mein Team, viele Kunden und ich wissen, dass die Bungee-Rigs funktionieren, dass ist kein Geheimnis... :-)

Besonders in heiklen Phasen zeigen die Bugee-s nicht immer, aber meistens ihre Klasse!

So auch vor kurzem am Ebro, wo trotz Wetterkapriolen, Schmelzwasser und Wassertemps im Sinkflug, Dauerregen, usw. unter anderem diese zwei schönen Waller gefangen werden konnten.

Dickes Petri, Männers, auch nochmal von dieser Stelle aus!!!

 

Der erste Waller wurde mit dem Climax Bungee Complete Standard, der zweite ü 2m Fisch (Kalle mit modischen Sportex-Hoodie mit uff´m Bild) mit dem brandneuen Bungee Kalle Spezial  überlistet!

 

 

17.03.21

 

Aussenlager von Climax ...???

So hätten es wohl Besucher unserer Wohnung gesehen, wenn Besucher hätten kommen können (ist ja noch etwas heikel zur Zeit)..

Einige Pakete in XXL- Format haben aber mittlerweile Wohnzimmer und Flur verlassen, damit von München aus die neuen Climax-Bungee Rigs zu den Händlern geschickt werden können.

Nur noch eine relativ überschaubare Menge an Rigs sind zu bauen, dann werden meinen geplagten Händen paar Tage Ruhe gegönnt.:-) Ist eben (fast) alles von Hand in Deutschland gemacht! 

Aber dann, nach dieser kurzen Verschnaufpause, geht es an die Bungee-Rigs „Kalle spezial“ oder                "Extreme Ebro-Fishing Edition", oder oder!

Wir hoffen, ich denke, dass wir Euch noch vor Ostern mehr Info-s zu den Rigs geben können.

Eine Hand-voll Stammgäste konnten sich schon von Funktionalität und Biss-Ausbeute überzeugen können!

Kalle und ich haben noch paar Punkte auf der Liste stehen, die noch vollends abgesprochen, erledigt, abgehakt werden müssen! Aber, es läuft! 

Zwischendurch gibt’s auf jeden Fall noch Ebro-Nachschlag, und zwar einen sehr Bemerkenswerten…

 

24.03.21

 

Hecht-Revier Ebro! Ebro? Jepp!

In den letzten Monaten hatte ich immer mal wieder Hechte hier vom Ebro reingestellt. Und es waren mitunter richtig kapitale Burschen, ääh Mädels natürlich, dabei. Was vor 10 Jahren noch undenkbar war, dass nimmt immer mehr Form an: der Ebro wird ein exzellentes Hecht-Revier werden. Ja, Ihr habt richtig gelesen! Ebro. Spanien. Und das, obwohl der Konkurrenz- oder Fressdruck recht groß ist, denn Waller, Zander und Barsche tümmeln sich weiterhin in hohen Stückzahlen im Wasser. Man wird abwarten müssen um feststellen zu können, welcher der 2 anderen Räuber, Waller ist gesetzt, sich da durchsetzen wird. Egal wie, mitnehmen (diese Zeit!!!), genießen, sich aktuell daran freuen! Viel mehr Abwechslung kann man an einem Gewässer nicht erwarten! Wieder einmal ist der Ebro eine Wundertüte!

 

 

23.04.21

 

Schwarz oder weiß, falsch oder richtig, catch and (not) release?

 

Nein, kein erhobener Zeigefinger! Und auch nicht Moralapostel! Sondern einfach meine eigene Meinung und für manche vielleicht etwas zum Nachdenken…

Immer wieder kommt es zu wahren Anfeindungen im Netz, wenn irgendjemand einen toten Fisch präsentiert. So auch kürzlich geschehen, als ein guter Freund und Kollege ein Bild von gefangenen und toten Fischen stolz zeigte, ohne irgendjemand damit provozieren zu wollen. Man kann natürlich darüber diskutieren, ob man genau dieses eine Bild hätte zeigen müssen, das sollte aber jeder für sich entscheiden. Und sich vielleicht selbst zu reflektieren, ob man nicht auch schon mal einen oder zwei oder drei, oder auch mehr Fisch (-e) abgeschlagen und waidgerecht abgestochen hat, diese dann in der Küche oder auf dem Grill zubereitet hat und sich hat schmecken lassen.

Klar, catch and release ist schon sinnvoll. Ja auch bei einigen Fischarten oder Fisch-größen erwünscht. Aber ist das der eigentliche, ursprüngliche Sinn der Angelei? Der Gesetzgeber hat dazu eine klare Meinung, egal wie man dazu stehen sollte! Und ja, es wäre schon schön, wenn man es mit Augenmaß machen könnte oder würde, wie es bei vielen europäischen Nachbarn schon der Fall seit Jahren ist. Muttertiere bzw Fische schützen, selektiv Fische entnehmen, manche Arten ganzjährig schonen, Schonzeiten flexibel und den entsprechenden Gegebenheiten oder Örtlichkeiten anpassen, Wunschgedanken!

Angelkollegen aber zu verteufeln, weil sie Fische gefangen und zum Verzehr mitgenommen haben? Öffentlich regelrecht anfeinden? Zu beleidigen? Hier hört definitiv der „Spaß“ auf, ist eine klare Linie überschritten. Vielleicht ist ja in Zeiten von Homeoffice und Beschränkungen, was auch unser Hobby anbelangt, manchen das Ganze zu sehr in den Kopf gestiegen? Oder vielleicht sogar manchen etwas zu langweilig? Oder muss seinen Frust über alles und jeden so freien Lauf lassen?

Und noch eins: Warum geben diejenigen, die auf einmal so präsent im Netz sind, ihre Meinung bei diversen Umfragen, Petitionen nicht kund? Warum scheitern Petitionen, wie zum Beispiel Nachtangelverbot in BaWü? Sie scheitern wegen mangelnder Teilnahme! Aber dann im Nachhinein „große Klappe“? Zudem noch im gewissen Schutz der Anonymität im „www“… Warum ist der Aufschrei nach Veröffentlichung eines Filmes von Bodden-Nebenerwerbsfischer, der seinen Fang von zig Zentnern Laich-Hechten vor paar Monaten hat filmen lassen, nur so kurz und ohne Aktionismus gewesen? Meine damit aber nicht die Drohungen im Netz! Auch sowas ist dumm und feige!

Ich habe meine ganz eigene und klare Meinung zu catch and release, zur Entnahme von diversen Fischen: ich kann es nicht gutheißen, wenn Barsche von +/- 45cm plus getötet werden, wenn unmittelbar vorm Ablaichen Zander- und Hecht-Weibchen gezielt angefischt und abgeschlagen werden. Oder Waller gefangen und an Restaurantbesitzer verschachert werden. Dafür aber ist es für mich ok, wenn ein Waller bis oder um 1m, Zander zwischen 60 und 70cm entnommen werden.

Aber dennoch sollte man so wie unlängst geschehen, keinen Angler derart angehen, beschimpfen oder gar Schlimmeres!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, und bleibt oder werdet bitte gesund!!!

 

01.05.21

 

Grund-(Kiesel-) Stein statt Grundblei!

 

Ein Thema, dem ich mich immer mal wieder widme, mir persönlich auch ein Anliegen ist! Und das aus Gewässerschutz-Gründen, und weil es mitunter auch mehr Fische bringt!

Ich bin immer wieder auf der Suche nach Innovativen, egal ob Rigs, neue besondere Wobbler, usw. Nein, nicht um diese dann zu kopieren, dafür sorgen ja andere schon mehr als genug!

Aktuell bastel, probiere ich rund um das Boom Bungee Rig, dass ich für Kalle baue, und mit ihm weiterentwickelt habe. Interessenten können gerne unter der Rubrik „E(xtreme) E(bro) F(ishing) nachschauen. Dieses Boom braucht ja am Einhänger sein Gewicht, und da wären wir wieder beim Thema: „Alternativen zum Blei“

Blei hat bekanntlich eine gewisse Scheuchwirkung beim Waller, zumindest wurde es bei diesem nachgewiesen. Unser Volker hatte da zusammen mit Michel ein unvergessliches Erlebnis, als sie am Ebro vor über 2 Jahren beim vertikalangeln auf Waller mit Alternativ-Gewichten von Kollege Carsten Zeck und „normalen“ Bleiköpfen in gleicher Gewichtsklasse eine Art Vergleichsfischen über paar Tage machten: Blei 0 bis 1 Fisch, Alternativ-Kopp 3 bis 8 Fische am Tag.

Zurück zum Boom: ein Stein als Gewicht würde von daher ja optimal passen! Beim „rum-googeln“ fand ich dann die Steine von „angler-stein“ auf ebay! Gesucht, gefunden, bestellt, paar Mails ausgetauscht, und schon waren die Kieselsteine da! Ein Wirbel oder eine Öse eingeklebt in einem Bohrloch und fertig ist die mehr als nur natürliche Alternative zum Blei! Klar, wegen der niedrigeren Dichte/ spezifischen Gewichtes des Kiesels fällt dieser etwas größer aus als ein ähnlich schweres Blei. Wenn es stört…, mich jedenfalls nicht!

Es ist schon sehr komisch, dass dieses Thema rund um das Blei nicht mehr Fahrt aufnimmt. Und das, obwohl in der EU schon an einem Gesetz „Blei-Verbot“ gebastelt wird! Einige Länder sind uns da schon weit voraus, dort gibt es ein Verkaufs- oder zum Teil schon Gebrauchs-/ Anwendungsverbot! Warum müssen wir immer warten, bis uns etwas strikt untersagt wird? Warum wird auch von den großen Angel-Konzernen in dieser Richtung nicht mehr gemacht? Tungsten als Alternative gibt es für die verschiedensten Varianten des Finesse-Angelns, auch Jigköpfe. Nur sind diese noch vergleichsweise recht teuer!

Aber für alle Arten der Grundangelei, zumindest im Süßwasser, wären diese „Angler-Stein“-e mehr als nur eine Alternative, und ist meiner Meinung nach sehr zu unterstützen! Auch vom Preis her absolut in Ordnung! Also lasst die Bleie weg und macht mal einen Versuch oder einen Start mit diesen Kieselsteinen! Mehr natürlicher oder getarnt geht nimmer!

 

 

17.05.21

 

2000 (Zweitausend)! Fisch-Spezies

 

Mein ehemaliger Guiding Kunde und mittlerweile langjähriger Freund Steve aus Kalifornien hat sein doch sehr hoch gestecktes Ziel von anfangs 1000 Fisch-Spezies auf wahnsinnig hohe 2000 vorgestern erreicht!

Zweitausend unterschiedliche Fisch-Arten, was für eine Hausnummer!!!

Und dass, obwohl auch er, der eigentlich nicht nur berufs-bedingt als reise-süchtig gilt, zuvor zig unterschiedliche Länder auf unserem Planeten bereist hatte, von der Pandemie ausgebremst wurde.

Seit über einem Jahr konnte er sein Vorhaben nur innerhalb der USA angehen, und auch das nur mitunter stark eingeschränkt, eben wegen Corona.

Nun hat Steve neben einigen IGFA Weltrekorden noch dieses eigentlich unvorstellbare Ziel von „2000“ erreicht!

Awesome, congratulation my dude!

 

 

21.05.21

 

"Goldener Schatz aus dem Ebro"

Boom Bungee Rig, Edition EEF

 

 

28.05.21

 

Top Waller-Köder: Tauwurm

Zumindest trifft die Überschrift für unsere Gewässer, wohl auch für die meisten europäischen Gewässer zu. Aber warum sind diese Würmer so gut?

Ok, es gibt da vielleicht ein paar Waller-Angler, die mehr verachtend abwinken und Tauwurm für diese Kollegen eher ein Köder für „Klein-Viechzeug“ ist. Diese Herrschaften haben wohl noch nie konsequent mit Wurm geangelt, sonst wüssten sie es besser?!

Tauwürmer werden viel als Köder eingesetzt, da sie leicht zu beschaffen, ja auch zum Null-Tarif zu bekommen sind. Parkflächen, ältere Sportplätze, generell ältere Rasengrundstücke mit viel Moos und, Achtung, Friedhöfe sind absolute Hot Spots zur Beschaffung der Tauwürmer! Nein, bin kein Grufti, Teufelsanbeter oder Death Metal Fan! Man darf aber kein „Fear of he dark“ (Sorry, Insider!) haben. Denn besonders nachts kann man sich auf die Suche begeben. Klar ist eine feucht-warme Witterung, Regenschauer, Gewitterregen Voraussetzung für eine erfolgreiche Pirsch, am besten kurz vor der eigentlichen Suche. So kann man innerhalb von 1 bis 2 Stunden sich einen ordentlichen Vorrat zulegen, viele Tauwürmer abholen. Wobei, abholen ist leichter gesagt als getan! Schnell muss man sein, die Würmer fix schnappen, bevor sie sich wieder in ihr Loch zurückziehen können. Kleiner Tipp hierzu: rotes Pergamentpapier vor der Taschenlampe mit einem Gummiband befestigt verschafft einem einen Bruchteil von einer Sekunde mehr Zeit! Oder eine Kopflampe im „rot“-Modus. Schwächelnde Batterien sind auch gut. Dagegen sind grelle Maglite-s oder generell Lampen mit hoher Lumen-Zahl lassen einen dann eher als Looser dastehen!

Wenn Ihr aber weder die Möglichkeit noch die Zeit, geschweige denn Bock auf nächtliche Such-Aktionen habt, sind die Tauwürmer ja dennoch leicht zu beschaffen: jeder Angelladen hat immer ein gewisses Kontingent an Packungen in der Saison im Kühlschrank liegen! Zur Not, vor allem in der bisherigen Pandemie-Situation, kann man auch online bei „Wurm-Farmen“ bestellen. Ihr wisst ja, bin da eher Jemand, der den örtlichen Angelladen unterstützen würde. Aber das muss und kann jeder für sich entscheiden!

Also, Würmer sind organisiert, egal wie. Und sie lassen sich auch gut und lange hältern: im Kühlschrank in der Küche ist vielleicht nicht die beste Idee…, wegen des zwischenmenschlichen Friedens…, im kühlen Keller geht es mindestens genauso gut! Wichtig nur, dass die oder der Deckel zu sind, dennoch Luft reinkommt.

Zum Anködern: Hier vorab, es müssen nicht immer 15 bis 20 Tauwürmer sein! Viel fängt nicht immer oder unbedingt groß, größer! Weniger ist manchmal tatsächlich mehr, besonders in den Phasen, wenn die Waller nur noch rumzicken, wie zum Beispiel im Hochsommer! Da reichen schon mal 3 bis 4 Tauwürmer! Hauptsache richtig angeködert, aufgespießt. Nämlich immer am oberen Kopfbereich, dem dunkel-roten bis bräunliches Ende! War immer wieder erstaunt, wieviel Gäste/ Guidingkunden nicht wussten, wo oben und wo unten ist…Und einmal aufpiecksen reicht, die Würmer sollten schön lange herunterbaumeln. So kriegen wir „Spiel“ oder „Leben“ in unsere Beköderung. Um Fehlbisse und ein Großteil der Rum-Nuckelei zu verhindern, ganz und gar lässt sich das leider nicht vermeiden, sollte man sich schon beim Rig-Bau Gedanken machen, wie das Anködern aussehen soll. Bisher ist das 2-Haken-System immer noch das Beste! Oben zu dem Beködern einen etwas dünn-drahtigeren Haken auswählen, wie zum Beispiel den VMC 7356 in Größe 7/0. Dünner Haken, um die Würmer nicht zu sehr zu verletzen, damit sie länger am Haken „aushalten“ und ihr eigenes Spiel entfalten können. Neudeutsch heißt dieser Haken „bait hook“. Als Greifer oder „grip hook“ bindet man ca. 3 bis 5 cm unterhalb des „bait hook“ einen etwas dickeren VMC 7264 in 5/0 oder 7/0. Wichtig: dieser Haken sollte optimalerweise frei bleiben! Ok, ein oder 2 Würmchen gehen noch, aber ansonsten sollte dieser Greifer nicht weiter behangen werden, damit dieser ungehindert ins Maul des Wallers eindringen kann. Bis vor einigen Jahren, um genauer zu sein vor über 8 bis 10 Jahren waren auch Drillinge im Einsatz zu dem Beködern. Früher war eh alles dicker, gröber, brutaler, irgendwie anders eben. Zeiten ändern sich, auch das Verständnis für den Fisch. Denn beim Einsatz eines Drillings ist die Verletzung im Maul des Fisches deutlich größer als beim Einzelhaken. Auch ist das Wechseln auf Einzelhaken ein Schutz für uns. Warum? Habt Ihr noch nie im Dunkeln und voller Adrenalin nach einem aufregenden Drill mal daneben gelangt? Nicht? Glück gehabt! Kann übel ausgehen, von daher nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen! Zudem, viel mehr Würmer kriegt man auf einen Drilling auch nicht drauf, außer die Größe des Drillings geht schon in Richtung Drilling…! Wenn wir schon mal beim Rig-Bau sind, sofern Ihr nicht ein fertiges Rig kaufen wollt, nehmt die U-Pose lieber eine Nummer kleiner. Man wundert sich immer wieder, was eine 10 Gramm U-Pose tragen kann. (Anmerkung des Autors: „Klar, hier würde ich ohne wenn und aber das Climax Bungee Complete Soft oder Standard empfehlen 😊). Waller sind oder können richtig groß und dick werden oder sein, mögen hin und wieder etwas schwerfällig wirken und noch eine dicke Lippe haben, aber blöd sind die Fische nicht! Thema „Lernfähigkeit“, „Scheuchwirkung“. Waren vor 15 Jahren U-Posen mit 60 Gramm aufwärts „normal“, so würde heute kaum noch einer bei einer Wurmmontage zu solch einem Proppen greifen, oder? Hier würde ich auch mal die Flügel-U-Pose in den Ring werfen: was meint Ihr, wie viele Fische seit Markteinführung mit diesen Teilen Erfahrung gemacht haben? Wie oft diese schon an Eurer Hausstrecke im Einsatz war? Meint Ihr nicht auch, dass es da Zeit wäre, mal ohne den Propeller es zu versuchen? Versuch macht klug! Möchte aber keinen Glaubenskrieg heraufbeschwören, aber hin und wieder seine Vorgehensweise oder Montage zu überdenken, dass kann nie verkehrt sein, oder?

Jetzt habe ich fast alles angesprochen bzw. aufgelistet, aber das eigentliche „warum“, warum der Tauwurm so fängig, wohl der erfolgreichste Wallerköder ist, dass bin ich doch noch etwas schuldig geblieben. Also, das Gute kommt zum Schluss:

„Je mehr, häufiger ein Köder eingesetzt wird, umso mehr Fische werden damit gefangen!“ Klingt logisch, oder? Aber so ist es mal! Aber nicht alleine der Hauptgrund! Tauwürmer kommen bei uns vor, leben in den Wiesen, die an ein Gewässer angrenzen. Bei starken Regen, Gewitterschauer kommen die Würmer aus ihren Löchern raus, da diese mit Wasser volllaufen, die Würmer keine Luft mehr bekommen. So werden sie dann auch mal ins Gewässer reingespült. Gleiches passiert auch bei Hochwasser! Ihr habt sicher schon mal erlebt, dass ein Waller seinen vollgefressenen Magen vor oder auf Eure Stiefel entleert hat. Waller haben diese Krabbler eben zum fressen gerne. Entweder als Zwischenmahlzeit, oder als Snack so nebenher. Die Frage nach dem Eigengeruch und Geschmack, da tue ich mich etwas schwer! Besonders schwer im Fluss und/ oder bei niedrigen Wassertemperaturen. Ich bin davon überzeugt, dass es auch das lebendige, unregelmäßige flatternde Spiel ist, dass den Waller neugierig macht, vielleicht auch reizen und letztendlich zum Einsaugen verleitet. Zudem kann man die Anzahl der Würmer je nach Wunsch variieren, viel experimentieren. Während beim Köfi die Geschmacksrichtung beim Waller doch sehr heftig wechseln kann: Erst waren Forellen zig Wochen top, dann überhaupt nimmer, sondern Rotauge gefragt, um dann doch eher Richtung Barsch zu gehen. Und auf einmal wollten die Waller keinen der aufgezählten Fische und 3 Grundeln am Butterfly-Rig die absolute Nummer 1! Alles schon erlebt, Ihr sicherlich auch. Komisch, Tauwurm ging irgendwie immer, egal ob nur zu fünft oder als 15er Bündel, oder in Kombi mit anderen Ködern (kommt dann als nächstes Thema!). Tauwurm ist daher ein absoluter Top-Köder, und dass seit über 60 Jahren in Deutschland und halb Europa!

PS.: Und wer immer noch meinen sollte, dass man „nur Kleinzeugs“ mit Tauwurm fangen könnte…sorry, aber entweder hat es der- oder diejenigen noch nie selbst richtig versucht, und/ oder hat recht wenig Ahnung vom Angeln mit Naturködern auf Wels…!

 

 Nachfolgend mal eine kleine Auswahl: Tauwurm und T.-Wallis:

 

 

29.05.21

Perfekter Start ins Angel-Wochenende

Am gestrigen Freitag kam noch eine Fangmeldung bei uns rein: Ein schöner Waller aus dem ebenso schönen Spreewald, den Norman mit seiner Sportex Catfire Boje und einem Circle Hook Rig aus der Edition „EEF“ zum Fototermin bitten konnte!

Auch von hier aus nochmals an dickes Petri an Dich, Norman!

 

 

06.06.21

 

Weiter geht´s mit der kleinen Tauwurm-spezial-Serie:

 

Tauwurm zusammen mit … Kombi – Köder

 

Wie schon in der letzten Meldung geschrieben, ist der Tauwurm oder Tauwürmer für sich alleine ein Top Köder, daran dürfte es keine Zweifel geben. Und für diejenigen, die über diesen Allround-Ganz-Jahres-Köder immer noch die Nase rümpfen sollten…, auch gut, Euer Ding, dann lasst es halt.

Zurück zu unseren Tauwürmern: Diese haben alleine am oder an den Haken meinen Team-Männer-s, sehr vielen Guidingkunden und auch mir etliche Waller gebracht. Auch über dieser scheinbar so magischen 2 Meter Marke; ein Waller mit 190 +X, aber noch unter 200cm ist bei einigen Kollegen wirklich kaum der Rede wert. Warum ist das eigentlich so? Wer hat diese Linie gezogen? Ok, ich lass es mal sein, demnächst vielleicht paar Denkanstöße und Meinungen dazu. Tauwürmer am Haken kann man noch „tunen“. „aufpimpen“! Gerade in der wärmeren Jahreszeit und Wassertemperaturen über 20°C sind mit-angehängte, lange dünn geschnittene Streifen aus den Tuben der Calamari top! Es darf auch gerne frisch aufgetautes material sein, es muss nicht übelst stinken! Diese Streifen haben in mäßiger bis starke Strömung richtig „Leben“. Zudem haben wir über viele Jahre hinweg feststellen können, dass diese mit angehängten Calamari-Streifen die kleineren Welse, so ungefähr bis 100/ 120cm „abschrecken“? Nicht ganz das richtige Wort, aber die Statistiken (Thema Fangbuch, „Aktuelles 2020“ im Archiv!) sind dazu eindeutig! Warum das so ist? Haben da wirklich noch keine richtig gute, passende Antwort gefunden.. Ich weiß von maximal 10 Wallis unter 1,20m, die sich die Tauwurm + Calamari-Streifen einverleibten. Die meisten Welse waren deutlich größer.

Ähnlich sieht es auch mit der Kombi Tauwürmer + Rinderleber-Streifen aus. Wichtig: es sollte wirklich Rind und nicht Schwein sein, und die Streifen auch lang und dünn geschnitten! Diese Kombi ist vor allem im Stillwasser bis hin zu langsam fließenden Kanaälen oder Flüssen top, denn hier spielt der Geruch sicherlich eine Rolle! Hierzu noch ein Beispiel: ein guter Freund und einer der ersten Wallerangler im Süd-Westen Deutschlands legte seine Tauwürmer über Nacht in Rinderblut ein, um am nächsten Morgen dann diese Würmsche beim Klopfen einzusetzen! Mit Erfolg! Und bekanntlich hat derjenige recht, der fängt. Warum gerade Rinderblut? Auch hier keine wirkliche Antwort. Bemerkenswert, dass man seine gesammelten Blutegel ausschließlich mit Rinderleber „füttern“ sollte, Schweine-Leber wollen die auch nicht!

Unsere Tauwürmer kann man auch zum Tunen von kleineren Köderfischen nehmen. Eine Kombi aus wedelnden bis flatternden Etwas plus Fischgeschmack, wie zum Beispiel Barsch, Rotauge oder Grundel. Zum Massenaufkommen der Kessler-Grundeln hier am Rhein war eine Kombi eben auf diesen kleinen Fischchen mit Tauwürmern top, brachte viele schöne und zum Teil kapitale Waller. Danach kam die Zeit der Portionsforelle, Grundeln waren da auf einmal abgemeldet, Tauwurm pur dafür wieder gut. Da sich die Speisekarte ja immer wieder wechselt, könnte man mal wieder es mit Grundel + Tauwurm oder kleinem Barsch + Tauwurm probieren?!

Alle hier aufgezählten Kombi-Köder sind, wie Tauwürmer pur, sehr gut an der Zwei-(Einzel-) Haken-Montage! Ob beide Haken gleich groß, oder der Obere („bait hook“) für die Tauwürmer dünner gewählt wird, das ist eine Geschmackssache. Hab ja im vorherigen Text „Tauwurm“ meine persönliche Empfehlung schon abgegeben. Die U-Pose wäre bei mir 10 bis maximal 20 Gr. Vielleicht noch kurz zur Auswahl des Vorfachmaterials: je ruhiger das Wasser, umso mehr wäre Kevlar meine Nr. 1. Bei mittlerer bis starke Strömung würde ich Hard- oder Soft-Mono nehmen, damit es nicht zu Überschlägen oder Getüddel kommt. Auch wenigstens ein Kugellagerwirbel ist zu empfehlen, denn alle genannten Kombis rotieren gerne.

 

 

12.06.21

 

"Steve + Sportex Travel Ruten, eine Erfolgs-Story"

 

Auch während der Pandemie war und ist mein guter Freund Steve auf Reisen, aber eben "nur" innerhalb der USA. Immer dabei: seine heiß und innig geliebten Sportex-Reiseruten. Ob "normales" Spinnfischen, light Big Game oder auf die harte Tour, für alle Arten der Angelei hat Steve die passende Reiserute am Start!

Auch diese Haie konnte der mit der Magnus Travel bezwingen. 

PS.: Manch einer mag sich wohl immer noch wundern, warum hier in diesem Jahr bisher noch kein einziger Team-Heimat-Waller gepostet wurde? Kommt! Keine Angst! Aber aus Respekt vor der Gewässer, den Fischen und gegenüber den Fängern halten wir die Bälle (noch) flach! :-)

 

 

18.06.21

 

"Der Duffel Bag, oder das Duffel...?"

Duffel Bag: Für Spinnfischer und kurze Ansitze egal auf was oder wie.

Und: Für alle Menschen, die im Rollstuhl sitzen, ein absolutes Highlight! Vergleichbare, handelsübliche Rollstuhltaschen sind zum Teil etwas günstiger, die meisten Taschen aber deutlich teurer. Wie eigentlich alle Produkte, bei denen vorab Wörter wie „Pflege-, Reha, Behinderten-, usw. beginnen.

Hatte den Duffel Bag „large“ gerade vor kurzem für einen Klinikaufenthalt im Einsatz. Und dabei waren alle notwendigen Sachen, Bekleidung, Wäsche für immerhin 6 Tage. Alles gut und sicher verstaut und auch geschützt vor Wind und Wetter bei Hin- und Rückfahrt, sowie beim Herum-rollern. Die Tasche hatte zudem den ultimativen Regentest bestanden: ich und der Rolli waren nass, aber im Duffel ist alles trocken und sauber geblieben!

Das Anhängen und bei Bedarf Abhängen der Tasche bei o. g. Aufhängung stellt kein Problem da, auch wenn man seinen Oberkörper nur noch minimal drehen könnte!

An die Hauptfächer kommt keiner einfach so von außen heran, genau dies störte mich bisher bei einigen anderen angebotenen Taschen! Für Langfinger keine Chance, denn alle Öffnungsmöglichkeiten der Fächer befinden sich an der Rückenlehne, wenn man den Duffel wie ich über die Schultergurte an den Griffen des Rollis einhängt. Nur eine kleine Tasche on top könnte man leicht öffnen, aber da sehe ich eher den Vorteil dabei für den Besitzer, falls man geschwind an Tempos oder sonst was ran müsste!

Top auch eine flache Tasche auf dem Deckel des Hauptfaches, in die man alle wichtigen Dokumente, Berichte in DIN A4 Größe und Schreibzeug sicher verstauen kann!

Also für mich auch in Zukunft DER Begleiter bei Unternehmungen, wenn es mal etwas mehr sein müsste. Heisst aber auch, wenn es ans Wasser gehen sollte, so müsstet Ihr wegen Platzmangel auf dies oder eventuell das nicht verzichten! Wie oft hat man am Wasser mit sich gehadert, dass man doch nicht die eine Box mit dem oder dem vermeintlich den Angeltag rettenden Köder dabei hatte? Na? Ihr seid da nicht allein… 😊 

Sorry, auch wenn ich mich wiederhole, aber es ist halt so: Bei dem großen Stauraum des Duffel Bag „large“ bekommt man alles Wichtige oder auch Unwichtige rein, um beim „Strecke machen“ alles dabei zu haben! Den kleineren Duffel Bag, „medium“, den werde ich mir demnächst noch als eine Art „Alltagsbegleiter“, extra für meinen „Rolli“ gönnen!

 

 

25.06.21

Heimat-Waller Part 2

Hatte es ja bereits angekündigt, dass ich Euch so nach und nach, und mit einer bewußten Verzögerung von zig Wochen, den ein oder anderen Heimat-Waller zeigen werde.

Teil 1, das war bereits der schöne Spreewald-Waller von Norman

Hier nun ein Fisch, gefangen von Mike aus meinem Team.

Wo? Rhein!

Bungee? Jepp! Mike setzt von Anfang an die Bungee-Rigs ein, ist ein Überzeugter!

"Größe" des Fisches? Gut ü 2m!

09.07.21

Making of … „Meisterstück“ (Bungee Complete Soft/ Standard/ Heavy)

 

Ich möchte Euch damit einen Einblick in die „Hirn-Windungen“ bei der Entwicklung meines selbst benannten Meisterstückes geben: Die Grundidee, der Anlass oder Anstoß, und was und wie folgte.

Den allerersten Ansatz, die Basis zu allem, was dann daraus entstand, hatte ich 2018. Ich hatte ein recht kurzes Bungee mit einem und/ oder 2 Einzelhaken, um dieses Rig vor die U-Pose schalten zu können. Innerhalb von knapp 2 Wochen hatte ich einige unterschiedliche Muster fertig, sowohl für die Angelei mit Tauwurm, als auch mit handlangen Köfi. Da ich schon ab 2015 bereits Bungee-Rigs für das Klopfen gebaut hatte, fiel mir es nicht schwer, das Verhältnis der Kevlarlänge zu dem jeweiligen Gummi auszuwählen. Muss vielleicht dazu sagen/ schreiben, dass ich von Anfang an ein Muster-Buch oder Rezeptbuch geführt hatte. Darin waren sämtliche Arten und Typen von Bungee-Rigs aufgelistet, mitsamt aller Bauteile, Längenangaben, Dehnungswerte, usw. Auch die jeweiligen Ur-Muster sind dort abgelegt. Hin und wieder blättere ich in meinem „Kochbuch“, um eine neue Anregung mir zu holen, oder eben auf schon Vorhandenes zurückgreifen zu können. „Wer schreibt der bleibt“, uralt Spruch, aber in solchen Fällen nur sinnvoll. Mittlerweile sind es zwei dicke Kochbücher geworden. Weiter geht´s mit dem eigentlichen Thema: Meine ersten Muster fanden richtig guten Anklang! Auch Kollege Carsten (Zeck) war damals involviert (zu dem Zeitpunkt hatte er mein R und H+ im Programm). Soweit waren alle mehr oder weniger zufrieden…, nur ich nicht! Ich machte mir richtig nen Kopp, wie ich so ein Bungee-Rig mit Haken noch besser, einzigartiger, einfach richtig gut machen konnte. Wenn ich noch irgendwie eine kleine U-Pose mit einbinden könnte? Somit wurde eben solch eine 10 Gramm U-Pose durchgebohrt, und gut? Nö! Sah nicht gut aus und saß nicht richtig. Weg damit und neu überdenken. Manchmal ist es ja der Zufall, der einen dann weiterbringt: bei einer Standard-U-Pose brach mir das Durchlaufröhrchen aus. Shit happens. Aber halt...man könnte ja das Loch erweitern und das Bungee durchziehen? Ein R-Bungee mit einem Einzelhaken am einen, und einem Wirbel am anderen Ende gebaut, dazwischen die U-Pose aufgezogen. Gut? Nö, wieder nicht so richtig! Sah zwar besser aus als alle Versuche davor, aber die U-Pose rutschte auf dem Bungee, sobald nur etwas Zug draufkam. Also wieder auseinanderbauen, wieder grübeln…, und nochmals bauen. Und, ich werdet es kaum glauben: nochmals alles zerschneiden, neu überdenken, und wieder von vorne beginnen. Doch mit den Tubes vor und nach der U-Pose kam der gewisse Durchbruch. War und ist heute noch, selbst bei den extra für´s Meisterstück oder „Complete“ gefertigten U-Posen eine ziemliche Rum-Fingerei, was sein muss, das muss eben sein! So konnte ich die U-Pose je nach persönlichem Geschmack auf dem Rig verschieben, aber nur unter ordentlicher Spannung des Bungee-Rigs. Zumindest war dieses Problem gelöst, mein Meisterstück kurz vor der Krönung. Naja, hat aber dann doch noch einige zeit gedauert, bis die Haken ausgewählt, und so im Rig integriert waren, bis alle, wirklich alle um mich herum zufrieden waren! Ich erzählte dem Produktmanager von Sportex und Climax von dieser Idee und schickte ihm Muster zu, eigentlich mehr aus Neugierde, was er dazu sagen würde. Und jetzt, fast 3 Jahre später, da ist aus einer Idee, aus der Kombination und dem Verbinden einiger Teile, aus vielen Gesprächen, Beratschlagen und zig Tests, mehrere Produkte entstanden, auf die wir alle, die daran beteiligt waren und sind, schon etwas stolz!

 

03.07.21

Heimat-Waller Part 3...

 

... müßte eigentlich Part 1 lauten, denn der Reihen- oder Fangfolge nach war es der erste Fisch des Jahres 2021. Gefangen am Rhein in einer ganz kurzen Phase ohne nächtliche Ausgangsbeschränkung (für die Schlaumeier!). Dieser schöne Fisch war der Beginn einer kleinen, aber sehr beeindruckenden Serie... später dazu mehr.

PS.: Für oder wegen mancher "Spezialisten" wurde das Bild etwas "entfremdet"! Denn: Vorsicht kann nie verkehrt sein!!!

 

 

16.07.21

 

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein neuer Film sein, wollt diesen heute hier reinstellen.

Eigentlich..., aber aus aktuellen Anlass, wegen der schrecklichen Ereignisse entlang der Bäche und Flüsse wäre es meiner Meinung nach nicht richtig oder nicht angebracht, eine schöne Meldung vom/ am/ um´s "Wasser" jetzt zu bringen.

Ich denke, Ihr könnt das nachvollziehen, habt Verständnis dafür! 

Ich wünsche Euch ein hoffentlich ruhiges Wochenende, und allen Betroffenen viel Kraft!

 

30.07.21

 

Checkliste für den Fang eines Traum-Fisches:

1. ein Top-Gewässer

2. einen Top-Guide, der genau weiß, was er wann und wie tun muss, um seine Gäste (und auch sich selbst) an den Fisch zu bringen

3. eine Top-Ausrüstung, auf die man sich „blind“ verlassen kann, egal was passiert

4. eine richtig dicke Portion Glück!

Traum-Fisch: Waller 271 cm, Gewischt geschätzt ca 130 bis 135 kg

 

zu 1. Gewässer: Ebro, Spanien

zu 2. Guide: Kalle, extreme ebrofishing

zu 3. Tackle: Sportex Catfire Boje 270

             Climax Cult Catfish X Treme Braid 0,60

             BOOM BUNGEE RIG (Edition EEF)

             Drilldauer: unendlich lange Minuten

Zu 4. Und jepp, Glück gehört dazu!

 

 

06.08.21

 

Nachtrag zur kurzen Meldung vom 30.07.21

 

Nochmals paar Gedanken, Anmerkungen zu dem Wahnsinns-Fisch von Kalle und seinen Gästen/ Guiding Kunden:

Das war oder ist ein Lebens-Fisch, hei0t dass man solch einen Brocken einmal in seinem Leben fängt, wenn überhaupt!

Klar ist der Ebro, oder Po oder Rhone oder andere Top Gewässer in Europa ein Ausnahme-Revier, bzw. Reviere, gerade für kapitale Waller Zu wissen, was man wann, wo und wie zu machen hat, dass gehört zur Grundausstattung eines guten Guides. Natürlich könnte man jetzt noch hinterher schieben, sagen:“ Nur mit Herrn X oder Y kommt man an so große Fische“ oder sonst welchen Blödsinn. Um kapitale Fische fangen zu können braucht man auch richtig viel Glück! Ich vergleiche es gerne mit Lotto spielen, mit Systemschein und recht hohen Einsatz. Und dennoch gibt es keine Garantie, dass es klappt.

Ich, wir haben nie behauptet, dass man mit Sportex Ruten, Climax Schnüren oder diversen Bungee-Rigs  nur noch Kapitale fängt. Das wäre auch schlichtweg daneben. Dieses "Herum-Trommeln" dürfen gerne andere weiterhin machen...!

Diese aufgezählten Tackle-Teile sind nur einzelne Puzzleteile, ein Teil des großen Ganzen. Die für uns nicht wirklich neue Erkenntnis ist, dass sowohl die Catfire Ruten, die 60er Climax Cult Catfish X-Treme Braid gehalten haben, das gemacht haben, was sie im „Ernstfall“ machen sollten. Auch das eingesetzte Boom-Bungee-Rig ist ein kleines Puzzle-Teil. Vielleicht war es auch das glitze-kleine Etwas, was dafür gesorgt hat, dass der Haken blitzsauber und bombensicher gesessen hat. Weniger oder mehr auch nicht!

Ich gönne Kalle diesen Fisch, dieses Erlebnis vom ganzen Herzen! Nicht nur, weil wir schon lange befreundet sind. Ich weiß, was er, sie in den letzten Monaten zu schultern, durchgemacht haben.

Und ich weiß auch, dass er jede einzelne tour mit und für seine Gäste akribisch, 101-prozentig vorbereitet! Es gibt die alte Weisheit: Das Glück ist mit den Tüchtigen. Hier, bei diesem Ausnahme-Fang war es so!

Zum Schluss noch eine Weisheit: Wer fängt hat recht. Wer mehr fängt, der hat noch mehr recht!

Oder: Männers, ihr habt alle richtig gemacht. Und zudem hatte Euch Petrus richtig lieb! 😊

 

 

 

 

13.08.21

Der berühmte 1. Wurf …

Viele von Euch kennen das ja, oder? Man ist „heiß“ drauf, seine neue Rute in den Händen zu halten! Das erste Auspacken, die Trocken-Übungen daheim im Wohnzimmer ist das eine, aber sie endlich am Wasser einzusetzen doch das andere… Entweder dauert es Stunden, Tage oder gar Wochen, bis sich der allererste Fisch am neuen Stöckchen „meldet“. Wenn unser Angler-Glück uns hold ist, dann kommt es, wie es gerne immer kommen darf: 1. Auswurf, Absinkphase, das erste Ankurbeln und…TOCK! Dieser elektrische Schlag in der (neuen) Rute ist einfach nur gei.. genial! Wenn dann noch der Arrow-Pfeil-schnelle Anhieb sitzt, die Rute sich so verhält, und natürlich auch der Fisch am anderen Ende, wie man sich das wünscht, dann, ja dann ist der Himmel voller Geigen, ähm Fischen…😊

So geschehen am letzten Wochenende am Ebro! Der glückliche Fänger: „mein“ Kalle, Team JK, die neue Rute eine Black Arrow G3 mit 210cm Länge und 40 Gramm Wurfgewicht, der allererste Fisch: eine dunkel gefärbter Ebro-Stachelritter mit stolzen 86cm! Petri!!!

Und kaum hab ich diese Zeilen geschrieben, die Bilder vom ersten Zander einsortiert, da flattert die nächste Fangmeldung von Kalle rein…, gleiches Tackle, gleiche Fischart, „nur“ 4 cm kleiner… Wenn`s mal läuft, dann läuft`s eben…😊

 

 

20.08.21

Toller Fisch aus der Donau...

... den Erik fangen konnte!

Viele Stammgäste von Kalle (extreme ebrofishing) werden Erik noch als helfende Hand aus dem Camp kennen. Dort brachte er auch einige Gäste an den Fisch.

Aber nicht nur am Ebro kann Erik Waller, auch an seiner heimischen Donau versteht er sein Handwerk!

Petri nochmals zu diesem schönen Fang, und Glückwunsch zu dem richtig guten Bild!

 

 

27.08.21

 

Ursel und Stefan haben mal wieder zugeschlagen!

 

Diesmal kein Fisch aus der Heimat, sondern ein toller Waller aus Frankreich! Dieser ü 2m Fisch tobte ordentlich an der Catfire Boje 270, die wieder einmal im Drill mehr als nur überzeugte! Und in Verbindung mit der Cult Catfish Strong 0,60 in weiß ist dieses Tackle fast schon „Waffenschein-pflichtig“ 😊

Petri nochmals an Euch 2!

03.09.21 (DER Maiden-Tag! Up the IRONs)

 Heute auch "nur" eine kurze Meldung. Habe im Moment ein paar Filmchen auf dem Tisch liegen, deren Bearbeitung viel Zeit in Anspruch nehmen. Denke, Ihr werdet Euren Gefallen daran finden..., hoffe ich ... :-)

 

Kevin „hechtelt“ wieder …

oder: „Hydra-Bekloppt“ (Teil 3, Teil 2 siehe auch auf you tube Kanal der-eisvogel)

 

Einige von Euch können sich vielleicht noch an Kevin aus meinem Team und seine tollen Hechtfänge 2020 erinnern?! Einige kapitale Fische konnte er mit seinen Hydra-s beim Schleppen verhaften. So auch aktuell diese schöne Hecht-Dame, die auf einen für Barsch gedachten kleinen Tiefläufer einstieg, wie 2020, und an der Hydra 240 mit 20 Gr. Wurfgewicht und der Laser Line 0,10mm ein heißes Tänzchen hinlegte. Ein dickes Petri nochmals, Kevin!

 

PS.: der nächste Fisch liegt dann auch auf dem neuen Sportex-Messhilfe 😊

 

 

17.09.21 

Der 3. Film bei Sportex, auf deren FB Seite, online!

 

Nach den ersten beiden Filmen ( "Waller Bungee "Pellets" und "Top Cat Inliner") kommt nun noch der brandneue Film zur "Catfire Vertical".  

Es fällt aktuell mir schon leicht, kleine Beiträge oder Filme raus zu hauen, denn was mein Team gerade abliefert, eine Menge an Film- und Bildmaterial, ist schon Hammer! Kaum sind die ersten beiden Videos fertig, kommen die nächsten Meldungen. Es scheint, als hätten die Männers (nebst Frau) einen Lauf!

So nach und nach, eigentlich jede Woche, könnt Ihr das Geschehen nach- bzw. mitverfolgen :-)

Ich wünsche Euch ein schönes WE, und bleibt einfach nur gesund!

 

 

10.09. - 17.09..21 

 

Heute der Hinweis, dass 4 neue Filme vom Team JK online sind:

 

 1: "Waller Bungee "Pellets" auf der FB - Seite von Climax Fishingline

 

 2: "Top Cat Inliner" auf der FB - Seite von Sportex

 

3: "Catfire Vertical" auf der FB - Seite von Sportex

 

4: Waller Bungee "Standard"  auf der FB - Seite von Climax Fishingline

 

Hoffe, dass Euch unsere selfmade-Filmchen gefallen!

Und natürlich wie immer: Kritik und( oder Anregungen erwünscht!

 

 

24.09.21 

 

Catfire! What else?! 😊

 

Einige gute Fische konnten Ursel und Stefan (Team JK) in ihrem Kurzurlaub an einem schönen französischen Flüsschen fangen. Im Dauereinsatz die Catfire Boje 270 sowie die Cult Catfish Strong 0,60. Und in einer kurzen Zicken-Phase half wieder einmal das Climax Waller Bungee!

Dickes Petri an meine 2 Lieblings-Pfälzer 😊

 

 

01.10.21 

 

Kannibalen?!

„Der beste Köder für einen guten, großen Barsch ist ein kleiner Barsch!“

Dieser Satz ist mir aus meinen Anfängen als Angler vor über 45 Jahren im Gedächtnis hängen geblieben. Und diese Angler-Weisheit hat früher wie heute noch seine Gültigkeit. Noch immer ist ein, aber nicht nur mein Favorit ein Wobbler in Barsch-Dekor. Aber egal ob Wobbler, Jerkbait oder Gummifisch (sorry, soft-lure 😊), Barsch-Look fängt, ist auf der Beliebtheitsskala bei Angler und Fisch ganz weit vorne.

Diesen Kannibalismus kennen wir auch von den Hechten, selbst bei den Zandern sind Artgenossen oben auf dem Speiseplan. Ob Futterneid, Revierkampf, Schutz des eigenen Geleges oder der einfachste Grund, Hunger, die Gründe sind? Eigentlich könnten jede Ursache gelten. Und wie sieht es bei dem Waller aus??

Hin und wieder hört man davon, dass ein großer Waller sich einen Kleineren einverleibt hat. Hatte davon während meines allerersten Trips an den Ebro vor gut 35 Jahren gehört. Wobei jedes Mal ein kleiner Walli einem Großen zum Opfer fiel. Ich lasse mal die doch sehr fragwürdige Aktionen, einen 1m plus Wall mit was weiß ich wieviel Drillingen oder Enterhaken zu piercen und diesen dann als Köderfisch einzusetzen Außer-Acht.

Ein doch recht seltenes Schauspiel konnte kürzlich in Frankreich an einem kleineren Fluss beobachtet werden: ein doch eher kleiner Wels hatte sich für einen an der Waller-Rute hängenden mittleren Köderfisch entschieden. Während des „Drills“ verfolgte ein gleich großer Artgenosse den anderen, am Haken hängenden Walli und attackierte diesen mehrmals, bis vor dem Boot des Anglers!

Was hier abgegangen ist, der Grund für diese Attacke war? Ich kann mir das nicht wirklich erklären. Als Beute war der attackierte Walli definitiv zu groß. Ok, man kennt ja die Bilder, auf den meist Hechte gezeigt werden, die beim Versuch einen gleich-großen Artgenossen zu verspreisen, regelrecht erstickt sind, oder besser noch: „im Halse stecken geblieben ist“. Aber beim Waller? Selbst wenn der am Haken hängende, gejagte Kollege wegen eines Sehfehlers des Jägers mit einer übergroßen Grundel verwechselt worden wäre, die Beute wäre trotzdem zu groß gewesen!

Aber egal warum, wieso, eins wurde damit wieder einmal bestätigt: Beim Angeln erlebt man ab und an diverse Überraschungen…“

Die obigen Zeilen waren keine 2 Stunden geschrieben, da flatterte eine Nachricht von Kalle rein, samt Bildern. Auf dem Ebro trieben 2 Kadaver, ein ca 210er Waller mit einem ca. 120cm Wels im Maul, besser gesagt im Schlund. Die Gier hatte da wohl kein Limit…!